Reportage N24
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zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
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petra
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Re: Reportage N24

Post 1 im Thema

Beitrag von petra »

wer anderen ihr anderssein nicht verzeihen kann,
ist noch weit ab vom weg der weisheit.
Tatjana_59
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Re: Reportage N24

Post 2 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

aladin hat geschrieben:hallo menschen

http://www.n24.de/n24/Mediathek/Dokumen ... yboys.html

lg aladin(Petra)

Danke Petra :-)
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ab08
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Re: Reportage N24

Post 3 im Thema

Beitrag von ab08 »

Danke für den Link, schaute mir den Beitrag an
... aber es war anstrengend und teilweise ärgerte ich mich ziemlich.

Hauptkritikpunkte neben zahlreicher diskriminierender Formulierungen, auf die ich nicht eingehe:

1. TS ist etwas Normales!!- Es ist auch normal, dass transsexuelle Menschen meist hormonellen Ausgleich brauchen.
Hier legen scheinbar wohlwollende 'Experten' - unter dem Vorwand beschützen zu wollen - , Steine in den Weg und bevormunden diese Menschen. *)
Dass die Betroffenen ausweichen und manches, auch gesundheitschädliches, dabei ausprobieren, ist auch normal.
---> Es ist unmöglich und moralisch verwerflich, in einer Fernsehsendung explizit auf solche gesundheitschädlichen Möglichkeiten hinzuweisen.

2. 'Verführte', die Behandlungen hinterher bereuen: Das ist eine typische Argumentation aus dem Bereich des religiösen Fundamentalismus.
'Ich war homosexuell' , aber meine Religion /die Erziehung etc. heilte mich. --> Wer lange sucht, 'findet' stets sogenannte 'Zeugen', welche die These scheinbar untermauern.
Die Methode ist im Bereich des religiösen Fundamentalismus und politischen Extremismus beliebt, aber auch leider ziemlich durchsichtig.
==> Echte Betroffene, und das sind doch die meisten, werden so en passant ausgegrenzt! ==> Daher sollten wir uns wehren!
Damit müssen wir leben, denn leider akzeptieren viele in obigen Bereichen nicht, dass Homosexualität, TS, IS etc. gesunde Varianten menschlichen Daseins sind.

Ich bin über den Sender N24 und die Redakteure verärgert. Es war intelligent & reißerisch gemacht und die Botschaft wurde äußerst geschickt versteckt.
Es war geschickt verpackt, aber nicht so geschickt, dass nicht Menschen mit Durchblick, die Absicht dahinter erkennen. :wink:

LG
ab

P.S. Mich würde interessieren, ob der Beitrag 'Sponsoren' hatte, denn ich hab da Vermutungen. Manche Argumentionsketten erschienen mir sehr bekannt..

*) Betroffene wissen ja, welches Hickhack manche Ärzte auch bei uns bisweilen, vor einer wirklich notwendigen Hormonbehandlung machen...
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
Bianca D.
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Re: Reportage N24

Post 4 im Thema

Beitrag von Bianca D. »

Moin,

ich fand die Reportage nur furchtbar. Menschen die mal eben im Hinterzimmer operiert werden, freiverkäufliche Dropse,keine psychologische Begleitung,da konnten die wirklich hübschen Mädels auch nix mehr richten. Für jede,die sich mit dem Gedanken an eine OP in Thailand trägt,sollte das eine unmißverständliche Warnung sein.

LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
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Re: Reportage N24

Post 5 im Thema

Beitrag von Ines »

Tja, so sind die Privaten. Damit die Menschen schauen, muss alles etwas reißerisch aufgearbeitet sein. Da lobe ich mir doch die sachlichen Berichte, die in den öffentlich rechtlichen Sendern laufen.

Liebe Grüße
Ines
MarieB
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Re: Reportage N24

Post 6 im Thema

Beitrag von MarieB »

Hallo,

tja, so unterschiedlich können Beiträge gesehen werden.

Ich fand den Beitrag in keinster Weise furchtbar oder reißerisch. Er zeigt eben die Situation, wie Sie in Thailand ist oder zumindest 2011 war. Und ganz ehrlich, wenn für mich eine OP ein Thema wäre, und man diese nicht über die Krankenkassen bezahlt bekäme, würde ich mich wahrscheinlich auch für die Thailand Nobelvariante für 8000 EUr anstatt einer deutschen für 20000 EUR entscheiden. Aber zum Glück ist dass für uns in Deutschland ja nicht die Frage.

Außerdem kamen im Beitrag ja durchaus auch kritische Stimmen zu Wort.

Für mich war sowieso das wichtigste im Beitrag die Offenheit der Gesellschaft in einem Land wie Thailand. Jeder Deutsche würde doch Thailand als eine Art Entwicklungsland sehen, mir rückständigen Sichtweisen und und und. Was ja auch in manchem stimmt. Aber bei dem Thema Trans, kann man nur sagen "Hut ab".

Natürlich kann man zu solchen Misswahlen stehen wie man will, aber Sie bringen trotz allem das Thema in die Öffentlichkeit und dort gehört es auch hin.
LG und einen guten Rutsch
Marie
Gruß

Marie
nicole.f
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Re: Reportage N24

Post 7 im Thema

Beitrag von nicole.f »

Bianca D. hat geschrieben:Moin,

ich fand die Reportage nur furchtbar. Menschen die mal eben im Hinterzimmer operiert werden, freiverkäufliche Dropse,keine psychologische Begleitung,da konnten die wirklich hübschen Mädels auch nix mehr richten. Für jede,die sich mit dem Gedanken an eine OP in Thailand trägt,sollte das eine unmißverständliche Warnung sein.

LG Bianca
Ich weiss nicht von wann diese Reportage ist bzw. wann die das Material dazu gesammelt haben, aber zumindest Operationen, egal ob "nur" Kastration oder volle GaOp, sind auch in Thailand nach dortigem Gesetz nur noch mit psychologischem Gutachten möglich. Ärzte, die auch ohne operieren, machen sich strafbar und da ist Thailand zuweilen wenig zimperlich. Der (Schwarz-)Markt für Pillen ist allerdings weiter unreguliert. Doch das ist ja selbst in viele europäischen Ländern nicht anders. Wenn ich mich nicht irre, sind auch heute noch einige Hormonpräparate, die in Deutschland verschreibungspflichtig sind, in anderen EU Ländern frei verkäuflich oder zumindest mit Leichtigkeit zu beschaffen.

Grundsätzlich zu Thailand und Kathoey sollte man allerdings auch anmerken, dass die Situation für sie dort keinesfalls rosig ist, auch wenn die Zustände und Häufigkeit anderes suggerieren. Kathoey sind dort zwar "normaler" Teil der Bevölkerung, und wie wir Europäer neidvoll sehen müssen, zumeist auch noch mit einem schier unverschämt gutem Passing ausgestattet :) dennoch bewegen sie sich am Rand der Gesellschaft. Nur wenige von ihnen gehen einem normalen Beruf nach und können eine normale Karriere machen. Ich habe mal einen anderen Bericht über Thailand gesehen und dort wurde *eine* Kathoey gezeigt, die es geschafft hatte, im Hotel Management ein bisschen Karriere zu machen. Wenngleich man ihr, wegen des asiatischen Körperbaus, rein gar nichts männliches ansehen oder hören konnte, hatte sie die völlig gleichen Akzeptanzprobleme, wie sie auch TS in der westlichen Welt haben und damit einhergehend auch die gleichen Karrierebremsen. Obwohl sie voll qualifiziert war, konnte sie keine ihrer Qualifikation entsprechende Stelle erreichen, sondern verblieb in einer Assistenz Position. Sie schilderte auch, dass dies für Kathoey in "normalen" Berufen leider der Regelfall sei, sie sich aber damit abgefunden habe.

Die meisten verkaufen/vermieten ihren Körper, als Foto-Model oder noch schlimmer als Animiermädchen in den entsprechenden Clubs oder sogar als Prostituierte. Dies liegt nicht daran, dass sie dies unbedingt wollten, sondern meist daran, dass sie sonst nur wenig Chancen auf Gelderwerb haben. Man darf nicht vergessen, dass Thailand ein armes Land ist. Schon durchschnittlich bezahlte Arbeitsplätze sind nicht leicht zu finden, die Bevölkerungsdichte ist hoch. Für eine Transsexuelle dort einen normalen Job zu finden ist schwer. Und auch wenn es so scheint, als seien Kathoey akzeptiert, so sind sie es eben nur in einem Teil des gesellschaftlichen Lebens, nämlich als hübsch anzuschauende junge Mädchen mit einem gewissen "extra", was Einigen wohl einen extra Kick beim Gaffen verschafft. Das schlimme daran ist auch, dass einige bedingt durch die Armut aber die Aussicht au "schnelles" Geld durch Prostitution oder Modelling dazu animiert werden, Transsexualität als eine Karrierechance misszuverstehen. Für sie beginnt dann nur bald ein Teufelskreis, denn vergleichsweise viel Geld können sie verdienen, müssen dies aber für ihre Angleichung gleich wieder ausgeben. Dadurch geraten viele auf die schiefe Bahn und enden auch dort.

Was echte Akzeptanz betrifft ist man in Thailand damit vielleicht auch nicht weiter als wir hier. Nur gibt es dieses Phänomen in Thailand schon länger öffentlich sichtbar; etwas, was in Deutschland und Mitteleuropa erst in den letzten paar Jahren langsam in das öffentliche Bewusstsein vorrückt. Das in Thailand in der Zwischenzeit nicht mehr für die Akzeptanz von TS passiert ist oder getan wurde, ist eigentlich traurig. An einigen Stellen sind wir sogar schon deutlich weiter, denn die rechtliche Stellung von Transsexuellen ist, soviel Kritik man daran auch üben mag, durch das TSG in Deutschland deutlich besser - wenn ich nicht irre, gibt es bspw. in Thailand bis heute keine Möglichkeit, den Personenstand zu ändern. Kotheys bleiben damit formal "männlich", mit all den hässlichen Begleiterscheinungen, die dies mit sich bringt, allen voran, dass sie bei sexuellen Übergriffen dadurch praktisch rechtlos werden. Ich finde es spontan nicht wieder, aber ich meine das erst vor kurzem in Thailand ein Gesetz geändert wurde, welches es Kathoeys erst damit ermöglicht, erkennbar in ihrer Zielgeschlechtlichen Rolle, also als Frau, eine Universität zu besuchen - denn sie sind ja formal immernoch Männer!

So schön der Schein auch sein mag, so schade ist es zu konstatieren, dass Thailand wohl doch kein Traumland für Transfrauen ist.

Liebe Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
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ExuserIn-2022-05-28
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Re: Reportage N24

Post 8 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-28 »

Ich fand die Sendung gut gemacht und sehe keine diskriminierenden Botschaften.

Der Hinweis auf gesundheitliche Probleme bei Einnahme von Hormonen ohne ärztliche Begleitung kann nicht oft und laut genug wiederholt werden. Hormone ja, aber nur unter ärztlicher Aufsicht, alles andere ist russisches Roulette.

Die Frau, die ihre Op bereut hat hat nicht ihren Weg ansich bereut sondern die Billig-Op, die ihr die Orgasmusfähigkeit genommen hat.

Ich denke, da würde jede es bereuen nicht doch etwas gewartet, mehr gespart und dann eine teurere und bessere OP gewählt zu haben. Das hat nichts mit Religion zu tun.

In meinen Augen ist die Sendung nicht diskriminierend sondern sehr gut aufklärend. Es gibt nun mal Gefahren auf dem Weg, ob sie nun in der Selbstmedikation oder irgendwelchen Hinterhof-OP's liegen. Hiervor zu warnen halte ich für unbedingt notwendig und nicht für bevormundend und schon gar nicht für diskriminirend.

LG Chrissie
Das Leben ist zu kurz um sich zu verleugnen.
Inga
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Re: Reportage N24

Post 9 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo

chrissie hat es ganz gut wier gegeben. So ähnlich ist die Sendung bei mir auch angekommen. Ich meinerseits fand aber manche Szenen für meinen Geschmack etwas reisserisch dargestellt, was aber der Botschaft meiens Erahctens keinen Abbruch tut.

Liebe Grüße
Inga
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