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Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarvt
Verfasst: Di 22. Dez 2015, 17:02
von Anne-Mette
Antwort auf den Beitrag von Alex.andra
Guten Tag,
leider wird wieder sehr schablonenhaft argumentiert und es müssen wieder die gewohnten Bilder hervorgezeigt werden.
Wieder werden Menschen und Organisationen durch Wortkonstrukte zu Money-Jüngern oder BefürworterInnen gemacht. Wann kommen endlich mal schlüssige Argumente, die uns in der Diskussion voranbringen? Habt ihr es so nötig, uns immer die gleiche Platte aufzulegen?
Aber immerhin: ihr arbeitet im Team, da könnt ihr euch abwechseln
Ich höre auf die Menschen, mit denen ich umgehe - und wenn mir jemand sagt, sie wäre als Junge geboren worden, hätte allerdings im Laufe der Zeit ihre wahre Identität als Frau erfahren und entdeckt, dann glaube ich ihr.
Ich galube auch einem Freund, der sagt, "Ich bin ein Trans-Mann!" (selbst wenn er in der Anwesenheitsliste der Theatergruppe Trans*-Mann schreibt)
Ich glaube auch meiner Freundin, die sagt (sie muss es nicht einmal sagen), dass sie eine Frau ist. Von ihrer transsexuellen Vergangenheit weiß ich, aber die spielt bei uns keine Rolle, weil sie für sie keine Rolle spielt.
Körperlichkeit und Geschlecht sind vielfältig. Leider begehen viele Menschen einen Denkfehler, den sie uns als Wahrheit verkaufen wollen, es gäbe transsexuelle Menschen und "die anderen".
NUR mit TRANSSEXUELL fühlen sich viele Menschen, die ich kenne, weder gut noch richtig beschrieben.
Außerdem: wer für sich "in seinem Geschlecht angekommen ist" (wenn ersie das denn so will), dann ist es sowieso vorbei mit transsexuell...
Behandler und Berater sind nicht immer BÖSE. Uns stehen bei allen Mängeln des TSG eine Menge Möglichkeiten offen. Auch ich habe etwas gegen "Zwangsgutachterei" und einige andere Regelungen, die ich als nicht menschenwürdig ansehe, ABER - sinnvoll eingesetzt - erfüllen viele Einrichtungen einen wichtigen Zweck für "uns".
dass es hier um das Ausleben einer Identität geht, anstatt um biologische Vielfalt. Die Welt ist nun mal vielfältig, so vielfältig wie die Menschen nun mal sind, den "psychotherapeutischen Behandlern (Psychiatern)" die Sicht auf die "Biologie" verengen! (Irgendwie)
Dass zur biologischen Vielfalt nunmal auch eine Identität gehört, ist Dir fremd? Und wie willst Du beurteilen ob sie die Sicht auf die Biologie verengen?
Gruß
Anne-Mette
Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarvt
Verfasst: Di 22. Dez 2015, 18:30
von Anke
Hallo,
erst einmal dank an Anne-Mette! Viele gute und richtige Punkte.
Mittlerweile raubt mir diese künstliche begriffliche Abgrenzeritis den Nerv. Aber irgendwie scheint das Spaß zu machen, auch wenn es in keiner Weise einen Mehrwert oder neue Erkenntnisse bringt. Eine törichte Diskussion um Etiketten. Die Inhalte selbst spielen dabei keine Rolle oder werden den Etiketten untergeordnet.
Die Begriffsdiskussion wird damit zum Selbstzweck, losgelöst von der Realität. Bei einigen dieser Beiträge stelle ich mir die Frage, ob die Autorin tatsächlich am gesellschaftlichen Leben teilnimmt. Ich habe mir mal den Spaß gemacht und ein paar Beiträge und Diskussionen anonymisiert Außenstehenden (mit anderen Worten Cis-Menschen) gezeigt. Die durchgehende Reaktion war Kopfschütteln und Unverständnis. Einige meinten auch, dass es angesichts solcher Diskussionen kein Wunder wäre, dass wir mit unseren Anliegen nicht weiterkämen.
Und recht haben sie. Durch haarspalterische begriffliche Abgrenzungen werden tiefe Gräben erzeugt, die völlig überflüssig und nutzlos sind. Die Pegidaanhänger und Fans von Birgit Kelle, die Bildungsreformgegner in BW und allen anderen rechten Hetzer lachen sich ins Fäustchen.
Ich sehe schon die Kommentare, dass es nur die jeweils anderen sind, die dazu beitragen. Ich fände es sehr erfrischend, wenn jede und jeder sich selbst mal fragen würde, wie sie selbst die Gräben zuschütten können, statt sie weiter aufzureißen.
Es sind nicht die Begriffe, die verhindern, dass wir richtig wahrgenommen werden und unsere Ziele erreichen. Es sind die Gräben, die Zerstrittenheit und die fehlende Bereitschaft die Gemeinsamkeit zu suchen, zu finden und in den Mittelpunkt zu stellen.
Dabei fällt mir ein Erlebnis aus den siebziger Jahren ein. Damals startete meine Heimatgemeinde eine Partnerschaft mit einer französischen Gemeinde. Dabei trafen auch Kriegsteilnehmer von beiden Seiten zusammen. Menschen, die ungefähr 30 Jahre zuvor aufeinander geschossen haben. Nachdem das erste Eis gebrochen war, gab es wirklich anrührende Momente. Am Ende waren aus früheren Feinden Freunde geworden. Viele dieser Freundschaften hielten über Jahrzehnte. Die Menschlichkeit war stärker als alle echten oder vermeintlichen Unterschiede.
Warum schreibe ich das? Weil ich denke, dass bei gutem Willen mehr möglich ist, als es im ersten Moment aussieht. Dass es sich lohnt auf seinen vermeintlichen Feind zu zugehen und die gemeinsame Menschlichkeit zu entdecken. Dass der Sprung, den diese Menschen damals gemacht haben, viel größer war, als der Schritt, der hier gebraucht wird.
Liebe Grüße
Anke
Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarvt
Verfasst: Di 22. Dez 2015, 21:11
von Claudia-Luisa
Liebe Forenteilnehmer_innen,
im Sommer diesen Jahres saß ich u.a. mit Rosi und Anke an einem Tisch.
Es hätte ausreichend Gelegenheit gegeben, sich an einem lauen Sommerabend auszutauschen.
Warum das nicht möglich war? Vielleicht wissen das die Göttinen!
Frohe Weihnachten
Claudia-Luisa
Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarvt
Verfasst: Di 22. Dez 2015, 21:16
von Andrea aus Sachsen
.
Rosi_ hat geschrieben:Alex.andra hat das ja super und auch für Alle sehr verständlich erklärt - besser geht's nimmer.
Tut mir leid Rosi und Alex.andra , ich kann damit nichts anfangen.
Rosi_ hat geschrieben:Was ich aber noch nicht so ganz verstanden habe, was "Euch" daran stört und was ihr genau von "uns" wollt, wenn transsexuelle Menschen erklären, dass sie kein Identitätsthema haben, sondern ein körperliches Thema.
Also mich stört, dass ihr diese, das heißt eure Sichtweise zu dem Phänomen Transsexualität als die einzig richtige anseht, und das bei jeder sich bietenden Gelegenheit kundtut.
Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarvt
Verfasst: Di 22. Dez 2015, 21:35
von Anke
Claudia-Luisa hat geschrieben:Liebe Forenteilnehmer_innen,
im Sommer diesen Jahres saß ich u.a. mit Rosi und Anke an einem Tisch.
Es hätte ausreichend Gelegenheit gegeben, sich an einem lauen Sommerabend auszutauschen.
Warum das nicht möglich war? Vielleicht wissen das die Göttinen!
Frohe Weihnachten
Claudia-Luisa
Hallo,
ja, so war das. Und außerdem war da auch noch Kim Schicklang und ein paar andere. Ich bin rechtzeitig gegangen, weil ich sowohl was, als auch wie dort gesprochen wurde, einfach nur abstoßend und widerlich fand. Ich werde das jetzt nicht widergeben. Als ich das das letzte Mal gemacht habe, wurde ich von Rosi bedroht. Das brauche ich kein zweites Mal.
Ab er ich kann sagen, dass dort keine Atmosphäre geherrscht hat, in der ein Austausch und eine konstruktive kontroverse Diskussion möglich gewesen wäre. Ich war einfach sprachlos. Selten habe ich mich so unwohl gefühlt, wie an diesem Tag.
Ich weiß nicht, was der Beitrag von Claudia-Luisa hier soll. Das gehört hier nicht zum Thema und mir wäre es bedeutend lieber gewesen, nicht an diesen Tag erinnert zu werden.
Viele Grüße
Anke
Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarvt
Verfasst: Di 22. Dez 2015, 21:36
von Anne-Mette
Moin,
die Gruppen und Organisationen, die sich für transsexuelle Menschen und dafür engagieren, dass Reformen durchgeführt werden, brauchen einen "Arbeitstitel" - und so habe ich "TRANS*" verstanden.
Es ist langweilig, wenn ich wiederhole: diejenigen, die sich von diesen Gruppen vertreten lassen (wollen), müssen selbst dafür sorgen, dass sie unter diesem Arbeitstitel auch selbst Akzente setzen, sich einbringen und SICHTBAR MACHEN, anstatt immer wieder von UNSICHTBARMACHUNG zu sprechen.
Bisher habe ich - von kleineren Ausnahmen abgesehen - davon nicht viel mitbekommen, sondern eher die fast gewohnheitsmäßige "Schlechtmacherei" von Initiativen.
Nachtrag:
Warum sollen diese ewig gleichen Diskussionen eingentlich hier stattfinden?
Immer wieder werden hier solche Diskussionen angezettelt und dann heißt es an anderer Stelle: "... in anderen Foren herrscht Zank und Streit...". (das bewährte Team hat mal wieder zugeschlagen)
Dann diskutiert doch lieber in eurem V*_orum
Gruß
Anne-Mette
Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarvt
Verfasst: Di 22. Dez 2015, 22:00
von Anne-Mette
Moin,
damit es nicht untergeht (es ist noch ein Beitrag erschienen, als ich meinen Nachtrag geschrieben habe)
Nachtrag:
Warum sollen diese ewig gleichen Diskussionen eingentlich hier stattfinden?
Immer wieder werden hier solche Diskussionen angezettelt und dann heißt es an anderer Stelle: "... in anderen Foren herrscht Zank und Streit...". (das bewährte Team hat mal wieder zugeschlagen)
Dann diskutiert doch lieber in eurem V*_orum
Gruß
Anne-Mette
Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarvt
Verfasst: Di 22. Dez 2015, 22:49
von eilinfox
Da gebe ich Anne-Mette uneingeschränkt recht:
Wer in seinen Geschlecht angekommen ist, für den ist es eh aus mit Transsexuell (sinngemäß hoffentlich richtig wiedergegeben)
Das werden dann die meisten Frauen, auch wenn sie heute noch eine gewisse Solidarität anstreben und bekunden irgendwann erleben.
Das wünsche ich zumindest jeder.
Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarvt
Verfasst: Di 22. Dez 2015, 23:18
von Andrea aus Sachsen
.
Rosi_ hat geschrieben:... im übrigen handelt es sich dabei nicht um "unsere" Sichtweise, sondern um die ursprüngliche. "Ihr" versucht diese umzudeuten ...
Sollte die deswegen besser sein? Ob umgedeutet oder nicht, manche sehen die Sache eben anders. Ich habe kein Problem damit, mehrere verschiedene Sichtweisen zuzulassen, egal welche zuerst da war, wer sie hervorgebracht hat und wie viele diese vertreten.
Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarvt
Verfasst: Mi 23. Dez 2015, 01:05
von Lina
Rosi_ hat geschrieben:Gut, nochmal etwas gezielter. Es geht nicht um Wahrheit (z.B. ob die Erde rund ist) sondern um Definition
(Grundlagen der Kommunikation).
Und da sollte man sich schlicht an der ursprünglichen Definition orientieren, mit der ein Begriff kreiert wurde
(wenn jeder für sich nun anfängt "Baum" alle Jahre wieder neu zu definieren, ist das Ende der Menschheit nah):
"Der deutsche Arzt und Sexualforscher Magnus Hirschfeld prägte 1910 die Bezeichnung Transvestiten für Menschen, die sich gelegentlich oder regelmäßig als Angehörige des anderen Geschlechts kleiden. Für Menschen, die sich nicht gegengeschlechtlich kleideten, sondern seelisch dem einen, körperlich aber dem anderen Geschlecht zugehörten, verwendete er 1923 — in der letzten Ausgabe seines Jahrbuchs für sexuelle Zwischenstufen — den Begriff des seelischen Transsexualismus, eine geschlechtliche Variation, die er als Vorstufe des Hermaphroditismus ansah."
Da steht nix von Geschlechterrollen oder Identifikations-Prozessen oder fühlen. Also der Mensch IST sein Geschlecht,
wovon die Körpermerkmale abweichen.
Gerne!
... soweit man MHs Darstellung der Dinge für erfüllend hält. Tut aber nicht jeder. Muss auch nicht jeder. Es gibt auch keinen Grund eine wissenschaftliche These grundsätzlich, immer und bedingungslos für komplett und fehlerfrei zu halten. Manche Thesen sind mehr als ein halbes Jahrhundert für die endgültige Wahrheit gehalten worden bis die sich als komplett falsch erwiesen.
Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarvt
Verfasst: Mi 23. Dez 2015, 01:29
von Marielle
Guten Abe... ehh....... Morgen zusammen,
es wird wohl leider nichts mit dem Weihnachtsfrieden.
Rosi: Wenn du dich nur an deine eigenen Worte halten könntest.
Seit Wochen, ach... seit Monaten, laberst du uns hier mit deinem intoleranten, sexistisch-biologistischen Quatsch voll, ohne auch nur eine Spur von Beleg für dein Gesülze anführen zu können.
........ in der letzten Ausgabe seines Jahrbuchs für sexuelle Zwischenstufen — den Begriff des seelischen Transsexualismus, eine geschlechtliche Variation, die er als Vorstufe des Hermaphroditismus ansah."
Super! Ich WÜNSCHE mir Brüste, ich HÄTTE GERN eine Vagina, lange Haare und ein sogenannt feminines Gesicht. Es KOTZT MICH AN als Mann gelesen zu werden. Und ich habe einen FREIEN WILLEN, einen VERSTAND, der mich dazu bringt mich selbst zu verstehen und zu lieben.
Und du laberst fortwährend über Identität........
FUCK! Ich bin trans*sexuell! Was dein Glaube ist, geht mir am Arsch vorbei!
hab es so, wie es es dir gebührt
Marielle
Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarvt
Verfasst: Mi 23. Dez 2015, 07:49
von Anni
Hallo Mädels
.... hab mich in letzter Zeit zu den hier " diskutierten " Themen recht rar gemacht - weil :
ständig im eigenen Saft zu schmoren und die jeweilige eigene Anschauung / Überzeugung / Begriffsdefinition / Interpretation .... als die heilige Wahrheit zu proklamieren - darauf hab ich auch keinen Bock mehr .
@ Marielle - Danke für Deine klaren Worte im Sinne dieser Diskussion hier und insbesondere zu den Aussagen ( Wünschen ) über Dich selbst
Marielle hat geschrieben: Ich WÜNSCHE mir Brüste, ich HÄTTE GERN eine Vagina, lange Haare und ein sogenannt feminines Gesicht. Es KOTZT MICH AN als Mann gelesen zu werden. Und ich habe einen FREIEN WILLEN, einen VERSTAND, der mich dazu bringt mich selbst zu verstehen und zu lieben....
FUCK! Ich bin trans*sexuell!
DAS ist doch mal 'ne klare Ansage - und was ist so schlimm daran ???
Das Eine schließt das Andere doch nicht aus
Ma(n) kann transsexuell sein ( ein bisschen ... ein bisschen mehr ... ) und kann trotzdem einen freien Willen
und Verstand haben ,
kann , so man wirklich will , sich selbst verstehen und auch lieben , jede/r für sich in der eigenen Individualität
Auch hier wird wieder der Grabenkampf und die Selbstzerfleischung über Begrifflichkeiten unter einander zelebriert , statt die Zeit und die Kraft darauf zu verwenden , der Gesellschaft zu zeigen , das unsere Vielfältigkeit zur Gesellschaft dazu gehört und dafür zu streiten , das wir als das , was wir jeweils sind
( oder meinen zu sein ) gleichberechtigt integriert werden .
In diesem Sinne - habt es so, wie es Euch gebührt
LG von frecher Anni
( die sich den Weihnachtsfrieden nicht vermiesen lässt

)
Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarvt
Verfasst: Mi 23. Dez 2015, 13:06
von Anke
Hallo,
die Sprache und die darin enthaltenen Worte sind einem ständigen Wandel unterworfen. Und das Beispiel mit dem Baum ist ein denkbar schlechtes für definierte Worte. Der Begriff Baum hat sich im Laufe der Zeit aus einem gemeinsamen Verständnis für eine bestimmte Sache herausgebildet. Irgendwelche Definitionen kamen danach.
Und Umgangssprache und wissenschaftlich exakte Sprache sind sowieso zwei paar Schuhe. Anschaulichstes Beispiel ist "Kilo". Wenn ich beim Metzger 1 kilo Fleisch bestelle, dann ist das wissenschaftlich gesehen Quatsch, Umgagssprachlich aber eindeutig und ich werde das richtige bekommen.
Anderes schönes Beispiel ist der Begriff "Dilettant". Heute ist er klar negativ und abwertend. Doch das war nicht immer so, ganz im Gegenteil. Zu Beginn seiner Verwendung war der Begriff eindeutig positiv konotiert.
Mit anderen Worte: Sprache ist ein Treibsand und die Bedeutung der Begriffe ändert sich ständig. Sich an Begriffen festzuhalten macht daher nicht den geringsten Sinn. Vor allem nicht an Begriffen wie transsexuell. Es gibt überhaupt keine eindeutige Definition des Begriffs, statt dessen gibt es unzählige mehr oder weniger abweichende Definitionsversuche. Mag sein, dass Hirschfeld dieses oder jenes geschrieben. Seitdem sind wir ein Stück weiter und schlauer. Andere Autoren und Forscher verwenden andere Definitionen. Und Umgangssprachlich wird es sowieso sehr ungenau und unscharf.
Noch weniger Sinn macht es, anderen sein eigenes Begriffsverständnis aufoktroyieren zu wollen. Oder Begriffe, die andere für sich gewählt haben, zu verteufeln und sie auf dieser Basis zu beleidigen und zu diffamieren.
Völlig inakzeptabel ist, dass Rosi und Alexandra sich zu Sprecherinnen der transsexuellen Menschen aufschwingen. In ihren Postings finden sich Sätze, in denen gesagt wird, dass transsexuelle Menschen dieses oder jenes wollen, bzw. nicht wollen. Den meisten dieser Aussagen kann ich als transsexuelle Frau nicht einmal ansatzweise zustimmen. Und es könnte durchaus sein, dass es einige gibt, denen es ähnlich geht, wie mir. Ich möchte doch darum bitten, das künftig zu lassen und statt dessen "für eine kleine Gruppe transsexueller Menschen" zu schreiben. Das trifft es wohl eher.
Aber wenn ich gamz ehrlich bin, dann wäre es mir allerliebsten, wenn diese kleine Gruppe transsexueller Menschen uns künftig mit ihren sogenannten Weisheiten verschont.
Viele Grüße
Anke, transsexuelle Frau, Transfrau
Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarvt
Verfasst: Mi 23. Dez 2015, 14:51
von eilinfox
Wenn du dich da mal nicht täuscht Anke.
Ich glaube nämlich die Gruppe, die Rosi's Ansätze zumindest teilweise auch so sehen, ist gar nicht so klein.
Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarvt
Verfasst: Mi 23. Dez 2015, 15:33
von Anke
Hallo Eilin,
da täusche ich mich sicher nicht. Eine kleine Gruppe, die viel Wind macht.
Aber das ist gar nicht der Punkt. Rosi wehrt sich ja so sehr gegen den angeblichen Alleinvertretungsanspruch des Bundesverbands und zögert gleichzeitig keine Sekunde, so zu tun, als würde sie für alle sprechen.
Liebe Grüße
Anke