Ja, es ist eine besch... Zeit. Anders kann ich das auch nicht mehr sagen. ...und manchmal kommt es immer noch schlimmer.
Am 28.01. informierte mich ein Freund, der mich am 24.01. für eine halbe Stunde besucht hatte, dass erpositiv getestet sei. Am 30.01. hatte ich ein entsprechendes Schreiben des zuständigen Bezirksamtes im Kasten. Natürlich hatte ich schon vorher alle Menschen informiert und alle Termine vorsorglich abgesagt.
Am 01.02. habe ich dann einen PCR-Test gemacht, der zu meiner Erleichterung negativ ausfiel. Glücklicherweise blieb ich trotzdem zuhause, bis auf einen Psychotherapietermin wegen meiner Depression.
Denn am 07.02. bemerkte ich, dass ich nach leichtem Schnupfen am Vortag auf einmal nichts mehr roch oder schmeckte. Eine sehr skurile Erfahrung, die mich dazu brachte am 08.02. erneut einen PCR-Test zu machen. Der war dann positiv. So blieb ich natürlich weiter allein zuhause, informierte wieder alle Menschen. Eine Nachbarin unterstützte mich in dem sie einige Sachen einkaufte.
Am 12.02. schrieb ich, da ich noch kein Schreiben des Gesundheitsamtes in Berlin-Köpenick erhalten hatte, eine Email an dieses Amt.
viewtopic.php?f=75&t=21182&p=296999&hil ... ck#p296999
Am 16.02. erhielt ich dann einen Anruf vom Gesundheitsamt, wo der Mitarbeiter mir mitteilte, er sehe auf einem Aktendeckel nur vernerkt, dass ich wohl einen Termin für einen PCR-Test habe am 22.02. und er den Eindruck habe, dass ich die richtigen Entscheidungen getroffen hätte. Ich solle die amtliche Verfügung abwarten.
Nachdem ich bis zum 10.02. fast keine Sympthome außer leichter Erkältung und dem Sinnesverlust hatte folgte ein Abend, der mich in Todesangst versetzte. Ich bekam starke Kopfschmerzen und meine Sicht fing an sich einzuschränken wie bei meinem Schlaganfall im März 2020. Ich maß meinen Blutdruck und kam noch mehr in Panik. Drei Telefonate und starker Selbstmedikamentation auf Anraten des Arztes bei der Coronahotline später war der Blutdruck wieder im erträglichen Bereich.
Die folgenden Tage wechselten sich verschiedene Symptome wie Ohrenschmerzen, Gliederschmerzen, Husten, Schnupfen und Halsschmerzen ab. Fieber oder noch einmal Bluthochdruck hatte ich nicht.
Heute Morgen endlich fand ich ein Schreiben des Gesundheitsamtes im Briefkasten, dass eine strikte Quaranräne bis einschließlich gestern anordnet.
Da ich immer noch Erkältungssymptome habe stimmte meine Arztpraxis einem erneuten PCR-Test am Montag Morgen zu, so dass ich am Dienstag weiß, ob ich noch andere gefährden kann oder, auch für meine Gesundheit, aus der direkten Gefahrenzone bin.
Ich bin wütend, einsam, habe Angst und depressive Schübe. Aber ich bleibe zuhause, schütze andere und versuche, nicht überzureagieren.
P.S. Gestern habe ich erfahren, dass mein Papa wohl endgültig seine verbliebene Niere verliert und ins Heim muss.