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Re: Heidenau, oder: Wo stecken eigentlich.....

Verfasst: So 30. Aug 2015, 16:11
von ab08
Hallo Amanda,

wenn wir uns am Wohnort bzw. seiner Umgebung engagieren, ist es in der Regel am wirkungsvollsten. Jamel, dort ist es eine einzige Familie, deren Engagement ich sehr bewundere.

Wenn vor Ort sogar Organisationsstukturen vorhanden sind, erleichtert das unser Engagement. http://www.nazistopp-nuernberg.de/aktuelles_index1.htm
Man bekommt mit, wann und wo etwas stattfindet. Wenn es zeitlich und körperlich klappt, nehm ich an Demos teil.
Aber, wenn ich, wie momentan nur langsam & unsicher gehen kann, nur durch die Gegend humple. + durch eine frühere Stimmband-Op beeinträchtigt bin,
dann kann ich dort mit leitenden Polizeibeamten vor Ort und anderen Verantwortlichen sprechen, und äußerlich Stellung beziehen (Große Regenbogenflagge schwenken)
ABER ich (fast 65) kann mich nicht körperlich mit kräftigen rechtradikalen Schlägern auseinandersetzen.

Versteh mich nicht falsch, ich weiche nie zurück, denn wo ich stehe, kann kein anderer stehen, aber ich stürze mich nicht in eine Rauferei.
Ich halte es auch für ineffektiv bzw. kontraproduktiv . Nein, in schwierigen Situationen verhalte ich mich bewußt absolut korrekt und erwarte von anwesenden Polizeibeamten, dass sie das staatliche Gewaltmonopol durchsetzen. --> Falls dies wider Erwarten nicht geschähe, weiß ich, welche vorgesetzte Stelle ich informiere. Das würde ich sicher tun! Wenn diese nicht handelt, käme die nächsthöhere Ebene zum Zug.

Es mag an Bayern+ Großstadt+SPD-regiert im CSU-Land liegen, dass man sich extra Mühe gibt. Die Kollegen von der Polizei hier vor Ort arbeiten jedenfalls effektiv.
Die Sache klappt :wink: vgl. gestern in Fürth 50-70 Nazis (III.Weg) und 1500-2000 Gegendemonstranten (incl. Oberbürgermeister Thomas Jung)

Liebe Grüße
Andrea

Re: Heidenau, oder: Wo stecken eigentlich.....

Verfasst: So 30. Aug 2015, 18:11
von ab08
Amanda72 hat geschrieben:...organisiere einen solidarischen Schulausflug mit einigen Klassen, vielleicht 200 Schülern, zu den Lohmeyers nach Jamel. ...
Jedoch wäre es eben auch mit Arbeit, Einsatz und Organisation verbunden, woran es letztendlich dann scheitern wird.
Hallo Amanda

hab bitte Verständnis, dass nun nicht mehr inhaltlich auf Dich eingehe, denn :oops: tut mir leid, Dein Ton gefällt mir nicht.
Du scheinst genau zu wissen, wie es am besten geht und schreibst mir vor, was ich tun soll.
Gleichzeitig unterstellst Du mir, dass ich die Mühe scheue.

Du weißt nix über mich, außer dem, was ich hier schrieb, trotzdem fällst Du ungeniert Urteile.
--> Da kann doch nix Vernünftiges rauskommen...


Gruß
Andrea

P.S. Klartext: Was ich mache, entscheide und verantworte ich selber!
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Zu Deinem P.S.
--> deshalb gab ich ja die Webseite Schulen ohne Rassismus an: http://www.schule-ohne-rassismus.org/startseite/
Aktivitäten, wie von Dir beschrieben, kann ich mir vorstellen, klappen aber, meiner Einschätzung nach, nur entweder gemeinsam im Rahmen eines großen Projektes mit anderen Schulen(Netzwerk)
--- oder --- wenn es eine einzelne Schule macht, dürfen dort nicht bereits viele andere Aktivitäten laufen. Sonst müssten andere wichtige Sachen gestoppt werden.
Denn regulärer Unterricht darf nicht zu sehr leiden. Bei uns läuft z.B., neben vielem anderen, seit vielen Jahren ein Rumänien-Projekt
- Sammeln, genügend Lastwagen organisieren, runterfahren --> sogar Umbauten, kleine Gebäude errichten, war schon dabei. Es machen Schüler, Eltern, Lehrer mit.
Natürlich stehen KZ-Gedenkstätten und verschiedene Aktivitäten z.B. zum Umweltschutz oder zur Vielfalt... auch auf dem Programm.
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Nochmal zu obigem:
1. Mein Staatsverständnis, ich bin eine verbeamtete Bürgerin dieses Staates, unterscheidet sich offenkundig von Deinem.
So ist mein Verhältnis zu Polizei, Justiz und Verwaltung zwar nicht unkritisch, aber doch recht positiv. (Eben "kollegial" )
2. Lehrerin aus Überzeugung. Das bedeutet für mich, wenn unbedingt nötig, rege zwar etwas an... ABER am liebsten ist mir,
wenn Vorschläge von Schülerseite aus "Einsicht der Notwendigkeit" von selber, also ohne mein Zutun, kommen.
Dann unterstütze ich meine Schüler. Auch geringen Zwang zu solchen Aktivitäten, wie beschrieben, hielte ich für kontraproduktiv, d.h. pädagogisch grob falsch.
(Aber die Idee halte ich für interessant, nach Schulbeginn rede ich mal mit der neuen Schülervertretung. - Aber die entscheiden dann!!)

Re: Heidenau, oder: Wo stecken eigentlich.....

Verfasst: So 30. Aug 2015, 19:48
von exuserin-2017-01-16
Hi mich erinnert die ganze Sache in Heidenau und nicht nur dort ! !! An die Zeit der Weimarer Republik , die Linken und rechten kloppen sich die Köpfe ein und die Regierung sieht Tatenlos zu Staat und Polizei kapitulieren vor der Gewalt.
Gleichzeitig wird bei einer Protestveranstaltung gegen einen Tagebau der Staatsschutz aktiv und nimmt die Personalien der Demonstranten auf. Hier wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen und in Heidenau schaut man weg. Polizeinotstand !!! Bei jedem Fußballspiel wird die Polizei Deutschlandweit zusammen gezogen.
Es macht mir Angst wo das noch hin steuert ....
LG U.

Re: Heidenau, oder: Wo stecken eigentlich.....

Verfasst: So 30. Aug 2015, 20:15
von Magdalena
Hallo,

einiges von Amanda kann ich verstehen. Dennoch habe ich dabei meine Bedenken. Zwar kann ich vewrstehen wenn man gegen rechte Gewalt einschreitet. Aber niemanden ist geholfen selbst krankenhausreif geschlagen zu werden. So sollte die Situation vor Ort eingeschätzt werden, in wie weit ich den Opfern Hilfe leisten kann ( Notruf zur Polizei, bei Ortskenntnis Schutzräume suchen...). Wichtig scheint mir zu beobachten und Fotos zu machen, die Meisten nutzen ein Fotohandy, um später die Taten nachgzuweisen. Auch sich Einzelheiten zu notieren und Anzeige zu erstatten. Selbst war ich schon mal Zeuge in einem Prozess, und der Täter konnte nicht nur ermittelt werden, sondern auch seiner Strafe nicht entgehen. Bei einem anderen Prozess, den ich im Rahmmen einer Weiterbildung besuchte, wurde mir deutlich, wie wichtig es in unserm Rechtssystem ist einzelnen Tätern die Tat nachzuweisen. Der Täter war ein gewaltbereiter Schläger der rechten Szene, die für negative Schlagzeilen bei Demonstrationen zum 13. Februar, dem Tag der Bomardierung Dresdens verantwortlich war. Leider konnte ihm die Tat nicht eindeutig zugeordnet werden. In diesem Fall zu gunsten des Angeklagten, wurde entschieden.

Viele Grüße Magdalena

Re: Heidenau, oder: Wo stecken eigentlich.....

Verfasst: So 30. Aug 2015, 22:48
von Inga
Hallo, Amanda,

den "Königsweg gegen rechte Gewalt" gibt es nicht. Denn wenn es ihn gäbe, hätten wir keine rechte Gewalt mehr zu bekämpfen.

Was es aber gibt ist Vielfalt auch bei der Wahrnehmung und der Art der Aktivitäten dagegen.

Was mir auch gilt ,ist auch die Hilfe an die Opfer - die Hilfe an die, die Hilfe einfach benötigen - und wo es mir oft gar nicht so schwer fällt, diese Hilfe zu bieten.

Liebe Grüße
Inga

Re: Heidenau, oder: Wo stecken eigentlich.....

Verfasst: So 30. Aug 2015, 23:21
von Marielle
Guten Abend zusammen,

wenn ich mit diesem Thread irgendetwas NICHT erreichen wollte, dann ist das Streit !

Du, Amanda, argumentierst, für mein Empfinden, auf einer ziemlich dünnen Informationsbasis betr. das Tun und Lassen von Andrea. Statistisch kümmern sich die Bürger_innen tatsächlich zu wenig um den Dreck am rechten Rand. Ob das im Einzelfall so ist, dürfte aber deutlich schwieriger zu beurteilen sein.

Aufrufe zu aktivem Widerstand gegen Neonazis sind im Grunde OK, allerdings darf man durchaus auch auf die Gefahren dabei hinweisen. Mit dem dumpfen, prügelnden, brandstiftenden und mordenden Pack ist nicht zu spassen! Die sind tatsächlich eher eine Aufgaben für Polizei und Verfassungsschutz. Wie es dort allerdings, an einigen (wenigen) Stellen jedenfalls, aussieht, hat Magdalena schon beschrieben.

Ich persönlich glaube, dass es beim bürgerlichen Engagement nicht um die gewaltbereiten Verbrecher gehen kann. Es geht vielmehr um die viel zu große Anzahl von Menschen, die, aus welchen Gründen auch immer, für die Parolen aus der rechts-konservativen Ecke empfänglich sind. Die NSDAP ist '33 nicht nur mit Stimmen von ausgewiesenen Juden- und Schwulenhassern oder Kriegstreibern gewählt worden. Die überwiegende Zahl der NSDAP-Wähler waren 'übliche' Konservative, die aus lauter Angst um ihre Normalitätsfiktion, ihr kleinbürgerliches Dasein mit geringem Wohlstand und übersichtlichen Normen, den Rattenfängern nachgelaufen sind.

Etwas sehr ähnliches passiert heute. Die Anhänger der AfD, der Pegida und der ganzen übrigen Mischpoche (inkl. dem rechten Rand der großen, konservativen Parteien) haben die üble Tendenz, eine Fiktion aufrecht erhalten zu wollen, in der sie sich eingerichtet haben. Und zwar ohne dabei zu merken (teillweise aber auch in bewusster Absicht), dass sie den Verbrechern die Handlungsaufforderungen liefern und den irren An-Führern die Stimmen geben, die deren widerliches Geschwätz und Handeln scheinbar legitimieren, effektiv aber, mit dem Ziel der Destruktion einer offenen, liberalen Gesellschaft, befeuern.

Es stimmt, dass Widerstand dringend notwendig ist. Wir sollten ihn auf diejenigen konzentrieren, die im alltäglichen Leben (und auch hier in Forum) dumpfe Parolen zitieren, die immer wieder verkürzte Darstellungen von Sachverhalten als 'Argumente' verkaufen wollen und die Gefahr laufen, sich aus purer Dummheit und / oder mangelnder Humanität den rechten Rattenfängern anzuschliessen. Mit Ausnahme eines Pseudo-Beitrags, in dem eine Diskussion gefordert / angeboten, aber per vorauseilender Argumentenablehnung (man könnte ja zum Denken gezwungen werden) auch sofort wieder abgelehnt wurde, sind die entsprechenden Schwätzer_innen zur Zeit jedenfalls auffällig leise. Aber sind nicht weg. Sie sind immer noch da, nur grad' unsichtbar.

Man hat tatsächlich ein paar Bekannte weniger, wenn man sich von den Opportunisten trennt, die den gängigen Hassparolen mit der dümlichen Aussage '"Im Grunde haben sie doch Recht" ihre Akzeptanz verleihen. Aber sei's drum; wer will schon Leute kennen, die '33 und '38 vielleicht NSDAP gewählt hätten, nur um ihre kleinbürgerliche Spiessigkeit zu retten?

Seid wachsam, habt es gut,

Marielle

Re: Heidenau, oder: Wo stecken eigentlich.....

Verfasst: Mo 31. Aug 2015, 00:19
von Kerstin
Marielle hat geschrieben:....
wenn ich mit diesem Thread irgendetwas NICHT erreichen wollte, dann ist das Streit !
........
Das ist ja wohl eine glatte Lüge.
.......
.. Es geht vielmehr um die viel zu große Anzahl von Menschen, die, aus welchen Gründen auch immer, für die Parolen aus der rechts-konservativen Ecke empfänglich sind. Die NSDAP ist '33 nicht nur mit Stimmen von ausgewiesenen Juden- und Schwulenhassern oder Kriegstreibern gewählt worden. Die überwiegende Zahl der NSDAP-Wähler waren 'übliche' Konservative, die aus lauter Angst um ihre Normalitätsfiktion, ihr kleinbürgerliches Dasein mit geringem Wohlstand und übersichtlichen Normen, den Rattenfängern nachgelaufen sind.
Ahja - die Gleichung lautet also Konservativ=Nazi+Brandstifter
..... Die Anhänger der AfD, der Pegida und der ganzen übrigen Mischpoche (inkl. dem rechten Rand der großen, konservativen Parteien) haben die üble Tendenz, eine Fiktion aufrecht erhalten zu wollen, in der sie sich eingerichtet haben. Und zwar ohne dabei zu merken (teillweise aber auch in bewusster Absicht), dass sie den Verbrechern die Handlungsaufforderungen liefern und den irren An-Führern die Stimmen geben, die deren widerliches Geschwätz und Handeln scheinbar legitimieren, effektiv aber mit dem Ziel der Destruktion einer offenen, liberalen Gesellschaft befeuern.
Anders vormuliert: Nur wir die linken wissen was gut und richtig ist und wer nicht für uns ist, ist automatisch ein Verbrecher und hat das Maul zu halten.
Dein Bild einer Demokratie sieht also nur eine Meinung bzw Meinugsströmung vor - deins und deines Gleichen
...Wir sollten ihn auf diejenigen konzentrieren, die im alltäglichen Leben (und auch hier in Forum) dumpfe Parolen zitieren, die immer wieder verkürzte Darstellungen von Sachverhalten als 'Argumente' verkaufen wollen und die Gefahr laufen, sich aus purer Dummheit und / oder mangelnder Humanität den rechten Rattenfängern anzuschliessen.
Das heist nix anderes als das man als Trans* automatisch linksextremen bzw radikalem Gedankengut anhängen muß. Warscheinlich sind nur jene wirklich Trans* die der Meinung linker Meinungsterroristen auf Pfiff applautieren.

Und was ist an deinem Geschreibe eigentlich Human? Du verleumdest und denunzierst ein gutes drittel der Wahlberechtigten.
Oder sind das alles nur Dumme denen man nur den rechten Weg weisen muß. Einen Weg den du und die anderen Linksextremen uns weisen.
Brauchen wir einen Intelegenztest bevor man wählen darf? Oder genügt das richtige Parteibuch?
... Mit Ausnahme eines Pseudo-Beitrags, in dem eine Diskussion gefordert / angeboten, aber per vorauseilender Argumentenablehnung (man könnte ja zum Denken gezwungen werden) auch sofort wieder abgelehnt wurde, sind die entsprechenden Schwätzer_innen zur Zeit jedenfalls auffällig leise. Aber sind nicht weg. Sie sind immer noch da, nur grad' unsichtbar.
Echt super wie du Forumsmitglieder abqualifizierst und herabwürdigst. Für was hälst du dich eigentlich? Zählst du dich zur neuen Herrenschicht die sich über andere erhebt?
Man hat tatsächlich ein paar Bekannte weniger, ..... Aber sei's drum; wer will schon Leute kennen, die '33 und '38 vielleicht NSDAP gewählt hätten, nur um ihre kleinbürgerliche Spiessigkeit zu retten?
...
Ich möchte dich nie kennen lernen!!
Der einzige Unterschied zwischen dir und den rechten ist das Edikett welches du dir aufklebst. Der Inhalt ist der selbe. Aber gut - in Deutschland kennt man sich ja mit Edikettenschwindel aus.

Deinen Beitrag Marielle müsste man nur gering umschreiben und er könnte von einem "Rechtem Rattenfänger" stammen.

Rechtsextreme mag ich nicht sonderlich - Linksextreme aber genauso wenig.

Dir trotzdem eine gute Nacht.

Re: Heidenau, oder: Wo stecken eigentlich.....

Verfasst: Mo 31. Aug 2015, 00:27
von Kerstin
Ein Nachtrag noch
Marielle hat geschrieben:..... waren 'übliche' Konservative, die aus lauter Angst um ihre Normalitätsfiktion, ihr kleinbürgerliches Dasein mit geringem Wohlstand und .....

Marielle
Du bist dir aber schon im klarren darüber, woher das Geld kommt mit du und die anderen Umverteiler euere "Sozialen Wohltaten" finanzierst?

Re: Heidenau, oder: Wo stecken eigentlich.....

Verfasst: Mo 31. Aug 2015, 00:41
von Lieschen
... Mit Ausnahme eines Pseudo-Beitrags, in dem eine Diskussion gefordert / angeboten, aber per vorauseilender Argumentenablehnung (man könnte ja zum Denken gezwungen werden) auch sofort wieder abgelehnt wurde, sind die entsprechenden Schwätzer_innen zur Zeit jedenfalls auffällig leise. Aber sind nicht weg. Sie sind immer noch da, nur grad' unsichtbar.


Echt super wie du Forumsmitglieder abqualifizierst und herabwürdigst. Für was hälst du dich eigentlich? Zählst du dich zur neuen Herrenschicht die sich über andere erhebt?

Och Mensch, Kerstin, das war aber nun wieder ein sattes Eigentor! Fühltest du dich angesprochen?
Ich kann mich Marielles Eingangsstatement voll anschliessen.

Lieschen

Re: Heidenau, oder: Wo stecken eigentlich.....

Verfasst: Mo 31. Aug 2015, 00:44
von Kerstin
Lieschen hat geschrieben: Och Mensch, Kerstin, das war aber nun wieder ein sattes Eigentor! Fühltest du dich angesprochen?
Ich kann mich Marielles Eingangsstatement voll anschliessen.

Lieschen
Nein ich fühle mich von diesem Satz nicht angesprochen. Mich kotzt es nur an wie einige pseudo gute hier ihren Wahn und hass auskotzen und sich dann auch noch anmassen über andere zu urteilen.


so jetzt ist aber wirklich Zeit für's Bett.

Re: Heidenau, oder: Wo stecken eigentlich.....

Verfasst: Mo 31. Aug 2015, 13:24
von Marielle
Guten Tag zusammen,
Du bist dir aber schon im klarren darüber, woher das Geld kommt mit du und die anderen Umverteiler euere "Sozialen Wohltaten" finanzierst?
Ja, sicher, völlig klar. Es kommt u.a. aus der Bundesdruckerei und von dort geht es in's Land hinaus. Dann wird damit Gemüse gekauft, Lotto gespielt und Miete bezahlt. Und jedes Jahr kommen 22.000.000.000 Euro aus der Hand von Ausländern * zurück in die Haushalte und Sozialsysteme; als Überschuss! Cool, oder?

Alles in allem verdienen wir an den vorhandenen Überfremdern und Schmarotzern noch 147.900.000.000 Euro **); nicht schlecht, oder? Wir haben's eben drauf!

Schade ist nur, dass wir diese Leute noch nicht so richtig ausquetschen. Da ginge echt noch mehr. Ein bischen Integration hier, ein wenig Förderung da und die Zugereisten müssten noch viiiiiiel mehr bezahlen ***), weil sie zur höheren Schule, zur Berufsausbildung oder an die Uni gehen. Da ist noch reichlich Potential für die Staatskasse. Man müsste wirklich mal darüber nachdenken, wer das eigentlich blockiert.


Das das ursprüngliche Thema, abseits der Kohle, auch noch etwas mit Menschen und mit Menschlichkeit zu tun hat, ist doch wirklich kaum noch wichtig; bei den Zahlen.


Marielle


Lügenquellenangabe:

http://ftp.zew.de/pub/zew-docs/gutachte ... lt2014.pdf

Zitate daraus:

*) Die rund 6,6 Millionen Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft zahlten insgesamt über 22 Mrd. Euro mehr an den Staat, als sie in Form von individuellen Transfers. hierzu zählen die Leistungen der gesetzlichen Sozialversicherungen, der sozialen Existenzsicherung und die öffentlich finanzierte Bildung zurückerhielten. Dies entspricht einem laufenden Überschuss von 3.300 Euro je Ausländer.

**) In der Summe werden die Ausländer, die 2012 in Deutschland lebten, in ihrer verbleibenden Lebensspanne im Gegenwartswert noch 147,9 Mrd. Euro mehr an Steuern und Beiträgen zahlen, als sie an Sozialtransfers in Anspruch nehmen.

***) Entgangene Einnahmen durch unvollständige Integration
Angesichts dieser positiven Resultate sollte nicht übersehen werden, dass dem Fiskus per Saldo erhebliche Einnahmen entgehen, weil die bei uns lebenden Ausländer infolge niedrigerer Einkommen und Vermögen im Mittel derzeit eine deutlich schlechtere Zahlungsposition einnehmen als Deutsche. Dies zeigt eine kontrafaktische Rechnung: Würde jeder zweite Ausländer dieselben fiskalischen Merkmale wie der Durchschnitt der deutschen Wohnbevölkerung aufweisen, wäre der über den verbleibenden Lebensverlauf der aktuellen Generationen auflaufende Überschuss der Steuern und Beiträge über die Sozialleistungen annähernd viermal so groß

Re: Heidenau, oder: Wo stecken eigentlich.....

Verfasst: Di 1. Sep 2015, 19:33
von Kerstin
Marielle hat geschrieben:.....
Lügenquellenangabe:

http://ftp.zew.de/pub/zew-docs/gutachte ... lt2014.pdf
.....
Bertelsmannstiftung - alles klar.
.....
wechselseitige Instrumentalisierung

Die Stiftung betreibe durch Vorabsprachen mit Politikern jenseits der Parlamente "eine Privatisierung der Politik" (Böckelmann). Die Zusammenarbeit mit Ministerien und Politikern folge dem Prinzip der gegenseitigen Instrumentalisierung: Beamte und Politiker erhielten einen geschützten Raum, wo sie kostenlos und exklusiv informiert würden und diskutieren könnten, während die Stiftung sich dafür den Zugang zu allen Projekten, die sie beeinflussen wolle, sichere.
https://de.wikipedia.org/wiki/Bertelsma ... ung#Kritik
Ich werd dein PDF trotzdem lesen.

Ein Nachtrag zu deinem Link
Finanzierung

Die Finanzierung des ZEW erfolgt zum größten Teil aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg sowie seit dem Jahr 2005 aus der Bund-Länder-Finanzierung; diese institutionelle Förderung betrug im Jahr 2010 ca. 7,8 Millionen Euro, was ca. 53 % der damaligen Einnahmen entspricht. Drittmittel (inklusive "sonstiger betrieblicher Erträge") machten 41 % aus. Die Gesamtsumme der Drittmittel des Instituts betrug 2010 laut Jahresbericht ca. 6,3 Millionen Euro. Hiervon kamen 45 % von Bundes-, Landes- und ausländischen Ministerien, 25 % von Unternehmen und Verbänden, 17 % von der Europäischen Kommission, 10 % von der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie 3 % von Stiftungen.[4]
Im Jahr 2013 betrug die institutionelle Förderung laut Jahresbericht ca. 9,2 Millionen Euro, was einem Anteil von ca. 49 % entspricht. Die Höhe der Drittmittel belief sich auf ca. 8,5 Millionen Euro, was (ebenfalls inklusive "sonstiger betrieblicher Erträge") einem Anteil von ca. 46 % entspricht. Ca. 59 % der Drittmittel kamen von Bundes-, Landes- und ausländischen Ministerien, ca. 14 % von Unternehmen und Verbänden, weitere 14 % von EU-Institutionen, 7 % von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und diversen Stiftungen und 6 % von anderen wissenschaftlichen Einrichtungen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Zentrum_f ... nanzierung
http://www.zew.de/de/

Kann sich gern jede selber ein Bild machen was sie von diesen Quellen halten soll.

Re: Heidenau, oder: Wo stecken eigentlich.....

Verfasst: Di 1. Sep 2015, 20:08
von Kerstin
http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... westbalkan
....Im Hinblick auf abgelehnte Asylbewerber und Wirtschaftsflüchtlinge forderte Kretschmann, den Druck zu erhöhen, damit sie freiwillig zurückkehrten. "Wir werden auch über Restriktionen reden, wenn abgelehnte Asylbewerber sich der Rückführung entziehen", sagte Kretschmann. Es sei nur möglich, die Flüchtlinge aufzunehmen, deren Fluchtgründe vom Grundrecht auf Asyl gedeckt seien.
.....
Geile Aussage - und das von einem Grünen. Er möchte auch den Verteilungsschlüssel ändern, frei nach dem Motto Asyl ja, aber bitte nicht vor der eigenen Haustür.

Da haut es einem den Deckel weg.

Re: Heidenau, oder: Wo stecken eigentlich.....

Verfasst: Di 1. Sep 2015, 20:43
von Anne-Mette
Guten Abend,

leider passiert wieder genau das, was schon bei der Debatte um die "sexuelle Viefalt im Aufklärungsunterricht" passiert ist und häufig passiert:
deutsche Gründlichkeit vermengt sich mit Rechthaberei und es geht letzten Ende NIE um die Sache selbst, sondern darum, wer Recht zu haben glaubt.
Dabei gehen wichtige Kräfte verloren; denn es geht nicht nur darum, in Heidenau und an anderer Stelle ein gewaltfreies Miteinander zu schaffen, es geht auch darum, die "Flüchtlingspolitik" sinnvoll zu gestalten; und dazu werden äußerste Anstrengungen notwendig sein.
Das werden weitaus größere Herausforderungen sein als die in den letzten Jahren erlebten.

Gruß
Anne-Mette

Re: Heidenau, oder: Wo stecken eigentlich.....

Verfasst: Di 1. Sep 2015, 21:18
von Kerstin
Anne-Mette hat geschrieben:.....
Das werden weitaus größere Herausforderungen sein als die in den letzten Jahren erlebten.

Gruß
Anne-Mette
Amen - stellt sich nur die Frage ob sich Deutschland dabei nicht überhebt.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... h-budapest
http://www.faz.net/aktuell/politik/inla ... 20588.html?
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inh ... ed067.html
Datum 19.08.2015

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière hat heute die überarbeitete Prognose für die Zahl der erwarteten Asylanträge vorgestellt. Das Bundesministerium des Innern und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge rechnen damit, dass in diesem Jahr bis zu 800.000 Asylbewerber nach Deutschland kommen werden — das wären etwa viermal so viele wie im Vorjahr....
http://www.bamf.de/SharedDocs/Meldungen ... nn=1367522
http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/D ... cationFile

Mal so ein paar Zahlen zum Vergleich:
Einwohnerzahl Kiel zweites Quartal 2014: 243.600
http://www.kiel.de/rathaus/statistik/st ... I_2015.pdf

Einwohnerzahl Flensburg Juli 2015: 91.466
http://www.flensburg.de/imperia/md/cont ... /07_15.pdf

Einwohnerzahl Nürnberg Ende 2014: 516.770
http://www.nuernberg.de/internet/stadtp ... akten.html