Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn
Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn - # 9

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
Antworten
scheue_Sarah
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 880
Registriert: Mi 30. Dez 2020, 17:00
Geschlecht: zu selten w
Pronomen: ich eben...
Wohnort (Name): Kreis Unna
Hat sich bedankt: 11 Mal
Danksagung erhalten: 2 Mal
Kontaktdaten:

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Post 121 im Thema

Beitrag von scheue_Sarah »

50.000 Einwohner und kein Bahnanschluss...

https://m.wfg-kreis-unna.de/aktuelles/p ... kamen.html

In Bergkamen, immerhin im Einzugsgebiet von Dortmund, gibt es seit den 80er Jahren keinen Personenbahnverkehr mehr!
Es gab schon Initiativen dazu, es hat sich aber nie etwas geregt, angeblich sei der Bedarf nicht ausreichend!!!??? Klar, heute fahren Tausende mit dem Auto nach Dortmund oder Hamm, viele machen den Weg über den Bahnhof Kamen (wo Parkplätze Mangelware sind). Dabei wäre ein Gleisanschluss bis vor das Rathaus machbar....

Dass aus vielen alten Zechenbahntrassen Radwege wurden ist gut. Die Bergwerke gibt es nicht mehr. Einige Trassen könnten gut rektiviert werden - wenn noch nicht zugebaut.
Es gibt aber durchaus neue Logistikkonzepte (die wir auch brauchen), um den LKW Verkehr zu reduzieren. Gerade im Ruhrgebiet mit der A40 als größtem Parkplatz der Republik sollte gehandelt werden:
Es gab einen Plan einen Ring von Logistikzentralen (Containerterminals) aufzubauen um die Warenströme ins Gebiet hinein zu bündeln. Letztes Jahr(?) wurde ein Terminal wieder stillgelegt.....
Da werden lieber Autobahnkreuze für Unsummen ausgebaut als die Verkehrswende durch neue Angebote aktiv zu leiten.

Wir alle haben so etwas schon einmal erlebt: Nokia hat gebaut und gehofft die Leute kaufen weiter. Apple hat ein neues Angebot erschaffen, das der Markt nicht kannte oder nur gering nutzte. Wer hat überlebt?

Solange der politische Wille nicht da ist, ändert sich auch nichts. Ich denke da nur an den Transrapid, der ausgereift aufs Abstellgeleis schwebte anstatt Inlandsflüge zu ersetzen.

Ich gebe die Hoffnung nicht auf
Sarah
"Don't dream it, be it!"
aus der Rocky Horror Picture Show

"Es braucht einen echten Mann, um sich mit seiner weiblichen Seite wohlzufühlen..."
Backstreet Boy AJ McLean aus Solidarität zu Harry Styles' Foto im Kleid auf der Vogue
Sabrina Verena
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2143
Registriert: Sa 11. Aug 2012, 23:58
Geschlecht: genderfluid
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Rechts vom Neckar
Hat sich bedankt: 141 Mal
Danksagung erhalten: 206 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Post 122 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Beim Transrapid gab es durchaus auch Nachteile.
Ökologisch betrachtet gab es ein paar Vorteile (ungehinderter Wildwechsel bei Brückenbauweise und weniger Verschleißstaub, da keine Rad-Schienreibung vorhanden) aber auch graphierende Nachteile.
Für das Magnetfeld wäre ein hoher Energieverbrauch nötig.
Das Magnetfeld beeinflußt die Orientierung von Vögeln.
Die Brückenbauweise wäre ein massiver Eingriff in das Landschaftsbild gewesen.
Die ebenerdige Bauweise, so wie zwischen München und Nürnberg geplant hätte die Landschaft zusätzlich zerschnitten.
Der Fahrtwind wäre eine Gefahr für Bahnübergangspasanten und Bahngäste an Durchfahrtgleisen (dagegen war der Schienenzepelin ein Witz).
Die Aufwirbelung von kleinen Steinen durch den Fahrtwind hätte aus diesen kleine Geschosse gemacht, so dass entlang einer ebenerdigen Trasse Lebensgefahr bestanden hätte.
Der Luftdruck des Fahrtwindes hätte sich auch auf brütende Vogelarten als Scheuchfaktor ausgewirkt.
Und Greifvögel hätten eine zusätzliche Vogelschlagquelle gehabt.
Auch umweltfreundliche Technologien müssen naturverträglich sein!!!
Gilt auch für die Alternative Energieversorgung und E- Mobile.
LG Verena
Solange Du in Dir selber nicht zuhause bist, bist Du nirgendwo zu Haus.

Die Natur ist Wakan Tanka. Leider haben das nur Wenige verstanden.

Maka Ke Wakan Die Erde ist heilig
Lakota Sioux
Nicole Fritz
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2998
Registriert: Mo 20. Mär 2017, 17:38
Geschlecht: Enby
Pronomen:
Forum-Galerie: gallery/album/567
Hat sich bedankt: 126 Mal
Danksagung erhalten: 235 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Post 123 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

scheue_Sarah hat geschrieben: So 6. Jun 2021, 14:03 Es gibt aber durchaus neue Logistikkonzepte (die wir auch brauchen), um den LKW Verkehr zu reduzieren. Gerade im Ruhrgebiet mit der A40 als größtem Parkplatz der Republik sollte gehandelt werden:
Das Ruhrgebiet habe ich lange genug kennen gelernt und diese "Parkplätze" auf dem Weg zur Uni und später zur Arbeit ausgiebig "auskosten" dürfen. Was war aber angenehmer: sich für jeden Weg eine halbe Stunde mit dem Auto durch den Stau schieben oder über eine Stunde immer wieder bei Regen oder Kälte an Haltestellen oder Bahnhöfen herum stehen?

Zu einem Logistik Konzept fällt mir gerade etwas recht kurioses ein, was ich am Lehrstuhl für Tiefbau an der Ruhr-Universität Bochum kennen lernen durfte. Dort arbeitete man eng mit der Industrie zusammen am unterirdischen Rohr-Vortrieb. Üblicherweise wendet man diese Technik beim Bau von Abwasserkanälen an, wo ich später auch einige Projekte leitete. Die Idee war aber hier so etwas wie ein Rohrpost-Netz aufzubauen um die LKW von der Straße zu holen.

Für mich war das ähnlich Absurd wie so manches U-Bahn-Projekt. Ich denke da beispielsweise an Bonn: Ein Tunnel für nur eine Haltestelle (wenn ich mich recht erinnere). Klar: Wer als Politiker mit dem Zug in die Hauptstadt nach Bonn kam, sah eine U-Bahn, fuhr damit aber nicht, weil er ja im Zentrum zu tun hatte. Und für den, der in Bonn wohnte, kostete das nur viel Geld und brachte nichts.

LG Nicole
edeka
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 649
Registriert: Sa 1. Okt 2016, 12:21
Geschlecht: m
Pronomen:
Wohnort (Name): Stuttgart
Hat sich bedankt: 133 Mal
Danksagung erhalten: 117 Mal
Kontaktdaten:

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Post 124 im Thema

Beitrag von edeka »

scheue_Sarah hat geschrieben: So 6. Jun 2021, 14:03 50.000 Einwohner und kein Bahnanschluss...
...
Da werden lieber Autobahnkreuze für Unsummen ausgebaut als die Verkehrswende durch neue Angebote aktiv zu leiten.
...
Solange der politische Wille nicht da ist, ändert sich auch nichts. Ich denke da nur an den Transrapid, der ausgereift aufs Abstellgeleis schwebte anstatt Inlandsflüge zu ersetzen.
als Freund der großen Eisenbahn sehe ich auch manches kritisch, und es ist in der Tat der politische Wille, der entscheidend ist.
Zum Transrapid hat ja Verena schon passend geschrieben. Das war aus meiner Sicht ökologisch und wirtschaftlich eine Sackgasse, die leider spät, aber immerhin doch noch gestoppt wurde.
(zum Inlandsflug gibt es auch andere Alternativen: daheim bleiben, Videokonferenz, normaler Zug)

Der politische Wille wird leider nicht bestimmt von Ökologie und auch nicht von (volks-)wirtschaftlichen Interessen.
Hier im Süden sind die beiden grössten - gewollten - Katastrophen das berühmte Stuttgart 21, dazu nur paar Stichworte:
  • Kapazitätsreduktion gegenüber dem alten Kopfbahnhof !
  • astronomische Baukosten jenseits aller früheren Versprechungen
  • "Kleinigkeiten" wie Grundwasserabsenkung, ansteigende Bahnsteige
  • langfristige Risiken und Kosten der vielen Tunnels durch mögliche Gesteinsschicht Aufquellungen
und die zweite Katastrophe: das jahrzehntelange verzögern des Ausbaus der Rheintalschiene. Die Schweiz hat ihren Teil schon lange fertig, der Güterverkehr könnte fliessen, wenn unsere deutschen Politiker es gewollt hätten. (ag)
Es hängt halt das eine mit dem andern zusammen.
Und es ist auch wichtiger, daß alle indiividuell mit Elektroautos rumfahren können ...
Christel_Inter
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 181
Registriert: Do 22. Apr 2021, 20:02
Geschlecht: Divers
Pronomen: sie
Wohnort (Name): b. Boizenburg/E
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 2 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Post 125 im Thema

Beitrag von Christel_Inter »

Besser kann ich es nicht auf den PUNKT bringen. - Es gibt zu viele solche Belege für den UNWILLEN.

Es wäre mal interessant, wie unsere Verkehrspolitik aussehen könnte, säßen auf den Landes- und Bundesministersesseln PURE Schienenverkehrsminister:innen? - Der Interessenkonflikt schon an diesen Schalthebeln ist vorprogrammiert!
Mein Kleidungsstil verfolgt nicht das Ziel "FRAU", sondern mein Sein als Ich-Bin-Ich - ein Inter*-Mensch! ÜBRIGENS: Mein Name ist amtlich "Christel"
http://www.christel-pruessner.de/_Seite_Androgyn_01.htm
Ulrike-Marisa
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 4771
Registriert: Mo 21. Mai 2012, 13:58
Geschlecht: transsexuell
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Region Schleswig
Hat sich bedankt: 649 Mal
Danksagung erhalten: 389 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Post 126 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin Nicole,

schöner Schienenbusfilm. Ich kenne die Fahrzeuge auch noch auf dr Strecke Husum-Rendsburg, die längst abgebaut ist. 1974 bin ich da noch gefahren allerdings nur Triebwagen mit einem Anhänger und alles fast leer. Nichts bleibt so, wie es war. Zumindest gibt es heute in Schleswig-Holstein schicke moderne Triebwagen der Regionalbahn. Wenn Benzin 2,50€/l kostet, dann sind Fahrkarten wohl wieder konkurrenzfähig. Schauen wir mal.

Grüße, Ulrike-Marisa (moin)
Laura R
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 391
Registriert: Do 14. Feb 2013, 20:05
Geschlecht: weiblich
Pronomen: Sie
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Post 127 im Thema

Beitrag von Laura R »

Schöner Film mit dem roten Brummer, mit dem bin ich oft mitgefahren. Habe ihn auch in H0.
Leider ist es in Deutschland wohl so das immer mehr Trassen stillgelegt werden statt sie zu modernisieren und zu erweitern.
Lieber 1000 Argumente dagegen und eines dafür.
Die neuen Triebzüge mit Wasserstoff oder Batterie sind nun mal Umweltfreundlich.
Über das Thema kann man sich Stundenlang unterhalten, nur leider sehen es die zuständigen Stellen ganz anders.
Ich bin wie ich bin und weiß wer ich bin. Das gut so!
Sabrina Verena
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2143
Registriert: Sa 11. Aug 2012, 23:58
Geschlecht: genderfluid
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Rechts vom Neckar
Hat sich bedankt: 141 Mal
Danksagung erhalten: 206 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Post 128 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Ulrike-Marisa hat geschrieben: So 6. Jun 2021, 17:08 Moin Nicole,

schöner Schienenbusfilm. Ich kenne die Fahrzeuge auch noch auf dr Strecke Husum-Rendsburg, die längst abgebaut ist. 1974 bin ich da noch gefahren allerdings nur Triebwagen mit einem Anhänger und alles fast leer. Nichts bleibt so, wie es war. Zumindest gibt es heute in Schleswig-Holstein schicke moderne Triebwagen der Regionalbahn. Wenn Benzin 2,50€/l kostet, dann sind Fahrkarten wohl wieder konkurrenzfähig. Schauen wir mal.

Grüße, Ulrike-Marisa (moin)
Hallo!
Soweit ich weiß gibt es noch Reste der Bahnstrecke.
Es sind die Streckenteile zwischen Klosterkrug und Rendsburg der Linie Husum Kiel.
Bei der Strecke Husum- Klosterkrug müßten es sich um Teilabschnitte der Flenburg- Husum- Tönning Strecke handeln, aber nur anteilig zwischen Husum und Owschlag.
LG Verena
Zuletzt geändert von Sabrina Verena am So 6. Jun 2021, 17:48, insgesamt 2-mal geändert.
Solange Du in Dir selber nicht zuhause bist, bist Du nirgendwo zu Haus.

Die Natur ist Wakan Tanka. Leider haben das nur Wenige verstanden.

Maka Ke Wakan Die Erde ist heilig
Lakota Sioux
Nicole Fritz
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2998
Registriert: Mo 20. Mär 2017, 17:38
Geschlecht: Enby
Pronomen:
Forum-Galerie: gallery/album/567
Hat sich bedankt: 126 Mal
Danksagung erhalten: 235 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Post 129 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Ulrike-Marisa hat geschrieben: So 6. Jun 2021, 17:08 Wenn Benzin 2,50€/l kostet, dann sind Fahrkarten wohl wieder konkurrenzfähig.
Nein! Den meisten Kunden geht es nicht um das Geld. Wenn sie genug davon haben, investieren sie es gerne in ein (Elektro?-)Auto. Es ist die wertvolle Zeit, die nur wegen der meistens schlechten Anschlüsse beim Umsteigen vergeudet wird. Und Zeit ist heute bei uns Geld. Was der Fahrschein kostet, interessiert dabei wenig. An einer wirklich vernünftigen Planung des ÖPNV ist man aber meistens nur dann interessiert, wenn sich die Probleme mit dem Individualverkehr nicht mehr halbwegs akzeptabel lösen lassen.

LG Nicole
Laura R
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 391
Registriert: Do 14. Feb 2013, 20:05
Geschlecht: weiblich
Pronomen: Sie
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Post 130 im Thema

Beitrag von Laura R »

Da hast du vollkommen Recht, von Hamburg nach Berlin brauchst du fast solange wie von Flensburg nach Hambug. Nun finde den Fehler.
Das mIt den 2,50 € für den Liter Benzin wäre schon frech aber das ist eine andere Geschichte.
Elektroautos egal in welcher Antriebsform sind meiner Meinung nicht die Zukunft, da wird auf das falsche Pferd gesetzt. Aber hier werden sich die Ansichten teilen.
Ich bin wie ich bin und weiß wer ich bin. Das gut so!
Nicole Fritz
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2998
Registriert: Mo 20. Mär 2017, 17:38
Geschlecht: Enby
Pronomen:
Forum-Galerie: gallery/album/567
Hat sich bedankt: 126 Mal
Danksagung erhalten: 235 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Post 131 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

... Und noch ein Video von der Hunsrück-Bahn:

Ulrike-Marisa
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 4771
Registriert: Mo 21. Mai 2012, 13:58
Geschlecht: transsexuell
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Region Schleswig
Hat sich bedankt: 649 Mal
Danksagung erhalten: 389 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Post 132 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin,

die Eisenbahnstrecke Husum Rendsburg ist fast vollständig abgebaut. Gleise liegen nur noch von Rendsburg ins Industriegebiet Nord-West und fast bis nach Fockbek. Da sollte ein Shuttlebetrieb aufgemacht werden mit einem Schienenbus zum Bahnhof Rendsburg, das ist aber von Lokalpolitikern ausgehebelt worden. In Kiel wird die Strecke nach Schönberg reaktiviert und ganz im Norden überlegt man, ob die Strecke von Flensburg nach Niebüll wieder in Betr7eb genommen wrden kann.

Grüße, Ulrike-Marisa :wink:
Claudia-67
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 700
Registriert: Di 4. Feb 2020, 03:30
Geschlecht: Frau
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Rheine
Hat sich bedankt: 65 Mal
Danksagung erhalten: 107 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Post 133 im Thema

Beitrag von Claudia-67 »

Hallo,

mal ein kurzes Lebenszeichen von mir. ))):s

Die letzten zwei Wochen waren voller Arbeit. Außerdem Korrektur lesen für ein regionales Eisenbahnbuch, wo ich nun sogar noch deutlich mehr zuarbeiten soll. Endlich kann mein umfangreiches Archiv zur regionalen Bahngeschichten auch genutzt werden.

Dazu kam noch eine kleine Fototour am Feiertag letzte Woche und abends mal raus an die Strecke. Da ist die Frau ausgelastet und muss erstmal alles hier nachlesen.

Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: http://www.muehlenroda.de/bahnbilder/20 ... _8617a.JPG


Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: http://www.muehlenroda.de/bahnbilder/20 ... _8648a.JPG


Während in NRW Feiertag war, ging es in Niedersachsen ganz normal zu. Da bot es sich doch an die dortigen Feldbahnen zu erkunden. Leider war der Verkehr etwas mager, aber ist halt so bei Werkbahnen. Aber trotzdem hat sich der Tag gelohnt.
Die Tour lief dann im Claudia-Lightmodus, also kurze Hose und nicht gleich im Rock. Man will ja die Landbevölkerung nicht gleich erschrecken, wenn jemand im Rock die Feldbahnen fotografiert. (moin)


Meine Lieblingslok kam Anfang der Woche auch durch:

Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: http://www.muehlenroda.de/bahnbilder/20 ... _8828a.JPG


Jetzt muss es nur noch einmal klappen ein Selfie von Claudia vor der Lok zu machen. Aber dazu muss ich die Lok auf der Rückfahrt in Bad Bentheim abpassen, wenn die den kurzen Betriebshalt im Grenzbahnhof macht. Wird schon mal klappen.


Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: http://www.muehlenroda.de/bahnbilder/20 ... _8972a.JPG

Die EuroDual, also eine Zweikraftlok beim Rangieren in Rheine. Die kam von der Quakenbrücker Strecke, wo der Kieszug im Hafen Spelle entladen wurde. Dort gibt es keine Oberleitung. Dann ging es unter der Strippe weiter nach Nordhausen. Die Lok fährt hier gerade noch im Dieselmodus und wird gleich auf Elektro umschalten. Gefahren wurde die ab Rheine sogar von einer netten Lokführerin. Da war ich wieder im Claudia-Lightmodus auf dem Bahnhof, aber schräg geschaut hat keiner, schon gar nicht die Lokführerin, weil die das auch wohl alles schon mal so durchgemacht hatte. (smili)

Mehr Bilder gibt es hier, wo ich derzeit noch im Männermodus schreibe. Naja nicht mehr lange.
https://www.drehscheibe-online.de/foren ... 04,9752524


Die nächsten Tage geht es dann auf nach Potsdam für meinen hoffentlich zukünftigen Hauptjob in der Modellbahnbranche, den ich derzeit nur nebenbei mache. Die Fahrt wird natürlich im Claudia-Modus gemacht. Das Outing schreitet auch in der Branche voran. Unser Konstrukteur meinte nur:"Ein Traum wird wahr! Alles Gute für den Weg, den Du eingeschlagen hast!".

Also erstmalig die Reisetasche für Claudia packen. Was zieht Frau dann an? Man hat ja nichts zum Anziehen. :D
Die neue selbstgebaute Flurgarderobe hat rund 50 Paar Schuhe drin, aber welche nimmt man? Die müssen für die Autofahrt passen, für die Erkundung einiger Museumsbahnfahrzeuge, bei einem Geschäftstermin und auch für das Abendprogramm. Der Kerl hätte früher einfach zwei Hosen, zwei Hemden, zwei T-Shirts und zwei Paar Schuhe mitgenommen...
Frau nimmt dann doch deutlich mehr mit. Hach, Frau sein macht Spass. ))):s

Bei der Hitze kann man sich als Frau doch viel luftiger anziehen, ohne gleich wie Assi auszusehen. Heute war ich nach dem Arzttermin im Sommerkleid in der Stadt, um im Blödmarkt noch eine Speicherkarte zu kaufen. Trotz Strumpfhose war es schön luftig unten rum. Wenn man schon mal in der Stadt ist, geht man dann noch zu C&A und zwei Skinnyjeans sind nun auch vorhanden. Wenn ich gewusst hätte, wie bequem die sind, hätte ich so etwas schon vor Jahren gekauft.
Gegafft hat da auch keiner. Sah also wohl alles stimmig aus. Ansonsten zeigen meine neuen Ohrstecker auch an, dass ich ein Mädchen bin. Da ist das Mädchen-Symbol drauf, wie man es sonst als Piktogramm von den Klotüren kennt. (smili)

LG
Claudia
scheue_Sarah
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 880
Registriert: Mi 30. Dez 2020, 17:00
Geschlecht: zu selten w
Pronomen: ich eben...
Wohnort (Name): Kreis Unna
Hat sich bedankt: 11 Mal
Danksagung erhalten: 2 Mal
Kontaktdaten:

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Post 134 im Thema

Beitrag von scheue_Sarah »

Claudia-67 hat geschrieben: Fr 11. Jun 2021, 05:33 Konstrukteur meinte nur:"Ein Traum wird wahr!
Hallo Claudia,

das ist doch der Sinn des Modellbahnhobbies: Träume verwirklichen...
Und Du schaffst das gleich doppelt (ap)

Mach weiter
Sarah
"Don't dream it, be it!"
aus der Rocky Horror Picture Show

"Es braucht einen echten Mann, um sich mit seiner weiblichen Seite wohlzufühlen..."
Backstreet Boy AJ McLean aus Solidarität zu Harry Styles' Foto im Kleid auf der Vogue
ExUserIn-2026-04-08
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3889
Registriert: Do 20. Nov 2014, 15:59
Pronomen:
Hat sich bedankt: 140 Mal
Danksagung erhalten: 1028 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Post 135 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Moin,
im Regionalverkehr Baden-Württemberg ist einiges richtig gemacht worden. Die Züge sind auf modernem Niveau (wer, außer Nostalgiefreaks, will täglich mit dem roten Brummer fahren ?) Allein das Nahverkehrskonzept der Stadt Karlsruhe zeigt, dass etwas geht. Aus dem Umland direkt in die Stadt funktioniert. Man kann von Heilbronn oder aus der Pfalz direkt in die Stadt fahren. Man hat sogar Anschluss nach Nordfrankreich. Im Süden kann man bis Baden-Baden fahren und auch der Schwarzwald ist im Takt erreichbar. Auf www.bwegt.de kann man auch schauen, was im restlichen Ländle so geht.

Natürlich ist das Bessere der Feind des Guten, aber hier gibt es viele gute Ansätze. Pauschal die Bahn zu verdonnern, bringt da nicht viel. Es gibt auch private Unternehmen, die Lücken füllen können. Nur beim Neubau wird es schwierig. Falsche Entscheidungen von z.B. Bürgermeistern werden immer getroffen. Bei der Bahn sind viele strategische Entscheidungen falsch getroffen worden. Aber waren andere Entscheidungen in der entsprechenden Situation politisch möglich ? Der Fortschrittsglaube war an jeder Ecke vorhanden. Man setzte auf das Auto. Viele Menschen fanden die Stillegungen nicht richtig, aber auf die Frgae, ob sie mit der Bahn fahren würden, verneinten sie dies.

Wie soll eine Bahn funktionieren, wenn keiner damit fahren will ? Das Autoo ist i.d.R. schneller und einfacher. Ich könnte mit dem Nahverkehr zur Arbeit fahren, aber von Haustür zu Haustür wäre ich über 1,5 Std. unterwegs, mit dem Auto 35 min. Es liegen zuviele Haltstationen dazwischen, muss einmal Umsteigen und habe einen langer Fußweg zur Station.

Und was ist mit dem Güterverkehr ? Wenn die Post seinerzeit sagte, dass man der Bahn das Rangieren ersparen wolle, ist das verständlich, denn das kostet Zeit. Zeit, die wir Kunden nicht haben (wollen). Und in Zeiten, in denen der Versandhandel innerhalb von 1 bis 2 Tagen liefern kann, schafft die Bahn nicht. Und welches Unternehmen wählt der Kunde, wenn er seine Lieferung in zwei oder in vier Tagen bekommt ?

Ich bin auch kein Fan von LKWs und die Bahn ist mir lieber, aber man muss ein bisschen auf dem Teppich bleiben. Moderne Konzepte werden nur überlebensfähig sein, wenn sie ihre Stärken ausspielen. Eine Bahn nach Hintertuckelsdorf wird nie eine Chance haben, wenn selbst der Kleinbus abends leer fährt.

Corona tut ein übriges. Die Ansteckungsgefahr kennt jeder, der einmal im Winter in einer überfüllten Straßenbahn fuhr. Jetzt stellt die Maske eine wesentliche Qualitätseinbuße dar. Auch das Homeoffice wird künftig den Nah- und Fernverkehr reduzieren. Das wird die Chancen weiter verschlechtern.

Wir werden uns ganz neue Gedanken machen müssen, wie wir mit Verkehren, und nicht nur mit ihnen, umgehen werden. Für mich ist das zentrale Thema der Umweltschutz, die Klimaveränderungen und eng damit verbunden, der Flächenverbrauch. Und wenn wr glauben, dass wir Umweltschutz wirklich steuern können, sind wir auf dem Holzweg. Die Natur braucht Flächen, die frei oder zumindest stark begrenzt sind von menschlichen Eingriffen. Aber das ist wieder ein anderes Thema.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
Antworten

Zurück zu „Crossdresser- und Transgender-Café“