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Re: Gefühle der Ausgeschlossenheit?

Verfasst: Mi 11. Mai 2016, 18:49
von Yasmine
...echt, ihr habt Probleme! Jetzt will ich doch mal die Theoretiker fragen:
Wer von Euch ist denn abgelehnt worden?
Oder ist das jammern auf hohem Niveau?
LG
Yasmine

Re: Gefühle der Ausgeschlossenheit?

Verfasst: Do 12. Mai 2016, 09:15
von ExUserIn-2026-04-08
Frauen haben halt ganz andere Gesprächsthemen wenn sie unter sich sind,
Stimmt Lilijana, aber es geht doch einigen nicht darum, dass sie "mitspielen" wollen, sondern dass es genau die Themen und auch die Gruppendynamik der Frauen ist, die sie wollen, weil sie sich als Frauen fühlen. Hast Du eine Idee, wie sehr diese Menschen auf einem Männerabend leiden ? Ich finde Männerabende einfach nur grausam und deshalb habe ich schon als Kind immer die Nähe von Frauen gesucht.

Das eine nicht können und das andere nicht dürfen ist seelische Grausamkeit. Das hat nichts mir jammern zu tun, sondern ist Alltag für Menschen denen das Gegengeschlecht wichtiger ist als das eigene körperliche.

Aber ich gebe Dir in dem Punkt Recht, dass man seine Probleme angeht und nicht im Jammern verharrt. Darüber reden ist mMn ein erster Schritt. Und manchmal schafft man auch dadurch erst die Möglichkeit, gegen eigene Trägheit etwas zu tun. Deshalb finde ich den Fred durchaus gerechtfertigt.

Re: Gefühle der Ausgeschlossenheit?

Verfasst: Do 12. Mai 2016, 12:36
von Lina
Tabea hat geschrieben:Mh schreibe ich was dazu?
... Ich finde das ist einfach eine logische Schlussfolgerung, zu dem mag auch ich mich nicht jedem Mann zeigen wenn ich in der Sauna sitze aber das ist nur meine Einstellung, finde die Trennung dort durch aus in Ordnung.

Auch in verschiedenen Handwerkskursen ist es so, das man davon ausgehen kann das einfach das Wissen anders ist bzw. ...

Sauna: Ich auch nicht - ich möchte auch nicht da nackt herumsitzen susammen mit X-beliebigen Männern. Hat mit schon immer angewidert. Also, was hat das mit Geschlechtertrennung zu tun?

Und das mit den Handwerkskursen - das finde ich ein bisshen überzogen, dass "mad davon ausgehen kann, dass einfach das Wissen anders ist ..."
Wer sagt das? Da ist doch niemand mit einem bestimmten handwerklichen Wissen im Geschlechtsorgan geboren.
Ich könnte dir auf der Stelle erklären, wie man Knöpfe annäht, sei es mit oder ohne Nähmaschine. Ich war ca. 10 als ich das lernte.
Wenn es darum ging, selber Räder von Sommer- auf Winter- zu wechseln, musste ich meine Kollegin fragen, um raus zu finden, ob es immer noch so ist, dass eine Seite Rechts- und die andere Seite Linksgewinde hat. Meine Kolleigin, eine zierliche Blonde, die häufiger Röcke anzieht als Hosen, konnte das erklären, weil sie es jede Saison selber macht. Und die dämlichen Männer in der Firma, die angeblich alles über technische Sachen wissen, haben keine vernünftige Antwort geben können.

Woher soll ich automatisch wissen über z.B. haustechnische und haus-handwerkliche Sachen haben? Als würde das von selbst kommen. Ich kann Zwei-Rad-Fahrzeuge reparieren, mit grafischen Softwares umgehen, dummies aus Papier und Karton bauen. Und ich kann Kleidung reparieren. Das sind aber bestimmt keine Fähigkeiten, die durch irgend eine Geschlechtszugehörigkeit von selbst gekommen sind. Weder die Eine noch die Andere.

Wenn ich irgend was anderes Machen muss brauche ich ewig im Baumarkt, weil ich erst mal raus finden muss wie die Sachen überhaupt heißen, die ich für das Eine oder Andere brauche.
Ich staune wirklich, dass man auch noch hier diese Selbstverständlichkeit erleben muss, dass "wenn du ein Junge bist weißt du auch, wie man eine Säge benutzt".

Re: Gefühle der Ausgeschlossenheit?

Verfasst: Do 12. Mai 2016, 18:08
von lilijana
Hallo,
Vicky_Rose hat geschrieben:Ich finde Männerabende einfach nur grausam und deshalb habe ich schon als Kind immer die Nähe von Frauen gesucht.
Hatte mich vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt. Ich habe halt den Männerabend angesprochen, weil einige dem hier meinem Eindruck nach hinterhertrauern.
Ich selbst mag Männerabende oder Runden auch nicht, bei den Themen um die es da geht, mit denen kann ich nichts anfangen.

Natürlich ist es immer schmerzhaft, wenn man irgendwo ausgeschlossen wird obwohl man sich dazugehörig fühlt, aber man kann Menschen nicht dazu zwingen das sie einen respektieren, höchstens akzeptieren. Ich kann mir auch nicht vorstellen das alle Biofrauen gegenüber Trans* irgendwas abgeneigt sind und sie gerne aufnehmen und als ihresgleichen respektieren und auch so sehen. Wenn einige Frauenkreise oder was auch immer keine Trans* irgendwas dabei haben möchten, dann kann man auf sie zugehen, versuchen sie aufzuklären und sie vom Gegenteil überzeugen das man auch wie eine Biofrau fühlt und denkt. Wenn sie nicht mit sich reden lassen, was solls, sind doch nicht alle gleich.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, früher z.B. die Männer haben einen Männertag gemacht (Fussball, Männerdinge halt) und ich war bei den Frauen dabei und habe den Tag mit ihnen verbracht. Da hatte keine was dagegen das ich als einziger Mann dabei war und wir haben nur über Frauenthemen gesprochen.
Für die Männer war ich dann halt eine Frau und für aussenstehende Frauen war ich oft einfach nur eine Tunte, aber das war egal.

Ich selbst (denk ich mal) fühle wie eine Frau, denke vielleicht wie eine Frau, ziehe Kleider an wie eine Frau, stecke im falschen Körper doch bin ich streng genommen biologisch gesehen (mir fehlen, z. B. Eierstöcke) keine Frau. Also ich würde daher auch auf keinen Geburtsvorbereitungskurs als diejenige gehen, die das Kind bekommt. ich suche mir dann vielleicht einen Vegetarierkochkurs (wird auch nur von Frauen besucht), da werde ich auf jeden Fall akzeptiert.

Grüße
Lilijana