Re: Frage an die Crossdresser hier
Verfasst: Di 26. Apr 2016, 09:54
Ja, das sah ich als junger Erwachsener auch so: Frau-sein bedeutete für mich Kleid oder Rock, Feinstrumpfhose, High-Heels, kräftigs Make-Up. In der Zeit vor meinem Coming-Out bei meiner FRau, habe ich auch oft genug versucht, sie zu diesem Kleidungsstil zu drängen. Das funktionierte natürlich nicht, was mich hin und wieder zur Verzweifelung brachte.
Später konnte ich dann diesen Stilwunsch selbst zuhause ausleben. Da war es mir dann in der Tat auch nicht mehr so wichtig, wie sich meine Frau kleidete.
Und jetzt kommt der Punkt, an dem ich mich hier vermutlich von vielen unterscheide:
Je mehr ich in den letzten Jahren meine weibliche Identität verstehe und ihr näherkomme bzw. sie annehme, desto weniger habe ich das Bedürfnis nach einem Kleidungstil, den ich jetzt mal so klassisch, festlich, betont feminin nennen möchte. Ich habe mittlerweile das Bedürfnis, mich äußerlich so zu geben, wie es dem durchschnittlichen Kleidungstil entspricht, der heute so von Frauen in meinem Alter, also Mitte vierzig, getragen wird.
Da darf es schon auch mal ein Rock oder Kleid sein, aber eine Skinny-Jeans mit Bluse und dazu Ballerinas oder flache Sandaletten, oder auch eine Jeans mit leichtem Schlag, dazu kurze Lederjacke und hohe Stiefeletten mit Blockabsatz finde ich alles andere als "Männer-Look", sondern kann vernünftig kombiniert auch sehr feminin wirken. Entscheidend wirken da oft auch die Details mit den richtigen Accessoires, wie Nagellack und dezentem Schmuck oder Schals.
Und so gesehen bin ich kleidungstechnisch öffentlich eigentlich schon recht nah in dem Stil unterwegs, mit dem ich meine geftühlte Identität ausdrücken kann. Und dann brauche ich auch kein Hüh oder Hott mit wahlweise "Frauen- oder Männermodus", sondern kann im alltäglichen Leben konstant auftreten. Das ist für mich persönlich äußerst wichtig, wenn nicht sogar das Wichtigste überhaupt.
Sicherlich würde ich mit einem komplett durchgestylten, stark klassisch-femininem Kleidungsstil nach außen hin deutlicher zeigen: "Dieser Mensch fühlt sich als Frau", als ich es mit meinem aktuellen Kleidungsstil vermag. Aber es würde weder meinem tatsächlichen Empfinden entsprechen, noch würde ich diesen Stil als für die meisten Alltagssituationen angemessen empfinden, denn auffallen um jeden Preis ist das, was ich genau nicht möchte.
Liebe Grüße - Astrid
Später konnte ich dann diesen Stilwunsch selbst zuhause ausleben. Da war es mir dann in der Tat auch nicht mehr so wichtig, wie sich meine Frau kleidete.
Und jetzt kommt der Punkt, an dem ich mich hier vermutlich von vielen unterscheide:
Je mehr ich in den letzten Jahren meine weibliche Identität verstehe und ihr näherkomme bzw. sie annehme, desto weniger habe ich das Bedürfnis nach einem Kleidungstil, den ich jetzt mal so klassisch, festlich, betont feminin nennen möchte. Ich habe mittlerweile das Bedürfnis, mich äußerlich so zu geben, wie es dem durchschnittlichen Kleidungstil entspricht, der heute so von Frauen in meinem Alter, also Mitte vierzig, getragen wird.
Da darf es schon auch mal ein Rock oder Kleid sein, aber eine Skinny-Jeans mit Bluse und dazu Ballerinas oder flache Sandaletten, oder auch eine Jeans mit leichtem Schlag, dazu kurze Lederjacke und hohe Stiefeletten mit Blockabsatz finde ich alles andere als "Männer-Look", sondern kann vernünftig kombiniert auch sehr feminin wirken. Entscheidend wirken da oft auch die Details mit den richtigen Accessoires, wie Nagellack und dezentem Schmuck oder Schals.
Und so gesehen bin ich kleidungstechnisch öffentlich eigentlich schon recht nah in dem Stil unterwegs, mit dem ich meine geftühlte Identität ausdrücken kann. Und dann brauche ich auch kein Hüh oder Hott mit wahlweise "Frauen- oder Männermodus", sondern kann im alltäglichen Leben konstant auftreten. Das ist für mich persönlich äußerst wichtig, wenn nicht sogar das Wichtigste überhaupt.
Sicherlich würde ich mit einem komplett durchgestylten, stark klassisch-femininem Kleidungsstil nach außen hin deutlicher zeigen: "Dieser Mensch fühlt sich als Frau", als ich es mit meinem aktuellen Kleidungsstil vermag. Aber es würde weder meinem tatsächlichen Empfinden entsprechen, noch würde ich diesen Stil als für die meisten Alltagssituationen angemessen empfinden, denn auffallen um jeden Preis ist das, was ich genau nicht möchte.
Liebe Grüße - Astrid