Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....
Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder..... - # 2

Antworten
Claudia60
Kürzlich registrierte BenutzerInnen
Beiträge: 59
Registriert: Fr 19. Feb 2016, 21:33
Geschlecht: Teilzeitfrau
Pronomen:
Wohnort (Name): Mittelbaden
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 16 im Thema

Beitrag von Claudia60 »

LaraCD hat geschrieben:Liebe Claudia,

als ich mich damals hier angemeldet habe, ging es mir ähnlich wie Dir.
Ich habe die vielen Berichte und Erlebnisse gelesen und dachte nur "wow. Bei allen anderen ist das scheinbar so einfach."
Ich hatte mich damals meiner Frau gegenüber noch nicht geoutet.
Trotzdem habe ich noch fast 1 1/2 weitere Jahre gebraucht, bis ich meiner Frau von meiner weibliche Seite erzählt habe. Und ja, auch meine Frau hat großartig reagiert, aber der Punkt ist: Du musst selbst dafür bereit sein. Ich wusste lange Zeit nicht was oder wer ich bin und wie ich über all das wirklich empfinde. Ich wusste auch nicht, was ich überhaupt von meiner Frau erwartet hätte.
Alles hat im Leben seine Zeit und manchmal muss man erst mal mit sich selbst ins Reine kommen. So ging es mir, bis ich schließlich zu dem Punkt gekommen bin, wo ich wusste: jetzt oder nie.
Seitdem hat sich vieles in meinem Leben geändert und ich fühle mich so frei, wie wohl noch nie. Und ja, manchmal ärgere ich mich auch, dass ich meine Fra nicht früher eingeweiht habe, aber dann spüre ich auch, dass es richtig war zu warten. Wenn man selbst noch nicht an dem Punkt ist, kann man dem Partner auch keine Sicherheit geben.
Also lass Dich nicht unter Druck setzen und finde Deinen eigenen Weg, egal, ob hier positive oder negative Berichte geschrieben werden.
Im Leben ist alles oft eine Frage des richtigen Zeitpunkts :)

LG,
Lara
Liebe Lara,

danke für die liebgemeinten Worte und Ratschläge. Im Prinzip sehe ich das genauso, aber der Druck und die Angst in mir ist momentan sehr hoch. Deshalb vertraue ich auf mein Gefühl wann es der richtige Zeitpunkt ist. Mir wird jetzt schon übel.

Liebe Gruesse, Claudia
Aria
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1474
Registriert: Do 14. Jun 2012, 20:56
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Frankfurt am Meer
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 17 im Thema

Beitrag von Aria »

Claudia60 hat geschrieben:
Aria hat geschrieben:Ich würde sagen, dass die meisten - aus nachvollziehbaren Gründen - eher intolerant ihrem Partner mit solchen Neigungen gegenüber stehen.
Liebec Aria,

muss intolerant mit Scheitern verbunden sein? Wenn man doch nur in die Zukunft schauen könnte.
Wenn man den Begriff im Allgemeinen sieht, nein. Wenn es im Speziellen um dich geht, ja.

Meine Ex ist sehr tolerant, was dieses Thema im Allgemeinen betrifft. Speziell bei mir, kehrte sich ihre Toleranz in Intoleranz. Ergebnis war, dass unsere Ehe scheiterte.
Du siehst, gewissermaßen herrscht schon eine Verbindung. ;-)
¡no lamento nada!
Claudia60
Kürzlich registrierte BenutzerInnen
Beiträge: 59
Registriert: Fr 19. Feb 2016, 21:33
Geschlecht: Teilzeitfrau
Pronomen:
Wohnort (Name): Mittelbaden
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 18 im Thema

Beitrag von Claudia60 »

[quote="HeikeL"]Liebe Claudia,

Nein, es gibt nicht nur tollerante Ehefrauen - es kann auch zur Trennung führen! Und ich kann deine Ängste und Unsicherheit sehr gut verstehen. Als mir vor über 3 Jahren klar wurde, wer/was ich bin und was ich nicht bin, habe ich (auch dank dieses Forums) den Schritt gewagt und mich meiner Frau geöffnet. Diese Ehrlichkeit war ich meiner Frau einfach schuldig. Und Heimlichkeiten wollte ich gar nicht erst anfangen.
Dabei war mir sehr wohl bewußt, das ich vielleicht demnächst allein auf dem Sofa schlafen müsste. Mein Schatz hat es, zwar nicht mit Begeistererung, aber erst mal zur Kenntnis genommen, darüber nachgedacht und gemeint, "damit werden wir auch noch fertig". Das war noch lange kein Freibrief. Wenn sie unter Stress stand, musste 'Heike' schnell in der Versenkung verschwinden, wenn es Ihr gut ging, konnte 'Heike' ihr auch mal über den Weg laufen. Wir haben an unserem heutigen Stand beide arbeiten müssen und es war für uns beide nicht immer einfach. Es gab viele schöne Erlebnisse und auch manchen Zickenkrieg und harte Diskussionen. Mein Schatz ist halt nicht der Typ, der alles einfach so hinnimmt. Manches konnte ich noch nicht einmal rational erklären und musste es (für mich, zu der Zeit, völlig ungewohnt) über Gefühle beschreiben.
Heute ist es fast schon "normal", das die Wäsche überwiegend aus der Damenabteilung stammt. Die Hemden, die ich zur Arbeit anziehe, können durchaus mal das einzige sein, was aus der Herrenabteilung stammt. Hosen aus der Damenabteilung (Reisverschluss links) sind merkwürdigerweise nie ein Problem gewesen. Ich muss mich auch nicht mehr (ihr zu Liebe) vor unserem Sohn verstecken. Aber glaube bitte nicht, das der Weg "einfach" war. Denn mein Goldstück von Ehefrau hatte mit ihrer, etwas konservativen, Erziehung mindestens genau so viele innerliche Hürden zu überwinden, wie ich selbst.

Wenn du also ziehmlich sicher bist, das deine Frau dich wirklich liebt, dann muss es nicht unbedingt "einfach" werden, aber es kann durchaus eine Chance zu neuer Gemeinsamkeit sein.

Aber du solltest dir auch das Risiko vor Augen halten: es kann auch der Anfang von einem getrennten Weg sein. Denn nicht jede Ehefrau kommt mit dieser (ich definiere es für mich) Veranlagung klar. Ich möchte dich damit nicht verunsichern, halte es aber für falsch, das Risiko zu verschweigen. Du kannst hier im Forum mehr als ein Beispiel dafür finden. Für mich selbst gab es trotzdem nur den Weg, auf eine tollerante Ehefrau zu setzen, da ich mit der Heimlichkeit, auf Dauer, nicht klar gekommen wäre.

LG - Heike[/Liebe

Liebe Heike,

danke für liebgemeinten Worte. Was mir hier im Forum sehr gut tut, ist das man sich gegenseitig austauschen kann. Vielleicht helfen mir die Beiträge irgendwann dazu um meinen ganzen Mut zusammen zunehmen.

Liebe Gruesse, Claudia
Claudia60
Kürzlich registrierte BenutzerInnen
Beiträge: 59
Registriert: Fr 19. Feb 2016, 21:33
Geschlecht: Teilzeitfrau
Pronomen:
Wohnort (Name): Mittelbaden
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 19 im Thema

Beitrag von Claudia60 »

Aria hat geschrieben:
Claudia60 hat geschrieben:
Aria hat geschrieben:Ich würde sagen, dass die meisten - aus nachvollziehbaren Gründen - eher intolerant ihrem Partner mit solchen Neigungen gegenüber stehen.
Liebec Aria,

muss intolerant mit Scheitern verbunden sein? Wenn man doch nur in die Zukunft schauen könnte.
Wenn man den Begriff im Allgemeinen sieht, nein. Wenn es im Speziellen um dich geht, ja.

Meine Ex ist sehr tolerant, was dieses Thema im Allgemeinen betrifft. Speziell bei mir, kehrte sich ihre Toleranz in Intoleranz. Ergebnis war, dass unsere Ehe scheiterte.
Du siehst, gewissermaßen herrscht schon eine Verbindung. ;-)
Liebe Aria,

Genau davor habe ich eine Riesenangst. Klar kann mir die Entscheidung niemand abnehmen. Wenn es doch nur nicht so kompliziert wäre.

Liebe Gruesse, Claudia
Claudia60
Kürzlich registrierte BenutzerInnen
Beiträge: 59
Registriert: Fr 19. Feb 2016, 21:33
Geschlecht: Teilzeitfrau
Pronomen:
Wohnort (Name): Mittelbaden
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 20 im Thema

Beitrag von Claudia60 »

Doreen hat geschrieben:Hallo Claudia,
natürlich gibt es nicht nur tolerante Partnerinnen von Crossdressern, aber einige sind es schon die ihren Ehemännern oder Freunden das Tragen von Frauenkleidern und Dessous gestatten.
Sicherich kommt es hierbei stets auf die Einstellung und die Sichtweise der Frauen an, auch spielen
Liebe und Zuneigung in einer Beziehung eine große Rolle um dies zuzulassen. Es ist stets immer etwas anders in den Beziehungen und dem Umgang zu diesem Thema, kann man nicht verallgemeinern.
In jeder Beziehung liegen die unterschiedlichsten Grundvoraussetzungen vor welche eine Toleranz zulassen oder nicht.

Für ganz wichtig halte ich es, seiner zukünftigen Frau oder Lebensgefährtin so früh wie möglich
von den Wünschen Frauenkleidung tragen zu wollen zu erzählen, und das ohne etwas zu verheimlichen oder offen zu lassen, also ganz ehrlich sein.
Ich darf kurz aus meinen früheren Beziehungen berichten.
Meine erste Freundin mit der ich in der Jugend liiert war konnte ich dazu bringen mir zu erlauben mal Hin und wieder ein Höschen von ihr anziehen zu dürfen, gab mir unbeschreibliche Gefühle.
Beim Sex stellte ich eine Luststeigerung fest welche ohne Damenslip nie so war.

Später durfte ich auch mal Satin-Nachthemdchen von ihr anziehen, passten zwar nicht immer, aber egal, es waren die schönen Gefühle die mir durch Mark und Knochen gingen.
Ich wusste seinerzeit nichts von Crossdressing oder Transvestismus, woher auch, und dachte ich sei
schwul, denn früher war es das Klischee-Bild in der Gesellschaft, wer als Mann weibliche Kleidung anlegt ist tuntig und homosexuell.
Aber darin konnte ich mich nicht wiederfinden, ich hatte keine Ambitionen mich zu Männern hingezogen zu fühlen. Aber was war es was mich dazu brachte zunächst Damenunterwäsche und später auch Röcke und Kleider anziehen zu müssen? Eigentlich weiß ich"™s bis heute noch nicht.

Auf jeden Fall ging die damalige Beziehung durch andere Gründe auseinander, nicht wegen gelegentlichem Tragen von weiblicher Unterwäsche.
Alle späteren Freundinnen hatten mal mehr oder Weniger ein Problem mit meinen Wünschen.
Nun zu der ersten Ehefrau. Vom Kennenlernen bis zur Heirat und späterer Scheidung mit einer sehr weiblichen und attraktiven Frau, vergingen zehn lange Jahre. Diese meine Frau trug schon von sich aus nur hübsche reizvolle Unterwäsche sowie Kleider, Röcke und Blusen, für mich ein Traum.

Ich hatte ihr nichts von meiner Vorliebe erzählt, sie war völlig ahnungslos. Ich bediente mich gelegentlich gern mal an ihre Unterwäsche und zog immer mal ein Höschen von ihr an, gern hätte ich auch einen Büstenhalter getragen, aber die waren zu klein und passten nicht zu meiner Oberweite.

Naja, so ging es einige Jahre, ich konnte meine Triebe vor ihr verstecken und habe so die Jahre mit Höschen und auch mal Unterröckchen unter meiner Herrenkleidung einigermaßen hinbekommen.
Gefunkt hatte es dann im neunten Jahr unserer Ehe als ich ganz spontan mal ein tolles Nachthemd von meiner Frau tragen wollte und sie es mit der Begründung ablehnte ob ich jetzt total spinne.
Alles diskutieren und reden brachte nichts, mein Wunsch nach Frauenkleidung wuchs von Jahr zu Jahr und ich spürte immer stärker den Drang in hübscher Wäsche mit meiner Frau zu kuscheln.

Also die Ehe ging deswegen in die Brüche, ich durfte mich einmal in BH und Höschen meiner Frau zeigen, sie wollte wissen wie sie reagiert wenn sie mich so sieht. Sie hat mich lange betrachtet, nach etwa einer Stunde reden und betrachten in diesem für mich herabwürdigendem doch äußerst gefühlsbetontem Outfit konnte sie sich schließlich vor Lachen nicht halten und zeigte ganz unmissverständlich ihre Abneigung gegenüber meines aus ihrer Sicht abartigen Verhaltens.
Seither war unsere Ehe kaputt und ich trug aus Protest und Enttäuschung absichtlich in ihrer
Gegenwart Unterwäsche und Nachthemdchen aus der Damenwäscheabteilung welche ich mir dann bewusst zulegte. Zwar musste ich höllisch aufpassen dass mein damals neunjähriger Sohn mich nicht so sah, aber meine neue Feindin im Hause musste mich so ertragen.

Schnell erreichte meine Frau eine Einstweilige Verfügung welche mich aus meinem eigenem Haus verbannte, mit der Begründung, ich sei hochgradig pervers und würde vor meinem Kind und Noch Ehefrau in weiblicher Reizwäsche umhertänzeln, so argumentierte zumindest der Anwalt meiner Frau
die Situation die völlig an den Haaren herbeigezogen war nur um mich zum Wohle des Kindes aus der Ehelichen Gemeinschaft zu entfernen. Das Gericht folgte dem Anwaltlichen Rat natürlich ohne Anhörung meiner Person. OK, Schnee von gestern, ist über zwanzig Jahre her.

Nach einigen Jahren Junggesellenlebens und verborgenem Crossdressing im Stübchen und vielen
Kleidungsstücken, lernte ich meine heutige Frau kennen und lieben. Wir hatten uns ein oder zweimal getroffen, gingen spazieren und unterhielten uns über alles Mögliche, Politik, Weltgeschehen, über unsere früheren Partner, und, und, und. Dann kam auch, wie auch immer das Thema Travestieshow usw. auf"™s Tablett, wir sprachen über die verschiedenen sexuellen Vorlieben usw.
Eine Brücke schlug dann meine damalige Neueroberung selbst zum Thema Trans, sie war wohl ein Jahr zuvor mit zwei Freundinnen bei einer Travestieshow in Bochum, fand sie toll. Damit war nun für mich die Gelegenheit mich ihr zu offenbaren. Ich nahm allen Mut zusammen und sagte, dass auch ich gern in so einer Show auftreten würde und es mir Freude macht Dessous zu tragen und hier und da Rock und Bluse. Ich hatte mich also geoutet, dem ersten Menschen überhaupt in meinem Leben, so ist es auch noch heute.

Wir haben viele Stunden die Thematik behandelt, ich habe mich ganz weit geöffnet mit meinen Wünschen, und das einer Person gegenüber welche ich nur wenige Tage kannte. Aber für mich stand fest, jetzt oder nie, geh ganz offen und ehrlich mit deinem Transvestismus um, sage ihr wie sehr Du auf Frauen stehst und nicht zu Männern tendierst. Reden, reden, reden, das war wohl das allerwichtigste in der Kennenlernphase und ehrlich sein.

Wir haben uns 1995 kennengelernt und Zusammengelebt, also Ehe ohne Trauschein. Ich durfte
meine Dessous welche ich mir im Laufe der Jahre zugelegt habe tragen, durfte Kleider anziehen, Straps und Strümpfe dazu, einfach ein Paradies für mich.
Im Jahre 2000 wollten und haben wir geheiratet, meine Frau wünschte sich eine weiße Hochzeit mit allem Drum und Dran, ein Mädchentraum.

Bevor es zum Standesamt und in die Kirche ging habe ich meiner Frau noch einmal die Gelegenheit gegeben sich alles noch einmal bewusst zu machen, ihr aufzuzeigen dass sie ihr zukünftiges Leben an der Seite eines Crossdressers verbringen wird, denn ich komme nicht los von diesem Drang.
Sie hat nur gesagt, "Ich weiß doch wie Du bist, wir leben doch schon einige Jahre so, und ich habe keine Probleme damit, nur Du musst mir versprechen dass Du Dich nicht umoperieren lässt und nicht als Frau in die Öffentlichkeit gehst. Ich versprach"™s.

Fazit, zu unserer Hochzeit trugen wir beide Partnerlook, tolle weiße Braut-Dessous mit Strapsen und jeder ein blaues Spitzenband am Oberschenkel, ich links und sie rechts. Sie im hübschen Brautkleid, ich im schwarzem Frack und Fliege.
Da mich damals Das Kleid wahnsinnig eifersüchtig machte, bekam ich zwei Wochen später aus einem Theaterfundus in meiner Größe dann ebenfalls ein hübsches Traumkleid welches heute leider nicht mehr passt.
So, so war es bei mir und meiner Frau, ich war von Anfang an ehrlich und offen zu ihr und gab mein Geheimnis preis.
Heute habe ich mehr weibliche Sachen als männliche, lebe mein Frausein ungeschminkt, ohne Perücke als Stubentranse aus, kann anziehen was ich mag, ob Dirndl, Rock, Kleid, Blusen usw.,
aber stets zarte Unterwäsche unter dem Männer Outfit. Das genügt mir, zwar würde ich auch liebend gern im Frauenmodus mal vor die Tür gehen und einen Spaziergang wagen, aber ungeschminkt, ohne weibliche Haartracht als Mann im Kleid?
Und da ist ja noch mein Versprechen welches ich einhalten muss.

LG Doreen
Liebe Doreen,

wie du auch bin ich absolut hetero. Aber gleichzeitig bin ich schon fast mein ganzes Leben Teilzeitfrau. Das ich mich nach 26 Jahre Ehe noch nicht outete, lag auch an unseren zwei Kindern. Nur mit dem Alter wird der Druck unerträglich.

Liebe Gruesse, Claudia
Anne-Mette
Administratorin
Beiträge: 26986
Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
Geschlecht: W
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ringsberg
Forum-Galerie: gallery/album/1
Hat sich bedankt: 177 Mal
Danksagung erhalten: 1985 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 21 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Liebe Claudia,

ich würde begrüßen (noch bin ich tolerant), wenn Deine Beiträge in einem "gesunden Verhältnis" zu den zitierten Texten stehen (888)


Gruß
Anne-Mette
Claudia60
Kürzlich registrierte BenutzerInnen
Beiträge: 59
Registriert: Fr 19. Feb 2016, 21:33
Geschlecht: Teilzeitfrau
Pronomen:
Wohnort (Name): Mittelbaden
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 22 im Thema

Beitrag von Claudia60 »

Anne-Mette hat geschrieben:Liebe Claudia,

ich würde begrüßen (noch bin ich tolerant), wenn Deine Beiträge in einem "gesunden Verhältnis" zu den zitierten Texten stehen (888)


Gruß
Anne-Mette
Liebe Anne-Mette,

sorry wenn ich etwas falsch gemacht habe, nur weiss ich nicht was.

Liebe Gruesse, Claudia
Anne-Mette
Administratorin
Beiträge: 26986
Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
Geschlecht: W
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ringsberg
Forum-Galerie: gallery/album/1
Hat sich bedankt: 177 Mal
Danksagung erhalten: 1985 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 23 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Dann schau Dir bitte mal diesen Beitrag an:

http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... 74#p135474

100 Zeilen zitierst Du - und setzt einen Zweizeiler drunter.
Das kann manfrau besser und anders.

Gruß
Anne-Mette
Aria
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1474
Registriert: Do 14. Jun 2012, 20:56
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Frankfurt am Meer
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 24 im Thema

Beitrag von Aria »

Claudia60 hat geschrieben:Genau davor habe ich eine Riesenangst. Klar kann mir die Entscheidung niemand abnehmen. Wenn es doch nur nicht so kompliziert wäre.
Du kannst doch bestimmt irgendwie "vorfühlen". Ihr geht z.B. zu einer Travestie-Show - wenn sie will - und beiläufig fragst du sie, ob sie sich den Fummel auch an dir vorstellen könnte.
Das muss natürlich locker daher kommen, wie ein flapsiger Spruch. An ihrer Antwort kannst du ja dann ungefähr sehen, wo ihre Toleranzschwelle liegt. Man darf dabei aber nicht vergessen,
dass sie davon ausgeht, dass das eine einmalige Angelegenheit wäre. Mal ist ja ganz lustig aber dauerhaft...? Da sind wir dann wieder bei der Konkurrenz im eigenen Haus! :-)
¡no lamento nada!
Claudia60
Kürzlich registrierte BenutzerInnen
Beiträge: 59
Registriert: Fr 19. Feb 2016, 21:33
Geschlecht: Teilzeitfrau
Pronomen:
Wohnort (Name): Mittelbaden
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 25 im Thema

Beitrag von Claudia60 »

Anne-Mette hat geschrieben:Dann schau Dir bitte mal diesen Beitrag an:

http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... 74#p135474

100 Zeilen zitierst Du - und setzt einen Zweizeiler drunter.
Das kann manfrau besser und anders.

Gruß
Anne-Mette
Liebe Anne-Mette,

OK. Durch meine Antwort des Beitrages tippte ich auf die Gaenschenfuesse weshalb sich der gesamte Beitrag kopierte. Denke das ich hier etwas verkehrt mache! War nicht meine Absicht!

Liebe Gruesse, Claudia
Anne-Mette
Administratorin
Beiträge: 26986
Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
Geschlecht: W
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ringsberg
Forum-Galerie: gallery/album/1
Hat sich bedankt: 177 Mal
Danksagung erhalten: 1985 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 26 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Du kannst durchaus den Text, der übernommen/zitiert wird, kürzen.

Oder Du wählst Dir einen kleineren Abschnitt aus (kopieren) und fügst ihn mit über die QUOTE-Funktion ein...

... kannst Du ja mal probieren (888)

Gruß
Anne-Mette
Exuserin-2016-04-19

Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 27 im Thema

Beitrag von Exuserin-2016-04-19 »

Liebe Claudia60!

Willkommen hier in diesem tollenForum.

Ich selber bin erst seit Anfang des Jahres hier, kann dir aber schon jetzt sagen: Du bist hier goldrichtig und wirklich gut aufgehoben.

Zu deiner Frage ob es nur tolerante Frauen gibt: NEIN! definitiv nicht. Woher ich das weiß? Aus eigener Erfahrung. Ich bin eine sog. Bio-Frau und mein Mann ist Crossdresser. Als er es mir vor 1,5 Jahren eröffnete (nach 17 Jahren Beziehung/Ehe) war ich ALLES, aber garantiert nicht tolerant. Ich habe es weder wahr haben wollen, noch mich damit auseinandersetzen. Das ging soweit, dass wir kurz vor der Trennung standen im letzten Dezember.

Mein Mann hat versucht, es mir zu liebe zu unterdrücken, was aber auch nur zu neuer Unzufriedenheit und Problemen geführt hat. Nach dem Knall kurz vor Weihnachten habe ich mich dann dazu durchgerungen, mich mit dem Thema auseinander zu setzen. (19 gemeinsame Jahre wollte ich auch nicht aufgeben, mal abgesehen von den Gefühlen für meinen Mann) Ich bin dann recht schnell hier gelandet und wahnsinnig froh darüber.

Hier bekommt Frau von "unparteiischen" Menschen mal eine andere Sichtweise geboten. Ich habe viele PN bekommen und auch viel heir gelesen. Seitdem geht es mir besser, ich bin noch immer mit meinem Mann zusammen und wir meistern das ganze mal gut, mal weniger gut. Dass nicht einfach alles eitel Sonnenschein ist, versteht sich von selbst. Und uns ist beiden durchaus bewusst, dass es auch jederzeit wieder Rückschläge geben kann und sicher auch wird.

Aber ich gehe mit der ganzen Thematik mittlerweile anders um, viel toleranter und verständnisvoller. Auch diese Eigenschaften lassen sich erlernen ;)

Wir waren schon zweimal auf einem CD-Stammtisch, bei denen ich mich (auch beim ersten Mal schon) sehr wohl fühle.

Es ist natürlich schwer zu begreifen, was mit dem Mann "plötzlich" los ist und man hegt viele Selbstzweifel und viele Fragen schießen einem in den Kopf, aber :

Wenn du soweit bist, bringe es deiner Frau möglichst behutsam bei und lass ihr die Zeit, die SIE braucht, um das ganze für sich klar zu bekommen. Wichtig ist, meiner Erfahrung nach, dass du ihr klar machen kannst, dass das schon immer in dir schlummerte und es nichts damit zu tun hat, dass sie als Frau unzulänglich ist. Schwere Aufgabe, aber wichtig. Denn: Ich glaube, dass es wichtig ist, der Frau klar zu machen, dass nicht irgendwelche Unzulänglichkeiten ihrerseits "dazu führten" dass du CD bist.

Stell dich drauf ein, dass sie erstmal viele Selbstzweifen und große Ängste haben wird, vielleicht sogar erstmal Abstand braucht... Ich bin aber davon überzeugt, dass eine wahre Liebe auch diese Belastung übersteht und ihren Weg findet. Und zwar einen für beide Seiten positiven :wink: (Mein Mann und ich haben z.B. den Kompromiss, dass er täglich unter der Herrenoberbekleidung die Damenwäsche und Strümpfe tragen darf. Alles andere ergibt sich von selbst, situationsabhängig)

Ich wünsche dir viel Kraft und Erfolg für dein Outing.
Claudia60
Kürzlich registrierte BenutzerInnen
Beiträge: 59
Registriert: Fr 19. Feb 2016, 21:33
Geschlecht: Teilzeitfrau
Pronomen:
Wohnort (Name): Mittelbaden
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 28 im Thema

Beitrag von Claudia60 »

[quote="Nadine14579"]Liebe Claudia60!

Willkommen hier in diesem tollenForum.

Ich selber bin erst seit Anfang des Jahres hier, kann dir aber schon jetzt sagen: Du bist hier goldrichtig und wirklich gut aufgehoben.

Zu deiner Frage ob es nur tolerante Frauen gibt: NEIN! definitiv nicht. Woher ich das weiß? Aus eigener Erfahrung. Ich bin eine sog. Bio-Frau und mein Mann ist Crossdresser. Als er es mir vor 1,5 Jahren eröffnete (nach 17 Jahren Beziehung/Ehe) war ich ALLES, aber garantiert nicht tolerant. Ich habe es weder wahr haben wollen, noch mich damit auseinandersetzen.

Liebe Nadine,

über deinen Beitrag habe ich mich sehr gefreut, auch über, zumindest einer Sichtweise einer Bio Frau! Ich selbst bin in den Fünfzigern aber meine weibliche Seite ist seit meiner Kindheit Teil von mir , die ich allerdings heimlich ausleben. Mit zunehmenden Alter wird aber der seelische Druck riesengross. Ich bin ein Mann mit einer sehr ausgeprägten femininen Seite. Auch ich hatte früher versucht meine weibliche Seite zu unterdrücken, aber ohne Erfolg. Heute weiss ich das die Frau in mir zu mir gehört. Konnte ich meine weibliche Seite ausleben bin ich ausgeglichen , zufrieden , glücklich und entspannt. Wenn ich meine innere Frau unterdrücken muss , bin ich gereizt und sehr unglücklich. Von meiner Frau verlange ich hoffentlich nicht zu viel wenn ich meinen Mut für ein Outing zusammen habe. Mir würde es sehr helfen wenn sie es akzeptiert und nicht von mir fordert , meine weibliche Seite zu entfernen. Das wird nicht gehen. Ich bleibe trotz allem ich selbst und gleichzeitig der Mann der sie nach wie vor sehr liebt. So oder ähnlich werde ich wohl mein Outing beginnen. Alleine der Zeitpunkt ist noch nicht gefunden.

Liebe Gruesse, Claudia
a
Ulrike-Marisa
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 4765
Registriert: Mo 21. Mai 2012, 13:58
Geschlecht: transsexuell
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Region Schleswig
Hat sich bedankt: 641 Mal
Danksagung erhalten: 374 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 29 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin,

...nein es gibt nicht nur tolerante Ehefrauen; ich denke, das kann doch auch niemand so einfach erwarten. ein Outing der Ehefrau/Partnerin gegenüber ist doch ein Einschnitt im Leben, der tief geht und nicht immer ohne Kritik u.ä. hingenommen wird. Das ist doch gewiss verständlich. Auch meine Frau war nach 33 Jahren Ehe und Partnerschaft tief geschockt und hat es mittlerweile auch nach Jahren noch nicht verdaut bzw. irgendwie aufgearbeitet. Worte, die man sagt, kann man nie zurücknehmen; in dieser speziellen Sache wohl schon gar nicht. Sie kann es und will es nicht akzeptieren - wir haben uns aber auf einen erträglichen Status Quo geeinigt, der einhaltbar ist und das Auseinanderbrechen der Familie bisher verhindert hat. Ich lebe meine weiblichen Gefühle und Wünsche ohne ihr Zutun und nutze meine privaten Freiräume. Im näheren Umfeld, Dorf, Feuerwehr etc. trete ich nicht öffentlich in Erscheinung als Frau, in anderen Orten ja, bei der Arbeit auch und anderswo. In vielen anderen Beiträgen habe ich das auch schon beschrieben als ein möglicher Weg, mit der Problematik einigermaßen praktikabel umzugehen. Ein Weg zurück gibt es für mich nicht.

Gruß, Ulrike-Marisa
Plisseedreher70
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1215
Registriert: Mo 17. Feb 2014, 15:34
Geschlecht: Männlich
Pronomen: Er
Hat sich bedankt: 33 Mal
Danksagung erhalten: 71 Mal
Kontaktdaten:

Re: Gibt es nur tolerante Ehefrauen oder.....

Post 30 im Thema

Beitrag von Plisseedreher70 »

Hallo zusammen,
hallo Doreen,
der Beitrag von Doreen zu diesem Thema war für mich besonders interessant zu lesen, da ich große Parallelen zu meinem Crossdresser Dasein darin fand. Bei mir war (ist) es vermutlich noch viel "schlimmer ", denn eine Beziehung mit Frauen ohne meine heiß geliebten Kleider anziehen zu dürfen, kam für mich ohnehin nicht in Frage. Ohne Partnerin konnte ich notfalls leben, meine Kleider waren mir letztendlich wichtiger und so blieb ich mein Leben lang ledig. Zum Glück toleriert meine langjährige Freundin halbwegs mein Treiben. Selbst unser Intimleben funktionierte nur, wenn wir beide in schönem, verführerischen Drumherum eingehüllt waren, nackte Frauen reizten mich relativ wenig.
Nun wisst ihr, was Plisseedreher für einer ist...huuuuuuu...!
Liebe Grüße,
Plissi
Bin Mann, bleibe Mann, aber festliche Glanzkleider überziehen ist für mich berauschend!
Antworten

Zurück zu „Trans- und Intersexualität: Beziehung/Partnerschaft/Familie“