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Re: FRANKFURTER ALLGEMEINE: "Kampf um Identität"
Verfasst: Mo 18. Jan 2016, 12:16
von MarieB
Hallo,
also, ich habe nicht gelesen, was zu dem Artikel in der FAZ/oder FAS (in welcher der Artikel veröffentlicht wurde, hatte ihn ja schon mal kurz ins Forum reinkopiert aber Anne-Mette hatte ihn dankenswerter Weise gelöscht weil ich da zu naiv war) an Kommentaren so abgelassen wird. Ist mir nämlich scheiß egal.
Ich bin in der glücklichen Situation, dass ich Lea Becker nunmehr fast drei Jahre kenne und Sie ein wunderbarer Mensch ist. Immer sagt, was Sie ehrlich denkt. Alles was in dem Artikel auf Sie bezogen ist und wo Sie zitiert wird entspricht der Wahrheit. Lea hat den Artikel nach dem Interview, dass übrigens schon einige Monate her ist, kontrollgelesen und so freigegeben.
Ich gebe Ihr aber gerne weiter, dass es hier im Forum positiv angekommen ist, da Sie hier nicht im Forum ist und ich zufälligerweise am Samstag mit Ihr essen gehe. Es wird Sie sicher freuen.
LG
Marie
Re: FRANKFURTER ALLGEMEINE: "Kampf um Identität"
Verfasst: Mo 18. Jan 2016, 12:23
von Anne-Mette
Moin,
und ich zufälligerweise am Samstag mit Ihr essen gehe
Dann bestelle herzliche Grüße

Sie wird großen Anteil daran haben, dass der Artikel so gut geworden ist.
an Kommentaren so abgelassen wird. Ist mir nämlich scheiß egal.
Manche Kommentare sind mir nicht egal, weil sie uns zum Schaden gereichen. Sie verhindern u.U. sogar weitere gute und offene Artikel; aber das mag vielleicht sogar Sinn dieser Kommentare sein.
So sollten wir diejenigen unterstützen, die FÜR uns schreiben
Herzliche Grüße
Anne-Mette
Re: FRANKFURTER ALLGEMEINE: "Kampf um Identität"
Verfasst: Mo 18. Jan 2016, 13:01
von ExUserIn-2026-04-08
Hallo Anke,
wo siehst Du bei den Kommentierungen des Artikels einen "Berg von Polemik, Aggressivität und unverblümten Hass" ? Ich kann nur 6 Lesermeinungen aufrufen, die mMn diese Beschreibung nicht verdienen. Es sind Meinungen und Statements, die nicht meiner Meinung entsprechen müssen. das fällt unter dem Begriff Meinungsfreiheit. Hass und Aggressivität kann ich nicht erkennen. Oder meinst Du etwas anderes ?
Hallo Anne-Mette,
"die FÜR uns schreiben" kann man sehr weit interpretieren. Auch bei einer solchen Haltung sollte mMn trotzdem offen für andere Sichtweisen bleiben. Sachliche Kritik und andere Perspektiven sind auch Beiträge, die nicht nur unseren Anliegen helfen, sondern auch Grundvoraussetzung für die eigene Entwicklung sind. Eine Haltung wie z.B. "wer nicht für uns ist, ist gegen uns", die man auch in dem Satz sehen könnte, halte ich für äußerst problematisch.
Meinst damit etwas in dem Sinn von "die unseren Anliegen positiv und offen gegenüber stehen" ?
Re: FRANKFURTER ALLGEMEINE: "Kampf um Identität"
Verfasst: Mo 18. Jan 2016, 13:51
von Anke
Vicky_Rose hat geschrieben:wo siehst Du bei den Kommentierungen des Artikels einen "Berg von Polemik, Aggressivität und unverblümten Hass" ? Ich kann nur 6 Lesermeinungen aufrufen, die mMn diese Beschreibung nicht verdienen. Es sind Meinungen und Statements, die nicht meiner Meinung entsprechen müssen. das fällt unter dem Begriff Meinungsfreiheit. Hass und Aggressivität kann ich nicht erkennen. Oder meinst Du etwas anderes ?
Hallo Vicky,
ich meinte das genereller. Die Kommentare bei diesem Artikel halten sich in einem erträglichen Rahmen. Negativ aufgefallen sind mir zwei Beiträge, der von Kim Schicklang und der von Hans Georgius. Erster sowohl inhaltlich, als auch von seiner Art her. Da schreibt jemand der von sich glaubt die Wahrheit zu besitzen und sich genötigt fühlt andere belehren zu müssen. Das lässt keinen Raum für eine abweichende Meinung und eine konstruktive Diskussion. Inhaltlich finde ich es nicht überzeugend, aber das ist ihre Sicht der Dinge. Damit kann ich gut leben, solange sie nicht ständig versuchen würde, anderen ihre Sicht überzustülpen. Ich möchte inhaltlich hier nichts dazu schreiben, denn dann sind wir sehr schnell Off-Topic.
Beim zweiten Beitrag werden einfach Unwahrheiten verbreitet. Für das was da behauptet wird, gibt es überhaupt keine Grundlagen. Eine Diskussion auf Basis falscher Fakten erscheint mir wenig sinnvoll. Mittlerweile ist die Kommentarfunktion bei diesem Artikel auch gesperrt.
Bei anderen Artikeln sind die Kommentierenden teilweise derartig verbal aufeinander los gegangen, dass die Kommentarfunktion gleich darauf abgeschaltet wurde. Zuvor wurde oft munter beleidigt, unterstellt und gedroht. Auch deshalb habe ich aufgehört Kommentare zu lesen. Weil das nicht die Ausnahme sondern die Regel ist.
Liebe Grüße
Anke
Re: FRANKFURTER ALLGEMEINE: "Kampf um Identität"
Verfasst: Mo 18. Jan 2016, 14:28
von Anne-Mette
Moin,
Eine Haltung wie z.B. "wer nicht für uns ist, ist gegen uns", die man auch in dem Satz sehen könnte, halte ich für äußerst problematisch.
Nein, das ist nicht meine Absicht - und ich sollte auch eher so schreiben, dass es MEINE MEINUNG ist und dass ICH mich durch ATME-Kommentare dieser Art, die immer wieder fast den selben Wortlaut haben und keinerlei Auseinandersetzung mit dem eigentlichen Artikel erkennen lassen, nachhaltig gestört fühle.
Immer wieder wird von ihnen ein Alleindeutungs-Auftrag angenommen, der ihnen höchstens von EINIGEN Menschen übertragen wurde.
Insofern sollten sie auch eher von "Transsexualität nach ATME-AUFFASSUNG" sprechen und denjenigen, bei denen die Identität Bestandteil iher Transsexualität ist, diese Eigenbeschreibung lassen.
Gruß
Anne-Mette
Re: FRANKFURTER ALLGEMEINE: "Kampf um Identität"
Verfasst: Mo 18. Jan 2016, 15:17
von Ulrike-Marisa
Moin zusammen,
zumindest zeigt dieser lesenswerte Artikel doch deutlich, wo wir in der BRD stehen und dass es noch ein langer Weg durch die Instanzen der Politik wird, bis wir den fortschrittlichen Standard anderer Länder erreichen. Daran wird vermutlich der Wahlkampf der anstehenden Landtagswahlen und der kommenden Bundestagswahl auch nichts ändern; da gibt es größere Sorgen als LSBTI-Themen.
Gruß, Ulrike-Marisa
Re: FRANKFURTER ALLGEMEINE: "Kampf um Identität"
Verfasst: Di 19. Jan 2016, 12:06
von ExUserIn-2026-04-08
Danke für die Klarstellungen. Ich sehe vieles ähnlich wie Ihr.
Ich habe mir nie angewöhnt, irgendwelche "Verbandsmeinungen" zu eigen zu machen. Deshalb rege ich mich darüber auf. Aber in gewisser Sicht ist es natürlich auch betrüblich, wenn man durch diese Aktivitäten mit Menschen in einen Topf geworfen wird, in den man nicht gehört. Damit habe ich aber auch in anderen Bereichen zu kämpfen. Es gibt immer wieder irgendwelche selbsternannten Meinungsführer, die meinen, dass das was sie machen, das einzig Wahre ist. Oftmals verbirgt sich nach meiner Ansicht eine starke Einschränkung der Selbstreflexion.
Ich kann dem nicht entrinnen, schon gar nicht, wenn ich mich aufrege. Den besten Gegenpart, den ich liefern kann, ist eine konsequente eigene Haltung im eigenen Leben an der deutlich wird, dass es noch viel mehr und vor allem auch viel tiefer gehende Sichtweisen gibt, die es nicht nötig hat, andere zu vereinnahmen. Letztlich macht mich das auch für Andere zu einer integeren Person, der man glaubt, was sie sagt. Das bedeutet nicht, dass ich mich von der Auseinandersetzung zurück ziehe.
Ich setze mich dort ein, wo es für mich lohnend ist. Z.B. heute im Büro bei der Frühstückspause haben wir über "Geschlecht" diskutiert. Ich brauchte nur die Meinung zu vertreten, dass das Geschlecht doch völlig egal sei und jeder machen soll, was er will. Es würde nirgends gebraucht werden. Es gab keinerlei Widerspruch. Für mich ein winziger Schritt vorwärts. Zurück zum Artikel: Ich bin davon überzeugt, dass den Menschen, die die Kommentare lesen, der Unterschied zwischen "krakeelenden" Menschen und seriöser Berichterstattung bewusst ist. Und manche brauchen ihre Zeit, bis sie etwas für sich annehmen können. Da ist gelassene Zurückhaltung manchmal mehr wert, als ständiges "Einhämmern" von Parolen.
Die meisten Menschen sind nicht dumm, auch wenn sie sich manchmal so verhalten. Und da sehe ich mich inklusive.