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Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Verfasst: So 14. Dez 2025, 13:49
von Theresaa
Maya hat geschrieben: So 14. Dez 2025, 01:19
Theresaa hat geschrieben: Sa 13. Dez 2025, 22:14 Ich kann der digitalen Steuerung irgendwie nichts abgewinnen. Für den Fall dass ich meine Anlage irgendwann mal aufbauen kann, dann alles schön in Analog auf M-Gleis.
Im Ernst jetzt? Analog? :shock:
Was führt Dich denn auf dieses schmale Brett? :roll:
Die wenigen technischen Möglichkeiten?
Nostalgie?
So eine Aussage hätte ich am Wenigsten von Dir erwartet, bezüglich Deines technischen Hindergrundes. :o
Schreib doch mal was dazu.

LG, Maya
Hallo Maya,
Wo hast du Willi gelassen?

Dafür sind es einfach zu viele Fahrzeuge die ich entweder umrüsten oder neukaufen müsste (ca. 60 Loks…).
Ich finde auch dass bei dem digitalen System irgendwie der Reiz verloren gegangen ist.

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Verfasst: So 14. Dez 2025, 15:46
von Sabrina Verena
Hallo, Ich fahre auch noch analog, anschalten und los geht's.
Der Nachteil ist, dass man nur noch im Gebrauchthandel die Locks und M- Gleise bekommt, jedenfalls bei Märklin H0.
Der Kabelsalat stört weniger, da zuverlässiger als Funkverbindungen.
Es gibt aber auch von anderen Anbietern interessante analoge Modelle gebraucht fürs Märklin- System.
Digital ist mir zu teuer und ein kompletter Austausch der Lokomotiven, die meisten noch ohne Digitalisierbarkeit ist auch zu teuer.
Bei der Schmalspurbahn H0e von Rocco sieht es da besser aus. Da kann man, dank Bemo, Tilig, Liliput, Mintrains, Rocco und gebraucht Eggerbahn noch genug bekommen.
Schwierig ist da die passende Dampflock für die HSB- Wagen zu bekommen.
LG Verena

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Verfasst: So 14. Dez 2025, 19:03
von Claudia-67
Hallo,

ich hatte lange genug als Journalistin mit dem Thema Digital zu tun. Meinen Namen konnte man oft genug in dem Zusammenhang in den einschlägigen Zeitschriften lesen. Vor 28 Jahren war ich maßgeblich daran beteiligt beim Fremo die Digitalisierung voran zu treiben. Auf großen Modulanlagen, die man immer wieder anders aufbaut und zudem realistischen Fahrplanbetrieb macht mit reichlich Mitspielern, war es analog einfach nicht mehr beherrschbar. Gerade größere Bahnhöfe erforderten komplexe Schaltungen um vorbildgerecht den analogen Fahrstrom ins richtige Gleis passend zur eingestellten Fahrstraße zu schalten. Digital ist dafür eine erhebliche Vereinfachung.
Ob man bei einer Lok auf dem Rasselbahn-Gleiskreis eine Digitalsteuerung braucht, muss jeder selber wissen.

Fakt ist, mit dem Digitalbetrieb kann ich bei den Fahrzeugen vorbildgerechte Spitzen- und Schlusssignale schalten, Innenbeleuchtung, Sound und mehr. Mit Sound meine ich nicht den werksseitig verbauten Mist, den einige Hersteller einbauen, sondern guten Sound mit vernünftigem Lautsprecher und gut abgemischten Daten.

Da geht also schon wirklich viel mehr als analog, aber es erfordert nun einmal sich mit dem Thema etwas auseinander zu setzen. Das musste man beim Analogbetrieb aber auch wenn man das alles verkabeln wollte.

Liebe Grüße
Claudia

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Verfasst: So 14. Dez 2025, 19:07
von Claudia-67
Hallo nochmal,

und das dritte Video von unserem Treffen vor zwei Wochen wo man den Fahrplanbetrieb sehen kann. Wir haben bewusst einmal die moderne Bahn nachgespielt.

https://youtu.be/rtydhfjHL7g?si=N51JBGSNurEfqw6_

Bei mit Minute 7:00 wird es interessant. Erst Fahrt aus Zs1, sogar am Signal funktionsfähig und dann leider nur als improvisierte Tafel das Zs7. Fahrdienstleiterin Claudia mit Helfer Urmel bei der Arbeit. (smili)
Leider konnte ich keine Fahrten im Gegengleis machen, da es keine passenden Weichenverbindungen zurück ins Gegengleis im nächsten Bahnhof gab.

Viel Spaß dabei und liebe Grüße
Claudia

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Verfasst: So 14. Dez 2025, 19:49
von Marlene
Schöne Mitfahrt im Video.

Sicher hat das digitale Fahren seinen Reiz was insbesondere authentische Fahrgeräusche und Signale am Zug betrifft, aber ich werde damit nicht warm und mein Augenmerk liegt eher auf der Gestaltung der Gleisanlagen, speziell der Sicherungstechnik. Die mechanischen Außenanlagen auf der Anlage sehen sehr ansprechend aus. Allerdings fällt das komplette Fehlen der PZB- Einrichtungen an den Signalen auf. Auch stimmen einige Weichensignale nicht mit der Stellung der Weiche im Fahrweg überein. Und genau da bin ich sehr pingelig. Da nützt der schönste Dieselsound nichts...

V.G. Marlene

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Verfasst: So 14. Dez 2025, 21:04
von Claudia-67
Hallo,

die Module sind von viele Leuten. Da hat jeder seine Prioritäten was er nachbaut. Bei 2600 Mitgliedern in 23 Ländern ist die Bandbreite groß. Die PZB gibt es bei meinen Modulen, wo Ks-Signale stehen durchaus, aber halt nicht bei Modulen, wo ich ältere Epochen und Signalsysteme darstelle, die das typischerweise nicht hatten. Modulbahnerei ist halt immer ein Kompromiss. Das gilt auch für bewegliche Weichensignale. Das schönste filigrane und bewegliche Weichensignal nützt nichts, wenn es die Transporte zu den den Treffen nicht übersteht. Da hat eine feste Anlage viele Vorteile, aber dafür kann man nicht in der Größenordnung mit vielen Kollegen den Betrieb machen. Die Transportfestigkeit setzt leider oft Grenzen was man bauen kann.

Spaß gemacht hat das nachgebildete DrS2-Stellpult zu bedienen, mit Zugnummernmeldeanlage und Streckenblock. Selbst die Schlüsselsperre funktioniert wie beim Vorbild. Taste und Gruppentaste betätigen, an der Schlüsselsperre dann Taste drücken und Schlüssel raus drehen. (he)
Das geht mit konventioneller Technik einfach nicht. Im Hintergrund läuft ein PC, der den "Relaisraum" nachbildet. Jedes Tischfeld ist über ein Bussystem angeschlossen und somit ist das dann flexibel konfigurierbar, wenn beispielsweise die abgehende Strecke nur eingleisig genutzt wird. Dann kommt vor dem Treffen eine andere Konfiguration rein. Wir hatten auch ein nachgebildetes mechanisches Stellwerk dabei, mit Hebel und Schlössern. Bedienung wie beim Vorbild.

Liebe Grüße
Claudia

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Verfasst: So 14. Dez 2025, 23:06
von Lucky70
Hmm, ich habe meine Anlage nach 10 Jahren wieder ausmotten können. Vorher bin ich eigentlich nur analog gefahren - habe aber zwischendurch auch etwas digitalisiert. Den Unterschied beim Fahren hätte ich nicht wahr haben wollen. Die Fahreigenschaften sind wesentlich besser. Und das lohnt sich auch wenn man in realistischen Tempo durch gut gestaltete Landschaft fährt. Und auch so mancher Firlefanz wie korrektes Schluslicht (bzw, eben keines zwischen Lok und Wagen).

Jetzt wede ich wohl langsam auf Digital umsteigen...

Lucy

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Verfasst: Mi 17. Dez 2025, 00:07
von Maya
Theresaa hat geschrieben: So 14. Dez 2025, 13:49 Dafür sind es einfach zu viele Fahrzeuge die ich entweder umrüsten oder neukaufen müsste (ca. 60 Loks…).
Ich finde auch dass bei dem digitalen System irgendwie der Reiz verloren gegangen ist.
Hmm, OK, die Umrüstung kostet schon einiges. Andererseits wirst Du 60 Loks nie gleichzeitig analog fahren können.
Und dass bei digitalen Systemen der Reiz verloren geht sehe ich auch genau andersrum.
Analoge Systeme können niemals ein derart realistisches Fahrszenario darstellen, wie ein digitales System.
Aber wie schon erwähnt wurde, muss man sich da reinfummeln. Ist ganz sicher nicht nur eine Herausforderung, sondern auch ein ordentlicher Kostenfaktor.
Analoge Systeme sind eben nur nostalgisch. Der Funktionsumfang unterliegt extremen Einschränkungen, bei hohem Aufwand. (Verkabelung)
Ich habe keine Modellbahn (hatte aber mal eine vor über 50 Jahren) und würde mir heute aber nichts analoges mehr aufbauen.
Allein schon wegen der minimalen Verkabelung und den gigantischen Erweiterungsmöglichkeiten, ohne Neuverkabelung.
Aber letztendlich muss jede/r selbst entscheiden, was einem genügt. :roll:

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Verfasst: Mi 17. Dez 2025, 00:16
von Theresaa
Wenn dann wird es eher eine Spielbahn werden. Und selbst da kann man schon einiges automatisieren.
Klar habe ich neuere Modelle… irgendwie reizt mich das digitale nicht.

Mein ältestes Modell ist eine 3003, gebaut ca 1955/56.
Da wäre es eine Schande einen Decoder reinzustecken.
Nebenbei ist das gute Stück noch Original.

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Verfasst: Mi 17. Dez 2025, 00:31
von Maya
Theresaa hat geschrieben: Mi 17. Dez 2025, 00:16 Mein ältestes Modell ist eine 3003, gebaut ca 1955/56.
Da wäre es eine Schande einen Decoder reinzustecken.
Tja, das ist die eine Sichtweise.
Die andere ist, die Lok, von Aussen völlig unsichtbar, zu digitalisieren und endlich realistische Fahreigenschaften zu verpassen.
So wie ich es mit meinem alten Bakelittelefon W48 gemacht habe. (Beitrag im Bastelthread)
Von Aussen absolut nichts verändert, jedoch nun weltweit ohne Kabel voll funktionsfähig.
So macht das olle Teil wieder riesen Spass. Ansonsten wärs nur ein Staubfänger.
OK, ich halte mich jetzt hier raus. Wollte nur mal hören, was es so für Begründungen gibt, den alten Kram so eingeschränkt am Leben zu halten.
Danke an Alle. (hs)

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Verfasst: Mi 17. Dez 2025, 23:20
von Marlene
Das ist genauso wie mit den Schallplatten und Kassetten die auf einmal wieder da sind. Wer hätte das wohl gedacht. Aber es muss wohl einen Sinn haben und den Leuten gefallen, ansonsten käme es nicht wieder in Mode. Und genauso ist es mit der Modellbahn.

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Verfasst: Mi 17. Dez 2025, 23:46
von Claudia-67
Hallo,
Maya hat geschrieben: Mi 17. Dez 2025, 00:07 Hmm, OK, die Umrüstung kostet schon einiges. Andererseits wirst Du 60 Loks nie gleichzeitig analog fahren können.
Und dass bei digitalen Systemen der Reiz verloren geht sehe ich auch genau andersrum.
Analoge Systeme können niemals ein derart realistisches Fahrszenario darstellen, wie ein digitales System.
Aber wie schon erwähnt wurde, muss man sich da reinfummeln. Ist ganz sicher nicht nur eine Herausforderung, sondern auch ein ordentlicher Kostenfaktor.
Analoge Systeme sind eben nur nostalgisch. Der Funktionsumfang unterliegt extremen Einschränkungen, bei hohem Aufwand. (Verkabelung)
Ich habe keine Modellbahn (hatte aber mal eine vor über 50 Jahren) und würde mir heute aber nichts analoges mehr aufbauen.
Allein schon wegen der minimalen Verkabelung und den gigantischen Erweiterungsmöglichkeiten, ohne Neuverkabelung.
Aber letztendlich muss jede/r selbst entscheiden, was einem genügt. :roll:
alleine wenn ich überlege welche Möglichkeiten mir die Konfigurierbarkeit bei der Weichen- und Signalsteuerung bietet und bei Stellpulten, ist das schon ein Kriterium das digital zu machen. Ich möchte kein Stellwerk mit Relaistechnik analog aufbauen. Nicht, dass ich das nicht kann, aber der unflexible Aufbau ist blöd. Beim digitalen Schalten baue ich erstmal die Grundfunktionen und dann erweitere ich das immer mehr bis zum Endausbau. So habe ich das auch gemacht, erst nur Einzelbedienung, dann automatischer Haltfall der Signale, Fahrstraßen, Gleisfreimeldung integrieren, usw...

Wenn man die Kosten gegen den Zeitaufwand rechnet, lohnt das alles schon, außer man lötet gerne stundenlang und suchte gerne Fehler in Kabelbäumen. Aus dem Alter bin ich raus...

Liebe Grüße
Claudia

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Verfasst: Do 18. Dez 2025, 00:38
von Maya
Claudia-67 hat geschrieben: Mi 17. Dez 2025, 23:46 Wenn man die Kosten gegen den Zeitaufwand rechnet, lohnt das alles schon, außer man lötet gerne stundenlang und suchte gerne Fehler in Kabelbäumen. Aus dem Alter bin ich raus...
Ja Claudia, so sehe ich das ja auch. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass wir beide vom Fach sind. Ich bin ja auch in der Elektronik-Entwicklung tätig.
Vielleicht können wir das Gesamtkonzept besser beurteilen/bewerten.
Ich würde bei meiner Modellbahn gerne alles so realistisch haben wollen, wie möglich. Das ist analog sicher nicht möglich.
Jedoch sollten wir die Kosten (Rentner rechnen keine Zeit in Geld um) und die technische Herausforderung, nicht ausser Acht lassen.
Das wollen sich eben Viele nicht mehr antun.

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Verfasst: Do 18. Dez 2025, 08:23
von Juliane
Moin zusammen.

Es ist, Stichwort Rentner, auch eine Frage der Finanzierbarkeit.

Bei mir, mit meinem Anleger der Hafenbahn, genügen 3 Weichen und maximal 6 Triebfahrzeuge für einen vorbildgerechten Betrieb. Das wäre zwar finanziell zu stemmen, aber ich komme mit insgesamt 12 einzeln zuschaltbaren Gleisbereichen elektrisch vollkommen aus für einen vorbildgerechten Zugbetrieb. Sogar das umsetzen der Triebfahrzeuge, an das jeweilige vordere Zugende, kann bei so einer einfachen privaten Nebenbahn locker auch analog gehen.
Aber jede wie sie mag und es ihre Anlagen von der Größe her erfordern.

)))(: Juliane

Re: Freundinnen und Freunde der großen und der kleinen Eisenbahn

Verfasst: Sa 20. Dez 2025, 13:03
von Sabrina Verena
Ich noch mal.
Also auf Großanlagen, wie sie Vereine betreiben oder auf Ausstellungen stehen, geht es nicht ohne Digitalisierung.
Aber auf einer Zimmeranlage sehe ich da keine Notwendigkeit. Und wer lässt auf einer 3 mal 4m Meter Anlage schon 60 Locks gleichzeitig laufen?
Selbst wenn man mehr Locks hat, weil man sie ja auch irgendwie sammelt, fahren die ja nicht gleichzeitig auf der Anlage.
Andererseits kann man mit Verbindungs- Programmierung auch Einiges Steuern.
Man hat halt den Kabelsalat und braucht mehr Schalt- und Steuerelemente (Schalt- Stellpulte und -gleise, Kontaktgleise, Lichtschranken usw.).
LG Verena