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Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Verfasst: Fr 22. Jan 2016, 11:36
von Anke
Hallo Frida,

vielen Dank! Jetzt bin ich beruhigt, endlich wird alles gut.

Liebe Grüße

Anke

Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Verfasst: So 24. Jan 2016, 16:57
von Lina
Anne-Mette hat geschrieben:Moin,

nein, da kann ich nicht helfen, möchte aber doch eine Info beisteuern:

"Harassmap: Mit Crowdsourcing gegen sexuelle Übergriffe"

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... -harassmap


Gruß
Anne-Mette

Die haben aber konkret nichts rescherschiert, was mit unserer Ecke der Welt zu tun hat. (Warum sollten die auch?) Die sind überwiegend in Ländern aktiv, die per Tradition überwiegend muslimisch sind. Es spricht nichts dagegen, dass auch Leute in Nordwesteuropa zusmman mit denen aktiv werden könnten. Ich glaube, sie würden es begrüßen. Es scheint nur nicht, dass viele hier mit denen zusammenarbeiten.

Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Verfasst: Di 26. Jan 2016, 22:57
von Thea456
Bei vielen Beiträgen vermisse ich vor lauter Toleranz Geschrei (weil wir müssen ja ach so tolerant sein) den Blick auf die Realität.
1. Kriegsflüchtlinge und kriminelle Nordafrikaner die nicht abgeschoben werden können aus diversen Gründen sind 2 Paar Schuhe.
2. Vor lauter Toleranz sollte ihr mal nicht vergessen, welches Verhältnis zur Frau im Koran steht, gerade zu ungläubigen Frauen. Was glaubt ihr wie sich ein gläubiger Moslem einer Transfrau Crossdresser ect gegenüber verhalten wird. Und nur weil jemand einen Integrationskurs besucht legt er nicht sein über Jahre erworbenes Gedankengut ab. Oder würde es von euch jemand super finden ab sofort mit Burka rum zu laufen, nur weil man Grad im Iran lebt. Und da Rede ich nur von Kleidung.
Das und einige Dinge mehr sollten sich einige hier mal überlegen bevor sie weiter ihrer Toleranzeuphorie frönen.

Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Verfasst: Di 26. Jan 2016, 23:18
von Marielle
In welchem Verhältnis steht dein Avatar (diese Karikatur einer Frau) zu diesen Ausführungen?

Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Verfasst: Di 26. Jan 2016, 23:20
von Anne-Mette
Moin,

es geht sicherlich nicht um Toleranzgeschrei und auch nicht im Toleranz-Euphorie, sondern um gesellschaftliche Aufgaben.

Die werden sich nicht vom bequemen Sessel aus bewerkstelligen lassen. Wir werden uns einsetzen, ja kämpfen müssen: für unsere Freiheit - aber auch für die Bewältigung der Aufgaben. Leider ist eine Sehnsucht nach einem Schiefgehen bei vielen Menschen weitaus größer als das Gefühl: "das müssten wir eigentlich schaffen, wenn wir uns anstrengen!"
... damit sich eines Tages zeigt: "habe ich euch immer gesagt".

Ein Schiefgehen wird viel schlimmer und dramatischer werden, als wir uns das vorstellen können. Deshalb: "packen wir es an!"

Gruß
Anne-Mette

Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Verfasst: Mi 27. Jan 2016, 07:54
von Anke
Thea456 hat geschrieben:Bei vielen Beiträgen vermisse ich vor lauter Toleranz Geschrei (weil wir müssen ja ach so tolerant sein) den Blick auf die Realität.
Hallo,

was sollen solche Sätze. Geschrei kann ich hier keines erkennen und Toleranz ist ein Wert, den ich nicht nur dann aus dem Schrank holen kann, wenn es gerade einfach ist. Und ich kann überhaupt nicht verstehen, wie Toleranz und Geschrei zu einem Begriff zusammengefasst werden könnten.

In der Diskussion hilft es auch nicht weiter, ständig bestimmte Ausschnitte aus der Realität ständig zu wiederholen. Es geht doch darum, wie die Realität bewertet und wie am besten damit umgegangen wird.

Die Flüchtlinge stellen unsere Gesellschaft und unsere Werte vor eine große Herausforderung. Einiges was sie mitbringen steht im Widerspruch zu unseren Überzeugungen und der Art wie wir leben. Ich glaube wir wären schlecht beraten und würden vor der Herausforderung kapitulieren, wenn wir in solchen Momenten als erstes unsere Werte über Bord werfen würden.

Toleranz und Akzeptanz sind für mich hohe und wichtige Werte, nicht nur, weil ich sie gerade von anderen selbst erfahre. Würde ich sie aufgeben, dann würde ich mich selbst verraten.

Liebe Grüße

Anke

Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Verfasst: Mi 27. Jan 2016, 08:27
von ExUserIn-2026-04-08
Toleranz und Akzeptanz sind für mich hohe und wichtige Werte, nicht nur, weil ich sie gerade von anderen selbst erfahre. Würde ich sie aufgeben, dann würde ich mich selbst verraten.
So ist es. Die, die heute schreien, sind gerade die Gegner der Toleranz und anderer Werte, die unsere Gesellschaft sich eigentlich auf die Fahnen geschrieben hat. Heute wird auf Flüchtlinge Jagd gemacht, morgen auf Homosexuelle, Transgender und anderes "Gesochs".

Hatten wir schon einmal und ich möchte es nicht erleben. Die Situation kann verdammt schnell kippen ...

Wir dürfen aber auch nicht die Augen zu machen vor den Missbräuchen und Übergriffen, die es tatsächlich gibt. Aber bitte, dann aber auch bei Menschen, die hier gebürtig sind. Das die Zahl sexueller Übergriffe immer noch überwiegend von deutschen Männern ausgeht, bleibt leider unter dem Tisch. Die Vorfälle von Köln sind geeignet, von dieser Tatsache abzulenken. Wenn man schon schreit "Schutz für deutsche Frauen", dann sollte man auch bei sich selber anfangen. Aber ich habe eher den Eindruck, dass diese Schreier lieber ihre Frauen "schützen" wollen, in dem die Frauen wieder auf ihr "angestammtes" Revier reduziert werden sollen.

Wollen wir das wirklich ?

Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Verfasst: Mi 27. Jan 2016, 14:40
von ExUserIn-2026-04-08
Noch eines hinterher. Wenn ich mir "Argumente" der "Schreier" anschaue, frage ich mich häufig, ob diese Argumente nicht viel besser auf die Schreier selber zutreffen. Beispiel:
... ist der sogenannte Rechtsstaat am Ende und damit der Schutz auch von Frauenrechten in unserem Land nicht mehr gewährleistet".
Frauke Petry in http://www.ksta.de/politik/petry-sote-a ... 64400.html

Welche Frauenrechte sind hierbei gemeint ? Etwa diese ?
"Ich bin keine Feministin, weil ich mir gerne die Tür aufhalten und in die Jacke helfen lasse", hat da eine junge Frau in entwaffnender Schlichtheit auf einem Plakat notiert. Regelrecht dumpf klingt gar die Ansage eines Mannes, der sich Kämpferinnen für Frauenrechte gleich jede Weiblichkeit abspricht: "Ich stehe auf Frauen, die den Feminismus ablehnen, weil ich wahre Weiblichkeit wunderschön finde.
...
Für das größte Aufsehen sorgte aber wohl eine junge Frau, die ihre Eigenständigkeit als Frau lieber ihrem Mann überlässt: "Ich bin keine Feministin, weil mein Mann mein Fels in der Brandung ist - und nicht mein Klassenfeind", hat sie auf ihrem Plakat aufgeschrieben. Mit Ausrufezeichen."
http://www.rp-online.de/politik/deutsch ... -1.4113862

So weit, so schlecht. Und was sagt die AfD sonst noch ?
Die Strategie muss jetzt lauten: Null-Toleranz gegen frauenverachtende Machos und Kriminelle.
http://www.afdbayern.de/2016/01/afd/pre ... riminelle/

Soso, frauenverachtende Machos. Man muss nicht nach Nordafrika fahren, um "frauenverachtende Machos" zu finden. Sie sind mitten unter uns. Und es sind "brave Bürger". Ach ja, einen hab' ich noch:
Freiheit ist immer auch die Freiheit der Andersdenkenden.
http://www.afd-potsdam.de/2016/01/13/li ... gegensatz/

Ob der Satz auch noch gilt, wenn die AfD die Macht im Staate hätte ? Wer's glaubt, gräbt sich sein eigenes Grab. Die Parallelen zu 1933 sind unverkennbar.

Thea, das ist auch Realität in Deutschland ...

Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Verfasst: Mi 27. Jan 2016, 16:41
von Carina
Vicky_Rose hat geschrieben: Das die Zahl sexueller Übergriffe immer noch überwiegend von deutschen Männern ausgeht, bleibt leider unter dem Tisch. Die Vorfälle von Köln sind geeignet, von dieser Tatsache abzulenken.
Hallo Vicky_Rose,

ist das wirklich so? Gibt es da belastbare Zahlen die diese Behauptung unterstützen. Es würde mich, aus der Lebenserfahrung heraus, schon ein wenig verwundern.

Viele Grüße
Carina

Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Verfasst: Mi 27. Jan 2016, 18:51
von ExUserIn-2026-04-08
Hi Carina,

eindeutige Zahlen zu bekommen, ist schwierig. Aber lies einmal diese Artikel. Über Google findest Du viel mehr. Vor allem schockiert mich, dass vor allem Partner und Ehemänner sowie der nächste Verwandten- und Freundeskreis so stark beteiligt sind.

https://frauenrechte.de/online/images/d ... chland.pdf

http://www.taz.de/!5047159/

http://www.focus.de/politik/deutschland ... 98370.html

Und wie sieht es abends in und nach einem Kneipenbesuch aus ? Unter Alkohol werden manche Männer ganz schön "mutig".

Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Verfasst: Do 28. Jan 2016, 15:27
von Carina
Hallo Vicky,

vielen Dank für die Links. Es sieht so aus, als ob niemand etwas genaueres wüsste und deshalb munter drauf los geraten wird:
Terre des Femmes: jede 7. Frau wird Opfer sexueller Gewalt
TAZ: jede 2. Frau wird Opfer sexueller Gewalt
Focus: jede 3. Frau wird Opfer sexueller Gewalt

Es wird eine hohe Dunkelziffer geben, schon aus dem Grund, dass viele Vorfälle innerhalb der Familie statt finden. Allein aus der Existens einer angenommenen hohen Dunkelziffer sind die Zahlen der TAZ und des Focus eher erfunden als wahr.

Zu Deiner Behauptung über deutsche Sexualstraftäter habe ich jetzt noch folgendes gefunden:

Gesamtstraftaten pro 100.000 deutscher Einwohner, inkl. Deutschen mit Migrationshintergrund: 1035
Gesamtstraftaten pro 100.000 ausländischen Einwohnern: 2256

Sexualstraftaten pro 100.000 deutscher Einwohner, inkl. Deutschen mit Migrationshintergrund: 9
Sexualstraftaten pro 100.000 ausländischen Einwohnern: 13
Quelle: Statistisches Bundesamt Wiesbaden 2015, Datenbasis: Verfolgte Straftaten2013

Mich haben diese Zahlen jetzt etwas ernüchtert. Das hätte in dieser Deutlichkeit doch nicht erwartet. Es werden sich vermutlich noch einige Generationen nach uns daran Abarbeiten um diesen erbärmlichen Zustand zu ändern.

Herzliche Grüße
Carina

Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Verfasst: Do 28. Jan 2016, 15:44
von Ulrike-Marisa
Moin,

...es ist schon so, wie Vicky schreibt, dass sexuelle Gewalt in Deutschland in der Familie vorherrscht und zwar ganz lange Zeit unbestrafbar. Vergewaltigung in der Ehe war bis vor kurzem kein Tatbestand und wurde nicht verfolgt, erst wenn Körperverletzung vorlag. Da hat sich schon etwas getan, ob Gott sei Dank, sei dahingestellt, aber da ist die Gesetzgebung schon kürzlich geändert worden und die ist schon wieder in der Diskussion mit Verschärfung im Bereich sexueller Übergriffe. Ein Nein soll als Nein gewertet werde und der Verstoß dagegen wohl endlich ein Straftatbestand werden - wenn es dann gegen die Widerstände aus den Parteien heraus wirklich dazu kommt. Die Migrantenproblematik ist da nur aktuell dazugekommen. Das Problem gibt es schon lange, wie wir ja alle wissen.

Gruß, Ulrike-Marisa

Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Verfasst: Do 28. Jan 2016, 17:44
von ExUserIn-2026-04-08
Die Migrantenproblematik ist da nur aktuell dazugekommen.
Sie ist nicht nur dazu gekommen. Sie lenkt auch wunderbar ab.

Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Verfasst: Do 28. Jan 2016, 17:51
von Anne-Mette
Moin,
Sie ist nicht nur dazu gekommen. Sie lenkt auch wunderbar ab.
Das ist die Frage. Im Moment kocht das Thema national und international überall hoch.

Dänemark:
90 ofre hver dag: Her er de tre typer af mænd, der slår kvinder...
(90 Opfer jeden Tag: hier sind die drei Typen von Männern, die Frauen schlagen)
http://nyheder.tv2.dk/krimi/2016-01-28- ... ar-kvinder


Ich befürchte allerdings, das Thema ist im Moment "dran" und viele "vergessen" es wieder, wenn ihnen ein anderes eingefallen ist.

Gruß
Anne-Mette

Re: Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof

Verfasst: Do 28. Jan 2016, 19:24
von Carina
Hallo,

das Thema unterscheidet sich schon von den üblichen Säuen, welche alle vier Wochen durch die Dörfer getrieben werden. Dafür ist es zu wichtig um nach kurzer Zeit der Diskussion wieder im Nirvana zu landen.
Wenn wir in der Lage wären diesen Menschen eine Lebensperspektive anzubieten, könnte es funktionieren. Wobei fraglich ist, ob ein Angebot nach unseren Vorstellungen überhaupt angenommen wird. Integration ist in erster Linie eine Bringschuld gegenüber dem Gastland. Das wird fast immer vergessen.

Viele Grüße
Carina