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Re: Bürger in Uniform
Verfasst: So 3. Apr 2016, 20:16
von Johanna Dornal
Michaela P. hat geschrieben:Hallo Johanna,
Was, das hast du gebracht? Wau, Respekt-Respekt, unglaubliche Courage, sehr mutig da salutiere ich noch nachträglich.
LG
Michaela
Hallo Michaela, das Ausleben fand natürlich im häuslichen Bereich statt. Was anderes hätte ich mich nicht getraut. Aber es war eine Kompensation für das testosterongesteuerte Y-Leben.
Übrigens, vielleicht kennt es jemand: War 2 x in Todendorf/Ostholstein auf Schießübung.
War kein guter Soldat, nach Auffassung meiner Vorgesetzten. Beim Entlassen aus dem Wehrdienst, habe es nur zum einfachen Gefreiten geschaftt, wurde mir ein erbärmliches Zeugnis ausgestellt. Heute denke ich, oK, ich konnte mich mit dem ganzen Kram eh nicht identifizieren. Mit diesem ganzen Männerkram habe ich sowieso meine Probleme. Kann kein Skat spielen, und habe auch sonst so gar keinen Draht zu männlichen Freizeitgestaltungen.
LG
Johanna
Re: Bürger in Uniform
Verfasst: So 3. Apr 2016, 20:46
von Jaqueline
Guten Abend,
ich wurde ausgemustert. Dadurch ist mir zum Glück das ganze Theater erspart geblieben. Ich hätte eh keine Waffe in die Hand genommen sondern Zivildienst geleistet.
Ganz liebe Grüsse eine glückliche & nervöse
Jacky

Re: Bürger in Uniform
Verfasst: So 3. Apr 2016, 21:09
von Michaela P.
@Johanna,
Uuuh, ih glaube ich habe dich falsch verstanden,sorry.
@Hanna,
Der Begriff "Bürger in Uniform" entstammt einem Merkbuch das man damals zum Anfang in die Hand gedrückt bekam. Soweit ich das noch auf die Reihe bekomme wurde dort erklärt das man jetzt mehr Pflichten hat und trotzdem sich als Bürger diesen Landes mit allen Rechten zu fühlen hätte.
LG
Michaela
Re: Bürger in Uniform
Verfasst: So 3. Apr 2016, 22:01
von Johanna Dornal
Hallo Inge,
Du siehst ja mal richtig gut aus. Ich meine auf dem dritten Bild.
LG
Johanna
Re: Bürger in Uniform
Verfasst: So 3. Apr 2016, 22:09
von Johanna Dornal
Hallo Michaela, kein Problem. Aber wenn ich das von Dir verstandene Ausleben tatsächlich gemacht hätte.....Mal ehrlich, ob ich das überlebt hätte.
Jede von uns weiß doch, wie der BW-Alltag abgelaufen ist. Zu der Zeit, als überwiegend Männer den Dienst versehen haben, waren Zivilisten nichts, und Frauen gar nichts. Höchstens eine NATO-Matratze.
LG
Johanna
Re: Bürger in Uniform
Verfasst: So 3. Apr 2016, 22:28
von exuserin-2016-12-21
Johanna Dornal hat geschrieben:Hallo Inge,
Du siehst ja mal richtig gut aus. Ich meine auf dem dritten Bild.
LG
Johanna
Ja Johanna ,so fühle ich mich auch " Sauwohl " und einfach komplett!
Bild zwei da liebe ich meine Frau die mir zur Seite steht und Angst hat mich als Mann zu verlieren,dieses Bild ist meine 1!
Re: Bürger in Uniform
Verfasst: So 3. Apr 2016, 23:27
von Inga
Hi,
ich beteiligte mich auch an der Aktion "Spülen für den Frieden" d.h. Zivildienst, aufgeteilt in Jugendherberge und Altenpflegeheim. Da brauchte ich eh nicht den harten Kerl zu spielen, sondern musste nur funktionieren. "Uniform" beschränkte sich auf Tragen der einheitlichen Unisex-Arbeitsschutzkleidung inkl. einheitlich gefärbter Haargummis für längere Haare.
Outen in irgendeiner Weise war eh keine Frage, weil ich damals überhaupt nicht auf die Idee kam, meine Phantasien im Kopf zum Tragen von Frauenkleidern etc. könnte etwas sein, das zu mir gehören könnte.
Liebe Grüße
Inga
Re: Bürger in Uniform
Verfasst: So 3. Apr 2016, 23:43
von Johanna Dornal
Bild zwei da liebe ich meine Frau die mir zur Seite steht und Angst hat mich als Mann zu verlieren,dieses Bild ist meine 1!
Ja liebe Inge, das kenne ich. Mir gehts genau so. Meine Liebste hat auch diese Angst.Und ich verstehe sie auch.
Aber was soll ich machen?
LG
Johanna

Re: Bürger in Uniform
Verfasst: Mo 4. Apr 2016, 07:01
von Truus
Was heisst war in Uniform?
Bin z.Z. im Kosovo und bekomme langsam eine Allergie gegen oliv. Noch wenige Tage dann
bin ich wieder daheim. Meine Frau hat mir in meiner Abwesendheit ein Pettycoutkleid genaeht. Da freue ich mich schon riesig drauf. Denn sehen darf ich es noch nicht.
Weiss nicht was ich wenn ich heimkomme zuerst machen soll, um Frau kuemmern oder erst Kleid anziehen.
Ja Maedels, die Bundeswehr ist auch nur ein Spiegelbild der Gesellschaft und das ist gut so !!
Groetjes
Truus aus dem Einsatz
Re: Bürger in Uniform
Verfasst: Mo 4. Apr 2016, 07:57
von Dolores59
Truus hat geschrieben:Was heisst war in Uniform?
Weiss nicht was ich wenn ich heimkomme zuerst machen soll, um Frau kuemmern oder erst Kleid anziehen.
Groetjes
Truus aus dem Einsatz
Hi Truus,
zuerst kümmerst Du Dich um Deine Frau, dann ziehst Du das neue Kleid an und kümmerst Dich nochmal um Deine Frau.
LG
Dolores
Re: Bürger in Uniform
Verfasst: Mo 4. Apr 2016, 08:09
von Ulrike-Marisa
Moin,
anno 73 war ich auch bei der Reitenden Gebirgsmarine (Gebirgstruppen) und es war die Zeit der Diskussionen um den Begriff Bürger in Uniform und Innere Führung. Ein Teil der Ausbilder war noch Kriegsteilnehmer und entsprechend war der Ton. Ich sollte auch mal meine Führungsqualitäten beweisen und mich vor eine Kampfgruppe stellen und Befehle brüllen; das war nicht so mein Ding und ich kam mir reichlich lächerlich und deplaziert vor. Danach habe ich vorwiegend auf dem Forsthof gearbeitet und Gebirgswege und Wildzäune in landschaftlich schöner Umgebung und in aller Ruhe gebaut und war nur noch Vertrauensmann der Mannschaften. W 15 waren wir mit die ersten und die Zeit ist auch rumgegangen. Meine Kinder waren nicht mehr bei der Bundeswehr...
Gruß, Ulrike-Marisa
...alles hat seine Zeit und manches überlebt sich auch...
Re: Bürger in Uniform
Verfasst: Mo 4. Apr 2016, 08:10
von susanneb
Guten Morgen,
ich durfte 2mal zur Musterung. Ausgemustert wurde ich nicht. Man hat sich dann für meine beiden jüngeren Brüder entschieden. Ich weiß nicht wie die sich angestellt haben. Ich habe jedenfalls keine Einladung mehr bekommen. Man muss auch nicht überall hin, wo die kleinen Geschwister waren.
Könnte daran liegen, dass ich in jungen Jahren, 21, einen Vertrag mit meiner Frau geschlossen habe. Der ist glücklicherweise immer noch gültig.
LG
Susanne
Re: Bürger in Uniform
Verfasst: Mo 4. Apr 2016, 10:59
von Stephanie
Hallo allerseits,
ich war eine(r) der ersten, die 12 Monate dienen durften. Ab Oktober '90 war ich bei der Inst-Ausbildung, um danach zu den Panzeraufklärern in die Instandhaltungsgruppe zu gehen. Mein Aufgabengebiet war dann auch eher das Schrauben, und nicht das Schießen. Highlight der ganzen Army-Zeit war dann ein 3-wöchiger Aufenthalt in Kanada (Shilo, Manitoba) wo Teile unseres Bataillon mal richtig schießen durften. Auch hier war ich als Instler dabei.
Interessanterweise brach nach der BW-Zeit erst meine DWT/CD/TS-Karriere so richtig durch. Als ob ich noch mal richtig Junge spielen sollte.
Liebe Grüße
Stephanie
Re: Bürger in Uniform
Verfasst: Mo 4. Apr 2016, 14:23
von ChristaK
Hallo zusammen.
1976 bis 1977 war ich 15 Monate bei den Heeresfliegern, Grundausbildung in Bückeburg. Danach fast heimatnah in Rotenburg/Wümme. Funk- und Navigationsmechaniker bin ich gewesen. Mit Schießen war fast nichts. Nur Schrauben.
Re: Bürger in Uniform
Verfasst: Mo 4. Apr 2016, 15:27
von Simone 65
Hallo. Ich möchte mich nochmal etwas ausführlicher äußern. Ich war von 1984 bis 1987 in der NVA, als Panzerkomandat. Im ersten halben Jahr war an der Schule in Eggesin ( bekannt für Waldmeer, Sandmeer nichts mehr). Dort wurde ich richtig geschliffen, ich war unsportlich. Habe in der Zeit 15 Kilo abgenommen. Ich wohnte in der Kaserne, mit 10 weiteren Männer. Danach kamm ich als Unteroffizier in eine Kampfeinheit nach Torgelow. Als Neuling gab's erstmal Mobbing. Ich war zum Beispiel in der Musikbox. Ich war mit 6 Mann auf ein Zimmer. Ich kamm meist alle 2 bis 3 Monate mal nach Hause. Wir hatten regelmäßig Gefechtsalarm. Schießübung war oft, mit Panzer, Mg, Kalaschnikov oder mit Pistole. In der Zeit an Damensachen nur zu denken habe ich mir nur Nachts im Bett getraut. Wir waren keine Bürger in Uniform, wir waren Genosse Soldat. Ich bin froh nicht an die Westgrenze oder an die Grenze in Berlin eingestzt worden zu sein. Ich hatte meinen Eid auf die DDR geleistet und die gibt es nich mehr. Wehrdienstverweigerung oder Zivildienst gab es nicht, es musste jeder Zur Armee. Was es gab war ein Dienst ohne Waffe, die Spatensoldaten. Ich habe Nichts mehr aus dieser Zeit, keine Fotos, sogar mein Wehrdienstausweis habe ich nicht mehr. Liebe Grüße Simone