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Re: Und der Bundesverband Trans*?
Verfasst: Fr 28. Jul 2017, 17:40
von Anne-Mette
Moin II,
führt sie u.a. begleitende psychotherapeutische Behandlungen für Menschen mit Geschlechtsidentitätskonflikten durch.
Was für ein Satz!
"Menschen mit Geschlechtsidentitätskonflikten" - das trifft auf die meisten Menschen, mit denen ich im Zusammenhang mit einer Transsexualität, ja auch Transidentität zu tun habe/hatte, nicht zu.
Gruß
Anne-Mette
Re: Und der Bundesverband Trans*?
Verfasst: Sa 29. Jul 2017, 01:18
von Marielle
Namd,
"Was für ein Satz! "Menschen mit Geschlechtsidentitätskonflikten" - das trifft auf die meisten Menschen, mit denen ich im Zusammenhang mit einer Transsexualität, ja auch Transidentität zu tun habe/hatte, nicht zu."
Stimmt. Ich selbst habe auch keinen Konflikt mit mir bzw. meiner Identität, sondern gelegentlich damit, wie meine Umgebung auf die Expression meiner Identität reagiert.
Aber ich kann de facto nicht anders, als zur Kenntnis zu nehmen, dass die Formulierung 'Identitätskonflikt' aus der Sicht von Menschen, die es, aus Gewohnheit oder weil man es ihnen so beigebracht hat, als sicher und gegeben ansehen, dass Körper und Selbstwahrnehmung nicht auseinanderfallen können, eine richtige, wenngleich perspektivgebundene, Formulierung ist (der Begriff 'Selbstwahrnehmung' meint die Grundlage der Selbstbestimmung nach Kant und Weber und ist selbstverständlich zur Abarbeitung durch chronisch individualkonfliktbelastete, besserwisserische Begiffsbedeutungsverbieger_innen daran freigegeben).
Meine Meinung;: Wir können solange nicht auf die Menschen verzichten, an deren Motivation oder Unabhängigkeit Zweifel möglich! (m.E. nur seeehr eingeschränkt berechtigt) sind, solange wir keine 'Besseren' haben.
Habt es gut
Marielle