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Re: Für die Klassikfreunde

Verfasst: Fr 5. Jan 2018, 21:50
von Jalana
"Chi mi frena in tal momento?" aus der Oper 'Lucia di Lammermoor' von Gaetano Donizetti

Domenico Gaetano Maria Donizetti (* 29. November 1797 in Borgo Canale, heute in Bergamo in Italien; "  8. April 1848 in Bergamo) war einer der wichtigsten Opernkomponisten des Belcanto. Einige seiner Opern wie L"™elisir d"™amore (Der Liebestrank), Lucia di Lammermoor, Anna Bolena und Don Pasquale gehören zum Standardrepertoire der Opernhäuser weltweit.

Lucia di Lammermoor ist eine Oper (Originalbezeichnung: "dramma lirico") in zwei Teilen und drei Akten von Gaetano Donizetti. Die Uraufführung erfolgte am 26. September 1835 am Teatro San Carlo in Neapel. Eine von Donizetti überarbeitete französische Version hatte im Théâtre de la Renaissance in Paris am 6. August 1839 Premiere. Das Libretto schrieb Salvadore Cammarano, nach dem Roman Die Braut von Lammermoor (The Bride of Lammermoor) von Walter Scott. Die Oper handelt von zwei Liebenden aus den beiden verfeindeten Adelsfamilien Ashton und Ravenswood, die erst im Tode vereint werden. Donizettis Werk gilt als einer der Höhepunkte in der Epoche des Belcanto und als Idealtypus der romantischen Sängeroper mit der so genannten "Wahnsinnsarie" (Il dolce suono) als Höhepunkt.

Es singen Natalie Dessay, Joseph Calleja, Matthew Plenk, Ludovic Tézier und Kwangchul Yuon.



LG
Jalana

Re: Für die Klassikfreunde

Verfasst: Mo 8. Jan 2018, 21:55
von Jalana
"Geburtstagsständchen" von Paul Lincke

Paul Lincke (* 7. November 1866 in Berlin; "  3. September 1946 in Hahnenklee-Bockswiese; vollständiger Name Carl Emil Paul Lincke) war ein deutscher Komponist und Theaterkapellmeister. Er gilt als "Vater" der Berliner Operette, und seine Bedeutung für Berlin ist mit der von Johann Strauß für Wien und Jacques Offenbach für Paris zu vergleichen. Paul Lincke lebte in Berlin und wurde mit 19 Jahren bereits Theaterkapellmeister und Musikverleger.

Michael Lanner spielt mit seinen Solisten.



Liebe Anne-Mette,

als kleiner Dank für Deinen unermüdlichen Einsatz hier im Forum!

Herzliche Geburtstagsgrüße und -wünsche :D
Jalana

Re: Für die Klassikfreunde

Verfasst: Do 11. Jan 2018, 09:57
von ExUserIn-2024-07-13
Liebe Leserinnen,
hocherfreut habe ich in diesem Bereich gestöbert, da ich sehr unwissender, aber umso begeisterter Musikfreund bin; es ist fast so, als brauchte ich schöne Musik wie die Luft zum Atmen.
Soweit ich das Inhaltsverzeichnis durchforstet habe, sind darin zwei Stücke nicht enthalten, die ich euch unbedingt ans Herz legen möchte, da ich sie für einzigartig halte, jedes auf seine Art:

Das erste ist das Stück "Spiegel im Spiegel" von Arvo Pärt, komponiert 1978, also zeitgenössisch und daher im engeren Sinn nicht der Klassik zuzuordnen. Nichtsdestoweniger braucht es nach meinem Dafürhalten keinen Vergleich zu berühmten "klassischen" Kompositionen zu scheuen. Es ist in seiner Ruhe, vordergründig paradoxerweise, für mich unglaublich ergreifend und berührt Seiten tief in mir. Ich kann nur bestätigen, was zu dieser Komposition in Wikipedia steht: "Die regelmäßige und strenge Konstruktion der Töne, wie sie hier im Wesentlichen dargelegt wird, kann zwar das Prinzip der Komposition erklären, nicht aber die starke Wirkung, die diese Musik entfaltet." Es ist ein zweistimmiges Stück, meistens im Piano-Violine-Arrangement, was ich euch jedoch sehr empfehlen möchte, ist die Piano-Cello-Aufführung von Leonhard Roczek (Cello) und Herbert Schuch (Piano).
Leider habe ich keine Ahnung, wie ich einen Link dazu hier hineinstellen sollte, aber diese Fassung ist auf Youtube leicht zu finden.

Das zweite ist eigentlich eine komplette CD-Aufnahme, es handelt sich um "Officium", arrangiert von einem der weltbesten Jazz-Saxophonisten, dem Norweger Jan Garbarek, und eingespielt von ihm und dem Ausnahme-Vokal-Quartett "Hiiliard-Ensemble".
Es dürfte vielleicht im ersten Augenblick abartig klingen: gregorianische Gesänge und Renaissance-Stücke, garniert mit einem Saxophon, aber wie Garbarek zum Gesang des Hilliard-Quartetts mit seinem Instrument quasi die fünfte Stimme hinzufügt, halte ich für schlichtweg genial - und ich bin vorsichtig mit der Verwendung dieses Begriffs.
Wie bereits gesagt: ich bin zu blöde, Links einzustellen, aber auch hier kann ich nur Youtube o. ä. empfehlen. Die meisten Titel der gleichnamigen CD sind auf Youtube zwar gesperrt, aber zumindest das erste ist abspielbar. Ausgerechnet dies gehört für mich zum Schönsten, was ich je an Musik gehört habe. Wenn ich die Gelegenheit habe, möchte ich es in den letzten Minuten meines Lebens hören.

In der Hoffnung, beim einen oder anderen Interesse geweckt zu haben, grüße ich euch lieb,
Yvette

Re: Für die Klassikfreunde

Verfasst: Do 11. Jan 2018, 16:50
von Jalana
Programmhinweise: Samstag 13. Januar 20:15 20:15 auf 3SAT
Mariss Jansons dirigiert Dvorák
Symphonie Nr. 8 und Konzertouvertüre Karneval


Philharmonie im Gasteig, München, Januar 2016
Orchester: Symphonieorchester des, Bayerischen Rundfunks
Musikalische Leitung: Mariss Jansons
Regie: Michael Beyer

Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks spielte im Januar 2016 in der Philharmonie im Gasteig die Symphonie Nr. 8 von Antonín Dvorák unter der Leitung von Mariss Jansons.

Die Symphonie Nr. 8 G-Dur op. 88 hat einen eher heiteren, beschwingten Charakter. Schon die Uraufführung 1890 in Prag war ein großer Erfolg. Danach fand die Symphonie schnell Verbreitung, besonders auch bei Konzerten des Dirigenten Hans Richter in England.

Dies und die Tatsache, dass Dvorák aufgrund eines heftigen Streits mit seinem Stammverleger Fritz Simrock die Partitur bei einem Londoner Verlag publizieren ließ, bescherten dem Werk im deutschsprachigen Raum den Beinamen "Die Englische."

Redaktionshinweis: 3sat zeigt "Mariss Jansons dirigiert Dvorák" zum 75. Geburtstag des lettischen Dirigenten am 14. Januar. Aus demselben Anlass folgen um 21.05 Uhr das Konzert "Jansons und Barenboim mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 5" sowie um 22.40 Uhr das Porträt "Der Dirigent Mariss Jansons". Ab 23.25 Uhr zeigt 3sat die beiden ersten Teile der neunteiligen Reihe "Jansons in Tokio. Der Beethoven-Zyklus".

(ARD/BR)


Im Anschluss ab 21:05 auf 3SAT
Jansons und Barenboim mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 5
Das BR-Symphonieorchester spielt Beethoven und Prokofjew


Programm:
- Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur, op. 73
- Sergej Prokofjew: Symphonie Nr. 5 B-Dur, op. 100
Klavier: Daniel Barenboim
Orchester: Symphonieorchester des, Bayerischen Rundfunks
Musikalische Leitung: Mariss Jansons
Regie: Elisabeth Malzer

Daniel Barenboim als Klaviersolist und Mariss Jansons am Pult interpretieren am 10. November 2017 das majestätische fünfte Klavierkonzert von Beethoven in der heroischen Tonart Es-Dur.

Beziehungsreich kombiniert Jansons dieses symphonisch konzipierte Stück mit der monumentalen fünften Symphonie von Sergej Prokofjew, seiner populärsten. Denn obwohl man es ihnen nicht anhört, entstanden beide Werke unter kriegerischen Umständen.

Beethovens fünftes Klavierkonzert entstand 1809 zur Zeit der napoleonischen Besatzung Wiens, Prokofjews Sinfonie Nr. 5 im letzten Kriegsjahr 1944. Siegesgewissheit, Pathos, melodische Kraft und lyrische Intimität verströmen beide Kompositionen, wobei Prokofjew mit seinem affirmativen Werk - ganz im Sinne des "sozialistischen Realismus" - auf unmittelbare Verständlichkeit bei seinen Landsleuten setzte.

Nach zehn Jahren kehrt Daniel Barenboim als Klaviersolist zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks zurück. 2007 hatte er mit Mariss Jansons am Pult das erste Klavierkonzert von Brahms gespielt, ältere Musikfreunde erinnern sich noch an Barenboims beglückende Gastauftritte unter dem damaligen Chefdirigenten Rafael Kubelik in den 1970er-Jahren.

Nur wenige Tage nach diesem Konzert im Münchner Gasteig feierte der Universalmusiker Barenboim am 15. November seinen 75. Geburtstag, Jansons folgte ihm zwei Monate später mit demselben Jubiläum.

(ARD/BR/3sat)


Im Anschluss ab 22:40 auf 3SAT
Der Dirigent Mariss Jansons
Porträt zum 75. Geburtstag


Film von Eckhart Querner

Der Film, entstanden zum 75. Geburtstag von Mariss Jansons am 14. Januar 2018, zeichnet in Interviews und Reportage-Szenen Stationen aus dem Leben des Dirigenten und seines Werdegangs nach.

Ein Schwerpunkt ist seine Arbeit mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, seit 2003 ist er dessen Chefdirigent. Filmemacher Eckhart querner hat das Orchester und seinen Chefdirigenten im Herbst 2017 bei Gastspielen in Wien und Mailand begleitet.

Er war auch dabei, als der lettische Dirigent seine Geburtsstadt Riga besuchte und nach St. Petersburg, seinem heutigen Wohnort, heimkehrte.

Weitere biografische Stationen im Leben von Mariss Jansons sind das Salzburg der frühen 1970er-Jahre sowie das Oslo der 1990er-Jahre, wo Jansons Chefdirigent der Osloer Philharmoniker war. Das filmische Porträt lässt auch Jansons' langjähriges Engagement beim Concertgebouw Orchester Amsterdam Revue passieren und richtet das Augenmerk auch auf seine enge Verbundenheit mit dem japanischen Musikleben und dem dortigen Publikum.

(ARD/BR)


Im Anschluss ab 23:25 auf 3SAT
Jansons in Tokio. Der Beethoven-Zyklus (1/9)
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21


Suntory Hall, Tokio
Orchester: Symphonieorchester des, Bayerischen Rundfunks
Musikalische Leitung: Mariss Jansons
Regie: Hisao Tonooka

Im Herbst 2012 haben Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks unter Mariss Jansons in Tokio den Zyklus aller neun Beethoven-Symphonien aufgeführt. - Symphonie Nr. 1.

Die ersten Takte der Ersten Symphonie klingen wie ein Schluss. Ein Ausrufezeichen, mit dem Beethoven schon in seinem symphonischen Erstlingswerk den Anspruch formuliert, die klassische Form zu hinterfragen und ihre Möglichkeiten aufs Äußerste auszuschöpfen.

Ein in seiner Tradition erstarrtes formales Regelwerk wird durch Beethovens Ausdruckswillen und seinen genialen Innovationsgeist lebendig.

Die Aufführungen in der berühmten Suntory Hall in Tokio sind der Maßstab des Klassik-begeisterten japanischen Publikums. Ein Gastspiel in diesem Konzertsaal ist für jedes bedeutende Orchester der Welt eine besondere Ehre. Dort gleich eine ganze Konzertreihe anbieten zu dürfen, ist sehr ungewöhnlich. Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks wurde dazu eingeladen. , es spielte im Rahmen seiner Ostasien-Tournee im Herbst 2012 an fünf Abenden unter Leitung von Mariss Jansons den Beethoven-Zyklus. Die zyklische Aufführung der neun Symphonien von Ludwig van Beethoven wird auf lange Zeit einen Höhepunkt in den Annalen von Orchester und Chor markieren.

Die Suntory Hall bot die Kulisse für ein Beethoven-Fest ganz besonderer Klasse, das am letzten Abend in der Aufführung der "Neunten" unter Mitwirkung des Chors des Bayerischen Rundfunks und vier hervorragender Solisten gipfelte. Mariss Jansons, seit 2003 der Chefdirigent von Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, hat mit seinem Orchester zu einer energiegeladenen Interpretation gefunden. Ein Beethoven, getragen von der Kunst eines internationalen Spitzenorchesters und eines der bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit.

Der "Music Pen Club Japan", die Vereinigung japanischer Musikjournalisten, verlieh eine Auszeichnung und wählte diesen Zyklus der Beethoven-Symphonien zu den besten Konzerten ausländischer Künstler in Japan im Jahr 2012.

(ARD/BR)


Im Anschluss ab 23:55 auf 3SAT
Jansons in Tokio. Der Beethoven-Zyklus (2/9)
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 36


Suntory Hall, Tokio
Orchester: Symphonieorchester des, Bayerischen Rundfunks
Musikalische Leitung: Mariss Jansons
Regie: Hisao Tonooka

Im Herbst 2012 haben Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks unter Mariss Jansons in Tokio den Zyklus aller neun Beethoven-Symphonien aufgeführt. - Symphonie Nr. 2.

"Sie ist das Werk eines Feuergeistes, das bleiben würde, wenn tausend jetzt gefeierte Modesachen längst zu Grabe getragen wären." Das schrieb Friedrich Rochlitz, Schriftsteller und Musikkritiker der "Allgemeinen Musikalischen Zeitung" über das zweite Konzert.

Bis heute hat das kontrastreiche, immer wieder überraschende und vor Energie sprühende Werk nichts von seiner Frische verloren.

Die Aufführungen in der berühmten Suntory Hall in Tokio sind der Maßstab des Klassik-begeisterten japanischen Publikums. Ein Gastspiel in diesem Konzertsaal ist für jedes bedeutende Orchester der Welt eine besondere Ehre. Dort gleich eine ganze Konzertreihe anbieten zu dürfen, ist sehr ungewöhnlich. Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks wurde dazu eingeladen. Es spielte im Rahmen seiner Ostasien-Tournee im Herbst 2012 an fünf Abenden unter Leitung von Mariss Jansons den Beethoven-Zyklus. Die zyklische Aufführung der neun Symphonien von Ludwig van Beethoven wird auf lange Zeit einen Höhepunkt in den Annalen von Orchester und Chor markieren.

Die Suntory Hall bot die Kulisse für ein Beethoven-Fest ganz besonderer Klasse, das am letzten Abend in der Aufführung der "Neunten" unter Mitwirkung des Chors des Bayerischen Rundfunks und vier hervorragender Solisten gipfelte. Mariss Jansons, seit 2003 der Chefdirigent von Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, hat mit seinem Orchester zu einer energiegeladenen Interpretation gefunden. Ein Beethoven, getragen von der Kunst eines internationalen Spitzenorchesters und eines der bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit.

Der "Music Pen Club Japan", die Vereinigung japanischer Musikjournalisten, verlieh eine Auszeichnung und wählte diesen Zyklus der Beethoven-Symphonien zu den besten Konzerten ausländischer Künstler in Japan im Jahr 2012.

Redaktionshinweis: Am Sonntag, 14. Januar, ab 11.20 Uhr zeigt 3sat die Folgen drei und vier der neunteiligen Konzertreihe "Jansons in Tokio. Der Beethoven-Zyklus".

(ARD/BR)

LG
Jalana

Re: Für die Klassikfreunde

Verfasst: Fr 12. Jan 2018, 21:30
von Jalana
"Troppo tardi! Tutto tramonta, tutto dilegua" aus der Oper 'Fedora' von Umberto Giordano

Umberto Menotti Maria Giordano (* Foggia 28. August 1867; "  Mailand 12. November 1948) war ein italienischer Komponist.

Fedora ist eine Oper in drei Akten des italienischen Komponisten Umberto Giordano nach einem Libretto von Arturo Colautti. Die Oper basiert auf Victorien Sardous Theaterstück Fédora und zählt mit Andrea Chénier zu den bedeutendsten Werken Giordanos.

Es singt Renée Fleming.



Hallo Yvette,
hier sollen primär klassische Stücke gepostet werden werden. Deine Vorschläge zur zeitgenössischen Musik kannst Du aber jederzeit bei den "Lieblingsliedern" (nach Möglchkeit mit entsprechenden Links) einbringen: viewtopic.php?f=116&t=5246
LG
Jalana

Re: Für die Klassikfreunde

Verfasst: Sa 13. Jan 2018, 02:57
von ExUserIn-2024-07-13
Hallo Jalana,
deinem Hinweis, hier sollten primär klassische Stücke gepostet werden, stimme ich vorbehaltlos zu. Die Frage ist nur, wie der Begriff "klassische Musik" definiert wird.
Meiner Meinung nach gehören solche Kompositionen wie die von Arvo Pärt unzweideutig zum klassischen Genre, unabhängig davon, daß es sich um "zeitgenössische" handelt. Den Begriff der klassischen Musik vorrangig am Entstehungsdatum festzumachen ist meiner unmaßgeblichen Meinung zu kurz gedacht. Weit eher geht es doch darum, welche Intentionen der Komponist verfolgt, denke ich.
Klassische Musik unter vorrangiger Beachtung der Entstehungszeit schlösse deiner vermutlichen Bewertung nach auch solche Komponisten wie Joaquín Rodrigo aus, was wahrscheinlich niemand von uns möchte.
Übrigens wurde im Klassik Klub des WDR 3 vom 21. Januar 2018 u. a. Arvo Pärt gespielt. Vermutlich wird niemand hier die Kompetenz der durchweg akademisch gebildeten Redakteure dieses Senders infrage stellen. Übrigens war Pärt 2005 der 15. Komponist im jährlichen Komponistenporträt des Rheingau Musik Festival.

Da du den Plural verwendet hast ("Deine Vorschläge zur zeitgenössischen Musik..."), wirst du auch meinen anderen Hinweis damit gemeint haben, der sich auf Jan Garbareks "Officium" bezog. Die neu interpretierten gregorianischen Gesänge und Renaissance-Stücke zur zeitgenössischen Musik zu zählen hielte ich für mehr als verwegen und kann ich mir angesichts deiner offensichtlichen Kenntnis des Genres klassischer Musik auch nicht vorstellen.

Zum Schluß: deine Auswahl der Links deutet für mich auf eine besondere Vorliebe für G. F. Händel. Sollte dem so sein, bin ich froh, eine "Geistesverwandte" gefunden zu haben.
LG,
Yvette

Re: Für die Klassikfreunde

Verfasst: Di 16. Jan 2018, 22:06
von Jalana
"Polonaise" aus der Oper 'Eugen Onegin' von Piotr Iljitsch Tschaikowski

Pjotr Iljitsch Tschaikowski (* 7. Mai 1840 in Kamsko-Wotkinski Sawod, Russland; "  6. November 1893 in Sankt Petersburg, Russland) war ein russischer Komponist. Bereits zu seinen Lebzeiten wurden viele seiner Werke international bekannt. Heute zählen sie zu den bedeutendsten der Romantik.

Die Oper Eugen Onegin wurde um 1878 von Pjotr Iljitsch Tschaikowski geschrieben. Sie basiert auf dem gleichnamigen Versroman Eugen Onegin von Alexander Puschkin. Tschaikowski wählte für seine Oper den Untertitel Lyrische Szenen.

Es spielen und tanzen die KünstlerInnen des Bolshoi Theater.



Hallo Yvette, auf den Seiten 6 und 7 haben wir vor ein paar Jahren versucht eine Abgrenzung zu finden, welche Beiträge hierher gehören und welche nicht. Damals war es Konsens ähnlich wie bei WIKI beschrieben: https://de.wikipedia.org/wiki/Klassische_Musik sofern man die alte Musik und die der Romantik einbezieht. Eigentlich haben somit zeitgenössische Kompositionen hier nichts zu suchen, aber ...
... auch ich habe bereits un- bzw. wissentlich dagegen verstoßen. Insofern sollten wir nicht zu puristisch sein.
Zu Händel: Einige seiner Werke schätze ich sehr. Allerdings kann ich nicht nachvollziehen, inwiefern Du aus meinen Beiträgen eine "besondere Vorliebe" ableitest. Bisher (lt. meiner DB) gab es 10 Händel-Links. Andere Komponisten wurden von mir wesentlich häufiger bedacht. Darüber sollten wir uns aber per PN austauschen und nicht diesen Thread überfrachten.

LG
Jalana

Re: Für die Klassikfreunde

Verfasst: Fr 19. Jan 2018, 22:02
von Jalana
"Adieu My Lov'd Harp WoO 158 B1" aus dem Zyklus 'Aus den Liedern verschiedener Völker' von Ludwig van Beethoven

Ludwig van Beethoven (getauft 17. Dezember 1770 in Bonn, Kurköln; "  26. März 1827 in Wien, Kaisertum Österreich) war ein deutscher Pianist und Komponist. Er führte die Wiener Klassik zu ihrer höchsten Entwicklung und bereitete der Musik der Romantik den Weg.

Aus den Liedern verschiedener Völker (WoO 158) ist eine Liedersammlung bestehend aus insgesamt 36 Liedern des Komponisten Ludwig van Beethoven, die im Auftrag des Edinburgher Verlegers George Thomson in den Jahren 1815 bis 1816 sowie 1817 oder 1818 in Wien entstanden.

Die Interpreten sind Dorothee Wohlgemuth, Christine Wehler und Georg Poplutz.



Vor vielen Jahren lud mich ein Bekannter ein. Wissend um mein Faible für klassische Musik legte er eine Schallplatte auf und fragte mich nach ein paar Stücken wer diese wohl komponiert habe. Ich wusste keine Antwort und war total überrascht, dass sie als Auftragsarbeiten von Beethoven stammten. Somit lernte ich eine ganz neue Gattung seines Schaffens - die Volkslieder - kennen.

LG
Jalana

Re: Für die Klassikfreunde

Verfasst: Mo 22. Jan 2018, 22:05
von Jalana
"Violinkonzert No. 1 in g-Moll op. 26" von Max Bruch

Max Christian Friedrich Bruch (* 6. Januar 1838 in Köln; "  2. Oktober 1920 in Berlin) war ein deutscher Komponist und Dirigent.

Das 1. Violinkonzert in g-Moll, op. 26 ist ein Violinkonzert des Komponisten und Dirigenten Max Bruch. Es ist eines der wenigen seiner Werke, die noch heute regelmäßig aufgeführt werden. Dem Komponisten aus Köln, der zwar zu Lebzeiten ähnlich angesehen wie Johannes Brahms war, jedoch nach dem Tod schnell an Ansehen und Präsenz verlor, gelang hier ein Violinkonzert von Weltrang.

Es spielen Nicola Benedetti und das BBC Symphony Orchestra unter der Leitung von Jirí Belohláve



LG
Jalana

Re: Für die Klassikfreunde

Verfasst: Do 25. Jan 2018, 21:57
von Jalana
"Wir gratulieren" aus der Operette 'Der Bettelstudent' von Carl Millöcker

Carl Joseph Millöcker (* 29. April 1842 in Wien (Laimgrube); "  31. Dezember 1899 in Baden bei Wien) war ein österreichischer Operettenkomponist.

Der Bettelstudent ist eine Operette in drei Akten von Carl Millöcker. Das Libretto verfassten gemeinsam F. Zell und Richard Genée. Es basiert auf dem Stück Les Noces de Fernande (Fernandos Hochzeit) von Victorien Sardou. Die Uraufführung fand am 6. Dezember 1882 im Theater an der Wien statt.

Es singen Sandor Konya, Willy Schneider, Herta Talmar & Franz Fehringer.



LG
Jalana

Re: Für die Klassikfreunde

Verfasst: So 28. Jan 2018, 22:18
von Jalana
Ouvertüre der Oper "Undine" von E.T.A. Hoffmann

Ernst Theodor Amadeus Hoffmann (* 24. Januar 1776 in Königsberg; "  25. Juni 1822 in Berlin; Vornamen eigentlich Ernst Theodor Wilhelm, 1805 umbenannt in Anlehnung an den von ihm bewunderten Wolfgang Amadeus Mozart) war ein deutscher Schriftsteller der Romantik. Außerdem wirkte er als Jurist, Komponist, Kapellmeister, Musikkritiker, Zeichner und Karikaturist.

Undine ist eine romantische Zauberoper in drei Akten von E. T. A. Hoffmann. Obwohl Hoffmann auch ein großer Dichter war — auf diesem Gebiet ist er heute viel bekannter denn als Komponist — ließ er sich das Libretto von seinem Freund Friedrich de la Motte Fouqué nach dessen eigener Vorlage, der gleichnamigen Märchennovelle, schreiben. Uraufführung war am 3. August 1816 im Königlichen Schauspielhaus am Gendarmenmarkt zu Berlin anlässlich des Geburtstagsfestes Friedrich Wilhelm III. von Preußen. Der damals schon sehr berühmte Architekt und Maler Karl Friedrich Schinkel hatte das Bühnenbild geschaffen. Das Werk ist nicht — wie in einigen Opernführern erwähnt — durchkomponiert. Die einzelnen Musiknummern sind durch gesprochene Dialoge miteinander verbunden.

Oliver Weder leitet das Thüringer Symphonie Orchester.



E.T.A. Hoffmann regte andere Komponisten durch sein literarisches Schaffen zu Meisterwerken an:
Tschaikowski -> Nussknacker
Delibes -> Coppelia
Jacques Offenbach -> Hoffmanns Erzählungen

LG
Jalana

Re: Für die Klassikfreunde

Verfasst: Mi 31. Jan 2018, 22:06
von Jalana
"E non giungono" aus der Oper 'Tosca' von Giacomo Puccini

Giacomo Antonio Domenico Michele Secondo Maria Puccini (* 22. Dezember 1858 in Lucca; "  29. November 1924 in Brüssel) war ein italienischer Komponist, Vertreter des Verismus in seinem musikalischen Werk.

Tosca ist eine Oper in drei Akten, komponiert von Giacomo Puccini. Das Libretto schrieben Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach dem Drama La Tosca von Victorien Sardou. Die Uraufführung fand am 14. Januar 1900 im Teatro Costanzi in Rom, dem heutigen Teatro dell"™Opera di Roma, unter Dirigent Leopoldo Mugnone statt. Am 21. Oktober 1902 folgte die deutschsprachige Erstaufführung an der Semperoper in Dresden. Bedeutend für die Rezeptionsgeschichte in Deutschland wurde auch die Premiere am Deutschen Opernhaus Berlin unter der Leitung von Ignatz Waghalter am 20. Mai 1920.

Es singen Karita Mattila und Jonas Kaufmann.



LG
Jalana

Re: Für die Klassikfreunde

Verfasst: So 4. Feb 2018, 22:02
von Jalana
Ouvertüre der Oper "Fra Diavolo" von Daniel-François-Esprit Auber

Daniel-François-Esprit Auber (* 29. Januar 1782 in Caen; "  12. Mai 1871 in Paris) war ein französischer Komponist.

Fra Diavolo oder Das Gasthaus zu Terracina ist eine Komische Oper (mit gesprochenen Dialogen zwischen den einzelnen Musiknummern) in drei Akten von Daniel-François-Esprit Auber. Das Libretto verfasste Eugène Scribe. Die Uraufführung fand am 28. Januar 1830 in Paris statt.

Hanspeter Gmur leitet das Nürnberger Symphonieorchester.



LG
Jalana

Re: Für die Klassikfreunde

Verfasst: Di 6. Feb 2018, 21:43
von Jalana
"Lichter Glanz erfüllt sein Gemüt" aus der Operette 'Das Spitzentuch der Königin' von Johann Strauss Sohn

Das Spitzentuch der Königin ist eine Operette in drei Akten von Johann Strauss (Sohn) nach einem Libretto von Heinrich Bohrmann-Riegen und Richard Genée. Uraufführung war am 1. Oktober 1880 im Theater an der Wien.

Der König von Portugal ist unfähig sein Land zu regieren. Diese Arbeit besorgt der Herzog Villalobos. Der aber ist bei den Untertanen unbeliebt. Als der Dichter Cervantes den Herzog in einem Lied verspottet, wird er verhaftet. Der König aber ordnet seine Freilassung an und schickt ihn zu seiner Frau, damit er ihr etwas aus seinen Werken vorlese. Dabei verliebt sich die Königin in den Dichter und überlässt ihm ein Spitzentuch. Darauf hat sie geschrieben: "Die Königin liebt dich, doch bist du nicht König." Als Cervantes dies liest, glaubt er, damit wolle die Königin ihrem Gatten eine Nachricht zukommen lassen. Er sucht den König auf und empfiehlt ihm, ein Auge auf seinen Regierungschef zu haben.

Herzog Villalobos sieht, wie Cervantes das Spitzentuch aus der Tasche fällt. Er hebt es auf und gibt es dem König. Aus den von seiner Frau geschriebenen Worten zieht er den (falschen) Schluss, sie habe ein Verhältnis mit dem Dichter. Er verbietet Cervantes, länger an seinem Hof zu weilen. Die Königin verbannt er in ein Kloster.

In der Nähe des Klosters betreibt Cervantes ein Gasthaus. Als er hört, was geschehen ist, will er das Königspaar wieder zusammenführen. Verkleidet als Räuber entführt er mit seinen Kumpanen die Königin und bringt sie zu sich nach Hause. Dort macht noch am selben Tag der König Rast. In den Kleidern einer Bedienung serviert ihm seine Frau seine Leibspeise, worauf er sie erkennt. Cervantes tischt dem Monarchen eine Story auf, die ihn versöhnlich stimmen lässt. Glücklich kehrt das Königspaar an seinen Hof zurück.



LG
Jalana

Re: Für die Klassikfreunde

Verfasst: Do 8. Feb 2018, 22:04
von Jalana
"Sinfonie Nr. 1 G-Dur (1738)" von Friedrich II. von Preußen

Friedrich II. oder Friedrich der Große, volkstümlich auch der Alte Fritz, (* 24. Januar 1712 in Berlin; "  17. August 1786 in Potsdam) war seit 1740 König in und seit 1772 König von Preußen und seit 1740 Kurfürst von Brandenburg. Er entstammte der Dynastie der Hohenzollern.

Friedrich der Große war nicht nur ein großer deutscher König, Feldherr und Philosoph. Er war auch überaus musikalisch und beschränkte sich dabei nicht auf militärische Märsche, wie man vielleicht zunächst annehmen könnte. Von seiner Mutter und der Großmutter in die Wiege gelegt, begann er schon früh mit dem Musizieren und Komponieren. Die klassische Musik und hier insbesondere die Querflöte hatte es ihm angetan. Dafür nahm er ab 1728 Unterricht beim berühmten Flötenlehrer Johann Joachim Quantz und vervollkommnete seine Fertigkeiten. Obwohl vom strengen Vater unerwünscht, nutzte Friedrich II. auch später jede freie Minute, um auf der Querflöte zu spielen und neue Musik zu komponieren. Mit Freunden musizierte er in kleiner und größerer Runde auf Schloss Sanssouci und auch im Feld sah man ihn spielen. Er hinterließ der Nachwelt 121 Sonaten, 4 Konzerte und viele Etüden für die Flöte — einzigartig für einen König.

Kurt Redel leitet das Pro Arte Orchester München.



LG
Jalana