Ich hatte ein Date ... - # 10
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Bea Magdalena
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Re: Ich hatte ein Date ...
Liebe Frieda, liebe Michi,
es tut richtig weh, wenn Eure wunderbare und liebevolle Beziehung von außen so sehr auf die Probe gestellt wird.
Ich fühle mit Euch!!!
Ihr seid stark und werdet noch stärker aus dieser Prüfung gehen, da bin ich überzeugt!
Alles Liebe und Gute für Euch
Bea
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ich bin keine Frau, leider
und werde bedauerlicherweise auch nie eine Frau (100%) werden können.
Aber: ich fühle mich als Simulation einer Frau und dabei bin ich mega glücklich!
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Michi
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Re: Ich hatte ein Date ...
Tja .. was soll ich sagen?
Alles Scheiße!!!
Frieda hat den Notarzt gerufen, weil ich das Gefühl hatte, das ich es alle mache. Ich lag da und habe mich nicht mehr getraut, die Augen zu schließen, vor Angst, sie nie wieder zu öffnen.
An der Notaufnahme .. aus dem RTW ausgeladen, war erst mal Stop .. TRIAGE .. stand da geschrieben! Ich dachte, so weit wären wir in Deutschland noch gar nicht. Ich "durfte" dann doch hinein und wurde durchgecheckt. Was akut lebensbedrohliches konnte ausgeschlossen werden .. vielleicht "nur" psychisch. Also wieder nach Hause und mal vom Hausarzt durchchecken lassen.
Am nächsten Tag ein Gespräch mit meinen Eltern, die wissen wollten, was los war. Nach dem ausgesprochen war, dass es kein Infarkt oder Schlaganfall war, hatte sich das Thema für meine Mutter quasi erledigt. Kein spürbares Interesse, warum es mir dennoch so schlecht geht. Statt dessen ging sie direkt dazu über, ihren Standpunkt bezüglich psychischer Probleme klar zu machen .. nach dem Motto: Man könne ja über alles reden, aber dann müsse es auch mal wieder gut sein. So ihre Sichtweise. Nur: es wurde nie darüber geredet, und es ist auch ganz und gar nicht "wieder gut"! Als ich erklären wollte, wie es in mir aussieht, interpretierte sie das sofort als Angriff gegen sie. Null Mitgefühl, wie es mir geht.
Seit dem ist zu meinen Eltern mehr oder weniger Funkstille. Ich habe mich so gut es ging berappelt, weil (wegen Corona) berufliche Herausforderungen anstanden .. über 20 Kunden, die direkt davon abhängig waren, dass ich auf den Punkt (zum Monatswechsel Juni/Juli) liefere. Das habe ich dann auch irgendwie geschafft, obwohl ich bereits kurz nach dem ersten Besuch in der Notaufnahme nochmal dort war, und dann in die psychatrische Notfall-Ambulanz weitergeschickt wurde.
Ich bin so fertig, dass ich meine ganze Kraft brauche, um nicht beruflich einzubrechen. Denn das wäre in meinem Alter und meiner Situation definitiv das Aus. Inzwischen habe ich psychologische Betreuung gefunden, aber es wird dauern, bis ich wieder auf die Beine komme. Und da ist jetzt auch erst mal "Sommerpause" .. den nächsten Termin habe ich im September.
Ich weiß noch nicht, wie ich das schaffen soll, wenn es wirklich so weit kommt, dass ich mich von meinen Eltern räumlich trennen muss. Und meine Schwester, zu der ich gerade erst nach den vielen Jahren endlich die Nähe aufbauen konnte, die ich mir immer gewünscht habe, die verliere ich dann auch gleich noch, denn die steht nun gegen mich auf der Seite meiner Eltern, obwohl ich mich gerade erst für sie engagiert habe, als meine Eltern kein Verständnis für ihre Situation hatten. Sie hat, wie sich Ende letzten Jahres herausstellte, wohl seit mehreren Jahren psychische Probleme und Probleme in der Partnerschaft, wird aber von unseren Eltern, insbesondere unserer Mutter als egoistisch und undankbar abgestempelt. Aber nun habe ich wohl den Titel "schwarzes Schaf der Familie" wieder zurück bekommen.
Ich habe es seit Wochen sooo satt .. keine Lebensfreude mehr.
Michi ist faktisch nicht mehr existent .. ist wieder zurück zum virtuellen Nichts degeneriert, das nur noch im Forum existiert und sich gelegentlich mal auf Klamotten-Seiten umschaut. Gelegenheiten zum Ausgehen gab es seit Monaten nicht mehr, und inzwischen fehlt mir auch jede Motivation dazu. Zu Hause rumtransen ist keine Alternative, denn mehr als DWT ist unmöglich, und schafft nicht mal ansatzweise den emotionalen Ausgleich, den mir die Michi-Zeit sonst immer gegeben hat.
Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass ich mal an den Punkt komme, dass es mir egal ist, ob ich morgen wieder wach werde. Aber im Moment kann ich den Gedanken nicht bei Seite schieben, dass all die Menschen, an denen mir etwas liegt, ohne mich viel besser dran wären.

Alles Scheiße!!!
Frieda hat den Notarzt gerufen, weil ich das Gefühl hatte, das ich es alle mache. Ich lag da und habe mich nicht mehr getraut, die Augen zu schließen, vor Angst, sie nie wieder zu öffnen.
An der Notaufnahme .. aus dem RTW ausgeladen, war erst mal Stop .. TRIAGE .. stand da geschrieben! Ich dachte, so weit wären wir in Deutschland noch gar nicht. Ich "durfte" dann doch hinein und wurde durchgecheckt. Was akut lebensbedrohliches konnte ausgeschlossen werden .. vielleicht "nur" psychisch. Also wieder nach Hause und mal vom Hausarzt durchchecken lassen.
Am nächsten Tag ein Gespräch mit meinen Eltern, die wissen wollten, was los war. Nach dem ausgesprochen war, dass es kein Infarkt oder Schlaganfall war, hatte sich das Thema für meine Mutter quasi erledigt. Kein spürbares Interesse, warum es mir dennoch so schlecht geht. Statt dessen ging sie direkt dazu über, ihren Standpunkt bezüglich psychischer Probleme klar zu machen .. nach dem Motto: Man könne ja über alles reden, aber dann müsse es auch mal wieder gut sein. So ihre Sichtweise. Nur: es wurde nie darüber geredet, und es ist auch ganz und gar nicht "wieder gut"! Als ich erklären wollte, wie es in mir aussieht, interpretierte sie das sofort als Angriff gegen sie. Null Mitgefühl, wie es mir geht.
Seit dem ist zu meinen Eltern mehr oder weniger Funkstille. Ich habe mich so gut es ging berappelt, weil (wegen Corona) berufliche Herausforderungen anstanden .. über 20 Kunden, die direkt davon abhängig waren, dass ich auf den Punkt (zum Monatswechsel Juni/Juli) liefere. Das habe ich dann auch irgendwie geschafft, obwohl ich bereits kurz nach dem ersten Besuch in der Notaufnahme nochmal dort war, und dann in die psychatrische Notfall-Ambulanz weitergeschickt wurde.
Ich bin so fertig, dass ich meine ganze Kraft brauche, um nicht beruflich einzubrechen. Denn das wäre in meinem Alter und meiner Situation definitiv das Aus. Inzwischen habe ich psychologische Betreuung gefunden, aber es wird dauern, bis ich wieder auf die Beine komme. Und da ist jetzt auch erst mal "Sommerpause" .. den nächsten Termin habe ich im September.
Ich weiß noch nicht, wie ich das schaffen soll, wenn es wirklich so weit kommt, dass ich mich von meinen Eltern räumlich trennen muss. Und meine Schwester, zu der ich gerade erst nach den vielen Jahren endlich die Nähe aufbauen konnte, die ich mir immer gewünscht habe, die verliere ich dann auch gleich noch, denn die steht nun gegen mich auf der Seite meiner Eltern, obwohl ich mich gerade erst für sie engagiert habe, als meine Eltern kein Verständnis für ihre Situation hatten. Sie hat, wie sich Ende letzten Jahres herausstellte, wohl seit mehreren Jahren psychische Probleme und Probleme in der Partnerschaft, wird aber von unseren Eltern, insbesondere unserer Mutter als egoistisch und undankbar abgestempelt. Aber nun habe ich wohl den Titel "schwarzes Schaf der Familie" wieder zurück bekommen.
Ich habe es seit Wochen sooo satt .. keine Lebensfreude mehr.
Michi ist faktisch nicht mehr existent .. ist wieder zurück zum virtuellen Nichts degeneriert, das nur noch im Forum existiert und sich gelegentlich mal auf Klamotten-Seiten umschaut. Gelegenheiten zum Ausgehen gab es seit Monaten nicht mehr, und inzwischen fehlt mir auch jede Motivation dazu. Zu Hause rumtransen ist keine Alternative, denn mehr als DWT ist unmöglich, und schafft nicht mal ansatzweise den emotionalen Ausgleich, den mir die Michi-Zeit sonst immer gegeben hat.
Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass ich mal an den Punkt komme, dass es mir egal ist, ob ich morgen wieder wach werde. Aber im Moment kann ich den Gedanken nicht bei Seite schieben, dass all die Menschen, an denen mir etwas liegt, ohne mich viel besser dran wären.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Anne-Mette
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Re: Ich hatte ein Date ...
Guten Abend Michi,
ich hoffe, dass Dir gute Gedanken und Wünsche aus der Ferne ein wenig helfen in dieser schwierigen Zeit
Alles Andere klingt vielleicht unbeholfen und wird nicht den richtigen Nerv treffen.
Mögen sich positve Einflüssen stärkend auswirken und Dir und euch helfen!
Alles Liebe und Gute und herzliche Grüße
Anne-Mette
ich hoffe, dass Dir gute Gedanken und Wünsche aus der Ferne ein wenig helfen in dieser schwierigen Zeit
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Laila-Sarah
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Re: Ich hatte ein Date ...
Frieda und Michi,
es tut wirklich weh, dies alles zu lesen. Hoffentlich wird es wieder mitt der Familie. Was die Überarbeitung und die Gesundheit angeht. Passt bitte auf euch auf und gönnt euch ein wenig Abwechslung und Zerstreuung, damit die Psyche etwas positiven Schwung bekommt. Mein Opa sagte immer "die Sorgen der Welt nehmen nie ab. Pflichten und Verantwortung auch nicht. Man muss auch ein wenig auf sich acht geben sonst wird man von all dem erschlagen". Er wurde sehr alt mit dieser Einstellung (über 90).
VlG
es tut wirklich weh, dies alles zu lesen. Hoffentlich wird es wieder mitt der Familie. Was die Überarbeitung und die Gesundheit angeht. Passt bitte auf euch auf und gönnt euch ein wenig Abwechslung und Zerstreuung, damit die Psyche etwas positiven Schwung bekommt. Mein Opa sagte immer "die Sorgen der Welt nehmen nie ab. Pflichten und Verantwortung auch nicht. Man muss auch ein wenig auf sich acht geben sonst wird man von all dem erschlagen". Er wurde sehr alt mit dieser Einstellung (über 90).
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sbsr
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Re: Ich hatte ein Date ...
Ich weiß nicht, was man sinnvolles sagen kann, alles klingt so von weiten daher geredet. Aber es ist mir wichtig etwas zu sagen, weil solche Gedanken dürfen keinen Raum gewinnen.MichiWell hat geschrieben: Sa 18. Jul 2020, 17:58 Aber im Moment kann ich den Gedanken nicht bei Seite schieben, dass all die Menschen, an denen mir etwas liegt, ohne mich viel besser dran wären.
Du sollst wissen, unser Telefonat vor drei Jahren, auch wenn wir uns über Belanglosigkeiten unterhalten haben, hat mir einen großen Schritt weiter geholfen. Vielleicht denkst Du daran zurück und die Erinnerung daran hilft auch Dir jetzt ein Stück aus der Dunkelheit.
LG, Svenja
Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
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Engelchen
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Re: Ich hatte ein Date ...
Es wurde eigentlich schon alles geschrieben und in besseren Worten als ich es vermag.
Jetzt geht es um Dich und Euch - sonst nichts.
Schau nach vorne und es kommt die Sonne wieder.
Ich wünsche euch alles Liebe und Gute auf diesem neuen Weg.
Liebe Grüße
Lisa
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Liebe geben und offen sein für Neues
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Bea Magdalena
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Re: Ich hatte ein Date ...
Liebe Michi,
ich wiederhole mich: fühle mit Dir!!!
Wenn Du schon mit Deinen Problemen ignoriert wirst, von Deiner Mama, dann finde ich es besonders hinterhältig von Deiner Schwester, Dir gerade jetzt in den Rücken zu fallen. Beides belastet sehr.
Wünsche Dir, Euch allen von ganzem Herzen, dass sich das alles beruhigt und Du wieder zur Normalität und zu Deinen gewohnten Kräften zurückfinden.
Du und Frieda, haltet bitte zusammen und gebt Euch gegenseitig Halt!!!
Alles Liebe und Gute
Bea
ich wiederhole mich: fühle mit Dir!!!
Wenn Du schon mit Deinen Problemen ignoriert wirst, von Deiner Mama, dann finde ich es besonders hinterhältig von Deiner Schwester, Dir gerade jetzt in den Rücken zu fallen. Beides belastet sehr.
Wünsche Dir, Euch allen von ganzem Herzen, dass sich das alles beruhigt und Du wieder zur Normalität und zu Deinen gewohnten Kräften zurückfinden.
Du und Frieda, haltet bitte zusammen und gebt Euch gegenseitig Halt!!!
Alles Liebe und Gute
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ich bin keine Frau, leider
und werde bedauerlicherweise auch nie eine Frau (100%) werden können.
Aber: ich fühle mich als Simulation einer Frau und dabei bin ich mega glücklich!
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Renée
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Re: Ich hatte ein Date ...
Hallo frida und Michi,
Ich weiß gerade nicht was ich sagen soll. Ich drücke euch.
Gebt euch nicht die Schuld und vorallem gebt euch nicht auf.
Ich weiß gerade nicht was ich sagen soll. Ich drücke euch.
Gebt euch nicht die Schuld und vorallem gebt euch nicht auf.
Liebe Grüße
Renée
Wenn jemand zu Dir sagt "Das geht nicht". Denk daran, es sind seine Grenzen, nicht Deine.
Renée
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Frieda
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Re: Ich hatte ein Date ...
Wie ich bereits schrieb möchte ich schon authentisch hier im Forum schreiben und nicht nur von unseren Sonnenseiten euch berichten.
Michi hat in all den Jahren viel Kraft von euch bekommen und ich hoffe ein bißchen, dass wir mit unserer ehrlichen Geschichte vielleicht hin und wieder ein Trost oder auch ein kleiner Hoffnungsschimmer sein können.
Womit ich heute ehrlich nicht gerechnet habe, dass Michi euch auch noch ihre ganz eigenen Gefühle erzählt, umso mehr freue ich mich darüber.
Eure Reaktionen berühren mein Herzl und ich dank euch sehr dafür
Ich möchte euch nix vorgaukeln, die nächste Zeit wird nicht leicht, dessen sind wir uns beide bewusst. Und wir wissen auch noch nicht wie es weiter gehen wird. Aber, ich verspreche euch, dass ich mein bestes geben werde um Michi nach wie vor zu unterstützen, zu stärken und auch hoffentlich wieder etwas mehr Ruhe schenken zu können damit sie auch wieder bissl besser schlafen kann.
Wir denken an euch und ihr seid für Michi eine sehr sehr wichtige Stütze in ihrem Leben geworden.. Danke dafür
Egal welche Aufgaben noch auf uns warten, wir möchten sie unbedingt gemeinsam lösen können
Einfach aufzugeben entspricht nicht unserem Naturell
Achtet bitte alle gut auf Euch und bleibt auch weiterhin gesund.
Wir denken an Euch und danke, weil ihr für uns da seid.
Namaste
Michi hat in all den Jahren viel Kraft von euch bekommen und ich hoffe ein bißchen, dass wir mit unserer ehrlichen Geschichte vielleicht hin und wieder ein Trost oder auch ein kleiner Hoffnungsschimmer sein können.
Womit ich heute ehrlich nicht gerechnet habe, dass Michi euch auch noch ihre ganz eigenen Gefühle erzählt, umso mehr freue ich mich darüber.
Eure Reaktionen berühren mein Herzl und ich dank euch sehr dafür
Ich möchte euch nix vorgaukeln, die nächste Zeit wird nicht leicht, dessen sind wir uns beide bewusst. Und wir wissen auch noch nicht wie es weiter gehen wird. Aber, ich verspreche euch, dass ich mein bestes geben werde um Michi nach wie vor zu unterstützen, zu stärken und auch hoffentlich wieder etwas mehr Ruhe schenken zu können damit sie auch wieder bissl besser schlafen kann.
Wir denken an euch und ihr seid für Michi eine sehr sehr wichtige Stütze in ihrem Leben geworden.. Danke dafür
Egal welche Aufgaben noch auf uns warten, wir möchten sie unbedingt gemeinsam lösen können
Einfach aufzugeben entspricht nicht unserem Naturell
Achtet bitte alle gut auf Euch und bleibt auch weiterhin gesund.
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•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!
*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*
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Helga
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Re: Ich hatte ein Date ...
Liebe Michi,MichiWell hat geschrieben: Sa 18. Jul 2020, 17:58 Aber im Moment kann ich den Gedanken nicht bei Seite schieben, dass all die Menschen, an denen mir etwas liegt, ohne mich viel besser dran wären.
FALSCH! Andersherum wird ein Schuh draus, zumindest was deine Eltern angeht.
Als (kleine) Kinder brauchen wir unsere Eltern. Sie ernähren uns, sie kleiden uns, sie erklären uns die Welt. Letzteres aber nur aus ihrer subjektiven Sichtweise, deshalb hindern sie uns irgendwann daran dass wir uns weiter entwickeln. Mit Anfang zwanzig hatte ich das Bedürfnis mindestens 100km zwischen mich und meine Eltern bringen zu müssen. Das war auch gut so! Ich konnte viele Erfahrungen machen, die in ihrem beschränkten Kosmos garnicht vorstellbar waren.
Natürlich blieben sie meine Eltern und wir hatten weiterhin ein gutes Verhältnis zueinander, aber mir wurde schnell klar, dass ich über sie hinaus gewachsen war. Klingt überheblich, ist aber notwendig, damit sich eine Gesellschaft weiter entwickeln kann.
Sicher, Blut ist dicker als Wasser, aber mensch kann sich die Eltern und Geschwister nicht aussuchen und zweimal Notaufnahme sind definitiv zuviel Einsatz und zuwenig Distanz. Eltern sollten keinen Einfluss und auch nicht zuviel Anteil am Leben ihrer erwachsen Kinder haben. Mit Frieda und den Kindern hast du deine eigene kleine Familie.
Hoffentlich wird keine "Wer bei uns wohnt erbt das Haus" Geschichte draus gemacht.
Liebe Grüße
Helga
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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edeka
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Re: Ich hatte ein Date ...
meine 2 cent dazu ...
ich möchte Helgas Aussage unterstreichen
Du lebst ja nun mal mit deinen Eltern in einem Haus, und ich erinnere mich an deine Erzählung, daß du auch viel Arbeit in das Haus gesteckt hast
. Da kann und will man jetzt natürlich nicht einfach ausziehen, fände ich auch keine gute Lösung.
Ohne mehr von dir zu wissen hört sich das jetzt vielleicht naiv an. Aber: ihr habt doch sicher trotzdem getrennte Wohnungen in dem Haus. Da wäre mein Tipp:
1. Mach klare Regeln - das ist mein und Friedas Bereich, dort ist eurer. Wir brauchen uns nicht aus dem Weg gehen, aber ihr könnt auch nicht ständig bei uns herein spazieren.
2. klar stellen: das ist mein Leben, es wäre schön, wenn ihr das versteht, aber wenn nicht, dann ist das nicht mein Problem. Ich brauche mich nicht rechtfertigen.
In der Regel stellt sich doch bei den Eltern auch eine "Altersmilde" ein, wenn sie erkennen , daß der Sohn kein "Kind" mehr ist, sowohl wirtschaftlich als auch emotional. Das nötige Selbstbewusstsein hast du doch.
LG ascona
ich möchte Helgas Aussage unterstreichen
und gleichzeitig ergänzen:Helga hat geschrieben: Sa 18. Jul 2020, 23:05 aber mensch kann sich die Eltern und Geschwister nicht aussuchen und zweimal Notaufnahme sind definitiv zuviel Einsatz und zuwenig Distanz. Eltern sollten keinen Einfluss und auch nicht zuviel Anteil am Leben ihrer erwachsen Kinder haben. Mit Frieda und den Kindern hast du deine eigene kleine Familie.
Du lebst ja nun mal mit deinen Eltern in einem Haus, und ich erinnere mich an deine Erzählung, daß du auch viel Arbeit in das Haus gesteckt hast
Ohne mehr von dir zu wissen hört sich das jetzt vielleicht naiv an. Aber: ihr habt doch sicher trotzdem getrennte Wohnungen in dem Haus. Da wäre mein Tipp:
1. Mach klare Regeln - das ist mein und Friedas Bereich, dort ist eurer. Wir brauchen uns nicht aus dem Weg gehen, aber ihr könnt auch nicht ständig bei uns herein spazieren.
2. klar stellen: das ist mein Leben, es wäre schön, wenn ihr das versteht, aber wenn nicht, dann ist das nicht mein Problem. Ich brauche mich nicht rechtfertigen.
In der Regel stellt sich doch bei den Eltern auch eine "Altersmilde" ein, wenn sie erkennen , daß der Sohn kein "Kind" mehr ist, sowohl wirtschaftlich als auch emotional. Das nötige Selbstbewusstsein hast du doch.
LG ascona
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SylviaM
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Re: Ich hatte ein Date ...
Ach herjeh,
schaue ich auf die Familie meiner Frau als auch meiner eigenen (Eltern, Geschwister) so sind hier Abgrenzungen, Zwietracht, Bündnisse für/gegen einzelne, persönliche Angriffe, fehlender Respekt... leider alles andere als ungewöhnlich (hier spielt mein CD gar keine Rolle, das schaffen sie auch so). Und auch im erweiterten Umkreis kann ich dieses Verhalten beobachten. Ja, Blut ist dicker als Wasser,und Familienverhältnisse bleiben bestehen und man kann sie nicht aufkündigen. Dennoch gibt es gerade unter der Familie persönliche Angriffe, die man von niemand anderen dulden würde.
Liebe Frieda, du weisst doch: Schwiegertöchter sind immer schuld. Egal was sie tun, egal auf welchem Kontinent (meine indische Kolleginnen fürchten den Tag, wenn Schwiegereltern zu besuch kommen). Versuch dich nicht zu emotional zu binden oder dich hier anzubiedern (fehlende Anerkennung oder so..). Das ist vergebliche Liebesmühe. Bleibe fair, bleibe freundlich, bleibe bestimmt und schlage keine Türen zu. Das muss dann aber auch reichen. Wenn sie nicht anerkennen, was du für Michi bist, dann ist es der Mühe nicht Wert. Denn genau das ist es doch, worauf es beim Partner ankommt: Das es dem Partner mit einem besser geht als ohne (vereinfacht ausgedrückt, ich weiss), und das ist es,was für die Familienmitglieder zählen sollte.
P.S. wo Alkoholismus noch ins Spiel kommt wird es doppelt schwierig: Wir müssen hier ehrlich sein, keiner von uns kann Alkoholikern helfen, sie ziehen uns eher noch mit in den Sumpf hinein,
Liebe Michi,
was für eine *** Situation. Das Zusammenleben mit den Eltern stellt aus meiner Sicht immer eine Herausforderung dar, auch wenn es scheinbar eine räumliche Trennung gibt. Sie sehen halt immer noch das Kind und glauben, das Leben noch mitbeeinflussen zu können. Als Vater glaube ich zu wissen wovon ich spreche.
Dir geht es nicht gut. Warum geht es dir nicht gut ? Schreib alle Punkte auf, die dich bewegen, die dich belasten und überlege dir, was geschehen müsste, damit es dir in dem jeweiligen Punkt wieder besser geht. Und dann such dir Hilfe: Siehe meinen ersten Absatz: Ich weiss gar nicht genau wieviele Familienmitglieder aufgrund der Familienverhältnisse in Therapie waren oder noch sind. Es geht halt nicht mit Ihnen aber irgendwie auch nicht ohne sie.
schaue ich auf die Familie meiner Frau als auch meiner eigenen (Eltern, Geschwister) so sind hier Abgrenzungen, Zwietracht, Bündnisse für/gegen einzelne, persönliche Angriffe, fehlender Respekt... leider alles andere als ungewöhnlich (hier spielt mein CD gar keine Rolle, das schaffen sie auch so). Und auch im erweiterten Umkreis kann ich dieses Verhalten beobachten. Ja, Blut ist dicker als Wasser,und Familienverhältnisse bleiben bestehen und man kann sie nicht aufkündigen. Dennoch gibt es gerade unter der Familie persönliche Angriffe, die man von niemand anderen dulden würde.
Liebe Frieda, du weisst doch: Schwiegertöchter sind immer schuld. Egal was sie tun, egal auf welchem Kontinent (meine indische Kolleginnen fürchten den Tag, wenn Schwiegereltern zu besuch kommen). Versuch dich nicht zu emotional zu binden oder dich hier anzubiedern (fehlende Anerkennung oder so..). Das ist vergebliche Liebesmühe. Bleibe fair, bleibe freundlich, bleibe bestimmt und schlage keine Türen zu. Das muss dann aber auch reichen. Wenn sie nicht anerkennen, was du für Michi bist, dann ist es der Mühe nicht Wert. Denn genau das ist es doch, worauf es beim Partner ankommt: Das es dem Partner mit einem besser geht als ohne (vereinfacht ausgedrückt, ich weiss), und das ist es,was für die Familienmitglieder zählen sollte.
P.S. wo Alkoholismus noch ins Spiel kommt wird es doppelt schwierig: Wir müssen hier ehrlich sein, keiner von uns kann Alkoholikern helfen, sie ziehen uns eher noch mit in den Sumpf hinein,
Liebe Michi,
was für eine *** Situation. Das Zusammenleben mit den Eltern stellt aus meiner Sicht immer eine Herausforderung dar, auch wenn es scheinbar eine räumliche Trennung gibt. Sie sehen halt immer noch das Kind und glauben, das Leben noch mitbeeinflussen zu können. Als Vater glaube ich zu wissen wovon ich spreche.
Dir geht es nicht gut. Warum geht es dir nicht gut ? Schreib alle Punkte auf, die dich bewegen, die dich belasten und überlege dir, was geschehen müsste, damit es dir in dem jeweiligen Punkt wieder besser geht. Und dann such dir Hilfe: Siehe meinen ersten Absatz: Ich weiss gar nicht genau wieviele Familienmitglieder aufgrund der Familienverhältnisse in Therapie waren oder noch sind. Es geht halt nicht mit Ihnen aber irgendwie auch nicht ohne sie.
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Luna
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Re: Ich hatte ein Date ...
Hallo Michi, hallo Frieda,
es schmerzt mich sehr zu lesen, welche Wendung die Dinge bei Euch in den letzten Tagen und Wochen genommen haben; doch ich danke Euch beiden sehr für Eure Offenheit und die Bereitschaft auch negative Erfahrungen und Krisen mit uns zu teilen.
Zu den Dingen, die in Eurer bzw. Michi's Familie vorsichgehen, kann ich nichts sagen, also will ich mich mit Ratschlägen gar nicht erst versuchen.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass wirkliche Lebenskrisen (bei mir war's eine gesundheitliche) oftmals zu Tage fördern, was zuvor lange unter dem Deckmantel von Konfliktvermeidung, Familienräson, Höflichkeit etc. verborgen geblieben ist. In solchen Krisensituationen werden Bruchlinien sichtbar, Freundschaften zerbrechen oder verblassen; Kontakte werden loser oder enden. Man lernt sein gewohntes Umfeld wirklich kennen.
Aber es entsteht auch Freiraum für Neues, neue Einsichten, Einstellungen und Freundschaften; auch wenn am Beginn zunächst mal nur eine große Herausforderung steht und das Licht am Ende des Tunnels noch sehr sehr klein ist.
Natürlich können familiäre Bande nicht so leicht ersetzt werden, aber sie reissen auch nicht so schnell; und wenn der Preis für ein "intaktes" familiäres Band Schweigen, Verstellung, Selbstverleugnung, ein ständig höfliches Sich-Verbiegen und Herumlavieren ist, stellt sich die Frage, ob bzw. wie lange man bereit ist, ihn zu zahlen; na ja, zumindest war und ist es bei mir so. Insbesondere werden in solchen Situationen aber auch die wahren Ankerplätze und sicheren Häfen sichtbar. Plötzlich sind Menschen da, mit deren Hilfe und Unterstützung man gar nicht gerechnet hätte und der Zusammenhalt im allerengsten Beziehungs-, Familien- und Freundeskreis wird noch stärker, die Bindungen noch tiefer - ist dann ein bisschen so wie bei den 3 Musketieren.
Was ich sagen will: Ihr Beide habt etwas so Wunderbares miteinander und wenn noch Eure Kids mit an Bord sind, kommt Ihr sicherlich auch gut durch stürmische Gewässer. Ich wünsche Euch dafür viel Kraft und Energie und drück' Euch mal virtuell ganz herzlich.
Alles Liebe
Luna
Noch ein kleines p.s. für Michi: Das Gefühl, wenn für die weibliche Seite überhaupt kein Raum mehr bleibt, kenne ich nur zu gut. Ging mir während des Corona-Shutdowns genauso. Am Anfang ist es ärgerlich, man vermisst etwas Wichtiges und läuft halt etwas "unrund". Dann wird die Frustration größer und paradoxerweise verliert man (scheinbar) auch das Interesse und die Lust daran, die weiblichen Persönlichkeitsanteile (und sei es auch nur in engen Grenzen) auch sichtbar auszuleben und ihnen Raum zu geben. Meiner Meinung nach heißt es dann aber aufpassen, weil es in Wirklichkeit ein (Alarm)Zeichen dafür ist, wie hoch die psychische Belastung bereits ist. Dann verliert man schrittweise auch die Lust an allem Anderen und es kommen die berühmten Sinnfragen. Jetzt, wo Luna bei mir langsam wieder durchdringt, merke ich, wie auch sonst meine Energie (nach und nach) wieder zurückkehrt und die Welt langsam wieder von Grau zu Bunt wechselt. Ich wünsche Dir, dass Du trotz aller beruflichen und familiären Belastungen sehr bald wieder etwas Zeit für Michi und damit auch Deine Lebensfreude schneller wieder findest.
es schmerzt mich sehr zu lesen, welche Wendung die Dinge bei Euch in den letzten Tagen und Wochen genommen haben; doch ich danke Euch beiden sehr für Eure Offenheit und die Bereitschaft auch negative Erfahrungen und Krisen mit uns zu teilen.
Zu den Dingen, die in Eurer bzw. Michi's Familie vorsichgehen, kann ich nichts sagen, also will ich mich mit Ratschlägen gar nicht erst versuchen.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass wirkliche Lebenskrisen (bei mir war's eine gesundheitliche) oftmals zu Tage fördern, was zuvor lange unter dem Deckmantel von Konfliktvermeidung, Familienräson, Höflichkeit etc. verborgen geblieben ist. In solchen Krisensituationen werden Bruchlinien sichtbar, Freundschaften zerbrechen oder verblassen; Kontakte werden loser oder enden. Man lernt sein gewohntes Umfeld wirklich kennen.
Aber es entsteht auch Freiraum für Neues, neue Einsichten, Einstellungen und Freundschaften; auch wenn am Beginn zunächst mal nur eine große Herausforderung steht und das Licht am Ende des Tunnels noch sehr sehr klein ist.
Natürlich können familiäre Bande nicht so leicht ersetzt werden, aber sie reissen auch nicht so schnell; und wenn der Preis für ein "intaktes" familiäres Band Schweigen, Verstellung, Selbstverleugnung, ein ständig höfliches Sich-Verbiegen und Herumlavieren ist, stellt sich die Frage, ob bzw. wie lange man bereit ist, ihn zu zahlen; na ja, zumindest war und ist es bei mir so. Insbesondere werden in solchen Situationen aber auch die wahren Ankerplätze und sicheren Häfen sichtbar. Plötzlich sind Menschen da, mit deren Hilfe und Unterstützung man gar nicht gerechnet hätte und der Zusammenhalt im allerengsten Beziehungs-, Familien- und Freundeskreis wird noch stärker, die Bindungen noch tiefer - ist dann ein bisschen so wie bei den 3 Musketieren.
Was ich sagen will: Ihr Beide habt etwas so Wunderbares miteinander und wenn noch Eure Kids mit an Bord sind, kommt Ihr sicherlich auch gut durch stürmische Gewässer. Ich wünsche Euch dafür viel Kraft und Energie und drück' Euch mal virtuell ganz herzlich.
Alles Liebe
Luna
Noch ein kleines p.s. für Michi: Das Gefühl, wenn für die weibliche Seite überhaupt kein Raum mehr bleibt, kenne ich nur zu gut. Ging mir während des Corona-Shutdowns genauso. Am Anfang ist es ärgerlich, man vermisst etwas Wichtiges und läuft halt etwas "unrund". Dann wird die Frustration größer und paradoxerweise verliert man (scheinbar) auch das Interesse und die Lust daran, die weiblichen Persönlichkeitsanteile (und sei es auch nur in engen Grenzen) auch sichtbar auszuleben und ihnen Raum zu geben. Meiner Meinung nach heißt es dann aber aufpassen, weil es in Wirklichkeit ein (Alarm)Zeichen dafür ist, wie hoch die psychische Belastung bereits ist. Dann verliert man schrittweise auch die Lust an allem Anderen und es kommen die berühmten Sinnfragen. Jetzt, wo Luna bei mir langsam wieder durchdringt, merke ich, wie auch sonst meine Energie (nach und nach) wieder zurückkehrt und die Welt langsam wieder von Grau zu Bunt wechselt. Ich wünsche Dir, dass Du trotz aller beruflichen und familiären Belastungen sehr bald wieder etwas Zeit für Michi und damit auch Deine Lebensfreude schneller wieder findest.
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ExuserIn-2020-11-14
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Re: Ich hatte ein Date ...
Hallo Michi und Frieda,Luna hat geschrieben: So 19. Jul 2020, 12:16 Noch ein kleines p.s. für Michi: Das Gefühl, wenn für die weibliche Seite überhaupt kein Raum mehr bleibt, kenne ich nur zu gut. Ging mir während des Corona-Shutdowns genauso. Am Anfang ist es ärgerlich, man vermisst etwas Wichtiges und läuft halt etwas "unrund". Dann wird die Frustration größer und paradoxerweise verliert man (scheinbar) auch das Interesse und die Lust daran, die weiblichen Persönlichkeitsanteile (und sei es auch nur in engen Grenzen) auch sichtbar auszuleben und ihnen Raum zu geben. Meiner Meinung nach heißt es dann aber aufpassen, weil es in Wirklichkeit ein (Alarm)Zeichen dafür ist, wie hoch die psychische Belastung bereits ist. Dann verliert man schrittweise auch die Lust an allem Anderen und es kommen die berühmten Sinnfragen. Jetzt, wo Luna bei mir langsam wieder durchdringt, merke ich, wie auch sonst meine Energie (nach und nach) wieder zurückkehrt und die Welt langsam wieder von Grau zu Bunt wechselt. Ich wünsche Dir, dass Du trotz aller beruflichen und familiären Belastungen sehr bald wieder etwas Zeit für Michi und damit auch Deine Lebensfreude schneller wieder findest
ich habe zu den letzten Ereignissen hier still mit gelesen und bin deswegen einfach nur traurig. Ihr kennt die Gründe, warum ich mich zum Thema Corona in diesem Forum eigentlich nicht äußere. Was meine weibliche Seite angeht, geht es mir aber in Prinzip wie Luna. Eigentlich bin ich wieder fast komplett der Erich und finde keinen Sinn dafür, warum es mich auf diesen Sch..-Planeten verschlagen hat. Um nicht vollständig durchzudrehen, habe ich angefangen einen Sci-Fi-Roman zu schreiben. Dabei kann meine Seele in den unendlichen Weiten des Weltraums entschwinden, und hier können von mir aus alle an Corona kaputt gehen.
Erika ist im Moment nur noch am Stil meiner Kleidung zu erkennen. Dazu kommen dann lange zottelige Haare und ein drei-Tage-Bart für den Erich - also irgendwie eine Studie für ein ultimatives Enby-Passing. Ich hoffe, dass ich jetzt durch die Schreiberei mit weniger Alkohol auskomme. Es ging mir in dem letzten Tagen erbärmlich schlecht. Da ich zu keinem Arzt gehe, weiß ich nicht, ob ich mich mit Corona angesteckt habe, meine Leber einen Hilfeschrei von sich gegeben hat, oder ob es einfach nur psychosomatisch war. Ich will es auch nicht wirklich wissen.
Liebe Grüße
ERICH_Erika
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Simon(e)
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Re: Ich hatte ein Date ...
Liebe Michi, liebe Frieda,
Ich habe gerade euern Beitrag gelesen!!!
Es tut mir von ganzem Herzen für euch, besonders für dich liebe Michi, leid!!!
Ich wünsche dir, dass es dir bald wieder besser geht und deine Lebensfreude zurück kommt!!!
Ihr Zwei habt schon so viel zusammen gemeistert!
Auch wenn es vielleicht in Moment nur ein schwacher Trost ist, werden bestimmt bald wieder glückliche Zeiten kommen!!!!
Ich wünsche euch alles erdenklich Liebe!!!
Fühlt euch ganz dolle gedrückt von mir!!!
Liebe Grüße
Simon(e)
Ich habe gerade euern Beitrag gelesen!!!
Es tut mir von ganzem Herzen für euch, besonders für dich liebe Michi, leid!!!
Ich wünsche dir, dass es dir bald wieder besser geht und deine Lebensfreude zurück kommt!!!
Ihr Zwei habt schon so viel zusammen gemeistert!
Auch wenn es vielleicht in Moment nur ein schwacher Trost ist, werden bestimmt bald wieder glückliche Zeiten kommen!!!!
Ich wünsche euch alles erdenklich Liebe!!!
Fühlt euch ganz dolle gedrückt von mir!!!
Liebe Grüße
Simon(e)