Ein humoriger Berichterstatter bei einem Hundetreffenen
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Monika
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Ein humoriger Berichterstatter bei einem Hundetreffenen

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Beitrag von Monika »

Als Berichterstatter bei der Cockerrettung e.V. am 28.06.14

Liebe User, am 28.06.14 war ich bei dem Hundeverein "Cockerrettung e.V.
als Ehrengast, Journalist und Hofberichterstatter in Ense (Sauerland) zugegen.
Meine gesammelten Eindrücke und Erfahrungen, möchte ich Euch hier zum Besten geben.

Frühmorgens um 7 Uhr 30 erschien ich bei den glücklichen Hundebesitzern um mit Ihnen zusammen zu frühstücken und anschließend mit Ihnen nach Ense zum alljährlichen Hundetreffen zu fahren.
Die Cockerhündin "Sina" begrüßte mich mit heftigem Schwanzwedeln (Die glückliche, die von sich behaupten kann, diese Meisterleistung zu beherrschen) frisch gestylt, (Fell gekämmt, Zähne geputzt, rosafarbener Lippenstift) und einem kräftigen Wuff, Wuff.
Wohlgemerkt, ich spreche (pardon, schreibe) hier von der Cockerhündin nicht von der anderen Dame des Hauses, Petra als Frauchen. Klaus als Herrchen war natürlich auch zugegen.
Auch er war natürlich frisch gestylt (Fell bzw.Haare gekämmt, frisch rasiert, ohne Lippenstift)
Nun wurde erstmal gefrühstückt. Meine mitgebrachten Brötchen wurden erstmal verzehrt, wobei mir die neuste Kreation der brandneue Brotaufstrich für Welpen und Rüden präsentiert wurde.
Ich verzichtete schweren Herzen auf diesen für mich doch ungewöhnlichen Brotaufstrich, und schwor mir beim nächsten Mal, außer den Brötchen, auch noch den geeigneten Wurstaufschnitt mitzubringen.
Nach dem Essenfassen ging es endlich los.
Hündin "Sina" (nochmal aufgefrischt, mit Lippenstift)
Frauchen "Petra" (bekannt aus meinen Outdoorerlebnissen, ebenfalls frisch hergerichtet mit Lippenstift) und last not least:
Herrchen "Klaus" (nochmals die wenigen Haare gut sortiert, ohne Lippenstift)
Hündin "Sina" bekam ihren Ehrenplatz schräg hinter dem Fahrer (meine Wenigkeit). Sie war ja heute die absolut wichtigste Person.
Herrchen "Klaus" saß genauso schräg rechts neben mir. Man mußte ja bedenken, das er gestern abend auf eine Wahlhelferveranstaltung zugegen war, und der Alkohol in Strömen floß.
Frauchen "Petra" saß hinter mir, ebenfalls leicht angeschlagen, und wollte erstmal eine Schüppe Schlaf nehmen.
Hündin "Sina", erstaunlicherweise recht nüchtern, schüttelte den Kopf und versteckte den selbigen unter ihren Pfoten. Ich sage nur eins: Alkoholverdunstungsstunde.
Da ich ja wußte, das bei Parteiveranstaltungen man dem Alkohol recht freundlich gesinnt war, nahm ich dies Schicksal ergeben hin.
Um den Fahrgästen etwas gutes zukommen zu lassen, schlug ich vor, mangels meines mal wieder nicht funktionirendem Autoradios, einige Lieder zum mitsingen anzustimmen.
Die Begeisterung hielt sich in Grenzen, nur die nüchterne Hündin "Sina" jaulte kräftig bei meinen Gesangsübungen mit.
Herrchen "Klaus" und Frauchen "Petra" hielten sich die Ohren zu und lobten meine Gasangsdarbietungen insofern mit den Worten: Hündin "Sina" hat eine bessere Stimme, und eine bessere Tonlage.
Ergo versuchte ich dann einiges von der Wahlkampfveranstaltung zu erfahren.
Dies war aber wegen gravierender Gedächtnislücken des gestrigen Abends nicht möglich. Ebensogut hätte ich Hündin "Sina" über ihre geschlechtliche Erfahrungen mit den Hundemännern ausfragen können.
Nachdem also alle Bemühungen in Punkto "Konversation" gescheitert waren, erreichten wir nach einiger Zeit einen Autobahnparkplatz wo dann jeder sein "Geschäft" verrichtete.
Hündin "Sina" im Gebüsch vor dem Restaurant wo es jeder sehen konnte.
Ähnlichkeiten mit meiner Person zu meinem Outdoorerlebnis vom 21.06.14 sind rein zufällig und nicht gewollt
Die Gruppe der Homosapiens (also wir drei anderen) gaben unsere Hinterlassenschaften der Toilette des geöffneten Restaurant.
Frisch gestärkt und erleichtert nahmen wir die letzten Kilometer in Angriff.
Petra erneuerte ihren Lippenstift während hingegen Hündin "Sina" auf diese Prozedur verzichtete. Jegliches gutes Zureden seitens Petra bezüglich der vielen netten männl. Hunde wurden von Hündin "Sina" ignoriert.
Nach c. 90 Min. erreichten wir den kleinen Ort Sense, in welcher die Hundeveranstaltung stattfinden würde.
Aber welch eine Überraschung erwartete uns.
Der Ort war wie ausgestorben, die Fenster und Fensterläden alle geschlossen sowie die Einkaufsläden. An einigen Läden war die Aufschrift zu lesen "Wegen einer Veranstaltung heute geschlossen" Nur die Apotheke im Ort war geöffnet und ein Schild.prangte in der Geschäftsauslage mit den Worten "Ohropax nur heute im Angebot".
Selbst der Damenfriseur hatte geschlossen. Und das ist schon erstaunlich, da doch die meisten Damen am Samstagmorgen zun Friseur gingen.
Die örtliche Tankstelle warb mit den Worten: Heute kein Benzinausschank" Welch merkwürdige Aussage. Die Schreinerei im Ort verrammelte ihre Türen und Fenster mit den hier ansäßigen Holzarten Fichte und Tanne.
Ich denke, man kann es auch übertreiben.
Der Parkplatz vor dem Schützenhaus St. Hubertus welches von der Cockerrettung angemietet war, war gut gefüllt und ein freudiges Gebell erwartete uns.
An der Eingangspforte wurde jeder Neuankömmling von zwei resoluten Damen in Emfang genommen und einer gründlichen Leibesvisitation unterworfen.
Ein Magnetstreifen scannte den Körper auf mitbringsel wie Pistolen, Sprengstoff und Drogen.
Wir kennen diese Prozedur ja schließlich alle von den Flughäfen in aller Welt. Sicherheit ist das erste Gebot. So ließ ich die Untersuchung in aller Ruhe über mich entgehen, und lobte das Sicherheitsbedürfnis des Veranstalters.

Aber ich sollte mich getäuscht haben, der Scanner war zum Zwecke der Chiperkennung für die Hunde gedacht. Jeder Hund hatte ein Chip inplantiert, wodurch es möglich war verlorene Hunde den Besizern wieder zukommen zu lassen.Man hatte mich also spaßeshalber hereingelegt.
Obwohl mit dem Chip im Ohr oder unter der Haut könnte man sehr gut verlorene Ehemänner ausfindig machen, die in Kneipen ihr dasein fristen und den Heimweg nach reichlichem Alkoholgenuß nicht mehr finden würden. Jedenfalls schwor ich mir, bei einer zukünftigen
Parteiveranstaltung dieses Thema als ersten Punkt auf die Tagesordnung zu setzen. Nun kam die Überprüfung der Impfausweie an die Reihe (von den Tieren) .

Nun betraten wir das Festgelände. Ca. 100 Hundebesitzer und 50 Hunde bevölkerten die Wiese, und begrüßten jeden Neuankömmling mit Gebell. Spätestens jetzt hatte der Verkauf von Ohrenstöpsel in Ense seine Berechtigung. Zumindest für empfindliche Frohnaturen. Mir war es relativ egal.
Jedenfalls beschnupperten sich die Hunde gegenseitig (Die Menschen weniger) und in freudiger Erwartung ging ich dem Grillstand entgegen.

Tiefste Erleichterung umkam mich, als ich die herlichen Bratwürste (nicht die von Uli Hoenneß)
und leckeres Fleisch auf dem Grill liegen sah. Nach dem Erwerb von Essenmarken konnte man diese Köstlichkeiten, und auch jeder Art von Getränken, frönen.
Zwischendurch ließ der Vorsitzende einige nette Worte zur Begrüßung vom Stapel, die mit begeisterten Gebell (die Hunde) nicht die Besitzer, untermalt wurden.
Nach der Einnahme von Flüssigkeit machte sich wieder mal meine Primanerblase bemerkmal.
Nach der erstmal erfolglosen Suche der örtlichen Toiletten, (mit den Toiletten steh ich ja jedesmal auf den Kriegsfuß, wie aus meinen Outdoorerlebnissen klar zu erkennen ist) fand ich dann schließlich doch die von mir so sehnsüchtigst erforderlichen Aborte.
Auf einer großen Wiese neben dem Grillstand standen einige kleinere Behälter auf dem Boden

In respektvollem Abstand standen dann etwas größere Behälter

Nun stellte sich mir die Frage, welche Behälter nun den männlichen Personen zugebilligt wurden, und welche den weiblichen Personen zustanden.
Nachdem ich erfolglos nach einer Lösung im Gehirn gesucht habe, faßte ich den Entschluß, doch einmal den Vorsitzenden des Hundevereins zu fragen.
Dort stellte sich dann heraus, das die Schüsseln auf der Rasenfläche den Hunden vorbehalten blieb. Bei näherer betrachtung sah ich auche eine klare Flüssigkeit in derselben, welches sich ganz lapidar als Wasser für die Hunde (nicht die Hundebesitzer) herausstellte.
Ihr könnt meine Erleichterung gewiß nachvollziehen.
Nachdem dieses Problem also behoben war, konnte ich in aller Ruhe die örtlichen Bedürfnisanstalten aufsuchen, die mir von den ortskundigen Personen zugewiesen wurden.
Bei näherer Betrachtung auf dem Festgelände fiel mir eine Besonderheit auf.
An fast jedem Baum hing eine schwarze Tüte die mehr oder weniger gut gefüllt waren.
Da ich von Natur aus eine neugierige Person bin, untersuchte ich dieses Phänomen.
Dabei stellte sich heraus, das in diesen Tüten die Hinterlassenschaft der Hunde gelagert wurden.

Nachdem ich anschließend meine neugierigen Finger auf der Toilette wieder gereinigt hatte, ging ich weiter auf Erkundigungen.

Diesmal etwas vorsichtiger (meine Hände zur Vorsicht auf dem Rücken) trabte ich diesmal durch die Räumlichkeiten des Hauses.

So stand ich dann schließlich in der Küche des Hauses und war überrascht über die Anwesenheit meiner Fahrgäste. Petra und Klaus waren sehr fleißig damit beschäftigt Berge von Geschirr zu waschen.

Mein erster Gedanke war, das dies eine Strafmaßnahme für evtl. Delikte im Hundeverein waren. Jedenfalls gaben beide Personen bei dieser Arbeit eine gute Figur ab und ich beschloß, diesen Strafmaßnahmenkatalog für evtl. spätere Veranstaltungen in meinen Überlegungen einzubeziehen.
Aber leider war ich dann enttäuscht, als sie mir erklärten, das diese Spülaktion gemeinschaftlich durchgeführt wurde um den reibungslosen Ablauf dieser Veranstaltung zu gewährleisten.
Ohne mich an dieser Aktion zu beteiligen ging ich weiter, mit der Kamera bewaffnet, auf Motivsuche.
An einer Glasscheibe fand ich diese Mitteilung.
Auf Grund des zehnjährigen Bestehens des Hundeverein, sollte jedes Vereinsmitglied ein Geschenk mit nach Hause nehmen dürfen.

Auch hier packte mich wieder die Neugier (Reporter sind ja berufsmäßig immer neugierig).
Ich ging also auf einige Hundebesitzer los (bitte nicht mißverstehen) und fragte nach dem Present, welches auf dem Schild angekündigt war.
Also, das Ergebnis war folgendes.
Jedes Herrchen bekam ein Halsband (ohne Stacheln) und jedes Frauchen bekam die dazugehörige Leine die individuell in der Länge verstellbar war.
Damit sollte die Bewegungsfreiheit des Herrchens eingeschränkt werden. Es kommt ja nun mal öfters vor, das die Männer oftmals ein renitentes Auftreten gegenüber ihrer Ehegattinnen an den Tag legen.
Ich schwor mir im insgeheimen bei einer evtl. neuen weiblichen Partnerschaft mit Anhang (also Hund) immer brav zu sein, und keine Verfehlungen zu riskieren.
Auf meiner weiteren Stippvisite lauschte ich dann den Gessprächen zwischen den Hunden und deren Besitzern.
Dabei wurden seitens der Besitzer folgende Aussagen sehr oft getätigt.

Aus, aus aaaauuuuuusssss
Nein, neeiin, neeiiinnn
Platz, platz, nun nimm endlich Platz
Willst du nun endlich artig sein.
Bleib, bleeiiibb, nun bleib endlich hier.
Das macht er sonst nie


Nun gut, diese Verhaltensmaßnahmen bzw. Konversation kann man gelegentlich auch bei älteren Ehepartnern untereinander feststellen und sollte nicht so auf die berühmte Waagschale geworfen werden.

Weiter auf meinem Erkundigungstrip.

Im Festsaal war ein großer Tisch mit leckeren Köstlichkeiten aufgebaut.
Siehe Foto:


Wunderbare Nahrungsmittel in buntem Geschenkpapier, Marmeladengläser in allen Variationen und Geschmacksrichtungen wurden zum Kauf angeboten. Da ich schon wieder Hunger verspürte, nahm ich diese Gelegenheit wahr und deckte mich mit div. Leckereien ein.
Bei näherer Betrachtung entpuppten sich die Kekse als "Selbstgebackene Hundekekse mit Käse" Auf Grund dieser Tatsache unterwarf ich meinen Einkäufen einer näheren Untersuchung, und stellte fest, das alle erworbenen leckereinen inklusive der leckeren Marmelade für die Vierbeiner gedacht waren.
Da ich mir keine Blöße geben wollte, behielt ich die Feststellung des Fehleinkaufs für mich, und schwor meinem lieben Arbeitskollegen am Montag einige leckere selbstgebackene Kekse mit Käse zum Probieren anzubieten. Ich entfernte also das Etikett und freute mich schon auf den ansonsten tristen Wochenbeginn am Montag.
Auch die Marmeladengläser (Leckere Konfitüre für den Hund) verloren rein zufällig ihre Banderrolle und sollten anschließend auch am Montagmorgen einer sinnvollen Bestimmung zugeführt werden. Ich denke da insbesondere an meinem Chef in Büro und seiner bezaubernden Matrone (Ehegattin) die uns des öfteren mit ihrer Anwesenheit beglückte.
Ich wanderte also zum nächsten großen Tisch, sah jede Menge Torten und Kuchen auf dem selbigen und stellte mißtrauisch die Frage, ob der Kuchen genießbar wäre. Das empörte Gezetere des Verkaufspersonals in den Ohren verließ ich die Stätte meiner Niederlage und schaute den Herrchen und Frauchen beim Verdauen dieser Köstlichkeiten zu. Anschließend suchte ich Petra, fand sie, und bat ihr um die Gefälligkeit mir doch bitte 3 (in Worten: drei) Stückchen Torte und 2 (in Worten: zwei) Stückchen Erdbeerkuchen mit Sahne vom besagten Tisch mitzubringen.
Frauchem Petra erfüllte mir diesen Wunsch ohne nach näheren Einzelheiten zu fragen.
Nach dem Gaumenschmaus folgte ein weiterer Höhepunkt dieser Veranstaltung.
Eine Dame mit Hund betrat die Bühne mit div. Gegenständen (Spielzeug, Kleidungsstücken und anderen Utensilien. Mit diesen Gegenständen vollführte dieser Hund wahre Kunststücke die jede Varietenummer in Las Vegas in den Schatten stellt.
So war der Hund in der Lage das Frauchen einzukleiden, in dem er ihr den Mantel brachte, den Hut auf dem Kopf der Dame zu plazieren und andere Kleidungsstücke in der richtigen Reihenfolge seinem Frauchen bereitzulegen. Dieses Kunststück beherschen leider nur sehr wenige Männer. Auch das Auskleiden ging mühelos vonstatten. Der Hund sprang von einem Stuhl hoch, schnappte sich mit den Zähnen den Hut und legte ihn auf der Garderobe ab.
Anschließend zog er mit seinem Maul an den Ärmeln der Jacke, erst links, dann rechts und der Mantel lag anschließend auf der Garderobe.
Nachdenklich betrachtete ich diese Zeremonie und der Wunsch nach einer Anschaffung eines Hundes nahm konkrete Formen an.
Auf die Anschaffung einer Frau kann also in Zukunft, zumindest kleidungstechnisch, verzichtet werden.
Jetzt fehlen also noch die evtl. erlernbaren Tätigkeiten des Kochens, Bügelns und anderen praktischen Hausarbeiten. Auf die Anschaffung eines Roboters kann also in naher Zukunft auch verzichtet werden.
Ihr seht schon, das mich diese Art von Beglückung durch den Hund nicht mehr losläßt.
Eines stimmte mich dann aber doch bedenklich. Auf die durchaus anregende Form des Liebeslebens muß aber aus technischen Gründen verzichtet werden.
Ergo kam ich zu der Erkenntnis, (die Damenwelt wird es mit Genugtuung registrieren) das die konservative Form der zwischenmenschlichen Beziehungen in Punkto Sex (man verzeihe mir den Ausdruck) doch immer noch seine Daseinsberechtigung hat.
Anschließend ging ich zum Auto, machte ein kleines Nickerchen und träumte von 101 Dalmantinern und einem Hüttenhund der mir div. flüssige Nahrungsmittel aus seiner Halsflasche ans Bett brachte.
Nach einem erholsamen Schlaf, nur unterbrochen von Hundegebell (auch bei geschlossenen Fenstern zu hören, strebte ich wieder dem Festgelände entgegen.
Mein erster Weg galt dem Grillstand wo ich sicher war, dort die geeigneten Nahrungsmittel für mich anzutreffen. Einen großen Bogen machte ich um den Stand der kulinarischen Leckerbissen für die Vierbeiner.
Die bitterbösen Gesichterter des Verkaufspersonal noch im Hinterkopf, vollführte ich einen respektvollen Abstand an den Torten und Kuchenstand. Da Petra und Klaus mal wieder beim Abwasch in der Küche waren, gab es diesmal auch keinen Ansprechpartner für den Erwerb von diesen vorzüglichen Köstlichkeiten mit Sahne.
Nach dem dieser Kampf also für mich verloren war, nahm ich die Gelegenheit war, mir die Vierbeiner mal genauer unter die Lupe zu nehmen.
Sie sahen für mich alle gleich aus. Kopf vorne, Schwanz hinten und dazwischen der Körper mit den vier Beinen. Anschließend kam ich zu der Erkenntnis, das die weiblichen zweibeiner doch einen für mich größeren Reiz darstellten. Diese festellung für mich behaltend, begab ich mich wieder ins Haus, einen weiten Bogen um den Kuchenstand machend, hin zu den Bildern der abgelichteten Tolitäten des ortsansäßigen Schützenvereins. Ich machte dort einige Fotos, und stellte fest das gewisse Ähnlichkeiten der aktuellen königlichen Schützenpaare, mit den Bildern von Kaiser Franz Josef nebst Gattin aus der Donaumonarchie Ende des 19.Jahrhunderts, vorhanden waren.
Die Veranstaltung neigte sich dann dem Ende entgegen, das war daran zu erkennen, das sämtliche Hunde ein freudiges Gebell anstimmten. Die Herrchen und Frauchen waren auch eindeutig akustisch zu vernehmen. Nur die Tonlage war dann etwas anders.

Kommst du nun endlich her.
Nun halt doch mal endlich still (Beim Anlegen des Halsbandes), (Am Hund!!!).
Wie oft soll ich dir noch sagen, das du endlich ruhig stehen bleiben sollst. (Damit war auch der Hund gemeint).
Hast du schon Pippi gemacht (Damit war auch der Hund gemeint).


Anschließend wurden die Herrchen vor den Bierständen, mit mehr oder weniger sanften Gewalt, von den Frauchen weggezogen bzw. eingesammelt. Auch in diesem Falle machten die Herrchen gewisse Schwierigkeiten.
Hier vernahm ich dann folgende Dialoge:

Willst du jetzt endlich herkommen.
Mußt du immer soviel trinken, nachher können wir wieder an jedem Rastplatz anhalten, damit du dein Geschäft machen kannst.
Heute abend bekommst du nichts mehr zu essen.
Du mußt nachher noch den Hund Gassi führen.
Benimm dich anständig, und mach nicht so einen großen Aufstand hier am Bierstand.

Gewisse Ähnlichkeiten zwischen Hundebesitzern und Vierbeinern sowie zwischen Herrchen und Ehegattinnen konnte zweifellos festgestellt werden.

Es war also Aufbruchstimmung angesagt.
Herrchen Klaus verfrachteten wir auf dem Beifahrersitz, also schräg neben mir, Frauchen Petra mittlerweile geradesitzend hinter meiner Allgegenwertigkeit und Hundedame "Sina", mittlerweile ohne Lippenstift, hinter Klaus auf dem Rücksitz plaziert. Klaus summte in falscher Tonlage vor sich hin, Hündin "Sina" schließte sich ihm an und Petra versuchte ohne Erfolg ein Nickerchen zu machen.
Nach mehrmaliger Pinkelpause der Zwei-und Vierbeiner erreichten wir schließlich die heimatlichen Gefilde.

Nun ist mein Bericht als Berichterstatter über dieses Hundetreffen zu Ende und hoffe, das ich beim nächsten Mal wieder von den Hundefreunden und den Hunden selbst eingeladen werde.
Auch würde ich mir wünschen, das die Hundebesitzer meinem Bericht positiv entgegen nehmen und mir meinem etwas schrägen Humor nicht übelnehmen.

Mit freundlichem Gebell

wuff, wuff, wuff.

Monika
Frasch

Re: Ein humoriger Berichterstatter bei einem Hundetreffenen

Post 2 im Thema

Beitrag von Frasch »

Hallo Monika,

sehr schöne Geschichte, Glückwunsch. (ap)

LG Frauke
Kerstin
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Re: Ein humoriger Berichterstatter bei einem Hundetreffenen

Post 3 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Vielen Dank - du hast eine herrliche schreibe.

LG Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
Stephanie
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Re: Ein humoriger Berichterstatter bei einem Hundetreffenen

Post 4 im Thema

Beitrag von Stephanie »

Hallo Monika,

(ap) Einfach nur Klasse. (ap)
Deine Geschichten lese ich zu gerne.


LG
Steffi
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
Monika
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Re: Ein humoriger Berichterstatter bei einem Hundetreffenen

Post 5 im Thema

Beitrag von Monika »

Liebe Mädels,

danke für die Komplimente.

Motto: Lachen ist die beste Medizin
Vor allen Dingen lach ich mir selbst einen Ast ab, während ich diese Berichte immer auf Word vorschreibe.
Auch meine beiden weiblichen Bio-Frauen, Hildegard und Petra, die mich immer begleiten und mir die nötige Sicherheit geben, freuen sich immer hinterher auf den Bericht.
Ob es bei dem Hundetreffen war oder "en femme" in Düsseldorf, Köln und Aachen.
Aber scheinbar geht es nie ohne irgendwelche Zwischenfälle vonstatten. Einmal sind es die Parkplätze ohne Toilette, dann das Kopfsteinpflaster in Köln und Aachen und andere div. Begebenheiten.
Egal, hinterher amüsieren wir uns köstlich über die Geschehnisse.
Ich freue mich jetzt schon wahnsinnig über meinen nächsten Auftritt "en femme" in Münster.

Mit, lieben Grüßen

Monika
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