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Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: Mo 9. Jan 2017, 18:50
von ExuserIn-2019-12-20
Joe95 hat geschrieben:Oder doch nicht?
Ich will nicht noch mehr Zweifel schüren, aber ich kann es auch nicht ungesagt lassen.

Es gibt Menschen, die nicht anders können, als diejenigen, die sie selber gerade brauchen, zu verletzen.
Sie beschimpfen und beschuldigen denjenigen, von dem sie Hilfe erhoffen.
Ich glaub dagegen hilft nur Liebe.
Mach ihr deutlich dass sie vielleicht einen Liebhaber verliert, aber nicht den Mensch, der sie liebt.

Keine Ahnung ob das richtig ist, aber ich denke es ist einen Versuch wert.

Hallo Joe,

Liebe schön und gut aber fällt ein Teil der Liebe nicht weg wenn die Frau sagt das es ihr wichtiger sei was die Nachbarn von einem halten, anstatt wie sich der Partner/ die Partnerin fühlt?

In meinem Fall hat sie klipp und klar gesagt, das sie es nicht möchte das ich en femme raus gehe.
Was würden denn die Nachbarn denken bzw sagen?
Worauf ich fragte: sind dir die Nachbarn wichtiger als die Gefühle deines Partner?
JA sagte sie....

Ende vom Lied, die Liebe hilft auch nicht in diesem Fall.

Lg (moin)

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: Mo 9. Jan 2017, 19:08
von ab08
Anna Marie hat geschrieben:Worauf ich fragte: sind dir die Nachbarn wichtiger als die Gefühle deines Partner?
JA sagte sie....
Zumindest ist Deine Partnerin ehrlich. :wink:
Allerdings verstärkt sich so der Eindruck, dass aus ihrer Sicht in der Beziehung die Versorgungsgemeinschaft im Vordergrund steht...
-> Ziemlich bittere Erkenntnis.- > Erleichtert Dir aber eventuell künftige Entscheidungen...
Alles Gute (hs)
Andrea

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: Mo 9. Jan 2017, 19:11
von Michi
Anna Marie hat geschrieben:Ja auch meine Frau steckt ganz schön in der Krise.
Das belegt sie mir mit u.a. folgenden Aussagen:
- wenn ich dich verliere, ist es schlimmer als meine Mutter gestorben ist
- dein Leben geht weiter und meins wird enden
- stehe dann völlig alleine da, mit nichts (Hartz4 - kann nicht arbeiten aus gesundh. Gründen...Geschwister wohnen ohne Auto zu weit weg.)

Ja und mit diesen Aussagen "kriegt" sie mich immer noch. Weil sie für mich auch einiges aufgegeben hat!
Hallo Anna Marie,

meine Exfrau hat mich auch immer wieder mit Erpressung unter Druck gesetzt, und die wusste noch nicht mal was von Michi.
Sie hat mir regelmäßig damit gedroht, mich zu verlassen, war mit nichts zufrieden zu stellen. Als ich ihr eines Tages gesagt habe, nun mach endlich, hat sie ziemlich blöd geguckt.
Aber natürlich habe ich ihr wohl neben der Tatsache, dass sie nicht bereit war, selbst etwas zu ändern, auch irgendwie Anlass dazu gegeben, dass sie diese "Strategie" als erfolgreich ansah. - Es gehören immer zwei dazu.

Liebe Grüße
Michi

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: Mo 9. Jan 2017, 20:10
von Michelle_Engelhardt
Anna Marie hat geschrieben: Worauf ich fragte: sind dir die Nachbarn wichtiger als die Gefühle deines Partner?
JA sagte sie....
Diese Antwort finde ich schon ziemlich krass! :?

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: Mo 9. Jan 2017, 20:32
von Michi
Huch, hab ich doch glatt übersehen, dass es noch weiter ging ...
Anna Marie hat geschrieben:Worauf ich fragte: sind dir die Nachbarn wichtiger als die Gefühle deines Partner?
JA sagte sie....
Das ist ziemlich niederschmetternd, aber genau so war wohl die Denke meiner Exfrau. Auf den eindringlichen Wunsch unseres 10-jährigen Kindes, bei mir leben zu wollen, wo es nebenbei bemerkt auch volle Zustimmung vom Jugendamt gab, war ihre einzige Reaktion: "Was sollen denn die Leute von mir denken?!"

Manche Menschen definieren sich anscheinend nahezu ausschließlich darüber, welche Meinung darüber haben. Natürlich sollte man sich auch ab und zu Gedanken darüber Gedanken machen, wie leben ja nicht im luftleeren Raum. - Aber eben nicht nur. Sonst steht irgendwann auf unserem Grabstein: "Sein/Ihr Leben hat allen gefallen, nur nicht ihm/ihr!"

Liebe Grüße
Michi

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: Mo 9. Jan 2017, 20:51
von ExuserIn-2019-12-20
Also mit so einer Resonanz hab ich nicht gerechnet (ap)

Lieben Dank für eure Antworten ))):s

Ich möchte meine Frau gewiss auch nicht als die schlechtere von uns darstellen.
Auch ich habe viel Mist gebaut und Fehler gemacht.
Und ich vermute mal den ein oder anderen sogar schlimmer... :?
Jedoch sind es auch nur noch die Kleinigkeiten die jeden von uns die Augen verdrehen lässt, genervt durchatmet usw.
Und alleine das zeigt ja auch das nichts mehr stimmt.
Ich sitze hier, die SHG ist vorüber, aufn Parkplatz eines Kaufhauses und tippsele seelenruhig die Zeilen, weil ich keine Lust nach hause habe.

Nun ja, aber nützt ja nichts :P

Vorab allen noch einen schönen Abend und danke für eure Hilfe (flo) (smili) )))(:

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: Mo 9. Jan 2017, 21:28
von exuserin-2017-01-24
Hui das ist ganz schön schwierig, so ein Übergang. Frau weiß und spürt dass das Alte (Zustand der gegenwärtigen Lebenssituation) schon vorüber und nicht mehr zu retten ist, aber das Neue ist noch nicht da. Da hängt Frau in der Luft, das kann ganz schön verunsichern, so ganz ohne Boden. Wenn ich daran denke, dass ich das womöglich auch noch vor mir habe... :?
Meiner Meinung nach solltest du aber auch wertschätzen, wie weit Du schon gekommen bist. Du hast Deinen Weg beschrieben, der noch so anfänglich sei. Ich finde aber das Du schon eine ganz schöne Strecke hinter Dir hast. Zumindest bewundere ich das, weil ich lange noch nicht so weit bin. Du sprichst schon von HET, Du wirst therapeutisch begleitet. Viele andere Menschen machen das ihr Leben lang nicht und leben versteckt. Das soll Dir erst mal eine nachmachen. (ap)
Anna, ich wünsche Dir auf jeden Fall ganz viel gelassene und entspannte Präsenz und Kraft im Auge des Sturms. Vielleicht braucht es gar keinen Druck. Manchmal reicht es auch, wenn man es tröpfeln lässt wie es will. Irgendwann fließt es dann von selbst.

Alles liebe (ki)

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: Mo 9. Jan 2017, 21:39
von ab08
Anna Marie hat geschrieben:Auch ich habe viel Mist gebaut und Fehler gemacht.
Und ich vermute mal den ein oder anderen sogar schlimmer...
Liebe Anne Marie,

das war in meiner Beziehung vor über 30 Jahren ähnlich. -> Natürlich verteilt sich die "Schuld", falls man es überhaupt so nennen will, meist auf beide Partner. Allerdings kommt man da oft an einen Punkt, wo, trotz aller Gemeinsamkeiten, getrennt marschieren schließlich für beide die bessere Lösung ist... :oops:

Liebe Grüße
Andrea

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: Mo 9. Jan 2017, 21:42
von Tatjana_59
Michelle_Engelhardt hat geschrieben:
Anna Marie hat geschrieben: Worauf ich fragte: sind dir die Nachbarn wichtiger als die Gefühle deines Partner?
JA sagte sie....
Diese Antwort finde ich schon ziemlich krass! :?
Die Antwort ist natürlich krass, aber vermutlich auch ehrlich.
Ich würde bei der nächsten Auseinandersetzung sagen.
Hol dir Rat bei den Nachbarn, die sind dir wichtiger wie ich, die helfen dir auch bestimmt weiter wenn ich ausgezogen bin.

Gruß Tatjana

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: Di 10. Jan 2017, 07:47
von Joe95
Anna Marie hat geschrieben:...
Liebe schön und gut aber fällt ein Teil der Liebe nicht weg wenn die Frau sagt das es ihr wichtiger sei was die Nachbarn von einem halten, anstatt wie sich der Partner/ die Partnerin fühlt?
...

Hallo Anna Marie,
du hast Recht, es ist eine grausame Erkenntnis zu merken dass der Partnerin die Meinung der Nachbarn wichtiger ist als ihr Partner.

Mir sagt es das deine Frau einfach nicht begriffen hat worum es geht.

Früher gab es Zeiten, da bin ich morgens aufgestanden, habe mir gegriffen was mir als erstes in die Finger kam und sauber und warm genug war. Das war in der Regel Jeans, T-Shirt und vllt noch n Sweatshirt.
Es gab einfach keinen Grund etwas anderes anzuziehen.
Viele Menschen - und ich denke nicht nur Männer - ziehen sich ihr ganzes Leben danach an.
Warum fängt ein Mann an sich plötzlich Bh, Damenslips, Röcke und dergleichen anzuziehen? Warum muss die ganze Familie unter seiner Verrücktheit oder gar perversion leiden? Wann wird er endlich wieder normal?

Man kann erst anfangen zu verstehen wenn man begriffen hat das es garkein Mann - zumindest im herkömmlichen Sinn - ist.

Erst wenn deine Frau eingesehen hat das da etwas ist, was eigentlich schon immer da und nur unterdrückt war, wenn sie erkannt hat das du garkeinen Einfluss darauf hast das du so bist wie du bist, kann sie dich verstehen.
Wobei sie es nicht nur begreifen muss, sondern auch akzeptieren.

Ist sie bereit dazu?

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: Di 10. Jan 2017, 09:48
von ExUserIn-2026-04-08
Guten Morgen in die Runde,

ich möchte ein wenig auf die Bremse treten. Ich denke, wir sollten sehr behutsam mit Bewertungen umgehen, da keine von uns die Situation kennen kann. Das kann nur Anna-Marie. Und die besagte Antwort, die ich auch als verletzend empfinde, muss keineswegs die wirkliche Haltung von Anna-Maries Frau sein. In emotionalen Aufruhr fallen manchmal Worte, die man nicht so meint. Auch die s.g. "Erpressungsversuche" können ihre Ursache auf einer anderen Ebene haben. Anna Marie hat ja mit ihrem eigenen Verhalten selber eingeräumt, an der Entwicklung beteiligt zu sein. Das finde ich einen guten Ansatz. Aber letztlich muss Anna Marie selber die Entscheidung treffen, wie sie mit der Situation umgehen will. Für mich lauten daher ein paar Kernfragen, die sie für sich selber beantworten muss:

- Hast Du das Gefühl, dass diese Situation für Dich selber noch erträglich ist ?
- Willst Du diese Situation weiter bestehen lassen ?
- Gibt es Möglichkeiten der Veränderung innerhalb der Ehe, mit denen Du leben kann ?
- Ist Deine Frau bereit dazu ?
- Wie könnte Sie dazu gebracht werden, diese Bereitschaft herzustellen ?
- Mit welcher Situation kann Deine Frau wirklich leben ?
- Gibt es eine gemeinsame Sprachebene ?
- Wenn nicht, gibt es die Bereitschaft (von Dir und Deiner Frau ) eine gemeinsame Sprachebene zu suchen (z.B. mit externer Hilfe) ?

Eine zweite Ebene sind Fragen, die sich um Anna Marie selber drehen:

- Gibt es einen Sinn hinter der Krise ?
- Auf welche Probleme weist die Krise wirklich hin ?
- Wie kannst Du diese Probleme selber bearbeiten ?
- Brauchst Du Hilfe von außen für die Bearbeitung ?

Wenn einer der Partner in einer Beziehung anfängt, die Beziehungssituation zu verändern, ist zwangsläufig Dynamik in der Situation. Der Andere muss mit dieser Neuorientierung umgehen. Darin liegt eine große Chance, die man aus meiner Sicht nicht leichtfertig aufgeben sollte. Eine Beziehung ist ein Prozess und keine Stagnation. Verweigert sich der eine Partner einer Veränderung, wird das gemeinsame Fundament dünner. Ich glaube, es ist wichtig, dass das beide eine Krise in diesem Sinn verstehen. Stabilität liegt nicht im Beharren an einer Situation, sondern im Vertrauen auf sich und den Partner mit Veränderungen aktiv umzugehen. Wenn Menschen an einer Situation festhalten wollen, kann das aber bedeuten, dass der Impuls, sich zu bewegen, sehr stark sein muss. Das ist dann die Krise. An dieser Stelle darf man nicht zu früh weglaufen, denn sonst vergibt man die Chance sich selber zu entwickeln. Auf der anderen Seite kann die Krise aber auch zu einer Trennung führen, wenn die Bereitschaft, sich mit sich selber und dem Anderen zu beschäftigen nicht gegeben ist.

Wann dieser Punkt erreicht ist, kann nur durch einen selber bestimmt werden. Und deshalb kann jeder Ratschlag, so sehr er für sich selber richtig ist, für Andere falsch sein. Jede/r hat seine eigenen Punkte, an denen er/sie arbeiten muss. Durch Ratschläge schränkt man den/die Andere in der Entscheidungsmöglichkeit ein.

Kurz: Man schadet ihm/ihr.

Was mMn hilft, sind Fragen, die Aspekte anreißen können, aber die Bewertung bei dem belassen, der betroffen ist. Sie öffnen Möglichkeiten ohne einzugreifen. Nicht ohne Grund sagt man, dass die Lösung für ein Problem immer in einem selber liegt.

Oder liege ich damit falsch ?

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: Di 10. Jan 2017, 13:56
von ExuserIn-2019-12-20
- Hast Du das Gefühl, dass diese Situation für Dich selber noch erträglich ist ?

Ich sage mal so, das ich nun nicht mehr geduldig bin, weil es keinen Fortschritt gibt. In keine Richtung, daher ist sie mittlerweile unerträglich geworden.
Meine Frau und ich haben uns "geschworen" ein Leben lang zusammen zu bleiben, mit 80 ein Rollator-Wettrennen auf dem großen Parkplatz des Einkaufsmarkt zu machen .... etc..


- Willst Du diese Situation weiter bestehen lassen ?

Definitiv NEIN. Wieso nicht? Weil es "unerträglich" geworden ist. Ausserdem wächst in mir ein Egoismus, weil ich mittlerweile verstehe, das ich in dieser Ehe nicht mehr glücklich sein kann. LEIDER.

- Gibt es Möglichkeiten der Veränderung innerhalb der Ehe, mit denen Du leben kann ?

Das würde ich bestimmt, da ich ja auch kompromissbereit bin. Nur diese Kompromisse die meine Frau mir bisher machte, waren nicht ansatzweise ok für mich. Ich möchte das Wort jetzt nicht abwertend benutzen aber sie wollte das ich lediglich gelegentlich als "Stubentranse" agieren könnte.
Und in dem Fall bin ich dann doch nicht bereit auf Kompromisse einzugehen.


- Ist Deine Frau bereit dazu ?

Mehr als siehe oben = Nein.
Was sie gemacht hat, was ich auch hoch anrechne ist, das sie von sich aus gesagt hat, komm wir gehen mal shoppen.
Ausserdem hat sie nicht gemoppert als ich ein paar Klamotten von einer Bestellung behalten habe.
Oder auch nicht als ich mir bei e...y...2 Schals ergattert habe.
Da ist sie dann kompromissbereit.
Das respektiere ich und finde es auch gut.


- Wie könnte Sie dazu gebracht werden, diese Bereitschaft herzustellen ?

Ich glaube gar nicht.


- Mit welcher Situation kann Deine Frau wirklich leben ?

Ich als Mann und teilweise mal crossdressen, damit könnte sie leben.
Leider ich aber nicht. Obwohl ich es auch erst dachte. So als Probe.
Mal nach Dortmund ins Lili Marlene fahren,mehrmals....und dann mal schauen wie sich mein Gefühl entwickelt.



- Gibt es eine gemeinsame Sprachebene ?

Ich glaube die haben wir nach dem ganzen Reden aus den Augen verloren.
Zur Zeit ist es nur noch ein "jede möchte sein Ding durchziehen" vorhanden.
Sehr starke Spannungen, das zur Zeit dazu führt, gar nicht miteinander zu reden und wenn doch, wird sich angeblöfft.
Ohne jetzt die "Gute" sein zu wollen: ich versuche es immer wieder im ruhigen Ton, sobald das Wort Ihrereseits aber nicht auf eine Basis ist, blockke ich sofort ab.
Anranzen muss ich mich auch nicht lassen....



- Wenn nicht, gibt es die Bereitschaft (von Dir und Deiner Frau ) eine gemeinsame Sprachebene zu suchen (z.B. mit externer Hilfe) ?

Das hatte ich von Anfang an unserer Beziehung das ein oder andere Mal angesprochen. Jedoch ist sie der Meinung, wenn wir es selber nicht schaffen, wie soll dann eine dritte Person das schaffen? Ausserdem hat sie immer das Gefühl das alle für und gegen sie sind.

Ein Beispiel: Vor ein paar Jahren, wir waren bei IHRER Therapeutin, hatten wir über unsere Beziehung gesprochen. Was wen so stört etc.
Sie sagte das es sie stört, das ich die Duschtür der Kabine weit auflasse.
Ich entgegnete das ich das mache, damit die Feuchtigkeit schneller abziehen kann. Die Therapeutin meinte, das es Sinn macht, es so zu tun zwecks Feuchtigkeit im Bad.
Ihr Lieben, meine Frau war so sehr anngegriffen das IHRE Therapeutin MIR Recht gegeben hat...
An dem Abend wurde noch viel diskutiert.

Wir hatten immer so schwierige Krisen, unnabhängig von meinem Trans.

Da ich gedanklich in meinem Trans-Sein ein wenig vorwärts gekommen bin, rein mental und ich aus der Vergangenheit gelernt habe, das ich mit meiner Frau in dieser Konstellation nicht glücklich werden kann/könnte, wäre ich zwar nochmal bereit was auszuprobieren.
Jedoch, aus der Erfahrung heraus würdei ch behaupten, das bringt leider nichts.


Danke für deine objektive Sicht Jackie und

Lg,
Anna (smili) )))(:

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: Di 10. Jan 2017, 13:57
von ExuserIn-2019-12-20
Joe95 hat geschrieben:
Anna Marie hat geschrieben:...
Liebe schön und gut aber fällt ein Teil der Liebe nicht weg wenn die Frau sagt das es ihr wichtiger sei was die Nachbarn von einem halten, anstatt wie sich der Partner/ die Partnerin fühlt?
...

Hallo Anna Marie,
du hast Recht, es ist eine grausame Erkenntnis zu merken dass der Partnerin die Meinung der Nachbarn wichtiger ist als ihr Partner.

Mir sagt es das deine Frau einfach nicht begriffen hat worum es geht.

Früher gab es Zeiten, da bin ich morgens aufgestanden, habe mir gegriffen was mir als erstes in die Finger kam und sauber und warm genug war. Das war in der Regel Jeans, T-Shirt und vllt noch n Sweatshirt.
Es gab einfach keinen Grund etwas anderes anzuziehen.
Viele Menschen - und ich denke nicht nur Männer - ziehen sich ihr ganzes Leben danach an.
Warum fängt ein Mann an sich plötzlich Bh, Damenslips, Röcke und dergleichen anzuziehen? Warum muss die ganze Familie unter seiner Verrücktheit oder gar perversion leiden? Wann wird er endlich wieder normal?

Man kann erst anfangen zu verstehen wenn man begriffen hat das es garkein Mann - zumindest im herkömmlichen Sinn - ist.

Erst wenn deine Frau eingesehen hat das da etwas ist, was eigentlich schon immer da und nur unterdrückt war, wenn sie erkannt hat das du garkeinen Einfluss darauf hast das du so bist wie du bist, kann sie dich verstehen.
Wobei sie es nicht nur begreifen muss, sondern auch akzeptieren.

Ist sie bereit dazu?
Leider nein :oops:

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: Di 10. Jan 2017, 14:00
von ExuserIn-2019-12-20
ab08 hat geschrieben:Liebe Anna,

"Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!" ...
Das Schwierigste im Leben ist in Beziehungen Grenzen zu ziehen und auch mal "Nein" zu sagen.
Schwarzer Peter... -> Auf Psychospielchen würde ich mich nicht einlassen, sondern versuchen, die Situation objekiv/quasi von Außen zu sehen.
-> Deine Partnerin sollte einsehen/wird einsehen müssen/, dass Du Dein Leben lebst.

Bei aller Sympathie/ Liebe für andere... Natürlich sollten wir Hilfsbedürftige nicht im Stich lassen.
ABER -> Jeder Mensch ist in erster Linie für sein eigenes Leben verantwortlich!
Wer unselbstständigen Menschen ständig trotz Zweifeln hilft und sie so gleichzeitig in ihrer Unselbstständigkeit bestärkt,
der tut ihnen nichts Gutes und sondern schadet ihnen. :oops:

Liebe Grüße und alles Gute
Andrea )))(:

P.S. Obiges gilt übrigens völlig unabhängig von Transsexualität usw. :wink:

"Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!" ...

Liebe Andrea,
da fängt meine Schwierigkeit schon an: Ich mag mehr die anderen Menschen, als mich selber!!! :oops:
Eher sorge ich dafür das es anderen gut geht, als das ich mir was gutes tue.


Und vielen lieben Dank für deine weiteren Beiträge, sie sind immer sehr zum nachdenken angereichert durch Deine Art zu schreiben (smili)

Lg,
Anna )))(:

Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Verfasst: Di 10. Jan 2017, 15:29
von ExuserIn-2019-12-20
Eine zweite Ebene sind Fragen, die sich um Anna Marie selber drehen:

Gibt es einen Sinn hinter der Krise ?

Tja das ist die Frage Vicky. Was ist Sinn was ist Unsinn?
Wie wertet man es subjektiv, wie objektiv?
Ist es die Unzufriedenheit die diese Krise hervorgerufen hat? Viele Streitereien? Nachtragend sein, seit Anfang an?
Irgendwo gibt es bestimmt einen Anstoss für die jetzige Situation.
Fehler meinerseits oder Ihrerseits? Wobei ich meine, das es auch wieder subjektiv zu bewerten ist, was als Fehler gewertet wird oder eben nicht. Die angesprochene Duschtür, die offene Zahnpasta-Tube oder oder oder sind für manche Menschen ein Streitgrund. Für manche aber eben nicht.
In dem Sinne versucht man sich als Partner anzupassen. Wenn aber die innere Unzufriedenheit immer größer wird, gibt es immer mehr Gründe sich über was aufzuregen.
Da sind so viele Gegenfragen, die diese Frage erst dann beantworten lässt, wenn man die Zeit hat, wirklich jede einzelne zu beantworten.
ABER: Läst sich wirklich jede Frage sinnvoll beantworten? Oder ist das nur ein Rattenschwanz?

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- Auf welche Probleme weist die Krise wirklich hin ?

Ich vermute auf so einige. Darunter auch die Sichtweise des einzelnen.
Zum Beispiel Thema Familie:
Meine Frau hat eine ganz andere Vortellung zu diesem Thema als ich. Sicherlich sind wir in dem ein oder anderen Punkt nahe bei einander aber nie immer gleich.
Weilk sie mit meiner Familie nicht mehr klar kommt / nie klar gekommen ist, würde sie sich wünschen, so vermute ich, das ich mit meiner Familie breche. Sie und die Stieftochter sind die RICHTIGE Familie. So ihre Aussage....
Ich komme nicht mit ihrer Schwester klar, habe aber des öfteren gesagt, wenn es möglich war, lass uns mal da hin fahren...
Ok, es gab auch Tage das sie sagte, fahr doch mal zu deiner Familie oder eben ich habe gesagt, ich habe keine Lust zu deiner Schwester...

Aufgrund unserer ständigen anderen Sichtweise ergeben sich trotz Kompromissbereitschaft beiderseits, immer wieder Reibereien.


- Wie kannst Du diese Probleme selber bearbeiten ?

Mehr Toleranz und versuchen auf sie einzugehen, sie zu verstehen. Das fällt mir aber immer noch verdammt schwer, weil es teilweise für mich nicht faktisch ist.
Da habe ich dann doch ein wenig maskuline Sichtweisen :oops:
Oder oder oder....
Aber nach so einer langen Zeit und immer wieder neue Probleme muss ich zugeben, das bei mir gerade die Luft raus ist. :?



- Brauchst Du Hilfe von außen für die Bearbeitung ?

Ich bin ein Mensch, der es gerne immer wieder alleine versucht. So lange bis es nicht mehr geht.
Wenn mir dann aber was wichtig ist, in dem Fall ist/war es die Ehe, bin ich natürlich bereit auch Hilfe von aussen anzunehmen.
Das werde ich zu guter Letzt auch noch mal meiner Frau vorschlagen.
Sollte dies dann aber scheitern, frage ich mich ob es dann wirklich noch Sinn macht, noch mehr Kraft etc zu investieren und zu verlieren, wenn es keine gemeinsame Basis mehr gibt!?


Danke für deine Fragen Vicky (smili) (yes) )))(: