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Re: Bruce Jenner "Ich bin eine Frau"
Verfasst: So 26. Apr 2015, 23:45
von conny
LolaL hat geschrieben:Sorry, aber was interessiert mich die USA? Ein Land in dem Weiß immer noch gegen Schwarz kämpft, wo es die Todesstrafe gibt und wo sich die sogenannten Promis und Reichen darüber aufregen und demonstrieren das jeder ein Recht auf eine Krankenversicherung hat?
Also bitte, in solch ein Land möchte ich weder leben noch Hilfe bekommen. Und das uns das helfen soll, das dieser USA Promi, nun sagt er ist TS? Entzieht sich meiner Kenntnis.
Zumal sollte man auch ein wenig hinter die Kulissen schauen, wenn man diesen Promi so hoch lobt. Das er dies öffentlich tut, ist reine PR für seine Stieftochter, denn zur Zeit fallen für diese Serie die Einschaltquoten in den USA.
ein prominenter ts als projektionsfläche für dumpfen antiamerkanismus.
sorry, selten in bezug auf das diskutierte thema so unpassendes und dummes zeug gelesen!
Re: Bruce Jenner "Ich bin eine Frau"
Verfasst: Mo 27. Apr 2015, 01:01
von Inga
conny hat geschrieben:...
ein prominenter ts als projektionsfläche für dumpfen antiamerkanismus.
sorry, selten in bezug auf das diskutierte thema so unpassendes und dummes zeug gelesen!
Hallo, Conny,
ganz meiner Meinung. Besser hätte ich es nicht sagen können.
Liebe Grüße
Inga
Re: Bruce Jenner "Ich bin eine Frau"
Verfasst: Mo 27. Apr 2015, 09:03
von Anke
Hallo,
in Deutschland ist Bruce Jenner wohl nicht wirklich ein Promi, Olympiasieg hin oder her. In den USA sieht das ganz anders aus.
Jetzt stelle ich mir einfach mal vor, es würde um einen bekannten deutschen Spitzensportler gehen, zum Beispiel Guido Kratzschmer (war zweiter hinter Jennings) oder Michael Groß. Das Medienecho wäre sicherlich gewaltig.
Liebe Grüße
Anke
Re: Bruce Jenner "Ich bin eine Frau"
Verfasst: Mo 27. Apr 2015, 09:55
von Cybill
Mein Abschließender Beitrag zu diesemThema:
Vielleicht braucht Herr/Frau Jenner ganz einfach ein Alleinstellungsmerkmal in der Kardashian-Familie - und zwar eines, dass die ganzen Weiber nicht toppen können?

Re: Bruce Jenner "Ich bin eine Frau"
Verfasst: Mo 27. Apr 2015, 17:13
von Saskia.shewulf
Nur noch ganz kurz
immerhin hat Bruce Jenner es sogar in unsere Lokalzeitung geschafft und zwar eine Halbe Seite mit großem Bild im Welt Teil
kopfschüttelnde Grüße
Saskia
Re: Bruce Jenner "Ich bin eine Frau"
Verfasst: Mo 27. Apr 2015, 17:21
von Lina
conny hat geschrieben:LolaL hat geschrieben:Sorry, aber was interessiert mich die USA? Ein Land in dem Weiß immer noch gegen Schwarz kämpft, wo es die Todesstrafe gibt und wo sich die sogenannten Promis und Reichen darüber aufregen und demonstrieren das jeder ein Recht auf eine Krankenversicherung hat?
Also bitte, in solch ein Land möchte ich weder leben noch Hilfe bekommen. Und das uns das helfen soll, das dieser USA Promi, nun sagt er ist TS? Entzieht sich meiner Kenntnis.
Zumal sollte man auch ein wenig hinter die Kulissen schauen, wenn man diesen Promi so hoch lobt. Das er dies öffentlich tut, ist reine PR für seine Stieftochter, denn zur Zeit fallen für diese Serie die Einschaltquoten in den USA.
ein prominenter ts als projektionsfläche für dumpfen antiamerkanismus.
sorry, selten in bezug auf das diskutierte thema so unpassendes und dummes zeug gelesen!
Trotzdem stellt sie die Frage nocmals, die du auch nicht beantwortest: Was sollen wir mit Herr/Frau Jenner anfangen?
Re: Bruce Jenner "Ich bin eine Frau"
Verfasst: Mo 27. Apr 2015, 18:52
von eilinfox
Dann versuche ich es einmal:
Ich wurde heute von zwei Bekannten angerufen, die die Ausschnitte vom Interview gesehen haben.
Beide sagten zu mir, das sie mich nun noch besser verstehen könnten, was ich durchgemacht habe und wie ich mich in früheren Zeiten verhalten habe.
Mit dem Film "Mein Sohn Helen", den beide auch gesehen haben, konnten Sie auf meine Nachfrage eher nichts anfangen, da Sie so gar keine Gemeinsamkeiten mit mir feststellen konnten.
Es ist halt immer so: je mehr Übereinstimungen mit dem eigenen Leben, umsomehr berühren einen Filme und Berichte.
ps.
Ich war nie Olympiasiegerin.
Re: Bruce Jenner "Ich bin eine Frau"
Verfasst: Mo 27. Apr 2015, 20:14
von Jaddy
Dazu fiel mir gerade ein
Tweet auf "If #BruceJenner is rich, visible, white and got ridiculed for being a #Transwoman, imagine what un-televised Transwomen of color deal with."
Ich finde es nicht glaubhaft, dass jemand wie Jenner sich ohne Not den Reaktionen der Öffentlichkeit aussetzen würde. Selbst wenn: Die Reaktionen in den USA und auch hier bringen das Thema wenigstens in Gang.
Re: Bruce Jenner "Ich bin eine Frau"
Verfasst: Mo 27. Apr 2015, 20:20
von conny
Lina hat geschrieben:
Trotzdem stellt sie die Frage nocmals, die du auch nicht beantwortest: Was sollen wir mit Herr/Frau Jenner anfangen?
wer ist "wir"?
manche beiträge hier sprechen doch für sich.
Re: Bruce Jenner "Ich bin eine Frau"
Verfasst: Mo 27. Apr 2015, 22:55
von Franka
Ich bin heute in der Arbeit auch angesprochen worden, weil eine Kollegin einen Artikel über Bruce Jenner gelesen hat. Sie meinte:" Fast wie du"
Wir hatten dann noch ein kurzes Gespräch zu dem Thema. Regt also nicht nur in den USA das Thema Trans an, kann Vorurteile abbauen und Leute ins Gespräch bringen.
Ich glaube dir ja Lina, dass du sehr aktiv für unsere Sache unterwegs bist, aber erreichst du mal eben 17 Millionen Leser?
Also was soll die ständige Frage, was Jenner für uns macht?
Bei "peinlichen" C Promis kann die ganze Sache natürlich auch nach hinten losgehen, weil die meisten sie lieber schadenfroh scheitern sehen wollen.
Aber ich hoffe das ist bei Jenner nicht so.
Re: Bruce Jenner "Ich bin eine Frau"
Verfasst: Mi 29. Apr 2015, 05:47
von Franka
WARUM MÄNNER SICH PLÖTZLICH DIE NÄGEL LACKIEREN?
http://www.stylebook.de/stars/Aus-Solid ... 36991.html
Wer schon immer mal mit lackierten Nägeln raus wollte und sich bisher nicht getraut hat, hat jetzt eine gute Ausrede.
Re: Bruce Jenner "Ich bin eine Frau"
Verfasst: Fr 1. Mai 2015, 16:46
von Lina
dahlia hat geschrieben:Ich bin heute in der Arbeit auch angesprochen worden, weil eine Kollegin einen Artikel über Bruce Jenner gelesen hat. Sie meinte:" Fast wie du"
Wir hatten dann noch ein kurzes Gespräch zu dem Thema. Regt also nicht nur in den USA das Thema Trans an, kann Vorurteile abbauen und Leute ins Gespräch bringen.
Ich glaube dir ja Lina, dass du sehr aktiv für unsere Sache unterwegs bist, aber erreichst du mal eben 17 Millionen Leser?
Also was soll die ständige Frage, was Jenner für uns macht?
Bei "peinlichen" C Promis kann die ganze Sache natürlich auch nach hinten losgehen, weil die meisten sie lieber schadenfroh scheitern sehen wollen.
Aber ich hoffe das ist bei Jenner nicht so.
Ich muss nicht 17 Mio leser erreichen wenn es vor allem darum geht, dass jetze auch ain sog. Promi das "auch tut", wenn es in den Augen der mutmaßlich 17 Mio Leser nicht neues Licht auf das Thema wirft. Und es hat niemand bis jetzt auf etwas hinweisen können, dass es das tut. Also haben wir - um noch einmal die Fakten zusammen zu rechnen
Ein Typ der angeblich berühmt ist, aber keiner weiß was er macht oder kann?
Er geht an die Öffentlichkeit und definiert sich als Frau.
Sie hat - im Gegenteil zu vielen anderen hier im Forum und anderswo - nicht mal den Mut, sich mit weiblichen Namen vorzustellen.
Und das vor 17 Mio. Lesern. Was glaubst du denn das bringt?
Da könnte ich dir zwei andere nennen, die nicht annähernd so bekannt sind, aber jeweils maßgebliche Veränderungen in ihren jeweiligen Ländern ausgelöst haben: Alba Romero (Spanien), die nach einem Gerichtsprozess ihre Wiedereintstellung in der Guardia Civil erlangte. Nach der GAO hatte man sie gefeuert. Und Joanne Cassar (Malta), die durch ihren Prozess vorm ECHR - der nie zu Ende geführt wurde - es schaffte, die Politik in ihrem Land erheblich zu beeinflussen, welches zu wesenlichen Reformen führte, worüber auch hier im Forum berichtet wurde.
Ehrlich gesagt - wenn jemand zu mir kommen würde, mich mit Bruce Jenner vergleichen und sagen "fast wie du" würde ich die Gegenfrage, "ja? Inwiefern denn?" für äußerst angebracht halten. Die Tatsache, dass jemand auch T ist, reicht mir da nicht ganz. Ich weiß aber auch, dass die o.g. Gegenfrage nicht notwendigerweise von mir kommen würde. Die könnte genausogut von einer guten Freundin kommen - Ähnliches ist auch gelegentlich passiert.
Ich MUSS nicht 17 Mio. Leute erreichen - es ist mir sogar lieber, es nicht zu tun, wenn ich nicht den geringsten Überblick darüber habe, was sie mit der Information anfangen, die ich ihnen geben würde.
Re: Bruce Jenner "Ich bin eine Frau"
Verfasst: Sa 2. Mai 2015, 01:27
von triona
Anke hat geschrieben:Jetzt stelle ich mir einfach mal vor, es würde um einen bekannten deutschen Spitzensportler gehen, zum Beispiel ...
Balian Buschbaum.
Nur um mal einen tatsächlichen Fall aus der jüngeren Vergangenheit zu nennen.
Anke hat geschrieben:... Das Medienecho wäre sicherlich gewaltig.
Das Medienecho war durchaus beachtlich.
Ansonsten halte ich auch die "medienkritischen" Äußerungen hier für durchaus angebracht.
Über Jenner selbst möchte ich jetzt mal nicht spekulieren. Bei solchen "Medienspektakeln" weiß man ja nicht wirklich, was "wahr" ist, und was nur in einem bestimmten - und nicht immer offensichtlichen - Interesse - von wem auch immer - "gemacht" wurde.
Hält das Thema irgendwie in der Öfentlichkeit - ja.
Persönliche Betroffenheit - nicht so sehr.
Irgendwie geartete Vorbildfunktion - so wie es bisher dargestellt wurde ganz sicher nicht.
liebe grüße
triona
Re: Bruce Jenner "Ich bin eine Frau"
Verfasst: Sa 2. Mai 2015, 10:54
von conny
triona hat geschrieben:
Hält das Thema irgendwie in der Öfentlichkeit - ja.
...und auch in diesem forum

Re: Bruce Jenner "Ich bin eine Frau"
Verfasst: Sa 2. Mai 2015, 12:22
von Nora_7
Jedes Land hat seine eigenen Sitten. Und in USA sind Selbstinszenierung Alltag, lernen Kinder von ersten Tag an. Dennoch ist dazu auch Positives für D abzuleiten:
1. TG-Personen werden alltagstauglich dargestellt. Das allgemeine TG-Bild ist immer noch breit verbunden mit schwul, tuntig, schrill
2. TG ist in der "Volksmeinung" nicht mehr auf gesellschaftliche Randgruppen beschränkt
3. Auch in D verfolgt man dieses Thema, genauso wie "mein Sohn Helen": verschiedene Blickwinkel auf eine neue Normalität: freie Genderwahl
Natürlich kann jede(r) auftreten wie sie/er will, die Gesellschaft kommt halt evolutionär besser zurecht als revolutionär. Und auch mein Bekanntenkreis kommt somit mit einem schicken Etuikleid besser klar als mit einem Outfit à la Olivia Jones. Daher finde ich den Fokus auf die "Normalität" des Übergangs von männlich zu weiblich sehr wichtig und akzeptanzfördernd.
Nora_7