Andrea — meine Erlebnisse - # 10
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Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
.
Mit einem neuen Erlebnisbericht kann ich leider noch nicht dienen, aber es gibt einige Neuigkeiten bei mir:
Die Genesung nach meiner Fußoperation schreitet voran, wenn auch langsamer als ich angenommen hatte. Einige meiner (Damen-)Schuhe passen schon wieder. Bei allen, die einen (kleinen) Absatz haben, ist es aber noch zu riskant, damit zu laufen, weil dadurch das operierte Zehengelenk zu stakt belastet würde. Aus diesem Grund habe ich einen für vergangenes Wochenende geplanten Opernbesuch verschoben.
Einzig meine flachen Stiefel würden derzeit gehen. Vom Arzt habe ich ein Rezept, um zwei Paar Schuhe mit einer Ballenrolle (dickere Sohle im Bereich des Ballens) zu versehen. Das soll in einer Übergangszeit das Abrollen beim Laufen erleichtern. Neben einem Paar Herrenschuhe habe ich besagtes Paar Stiefel dafür vorgesehen. Wenn die fertig "umgebaut" sind, könnte ich zu einem neuen Ausflug starten. Hoffentlich dauert die Klärung der Kostenübernahme mit der Krankenkasse nicht so lange.
Inzwischen wissen auch meine Tochter und ihr Freund von meiner weiblichen Seite. Meiner Tochter fiel auf, dass ich mitunter eine Internetseite schloss, wenn sie dazukam und hat dann auch mitbekommen, dass es um ein Crossdresser-Forum geht. Als sie und ihr Freund mich daraufhin zur Rede stellten, blieb mir nichts anderes übrig, als ihnen reinen Wein einzuschenken. Ich hatte dieses Outing ja ohnehin in der nächsten Zeit geplant.
Beide haben diese Offenbarung für meine Begriffe erst mal ganz gut verkraftet. Einige bisher merkwürdige Dinge (rasierte Arme, wunde Ohrläppchen, liegengelassene Haarbürste u.a.) klärten sich dadurch auf. Ich zeigte Fotos von Andrea. Der Freund war daraufhin überrascht von dem guten Passing (ohne den Begriff zu kennen), während meine Tochter schon Diskussionen anfing, was ihrer Meinung nach nicht gut zusammenpasse. Im Großen und Ganzen kann ich also mit dem Ausgang des Outings erst einmal zufrieden sein.
Inwiefern sich diese neue Situation auf das Ausleben meiner weiblichen Seite auswirkt, werden die nächsten Gespräche zeigen.
Mit einem neuen Erlebnisbericht kann ich leider noch nicht dienen, aber es gibt einige Neuigkeiten bei mir:
Die Genesung nach meiner Fußoperation schreitet voran, wenn auch langsamer als ich angenommen hatte. Einige meiner (Damen-)Schuhe passen schon wieder. Bei allen, die einen (kleinen) Absatz haben, ist es aber noch zu riskant, damit zu laufen, weil dadurch das operierte Zehengelenk zu stakt belastet würde. Aus diesem Grund habe ich einen für vergangenes Wochenende geplanten Opernbesuch verschoben.
Einzig meine flachen Stiefel würden derzeit gehen. Vom Arzt habe ich ein Rezept, um zwei Paar Schuhe mit einer Ballenrolle (dickere Sohle im Bereich des Ballens) zu versehen. Das soll in einer Übergangszeit das Abrollen beim Laufen erleichtern. Neben einem Paar Herrenschuhe habe ich besagtes Paar Stiefel dafür vorgesehen. Wenn die fertig "umgebaut" sind, könnte ich zu einem neuen Ausflug starten. Hoffentlich dauert die Klärung der Kostenübernahme mit der Krankenkasse nicht so lange.
Inzwischen wissen auch meine Tochter und ihr Freund von meiner weiblichen Seite. Meiner Tochter fiel auf, dass ich mitunter eine Internetseite schloss, wenn sie dazukam und hat dann auch mitbekommen, dass es um ein Crossdresser-Forum geht. Als sie und ihr Freund mich daraufhin zur Rede stellten, blieb mir nichts anderes übrig, als ihnen reinen Wein einzuschenken. Ich hatte dieses Outing ja ohnehin in der nächsten Zeit geplant.
Beide haben diese Offenbarung für meine Begriffe erst mal ganz gut verkraftet. Einige bisher merkwürdige Dinge (rasierte Arme, wunde Ohrläppchen, liegengelassene Haarbürste u.a.) klärten sich dadurch auf. Ich zeigte Fotos von Andrea. Der Freund war daraufhin überrascht von dem guten Passing (ohne den Begriff zu kennen), während meine Tochter schon Diskussionen anfing, was ihrer Meinung nach nicht gut zusammenpasse. Im Großen und Ganzen kann ich also mit dem Ausgang des Outings erst einmal zufrieden sein.
Inwiefern sich diese neue Situation auf das Ausleben meiner weiblichen Seite auswirkt, werden die nächsten Gespräche zeigen.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
Andrea aus Sachsen
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Anne-Mette
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Moin,
Aber schön, dass es dennoch gut überstanden ist
Nachtrag: weiterhin gute Besserung!
Herzliche Grüße aus dem sonnigen Norden
Anne-Mette
Das klingt ja weniger gutAls sie und ihr Freund mich daraufhin zur Rede stellten,
Aber schön, dass es dennoch gut überstanden ist
Nachtrag: weiterhin gute Besserung!
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Anne-Mette
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Kerstin
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Hallo Andrea
Ich denke, das du es zukünftig leichter haben wirst. Vorallem was das nach hause kommen angeht.
Gute Besserung und noch viel Glück mit deiner Tochter
Kerstin
Nur nix überstürzen. Hauptsache ist, das der Fuß wieder richtig ausheilt.Andrea aus Sachsen hat geschrieben:.
...
Die Genesung nach meiner Fußoperation schreitet voran, wenn auch langsamer als ich angenommen hatte....
Ich weis jetzt nicht ob ich "scheise gelaufen " sagen soll, oder dir zu deinem Glück gratulieren soll oder beides. Aber an so etwas sieht man wie leicht Frau sich enttarnen kann.Inzwischen wissen auch meine Tochter und ihr Freund von meiner weiblichen Seite. .....
.... Im Großen und Ganzen kann ich also mit dem Ausgang des Outings erst einmal zufrieden sein.
Inwiefern sich diese neue Situation auf das Ausleben meiner weiblichen Seite auswirkt, werden die nächsten Gespräche zeigen.
Ich denke, das du es zukünftig leichter haben wirst. Vorallem was das nach hause kommen angeht.
Gute Besserung und noch viel Glück mit deiner Tochter
Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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Inga
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Hallo, Andrea,
wie sagt so der Volksmund? - Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Doch mag ich gratulieren, dass dein Outing gegenüber deiner Tocher und ihrem Freund in gang gekommen ist, und ich wünsche dir dass dein fuss weiter gut ausheilt.
Liebe Grüße
Inga
wie sagt so der Volksmund? - Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Doch mag ich gratulieren, dass dein Outing gegenüber deiner Tocher und ihrem Freund in gang gekommen ist, und ich wünsche dir dass dein fuss weiter gut ausheilt.
Liebe Grüße
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Hallo Andrea, auch von mir Gute Besserung,
schade das es mit dem Opernbesuche noch nicht geklappt hatte bei dir.
Also auch dein ungewolltes spontane Outing war doch relativ gut abgelaufen.
GLG Lilo aus dem fast hohen Norden.
schade das es mit dem Opernbesuche noch nicht geklappt hatte bei dir.
Also auch dein ungewolltes spontane Outing war doch relativ gut abgelaufen.
GLG Lilo aus dem fast hohen Norden.
Seufzer gleiten die Seiten des Herbstes entlang,
Treffen mein Herz mit einem Schmerz dumpf und bang
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Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
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22.3.2014
Nach 11-wöchiger Pause war es endlich soweit: Ich konnte zu einem neuen Andrea-Tag starten. Ganz unproblematisch war der Neubeginn nach meiner Fußoperation allerdings nicht. So sind die Schuhe noch nicht "umgebaut" (Ballenrolle), weil die Kostenübernahme noch nicht geklärt ist. Wie ich aber bei einem Test feststellte, kann ich in meinen zwei Paar Stiefeletten ganz gut laufen, ohne das operierte Zehengelenk stark zu beanspruchen.
Bereits am Vorabend suchte ich mir ein passendes Outfit aus. Über zwei Stunden versuchte ich, mal etwas Neues zusammenzustellen, blieb dann aber doch bei Altbewährtem hängen: Terracottafarbene Satinbluse + schwarzer Godetrock, was ich bereits zum diesjährigen Neujahrskonzert trug (http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... ge_id=8489), diesmal nur mit schwarzen Wildlederstiefeletten. Draußen zog ich noch meine grau melierten Blazer drüber.
Auch von der Örtlichkeit her sollte mein "neues Leben" als Andrea dort beginnen, wo es vor meiner OP geendet hatte: im Chemnitzer Opernhaus. Aber an diesem Samstagnachmittag gab es keine Aufführung, sondern eine Veranstaltung aus der Reihe "Ausgeplaudert", bei der ein Moderator Mitarbeiter der Oper näher vorstellt.
Das war für mich Neuland. Bisher besuchte ich zweimal ein sogenanntes "Opernfrühstück", bei dem ein neu inszeniertes Werk vorgestellt wurde. Bei diesen sehr informativen Veranstaltungen vermisste ich nur ein wenig das Gespräch mit dem Publikum. Ob das diesmal anders wäre? Irgendwie ist es doch erstaunlich: Vor zwei Jahren hätte ich eine Veranstaltung, bei der ich möglicherweise vor Leuten sprechen soll, als Andrea nie besucht. Heute dagegen reizt mich so etwas gerade.
Nachdem ich mich in Andrea verwandelt hatte, aß ich noch etwas zu Mittag und machte mich anschließend auf den Weg nach Chemnitz. Es war sicher nicht zu übersehen, dass ich wegen meines Fußes noch etwas hinkte, aber ich hatte nicht den Eindruck, deswegen mehr aufgefallen zu sein. In Chemnitz angekommen, fing es an zu regnen und ich hatte meinen Schirm vergessen. Auf dem zum Glück nur kurzen Weg zum Opernhaus blieb ich aber einigermaßen trocken.
Ich war erstaunt, wie gut die Veranstaltung besucht wurde. Fast alle Plätze im Foyer (schätzungsweise 150) waren besetzt. Heute wurden die Chef-Maskenbildnerin und der 1. Kapellmeister der Chemnitzer Oper näher vorgestellt. Es ging um deren beruflichen Werdegang, gespickt mit einigen amüsanten Episoden daraus. Soweit es im Rahmen dieser Veranstaltung möglich war, wurde einiges auch praktisch vorgeführt. So gab der Kapellmeister einige Kostproben seines Könnens am Klavier und an der Bratsche. Die Maskenbildnerin zeigte einige im Haus angefertigte Perücken und führte an einer Besucherin vor, wie eine Schussverletzung ins Gesicht geschminkt wird. Dabei hatte ich mir überlegt, wie ich wohl reagiert hätte, wenn man mich für die Rolle als "Versuchskaninchen" angesprochen hätte.
Zum Schluss gab es eine Autogrammstunde. Das war dann auch die einzige Gelegenheit, mit den "Prominenten" kurz ins Gespräch zu kommen. Grundsätzlich hat mir die Veranstaltung sehr gut gefallen, denn hier wurden Einblicke in das Opernleben vermittelt, die man als normale(r) Besucher(in) nicht mitbekommt. Ich bin schon gespannt, was beim nächsten Mal "ausgeplaudert" wird.
Der Regen hatte inzwischen wieder aufgehört und ich hatte noch eine knappe Stunde Zeit, bis der nächste Zug nach Hause fuhr. Ich nutzte die Zeit für einen kleinen Einkaufsbummel. Das, was ich suchte, hatte ich (wieder einmal) nicht gefunden, aber bei einem blau-schwarzen figurbetonten Kleid konnte ich nicht widerstehen.
Wieder zu Hause, habe ich den Rest des Tages damit verbracht, einen Teil meiner Damensachen aus dem bisherigen "Versteck", das ich nun nach dem Outing vor meiner Tochter nicht mehr brauche, in einen Schrank in meinem Schlafzimmer zu räumen.
Um noch ein kurzes Fazit dieses Andrea-Tages zu ziehen: Es war ein faszinierendes Gefühl, nach meiner Zwangspause das Frausein wieder so richtig genießen zu können.
22.3.2014
Nach 11-wöchiger Pause war es endlich soweit: Ich konnte zu einem neuen Andrea-Tag starten. Ganz unproblematisch war der Neubeginn nach meiner Fußoperation allerdings nicht. So sind die Schuhe noch nicht "umgebaut" (Ballenrolle), weil die Kostenübernahme noch nicht geklärt ist. Wie ich aber bei einem Test feststellte, kann ich in meinen zwei Paar Stiefeletten ganz gut laufen, ohne das operierte Zehengelenk stark zu beanspruchen.
Bereits am Vorabend suchte ich mir ein passendes Outfit aus. Über zwei Stunden versuchte ich, mal etwas Neues zusammenzustellen, blieb dann aber doch bei Altbewährtem hängen: Terracottafarbene Satinbluse + schwarzer Godetrock, was ich bereits zum diesjährigen Neujahrskonzert trug (http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... ge_id=8489), diesmal nur mit schwarzen Wildlederstiefeletten. Draußen zog ich noch meine grau melierten Blazer drüber.
Auch von der Örtlichkeit her sollte mein "neues Leben" als Andrea dort beginnen, wo es vor meiner OP geendet hatte: im Chemnitzer Opernhaus. Aber an diesem Samstagnachmittag gab es keine Aufführung, sondern eine Veranstaltung aus der Reihe "Ausgeplaudert", bei der ein Moderator Mitarbeiter der Oper näher vorstellt.
Das war für mich Neuland. Bisher besuchte ich zweimal ein sogenanntes "Opernfrühstück", bei dem ein neu inszeniertes Werk vorgestellt wurde. Bei diesen sehr informativen Veranstaltungen vermisste ich nur ein wenig das Gespräch mit dem Publikum. Ob das diesmal anders wäre? Irgendwie ist es doch erstaunlich: Vor zwei Jahren hätte ich eine Veranstaltung, bei der ich möglicherweise vor Leuten sprechen soll, als Andrea nie besucht. Heute dagegen reizt mich so etwas gerade.
Nachdem ich mich in Andrea verwandelt hatte, aß ich noch etwas zu Mittag und machte mich anschließend auf den Weg nach Chemnitz. Es war sicher nicht zu übersehen, dass ich wegen meines Fußes noch etwas hinkte, aber ich hatte nicht den Eindruck, deswegen mehr aufgefallen zu sein. In Chemnitz angekommen, fing es an zu regnen und ich hatte meinen Schirm vergessen. Auf dem zum Glück nur kurzen Weg zum Opernhaus blieb ich aber einigermaßen trocken.
Ich war erstaunt, wie gut die Veranstaltung besucht wurde. Fast alle Plätze im Foyer (schätzungsweise 150) waren besetzt. Heute wurden die Chef-Maskenbildnerin und der 1. Kapellmeister der Chemnitzer Oper näher vorgestellt. Es ging um deren beruflichen Werdegang, gespickt mit einigen amüsanten Episoden daraus. Soweit es im Rahmen dieser Veranstaltung möglich war, wurde einiges auch praktisch vorgeführt. So gab der Kapellmeister einige Kostproben seines Könnens am Klavier und an der Bratsche. Die Maskenbildnerin zeigte einige im Haus angefertigte Perücken und führte an einer Besucherin vor, wie eine Schussverletzung ins Gesicht geschminkt wird. Dabei hatte ich mir überlegt, wie ich wohl reagiert hätte, wenn man mich für die Rolle als "Versuchskaninchen" angesprochen hätte.
Zum Schluss gab es eine Autogrammstunde. Das war dann auch die einzige Gelegenheit, mit den "Prominenten" kurz ins Gespräch zu kommen. Grundsätzlich hat mir die Veranstaltung sehr gut gefallen, denn hier wurden Einblicke in das Opernleben vermittelt, die man als normale(r) Besucher(in) nicht mitbekommt. Ich bin schon gespannt, was beim nächsten Mal "ausgeplaudert" wird.
Der Regen hatte inzwischen wieder aufgehört und ich hatte noch eine knappe Stunde Zeit, bis der nächste Zug nach Hause fuhr. Ich nutzte die Zeit für einen kleinen Einkaufsbummel. Das, was ich suchte, hatte ich (wieder einmal) nicht gefunden, aber bei einem blau-schwarzen figurbetonten Kleid konnte ich nicht widerstehen.
Wieder zu Hause, habe ich den Rest des Tages damit verbracht, einen Teil meiner Damensachen aus dem bisherigen "Versteck", das ich nun nach dem Outing vor meiner Tochter nicht mehr brauche, in einen Schrank in meinem Schlafzimmer zu räumen.
Um noch ein kurzes Fazit dieses Andrea-Tages zu ziehen: Es war ein faszinierendes Gefühl, nach meiner Zwangspause das Frausein wieder so richtig genießen zu können.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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Magdalena
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Hallo Andrea,
ich freue mich für Dich, das Du wieder nach Deiner OP am öffentlichen Leben teilnehmen kannst. Wie ich lese bist Du ein Opernfan. Somit war der Tag in der Oper in Chemnitz fast ein Heimspiel für Dich. Auch freut es mich, dass Du Dich vor Deiner Tochter nicht mehr verstecken musst. Es macht vieles im Alltag einfacher.
Liebe Grüße Magdalena
ich freue mich für Dich, das Du wieder nach Deiner OP am öffentlichen Leben teilnehmen kannst. Wie ich lese bist Du ein Opernfan. Somit war der Tag in der Oper in Chemnitz fast ein Heimspiel für Dich. Auch freut es mich, dass Du Dich vor Deiner Tochter nicht mehr verstecken musst. Es macht vieles im Alltag einfacher.
Liebe Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
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Kerstin
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Grüß dich Andrea
Schön zu lesen, das du wieder "on the Road" bist. Bleibt nur zu hoffen, das du auch wieder ohne "special" Schuhe auskommst.
Eine Frage habe ich aber: wer macht für dich eigentlich die ganzen Bilder? Bittest du jedesmal einen Passanten?
Liebe Grüße
Kerstin
Schön zu lesen, das du wieder "on the Road" bist. Bleibt nur zu hoffen, das du auch wieder ohne "special" Schuhe auskommst.
Eine Frage habe ich aber: wer macht für dich eigentlich die ganzen Bilder? Bittest du jedesmal einen Passanten?
Liebe Grüße
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Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
.
Danke erst mal für die guten Wünsche!
28.5.2014
Heute sollte nun der Opernbesuch, den ich vor drei Wochen krankheitsbedingt absagen musste, nachgeholt werden. Doch auch diesmal stand es bis zuletzt auf der Kippe, da ich seit einigen Tagen mit Fieber und einer Erkältung kämpfte. Doch wie abgesprochen, war heute das Fieber weg und die Nase ließ sich mit Schnupfenspray für eine Weile beruhigen.
Wegen meines noch nicht ganz wiederhergestellten Gesundheitszustandes verzichtete ich diesmal auf das "Rahmenprogramm" Einkaufsbummel und fuhr erst am späten Nachmittag nach Chemnitz, sodass ich direkt zum Opernhaus gehen konnte.
Ich trug heute mein bekanntes Theateroutfit: weinroter, knöchellanger Rock, dunkelblaue halbtransparente Bluse, hautfarbene Strumpfhose und schwarze Sandaletten (hier ein Bild von einem früheren Besuch: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... ge_id=5987).
Doch fast bedeutender als der Opernbesuch war der Umstand, dass meine Tochter mich heute erstmals in natura als Andrea sehen sollte. Während ich mich am Nachmittag verwandelte, blieb sie wie abgesprochen in ihrem Zimmer. Als ich dann das Zeichen zur großen Präsentation gab, blickte sie zuerst nur zögerlich um die Ecke. Da offenbar nichts Schlimmes zu sehen war, kam sie langsam näher und war sprachlos.
Kein Wort, nur eine Handbewegung:
Hätten Worte da mehr ausdrücken können?
Später sagte sie noch, dass sie mich an meiner Brille erkannt hätte, dass ich ansonsten aber klasse aussähe. Ich denke mal, besser hätte diese Begegnung nicht ablaufen können.
Nun aber zurück zur Oper: Für den Weg dorthin hatte ich natürlich, wie schon mehrmals in der Vergangenheit, einen alltagstauglichen Rock und meine Wildlederstiefeletten angezogen und diese dann vor Ort auf der (Damen-)Toilette gewechselt, bevor ich meine Sachen an der Garderobe abgab.
Auf dem Spielplan stand heute "Norma" von Vincenzo Bellini, dem bekanntesten und angeblich gelungendsten Werk des sizilianischen Meisters. Auch wenn ich die letztgenannte Auffassung persönlich nicht teile, war die Musik eine Klasse für sich und die Handlung könnte dramatischer nicht sein. Näheres dazu siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Norma_(Oper)
Nicht weniger imposant fand ich das Bühnenbild, welches von einem riesigen Baumstamm beherrscht wurde. Dieser konnte durch Seile in verschieden Schräglagen gebracht oder komplett nach oben gezogen werden und so eine Vielzahl an Funktionen erfüllen: Altar, Sitzgelegenheit, Predigerkanzel, Versteck, schwebendes Damoklesschwert und zuletzt Scheiterhaufen.
In der Pause hatte ich die Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch mit einem Geschwisterpaar (sie etwa 18 bis 20, er schätzungsweise 12 bis 14 Jahre), die zum ersten Mal eine Opernaufführung besuchten. Sie schienen noch nicht so recht zu wissen, was sie von der Sache halten sollten. Für mich verständlich, denn "Norma" ist ein anspruchsvolles Stück, das ich Einsteiger(inne)n normalerweise nicht empfehle.
Zur Kleiderordnung der anderen Besucher(innen) fällt mir diesmal nichts Besonderes ein, es war einfach wie üblich: Bei den Damen etwa ausgeglichenes Verhältnis Röcke/Kleider zu Hosen (Herren ausschließlich in letzteren), fast alle angemessen, aber nicht übertrieben festlich gekleidet. Eine Handvoll modischer "Ausrutscher" ging diesmal, soweit ich es erkennen konnte, ausschließlich auf das Konto einiger junger Herren.
Und was ich auch nicht so prickelnd fand: Bis vor etwa einem Jahr war die Arbeitskleidung der Chemnitzer Theatermitarbeiterinnen (Einlasskontrolle, Platzanweiserinnen, Garderobefrauen u.a.) ein schwarzes Kostüm. Dadurch hoben sie sich angenehm von anderen Häusern, die ich kenne, ab. Jetzt sind sie wohl (auch) auf Hosenanzüge umgeschwenkt. Wer mag bloß so eine Entscheidung getroffen haben?
Ich hatte übrigens keinerlei Probleme, in meinen Sandaletten zu laufen. Das, was mir vor drei Wochen noch zu gewagt erschien, ging jetzt wohl schon ohne merkliches Hinken. Jetzt kommt es nur noch auf Laufversuche in den Pumps an, die vor meiner OP drückten. Erst wenn die erfolgreich verlaufen, hätte sich die OP wirklich gelohnt.
Die Oper endete mit viel Applaus, aber leider zu einer Zeit, als gerade eine Bahn in meine Heimatstadt abgefahren war. Mit dieser Situation hatte ich gerechnet und deshalb, da mir 1-½ Stunden Wartezeit auf die nächste auch im Hinblick auf meinen Gesundheitszustand zu lang waren, heute eine Heimfahrt mit dem Taxi in Erwägung gezogen. Ich überlegte noch: Wenn nach der Vorstellung welche vor dem Opernhaus stehen sollten, hätte das noch den Vorteil, dass ich mich nicht noch einmal umziehen müsste. So war ich erfreut, als ich bei einem kurzen Blick aus dem Fenster den halben Theaterplatz voller Taxis sah. Schnell holte ich meine Sachen aus der Garderobe, verließ das Haus und erlebte eine Enttäuschung: Alle Taxis waren bestellt.
Jetzt blieb mir erst mal nichts anderes übrig, als noch einmal auf die Toilette zurück und die "Alltagssachen" wieder anzuziehen. Als ich nach knapp 10 Minuten das Opernhaus als fast letzte Besucherin erneut verließ, war der Theaterplatz wie leergefegt. Wie hatten nur alle Taxis so schnell "ihre" Fahrgäste gefunden?
Ich mache mich auf den Weg zum Bahnhof. Es war deutlich kühler geworden, was sich gleich an meiner Nase bemerkbar machte. Dadurch legte ich den Gedanken, eventuell doch noch auf den nächsten Zug zu warten, endgültig beiseite und stieg in eins der am Bahnhof wartenden Taxis ein.
Die Fahrt verlief völlig problemlos. Wegen einer gesperrten Straße sprach mich der Fahrer auf mögliche Ausweichrouten an. Da ich mich ja in der Gegend auskenne, sagte ich, wie ich fahren würde und er richtete sich danach. Während der gesamten etwa 30-minütigen Fahrt konnte ich keinerlei Reaktionen zu meiner Person feststellen. Dadurch blieb die berühmte Frage, ob er eventuell gemerkt haben könnte, dass ich nicht echt bin, wieder einmal unbeantwortet.
Danke erst mal für die guten Wünsche!
Ja, im Chemnitzer Opernhaus bin ich als Andrea schon einigen Mitarbeiter(inne)n bekannt.Magdalena hat geschrieben:Somit war der Tag in der Oper in Chemnitz fast ein Heimspiel für Dich.
Wenn ich allein unterwegs bin, bleibt mir gar nichts anderes übrig. Die Bilder im und vor dem Zweithaarstudio Simone hat natürlich die Inhaberin gemacht.Kerstin hat geschrieben:wer macht für dich eigentlich die ganzen Bilder? Bittest du jedesmal einen Passanten?
28.5.2014
Heute sollte nun der Opernbesuch, den ich vor drei Wochen krankheitsbedingt absagen musste, nachgeholt werden. Doch auch diesmal stand es bis zuletzt auf der Kippe, da ich seit einigen Tagen mit Fieber und einer Erkältung kämpfte. Doch wie abgesprochen, war heute das Fieber weg und die Nase ließ sich mit Schnupfenspray für eine Weile beruhigen.
Wegen meines noch nicht ganz wiederhergestellten Gesundheitszustandes verzichtete ich diesmal auf das "Rahmenprogramm" Einkaufsbummel und fuhr erst am späten Nachmittag nach Chemnitz, sodass ich direkt zum Opernhaus gehen konnte.
Ich trug heute mein bekanntes Theateroutfit: weinroter, knöchellanger Rock, dunkelblaue halbtransparente Bluse, hautfarbene Strumpfhose und schwarze Sandaletten (hier ein Bild von einem früheren Besuch: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... ge_id=5987).
Doch fast bedeutender als der Opernbesuch war der Umstand, dass meine Tochter mich heute erstmals in natura als Andrea sehen sollte. Während ich mich am Nachmittag verwandelte, blieb sie wie abgesprochen in ihrem Zimmer. Als ich dann das Zeichen zur großen Präsentation gab, blickte sie zuerst nur zögerlich um die Ecke. Da offenbar nichts Schlimmes zu sehen war, kam sie langsam näher und war sprachlos.
Kein Wort, nur eine Handbewegung:
Später sagte sie noch, dass sie mich an meiner Brille erkannt hätte, dass ich ansonsten aber klasse aussähe. Ich denke mal, besser hätte diese Begegnung nicht ablaufen können.
Nun aber zurück zur Oper: Für den Weg dorthin hatte ich natürlich, wie schon mehrmals in der Vergangenheit, einen alltagstauglichen Rock und meine Wildlederstiefeletten angezogen und diese dann vor Ort auf der (Damen-)Toilette gewechselt, bevor ich meine Sachen an der Garderobe abgab.
Auf dem Spielplan stand heute "Norma" von Vincenzo Bellini, dem bekanntesten und angeblich gelungendsten Werk des sizilianischen Meisters. Auch wenn ich die letztgenannte Auffassung persönlich nicht teile, war die Musik eine Klasse für sich und die Handlung könnte dramatischer nicht sein. Näheres dazu siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Norma_(Oper)
Nicht weniger imposant fand ich das Bühnenbild, welches von einem riesigen Baumstamm beherrscht wurde. Dieser konnte durch Seile in verschieden Schräglagen gebracht oder komplett nach oben gezogen werden und so eine Vielzahl an Funktionen erfüllen: Altar, Sitzgelegenheit, Predigerkanzel, Versteck, schwebendes Damoklesschwert und zuletzt Scheiterhaufen.
In der Pause hatte ich die Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch mit einem Geschwisterpaar (sie etwa 18 bis 20, er schätzungsweise 12 bis 14 Jahre), die zum ersten Mal eine Opernaufführung besuchten. Sie schienen noch nicht so recht zu wissen, was sie von der Sache halten sollten. Für mich verständlich, denn "Norma" ist ein anspruchsvolles Stück, das ich Einsteiger(inne)n normalerweise nicht empfehle.
Zur Kleiderordnung der anderen Besucher(innen) fällt mir diesmal nichts Besonderes ein, es war einfach wie üblich: Bei den Damen etwa ausgeglichenes Verhältnis Röcke/Kleider zu Hosen (Herren ausschließlich in letzteren), fast alle angemessen, aber nicht übertrieben festlich gekleidet. Eine Handvoll modischer "Ausrutscher" ging diesmal, soweit ich es erkennen konnte, ausschließlich auf das Konto einiger junger Herren.
Und was ich auch nicht so prickelnd fand: Bis vor etwa einem Jahr war die Arbeitskleidung der Chemnitzer Theatermitarbeiterinnen (Einlasskontrolle, Platzanweiserinnen, Garderobefrauen u.a.) ein schwarzes Kostüm. Dadurch hoben sie sich angenehm von anderen Häusern, die ich kenne, ab. Jetzt sind sie wohl (auch) auf Hosenanzüge umgeschwenkt. Wer mag bloß so eine Entscheidung getroffen haben?
Ich hatte übrigens keinerlei Probleme, in meinen Sandaletten zu laufen. Das, was mir vor drei Wochen noch zu gewagt erschien, ging jetzt wohl schon ohne merkliches Hinken. Jetzt kommt es nur noch auf Laufversuche in den Pumps an, die vor meiner OP drückten. Erst wenn die erfolgreich verlaufen, hätte sich die OP wirklich gelohnt.
Die Oper endete mit viel Applaus, aber leider zu einer Zeit, als gerade eine Bahn in meine Heimatstadt abgefahren war. Mit dieser Situation hatte ich gerechnet und deshalb, da mir 1-½ Stunden Wartezeit auf die nächste auch im Hinblick auf meinen Gesundheitszustand zu lang waren, heute eine Heimfahrt mit dem Taxi in Erwägung gezogen. Ich überlegte noch: Wenn nach der Vorstellung welche vor dem Opernhaus stehen sollten, hätte das noch den Vorteil, dass ich mich nicht noch einmal umziehen müsste. So war ich erfreut, als ich bei einem kurzen Blick aus dem Fenster den halben Theaterplatz voller Taxis sah. Schnell holte ich meine Sachen aus der Garderobe, verließ das Haus und erlebte eine Enttäuschung: Alle Taxis waren bestellt.
Jetzt blieb mir erst mal nichts anderes übrig, als noch einmal auf die Toilette zurück und die "Alltagssachen" wieder anzuziehen. Als ich nach knapp 10 Minuten das Opernhaus als fast letzte Besucherin erneut verließ, war der Theaterplatz wie leergefegt. Wie hatten nur alle Taxis so schnell "ihre" Fahrgäste gefunden?
Ich mache mich auf den Weg zum Bahnhof. Es war deutlich kühler geworden, was sich gleich an meiner Nase bemerkbar machte. Dadurch legte ich den Gedanken, eventuell doch noch auf den nächsten Zug zu warten, endgültig beiseite und stieg in eins der am Bahnhof wartenden Taxis ein.
Die Fahrt verlief völlig problemlos. Wegen einer gesperrten Straße sprach mich der Fahrer auf mögliche Ausweichrouten an. Da ich mich ja in der Gegend auskenne, sagte ich, wie ich fahren würde und er richtete sich danach. Während der gesamten etwa 30-minütigen Fahrt konnte ich keinerlei Reaktionen zu meiner Person feststellen. Dadurch blieb die berühmte Frage, ob er eventuell gemerkt haben könnte, dass ich nicht echt bin, wieder einmal unbeantwortet.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Hallo Andrea!
Wie schön das es Dir wieder besser geht.
Auch das Du am "Leben" teilnehmen kannst.
Ich gratuliere Dir zu Deiner "Offenbarung" gegenüber Deiner Tochter nebst Freund.
Ich hab das auch gemacht. Habe festgestellt es lebt sich viel viel viel besser.
Wünsche Dir noch eine gute Zeit.
L G Geraldine
Wie schön das es Dir wieder besser geht.
Auch das Du am "Leben" teilnehmen kannst.
Ich gratuliere Dir zu Deiner "Offenbarung" gegenüber Deiner Tochter nebst Freund.
Ich hab das auch gemacht. Habe festgestellt es lebt sich viel viel viel besser.
Wünsche Dir noch eine gute Zeit.
L G Geraldine
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
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5.4.2014
Heute gab es einen kleinen Einkaufstag. Klein deshalb, weil ich am Vormittag noch etwas im Männermodus zu erledigen hatte und mich erst danach in Andrea verwandeln konnte.
Wegen der fast schon frühlingshaften Temperaturen wählte ich als Outfit meinen kurzen roten engen Rock, die weiße Bluse mit blauen Blumenmotiven, schwarze Strumpfhosen und Pumps, darüber meinen schwarzen Blazer.
Etwas skeptisch war ich anfangs wegen der Schuhe. Erstmals passte mein operierter Fuß wieder in Pumps. Auch wenn ich den Fuß etwas hineinzwängen musste, hatte ich bei ersten Gehversuchen keinerlei Schmerzen. Im Gegenteil: Durch den etwas festeren Sitz bestand nicht wie sonst die Gefahr, beim Gehen mal rauszurutschen.
Da in meiner Heimatstadt die Geschäfte ab Mittag geschlossen hatten, fuhr ich nach Chemnitz. Zuerst besorgte ich eine Eintrittskarte "¦ Aufmerksame Leser meiner Berichte können sich denken wofür, aber dazu schreibe ich etwas, wenn es soweit ist.
Mein nächstes Ziel war Deichmann, wo ich nach einem Paar Damenhausschuhe Ausschau halten wollte. Nebenbei suchte ich wieder nach Schachteln mit dem XXL-Aufdruck, fand gerade mal zwei Stück davon, aber der Inhalt sagte mir überhaupt nicht zu.
Dafür fiel mir ein Paar weiße Pumps auf, wahrscheinlich wegen der für mich optimalen Absatzhöhe von ca. 4 cm. Die gab es nur in englischen Größen. 8 war wohl die größte und das in Weite G - keine Ahnung, was das bedeutet! Also probierte ich sie einfach an und war erstaunt, dass sie perfekt passten.
Nach Damenhausschuhen habe ich natürlich auch noch gesucht. Da, wie sich zeigte, ich hier mit Größe 42 auskomme, hatte ich gleich eine viel größere Auswahl und brauchte entsprechend länger, um mich für ein weinrotes Paar zu entscheiden.
Ich schaute noch in einige Damenmodegeschäfte hinein und kaufte bei H&M zwei Röcke: Einen fast genauso, wie ich ihn gerade trug, nur in blau, und einen einfachen kurzen blau-weiß gestreiften für zu Hause. Mit zwei Paar Schuhen, zwei Röcken, etwas Schmuck und einem Lippenkonturstift, war das für meine Verhältnisse ein erfolgreicher Einkaufstag. Ich ließ mir noch ein Eis schmecken und fuhr danach in meine Heimatstadt zurück.
Zum Abendessen war ich dann wieder zu Hause. Vor wenigen Wochen wäre so etwas nicht möglich gewesen, wenn die Möglichkeit bestand, dass meine Tochter eher zurückkommen könnte.
Nach diesem Einkaufstag taten mir ein wenig die Füße weh. Aber nein, es war nur der (noch) nicht operierte Fuß. Sollte sich damit die OP wirklich gelohnt haben? Natürlich müsste ich dann das Ganze auf der anderen Seite noch einmal wiederholen.
Für den Rest des Abends konnte ich gleich die neuen Hausschuhe einweihen.
5.4.2014
Heute gab es einen kleinen Einkaufstag. Klein deshalb, weil ich am Vormittag noch etwas im Männermodus zu erledigen hatte und mich erst danach in Andrea verwandeln konnte.
Wegen der fast schon frühlingshaften Temperaturen wählte ich als Outfit meinen kurzen roten engen Rock, die weiße Bluse mit blauen Blumenmotiven, schwarze Strumpfhosen und Pumps, darüber meinen schwarzen Blazer.
Etwas skeptisch war ich anfangs wegen der Schuhe. Erstmals passte mein operierter Fuß wieder in Pumps. Auch wenn ich den Fuß etwas hineinzwängen musste, hatte ich bei ersten Gehversuchen keinerlei Schmerzen. Im Gegenteil: Durch den etwas festeren Sitz bestand nicht wie sonst die Gefahr, beim Gehen mal rauszurutschen.
Da in meiner Heimatstadt die Geschäfte ab Mittag geschlossen hatten, fuhr ich nach Chemnitz. Zuerst besorgte ich eine Eintrittskarte "¦ Aufmerksame Leser meiner Berichte können sich denken wofür, aber dazu schreibe ich etwas, wenn es soweit ist.
Mein nächstes Ziel war Deichmann, wo ich nach einem Paar Damenhausschuhe Ausschau halten wollte. Nebenbei suchte ich wieder nach Schachteln mit dem XXL-Aufdruck, fand gerade mal zwei Stück davon, aber der Inhalt sagte mir überhaupt nicht zu.
Dafür fiel mir ein Paar weiße Pumps auf, wahrscheinlich wegen der für mich optimalen Absatzhöhe von ca. 4 cm. Die gab es nur in englischen Größen. 8 war wohl die größte und das in Weite G - keine Ahnung, was das bedeutet! Also probierte ich sie einfach an und war erstaunt, dass sie perfekt passten.
Nach Damenhausschuhen habe ich natürlich auch noch gesucht. Da, wie sich zeigte, ich hier mit Größe 42 auskomme, hatte ich gleich eine viel größere Auswahl und brauchte entsprechend länger, um mich für ein weinrotes Paar zu entscheiden.
Ich schaute noch in einige Damenmodegeschäfte hinein und kaufte bei H&M zwei Röcke: Einen fast genauso, wie ich ihn gerade trug, nur in blau, und einen einfachen kurzen blau-weiß gestreiften für zu Hause. Mit zwei Paar Schuhen, zwei Röcken, etwas Schmuck und einem Lippenkonturstift, war das für meine Verhältnisse ein erfolgreicher Einkaufstag. Ich ließ mir noch ein Eis schmecken und fuhr danach in meine Heimatstadt zurück.
Zum Abendessen war ich dann wieder zu Hause. Vor wenigen Wochen wäre so etwas nicht möglich gewesen, wenn die Möglichkeit bestand, dass meine Tochter eher zurückkommen könnte.
Nach diesem Einkaufstag taten mir ein wenig die Füße weh. Aber nein, es war nur der (noch) nicht operierte Fuß. Sollte sich damit die OP wirklich gelohnt haben? Natürlich müsste ich dann das Ganze auf der anderen Seite noch einmal wiederholen.
Für den Rest des Abends konnte ich gleich die neuen Hausschuhe einweihen.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
Andrea aus Sachsen
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Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
.
Bei einem meiner letzten Berichte war ich wieder einmal der Zeit voraus: Die Aufführung von "Norma" im Chemnitzer Opernhaus fand natürlich am 28.4.2014 (nicht 28.5.) statt. Ich bitte, diesen Fehler zu entschuldigen.
12.4.2014
Auf dieses Wochenende habe ich mich schon lange gefreut. Bereits am Vorabend packte ich meinen Koffer, denn es ging nach längerer Pause wieder einmal auf Reisen. Mein Ziel war Würzburg. Soweit ich mich erinnern kann, war ich in der fränkischen Universitätsstadt noch nie. Damit wäre Würzburg nach Frankfurt/M. die zweite Stadt, in der ich nur als Andrea weilte.
Ich musste zeitig aufstehen, um gegen 8 Uhr das Haus verlassen zu können. Als Outfit habe ich mich heute für meinen neuen kniefreien blauen Rock, eine blau-grün-weiß gemusterte Bluse, blaue Strumpfhosen und braune Stiefeletten entschieden. Da es morgens in meiner Heimatstadt noch recht kühl war, zog ich noch meinen cremefarbenen Anorak darüber. Über die Stationen Chemnitz, Hof und Bamberg erreichte ich am frühen Nachmittag mein Ziel. Ich hatte mich mit Vivian (Cologne) aus dem Forum verabredet, die in einem Hotel im Stadtzentrum auf mich wartete, von wo aus wir alles bequem zu Fuß erreichen konnten.
Die Mittagszeit war fast vorbei, aber wir gingen erst einmal ins Restaurant des Hotels, um uns für die kommenden Aktivitäten zu stärken. Das fast schon sommerliche Wetter erlaubte uns, draußen zu sitzen. Meinen dazu überhaupt nicht passenden Anorak hatte ich inzwischen gegen meinen grau melierten Blazer getauscht.
Vivians Outfit war etwas alltagsmäßiger: knielanger schwarz-weiß gemusterter Rock, buntes T-Shirt, schwarze Strumpfhosen, graue Stiefeletten und darüber eine blaue Jacke. Trotzdem schien Vivian die auffälligere Erscheinung zu sein, denn sie wurde während unseres Stadtrundganges mehrmals von Passanten angesprochen, während ich beinahe unscheinbar daneben stand. Harmlos waren zwei Gruppen junger Damen, die offenbar Junggesell(inn)enabschied feierten und etwas zu verkaufen versuchten. Eine junge Frau dagegen lobte Vivian sehr für ihr gepflegtes Erscheinungsbild, an dem sich viele andere Frauen ein Beispiel nehmen könnten. Leider hatte ich den Beginn des Gespräches nicht mitbekommen. Ich nehme aber an, sie hatte Vivien "enttarnt" und meinte mit den "anderen" Biofrauen.
Das wichtigste an unserem Stadtrundgang waren jedoch historische Gebäude wie die alte Mainbrücke, die Marienkapelle und der Kiliansdom. Als Abschluss bot sich bei dem sommerlichen Wetter der Besuch einer Eisdiele an. Gegen 17 Uhr waren wir wieder im Hotel, um uns auf den kulturellen Höhepunkt des Tages vorzubereiten. Und was könnte das sein, wenn sich zwei Opernliebhaberinnen treffen?
Im Mainfrankentheater wurde an diesem Abend die selten gespielte Oper "La gazza ladra" (Die diebische Elster) von Gioachino Rossini aufgeführt. Selten ist hier allerdings etwas differenziert zu sehen, denn "La gazza ladra" teilt das Schicksal vieler Rossini-Opern: Eine weltberühmte Ouvertüre (hat fast jeder zumindest ausschnittsweise schon mal gehört http://www.youtube.com/watch?v=KYfaKAIf-SU), aber den Rest des Werkes kennt fast niemand.
Die Aussicht, bald zu den Kennern des kompletten Werkes zu gehören, ließ natürlich die Vorfreude enorm wachsen. Während wir das Makeup noch einmal erneuerten, wählte ich mein nun schon mehrfach getragenes Theateroutfit: schwarzer Godetrock, terracottafarbene Satinbluse, hautfarbene Strumpfhose und schwarze Sandaletten. Vivian dagegen trug ein schwarz-weiß gemustertes knielanges Kleid, schwarze Strumpfhosen, schwarz-goldene Pumps und das ganze mit einem bunten Schal aufgepeppt. Im Theater angekommen, ließen wir von einem anderen Besucher ein Beweisfoto machen (siehe meine Galerie: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... ge_id=8970)
Und da wir gerade bei Bekleidung sind: Das, was da sonst zusehen war, ließ doch einiges zu wünschen übrig. Ich möchte der Mehrheit der Besucher(innen), die sich angemessen kleideten nicht unrecht tun, aber es gab eben ein gutes Dutzend Leute beiderlei Geschlechts, die meines Erachtens in der Vorstadtkneipe besser aufgehoben gewesen wären. Positive Gegenbeispiele fand ich diesmal kaum. Bei den Damen waren unverkennbar die Hosenträgerinnen in der Überzahl.
Das aufgeführte Stück lebte nicht nur in der Ouvertüre von der mitreißenden Musik Rossinis. Die Inszenierung dazu ganz klassisch: schöne historische Kostüme, zusammen mit den Kulissen fast schon etwas kitschig wirkend, aber so zu der eher etwas banalen Handlung passend (Einzelheiten siehe http://de.wikipedia.org/wiki/La_gazza_ladra). Der langanhaltende Beifall zu Schluss zeigte aber, dass das Ganze bei den Zuschauern recht gut ankam.
Vivian und ich gingen noch in ein kleines Lokal, und ließen den Abend bei einem Glas Bier bzw. Wein ausklingen. Auf dem Rückweg zum Hotel mussten wir an einer etwa fünfköpfigen Gruppe junger Männer vorbei. Einer von denen trat auf uns zu und fragte, wo die "red line" (oder so etwas Ähnliches) sei. Wir erklärten freundlich, dass wir da nicht weiterhelfen können und liefen weiter. Nach einigen Metern rief einer der Männer uns hinterher: "Eh, seid ihr Transen?" Vivian und ich ließen uns aber nicht beirren und gingen weiter ins Hotel, wo wir uns eine gute Nacht wünschten und zum Frühstück am nächsten Tag verabredeten.
Bei einem meiner letzten Berichte war ich wieder einmal der Zeit voraus: Die Aufführung von "Norma" im Chemnitzer Opernhaus fand natürlich am 28.4.2014 (nicht 28.5.) statt. Ich bitte, diesen Fehler zu entschuldigen.
12.4.2014
Auf dieses Wochenende habe ich mich schon lange gefreut. Bereits am Vorabend packte ich meinen Koffer, denn es ging nach längerer Pause wieder einmal auf Reisen. Mein Ziel war Würzburg. Soweit ich mich erinnern kann, war ich in der fränkischen Universitätsstadt noch nie. Damit wäre Würzburg nach Frankfurt/M. die zweite Stadt, in der ich nur als Andrea weilte.
Ich musste zeitig aufstehen, um gegen 8 Uhr das Haus verlassen zu können. Als Outfit habe ich mich heute für meinen neuen kniefreien blauen Rock, eine blau-grün-weiß gemusterte Bluse, blaue Strumpfhosen und braune Stiefeletten entschieden. Da es morgens in meiner Heimatstadt noch recht kühl war, zog ich noch meinen cremefarbenen Anorak darüber. Über die Stationen Chemnitz, Hof und Bamberg erreichte ich am frühen Nachmittag mein Ziel. Ich hatte mich mit Vivian (Cologne) aus dem Forum verabredet, die in einem Hotel im Stadtzentrum auf mich wartete, von wo aus wir alles bequem zu Fuß erreichen konnten.
Die Mittagszeit war fast vorbei, aber wir gingen erst einmal ins Restaurant des Hotels, um uns für die kommenden Aktivitäten zu stärken. Das fast schon sommerliche Wetter erlaubte uns, draußen zu sitzen. Meinen dazu überhaupt nicht passenden Anorak hatte ich inzwischen gegen meinen grau melierten Blazer getauscht.
Vivians Outfit war etwas alltagsmäßiger: knielanger schwarz-weiß gemusterter Rock, buntes T-Shirt, schwarze Strumpfhosen, graue Stiefeletten und darüber eine blaue Jacke. Trotzdem schien Vivian die auffälligere Erscheinung zu sein, denn sie wurde während unseres Stadtrundganges mehrmals von Passanten angesprochen, während ich beinahe unscheinbar daneben stand. Harmlos waren zwei Gruppen junger Damen, die offenbar Junggesell(inn)enabschied feierten und etwas zu verkaufen versuchten. Eine junge Frau dagegen lobte Vivian sehr für ihr gepflegtes Erscheinungsbild, an dem sich viele andere Frauen ein Beispiel nehmen könnten. Leider hatte ich den Beginn des Gespräches nicht mitbekommen. Ich nehme aber an, sie hatte Vivien "enttarnt" und meinte mit den "anderen" Biofrauen.
Das wichtigste an unserem Stadtrundgang waren jedoch historische Gebäude wie die alte Mainbrücke, die Marienkapelle und der Kiliansdom. Als Abschluss bot sich bei dem sommerlichen Wetter der Besuch einer Eisdiele an. Gegen 17 Uhr waren wir wieder im Hotel, um uns auf den kulturellen Höhepunkt des Tages vorzubereiten. Und was könnte das sein, wenn sich zwei Opernliebhaberinnen treffen?
Im Mainfrankentheater wurde an diesem Abend die selten gespielte Oper "La gazza ladra" (Die diebische Elster) von Gioachino Rossini aufgeführt. Selten ist hier allerdings etwas differenziert zu sehen, denn "La gazza ladra" teilt das Schicksal vieler Rossini-Opern: Eine weltberühmte Ouvertüre (hat fast jeder zumindest ausschnittsweise schon mal gehört http://www.youtube.com/watch?v=KYfaKAIf-SU), aber den Rest des Werkes kennt fast niemand.
Die Aussicht, bald zu den Kennern des kompletten Werkes zu gehören, ließ natürlich die Vorfreude enorm wachsen. Während wir das Makeup noch einmal erneuerten, wählte ich mein nun schon mehrfach getragenes Theateroutfit: schwarzer Godetrock, terracottafarbene Satinbluse, hautfarbene Strumpfhose und schwarze Sandaletten. Vivian dagegen trug ein schwarz-weiß gemustertes knielanges Kleid, schwarze Strumpfhosen, schwarz-goldene Pumps und das ganze mit einem bunten Schal aufgepeppt. Im Theater angekommen, ließen wir von einem anderen Besucher ein Beweisfoto machen (siehe meine Galerie: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... ge_id=8970)
Und da wir gerade bei Bekleidung sind: Das, was da sonst zusehen war, ließ doch einiges zu wünschen übrig. Ich möchte der Mehrheit der Besucher(innen), die sich angemessen kleideten nicht unrecht tun, aber es gab eben ein gutes Dutzend Leute beiderlei Geschlechts, die meines Erachtens in der Vorstadtkneipe besser aufgehoben gewesen wären. Positive Gegenbeispiele fand ich diesmal kaum. Bei den Damen waren unverkennbar die Hosenträgerinnen in der Überzahl.
Das aufgeführte Stück lebte nicht nur in der Ouvertüre von der mitreißenden Musik Rossinis. Die Inszenierung dazu ganz klassisch: schöne historische Kostüme, zusammen mit den Kulissen fast schon etwas kitschig wirkend, aber so zu der eher etwas banalen Handlung passend (Einzelheiten siehe http://de.wikipedia.org/wiki/La_gazza_ladra). Der langanhaltende Beifall zu Schluss zeigte aber, dass das Ganze bei den Zuschauern recht gut ankam.
Vivian und ich gingen noch in ein kleines Lokal, und ließen den Abend bei einem Glas Bier bzw. Wein ausklingen. Auf dem Rückweg zum Hotel mussten wir an einer etwa fünfköpfigen Gruppe junger Männer vorbei. Einer von denen trat auf uns zu und fragte, wo die "red line" (oder so etwas Ähnliches) sei. Wir erklärten freundlich, dass wir da nicht weiterhelfen können und liefen weiter. Nach einigen Metern rief einer der Männer uns hinterher: "Eh, seid ihr Transen?" Vivian und ich ließen uns aber nicht beirren und gingen weiter ins Hotel, wo wir uns eine gute Nacht wünschten und zum Frühstück am nächsten Tag verabredeten.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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ChristinaF
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Find ich immer wieder super, deine Reiseberichte. Einfach klasse.
Könnt ihr euer Hotel eigentlich empfehlen? Würde gerne mal im Sommer rauf nach WÜ fahren und suche noch eine Unterkunft.
LG
Chrissie
Könnt ihr euer Hotel eigentlich empfehlen? Würde gerne mal im Sommer rauf nach WÜ fahren und suche noch eine Unterkunft.
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Chrissie
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Vivian Cologne
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Hallo Chrissie,
Kann ich das Hotel empfehlen? Es ist das Goldene Fass in der Semmelstraße. Sehr zentral zwischen Bahnhof und Altstadt. Und sehr nah zum Opernhaus, deshalb konnte ich die 9-cm-Heels nehmen. Ist ja auch wichtig.
Das Personal ist sehr nett und hilfsbereit. Ehe jetzt die Frage kommt "Ist es TG-freundlich?" Das ist doch wohl jedes Hotel in Deutschland, oder?
Jetzt kommt mein Aber: Das Zimmer war klein, und das Badezimmer passte in meine Handtasche. Die Beleuchtung funzelig, winziger Spiegel, kaum Ablagen. Und im Zimmer ein nur halbhoher Spiegel und auch nicht mehr Licht. Wie soll Frau sich da für die Oper schick machen? Das Ergebnis war entsprechend: total überschminkt. Aber so konnten wir wenigstens einen Farbtupfer ins graue Meer der Würzburgerinnen bringen.
Fazit: Für 65 Euro hätte ich mehr erwartet!
PS: Das Jungchen, das quer über die Straße brüllte, ob wir T..... seien, war sehr jung und sehr betrunken. Deshalb ist auch seine Nase heil geblieben.
Vivian
Kann ich das Hotel empfehlen? Es ist das Goldene Fass in der Semmelstraße. Sehr zentral zwischen Bahnhof und Altstadt. Und sehr nah zum Opernhaus, deshalb konnte ich die 9-cm-Heels nehmen. Ist ja auch wichtig.
Das Personal ist sehr nett und hilfsbereit. Ehe jetzt die Frage kommt "Ist es TG-freundlich?" Das ist doch wohl jedes Hotel in Deutschland, oder?
Jetzt kommt mein Aber: Das Zimmer war klein, und das Badezimmer passte in meine Handtasche. Die Beleuchtung funzelig, winziger Spiegel, kaum Ablagen. Und im Zimmer ein nur halbhoher Spiegel und auch nicht mehr Licht. Wie soll Frau sich da für die Oper schick machen? Das Ergebnis war entsprechend: total überschminkt. Aber so konnten wir wenigstens einen Farbtupfer ins graue Meer der Würzburgerinnen bringen.
Fazit: Für 65 Euro hätte ich mehr erwartet!
PS: Das Jungchen, das quer über die Straße brüllte, ob wir T..... seien, war sehr jung und sehr betrunken. Deshalb ist auch seine Nase heil geblieben.
Vivian
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Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
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Danke Chrissie für die anerkennenden Worte!
Wie Vivian schon schrieb, haben wir im "Goldenen Fass" übernachtet: http://www.hotel-goldenesfass.de
Ich kann ihrer Einschätzung nicht viel hinzufügen. Es ist ein Hotel für etwas bescheidene Ansprüche.
Das Problem mit dem Schminken habe ich übrigens gelöst, indem ich meinen Schminkspiegel mit einer Sicherheitsnadel an der Gardine befestigte. Das funktioniert natürlich nur so lange, wie von draußen noch genügend Licht hereinkommt.
Danke Chrissie für die anerkennenden Worte!
Wie Vivian schon schrieb, haben wir im "Goldenen Fass" übernachtet: http://www.hotel-goldenesfass.de
Ich kann ihrer Einschätzung nicht viel hinzufügen. Es ist ein Hotel für etwas bescheidene Ansprüche.
Das Problem mit dem Schminken habe ich übrigens gelöst, indem ich meinen Schminkspiegel mit einer Sicherheitsnadel an der Gardine befestigte. Das funktioniert natürlich nur so lange, wie von draußen noch genügend Licht hereinkommt.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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