Einige Krankenkassen wollen Mitglieder loswerden
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Hintergrundwissen
Anne-Mette
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Einige Krankenkassen wollen Mitglieder loswerden

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

... natürlich nicht die Jungen, Gesunden, Verdienenden, sondern eher die chronisch Kranken, die Armen und Schwachen.
War da nicht mal was mit Solidargemeinschaft?

Obwohl das ZDF dem Thema eine Sendung widmete, ist es bisher weitgehend unbeachtet geblieben.
Ich denke aber, dass es auch für "uns" interessant sein könnte:


http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag ... nke-Kassen

Gruß
CPG
Marlene
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Re: Einige Krankenkassen wollen Mitglieder loswerden

Post 2 im Thema

Beitrag von Marlene »

Ein sehr guter Freund von mir, der 30 Jahre lang "funktioniert" hat, ist seit 2 Jahren krank mit der Folge, daß sich seine Frau von ihm verabschiedet hat (Scheidung) und als nächstes sein langjähriger Arbeitgeber, der TÜV... Wie nennt man das? :(

L.G. Marlene
Momo58
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Re: Einige Krankenkassen wollen Mitglieder loswerden

Post 3 im Thema

Beitrag von Momo58 »

Ich bin als chronisch Kranker leider auf der Verliererseite des Systems. 40 Jahre Krankheit, Krankenkassenwechsel, 25 Ärzte mit 21 Fehldiagnosen. Mir reicht's. Selbst bei IGEL-Leistungen wurde ich beschissen. Mein Bedarf an Medikamenten und Krankengymnastik wird budgetbedingt einfach nicht mehr gedeckt. Bei einem Arzt wurde ich ohne Behandlung aus der Praxis verwiesen. Beschwerden bei der Bezirksärztekammer laufen ins Leere, da ein Arzt dem anderen kein Auge auskratzt. Ich such mir einen afrikanischen Medizinmann, da bin ich medizinisch wohl besser aufgehoben als in diesem gesundheitspolitischen Selbstbedienungsladen für Ärzte.

Ein gerechtes System bietet meiner Meinung nach nur die Einheitskrankenkasse und Polikliniken sowie die Abschaffung von privaten Krankenkassen, so dass jeder die gleiche Grundversorgung bekommt.
Wir alle sind nur ein unbedeutendes Staubkorn im Universum
Marlene
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Re: Einige Krankenkassen wollen Mitglieder loswerden

Post 4 im Thema

Beitrag von Marlene »

Genau das hatten wir in der DDR und das hat auch funktioniert.
conny
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Re: Einige Krankenkassen wollen Mitglieder loswerden

Post 5 im Thema

Beitrag von conny »

cpg hat geschrieben: Obwohl das ZDF dem Thema eine Sendung widmete, ist es bisher weitgehend unbeachtet geblieben.
Ich denke aber, dass es auch für "uns" interessant sein könnte:


http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag ... nke-Kassen

Gruß
CPG
hallo,

das ist nicht so ganz richtig. im letzten jahr gab es zu dem thema bereits einen beitrag in der zdf-sendung "frontal21". das hatte auch in der presse reichlich niederschlag gefunden.

gruß
conny
ExuserIn-2022-05-28
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Re: Einige Krankenkassen wollen Mitglieder loswerden

Post 6 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-28 »

Momo58 hat geschrieben:Ein gerechtes System bietet meiner Meinung nach nur die Einheitskrankenkasse und Polikliniken sowie die Abschaffung von privaten Krankenkassen, so dass jeder die gleiche Grundversorgung bekommt.
Zur Zeit hat jeder die gleiche Grundversorgung und kann gegen Aufpreis mehr absichern.
Was ist daran schlecht?

Was ist an den privaten Kassen schlecht?

Wer ist den in privaten Krankenkassen? Überwiegend Selbständige. Die Kosten hierfür legen bei Älteren zum Teil bei dem Doppelten von den was gesetzlich Versicherte zahlen.

Klar haben privat Versicherte Vorteile - insbesondere bei den Wartezeiten - aber : Als Freiberufler kostet mich jeder Arztbesuch und jede Krankheit richtig Geld. Ich bekomme während der Wartezeit beim Arzt und wenn ich Krank bin nicht einen müden Cent Gehalt.

Ich habe also einen Vorteil bei den Wartezeiten und einen erheblichen Nachteil beim Geld. Wãre es gerechter wenn ich auch länger in der Praxis rumsitze und warte und dafür z.B als chronisch Kranker ( Diabetes ) hunderte Euro Verdienstausfall habe, die Angestellte nicht haben?
Dich wohl nicht.

Also lasst doch einfach mal den Sozialneid auf die privat Versicherten da raus und zum dem Hinweis auf die DDR : Wenn in der DDR alles so viel besser war : baut die Mauer wieder auf und geht rüber.

Man kann sich nicht nur die Rosinen aus dem Kuchen picken. Was war den in der DDR mit Reise und Meinungsfreiheit?
Was war mit Luxusgütern, die heute ein Appel und ein Ei kosten? Wie lange hat ein DDR' ler für einen Farbfernseher ( 8000 Mark der DDR) arbeiten müssen?

Sorry aber bei so was geht mir die Hutschnur hoch.

Wenn einzelne durch das System fallen ist das natürlich nicht hinnehmbar, dafür aber das komplette System zu verteufeln und die DDR wieder einführen zu wollen, obwohl die meisten sicher keine Probleme haben?

Das geht gar nicht. :((a

LG Chrissie
Das Leben ist zu kurz um sich zu verleugnen.
Anne-Mette
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Re: Einige Krankenkassen wollen Mitglieder loswerden

Post 7 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Also lasst doch einfach mal den Sozialneid auf die privat Versicherten da raus und zum dem Hinweis auf die DDR : Wenn in der DDR alles so viel besser war : baut die Mauer wieder auf und geht rüber.
Ich finde sehr befremdlich, wenn die bloße Erwähnung von Gegebenheiten in der DDR gleich so bewertet werden. :((a

Besonders das
baut die Mauer wieder auf und geht rüber.
ist ja wohl der Hammer :evil:

In den letzten Tagen sind mir schon einige Beiträge (nicht (nur)) von Dir aufgefallen, wo ich schon schreiben wollte: "Wenn ihr gerade beim :)p seid - dann bring mir ein Bier mit" (smili)

Stammtischdiskussionen???

Gruß
CPG, der nicht in der DDR gelebt hat, aber keine Scheuklappen auf hat, also auch mal nach links und rechts guckt.
ExuserIn-2022-05-28
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Re: Einige Krankenkassen wollen Mitglieder loswerden

Post 8 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-28 »

Hallo CPG ,
wenn Du seit 15 Jahren ständig hörst, ich hätte es als Privatversicherter ja so viel besser und 30 Jahre lang von Deinen Verwandten und deren Bekannten in der DDR angemacht wirst, es ginge dir in der BRD ja so viel besser und Du müsstest sie mit allem möglichen unterstützen und die selben erzählen dir nach der Wende 23 Jahre lang es wäre ja früher in der DDR alles besser gewesen, verlierst Du langsam das dicke Fell.

Und was die Anzahl der Beiträge anbelangt, übertreibe doch bitte nicht so masslos, in den letzten Tagen (Monaten) war das das erste schärfer formulierte Posting von mir.

LG Chrissie
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Re: Einige Krankenkassen wollen Mitglieder loswerden

Post 9 im Thema

Beitrag von conny »

Momo58 hat geschrieben:Ich bin als chronisch Kranker leider auf der Verliererseite des Systems. 40 Jahre Krankheit, Krankenkassenwechsel, 25 Ärzte mit 21 Fehldiagnosen. Mir reicht's. Selbst bei IGEL-Leistungen wurde ich beschissen. Mein Bedarf an Medikamenten und Krankengymnastik wird budgetbedingt einfach nicht mehr gedeckt. Bei einem Arzt wurde ich ohne Behandlung aus der Praxis verwiesen. Beschwerden bei der Bezirksärztekammer laufen ins Leere, da ein Arzt dem anderen kein Auge auskratzt. Ich such mir einen afrikanischen Medizinmann, da bin ich medizinisch wohl besser aufgehoben als in diesem gesundheitspolitischen Selbstbedienungsladen für Ärzte.

Ein gerechtes System bietet meiner Meinung nach nur die Einheitskrankenkasse und Polikliniken sowie die Abschaffung von privaten Krankenkassen, so dass jeder die gleiche Grundversorgung bekommt.
@momo,
ob die einheitskasse dir in deinem fall eine optimale versorgung gesichert hätte ist ja keineswegs sicher, die fehldiagnosen hätte sie sicher nicht verhindert
conny
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Re: Einige Krankenkassen wollen Mitglieder loswerden

Post 10 im Thema

Beitrag von conny »

Marlene hat geschrieben:Genau das hatten wir in der DDR und das hat auch funktioniert.
was hat funktioniert? die gleiche grundversorgung fürt alle, aber alle waren nicht gleich! es ist doch bekannt, dass z.b. in der charitee modernste untersuchungsgeräte und behandlungsmöglichkeiten bestanden, die nicht jeder nutzen konnte (um es mal vorsichtig auszudrücken).
Marlene
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Re: Einige Krankenkassen wollen Mitglieder loswerden

Post 11 im Thema

Beitrag von Marlene »

Ahh ja, jetzt sind wir alle neu eingenordet worden und wissen das gefälligst zu schätzen. Das "hohe Niveau" ist also schuld... Nur dumm, daß es jeden Tag immer weniger hoch ist... :o
spacecy
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Re: Einige Krankenkassen wollen Mitglieder loswerden

Post 12 im Thema

Beitrag von spacecy »

Momo58 hat geschrieben:Ich bin als chronisch Kranker leider auf der Verliererseite des Systems. 40 Jahre Krankheit, Krankenkassenwechsel, 25 Ärzte mit 21 Fehldiagnosen. Mir reicht's. Selbst bei IGEL-Leistungen wurde ich beschissen. Mein Bedarf an Medikamenten und Krankengymnastik wird budgetbedingt einfach nicht mehr gedeckt. Bei einem Arzt wurde ich ohne Behandlung aus der Praxis verwiesen. Beschwerden bei der Bezirksärztekammer laufen ins Leere, da ein Arzt dem anderen kein Auge auskratzt. Ich such mir einen afrikanischen Medizinmann, da bin ich medizinisch wohl besser aufgehoben als in diesem gesundheitspolitischen Selbstbedienungsladen für Ärzte.

Ein gerechtes System bietet meiner Meinung nach nur die Einheitskrankenkasse und Polikliniken sowie die Abschaffung von privaten Krankenkassen, so dass jeder die gleiche Grundversorgung bekommt.
Hi,

es ist richtig, dass dieses System in der DDR recht gut gefunzt hat. ABER: eine Zweiklassen-Medizin gab es in dieser Zeit auch, nur war die 1. Klasse nicht für "Privat"-Patienten, sondern für die Parteibonzen.

LG spacecy
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Re: Einige Krankenkassen wollen Mitglieder loswerden

Post 13 im Thema

Beitrag von Sandra82 »

Chrissie hat geschrieben:Zur Zeit hat jeder die gleiche Grundversorgung und kann gegen Aufpreis mehr absichern.
Was ist daran schlecht?

Was ist an den privaten Kassen schlecht?

Wer ist den in privaten Krankenkassen? Überwiegend Selbständige. Die Kosten hierfür legen bei Älteren zum Teil bei dem Doppelten von den was gesetzlich Versicherte zahlen.

Klar haben privat Versicherte Vorteile - insbesondere bei den Wartezeiten - aber : Als Freiberufler kostet mich jeder Arztbesuch und jede Krankheit richtig Geld. Ich bekomme während der Wartezeit beim Arzt und wenn ich Krank bin nicht einen müden Cent Gehalt.

Ich habe also einen Vorteil bei den Wartezeiten und einen erheblichen Nachteil beim Geld. Wãre es gerechter wenn ich auch länger in der Praxis rumsitze und warte und dafür z.B als chronisch Kranker ( Diabetes ) hunderte Euro Verdienstausfall habe, die Angestellte nicht haben?
Dich wohl nicht.
Was finde ich an dem System schlecht?
Ich bin Unternehmerin und Diabetikerin und kann einfach keine private abschliessen die mir mehr als die gesetzlichen zu unbezahlbaren Preisen bietet!
Und ja, auch mich kostet es enorm viel Geld, wenn ich mal wieder als Patientin 2. Klasse im Wartezimmer rumsitze, nur weil ich lebensnotwendige Medikamente und Konsultationen benötige..
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Re: Einige Krankenkassen wollen Mitglieder loswerden

Post 14 im Thema

Beitrag von Kerstin »

cpg hat geschrieben:Moin,
......

In den letzten Tagen sind mir schon einige Beiträge (nicht (nur)) von Dir aufgefallen, wo ich schon schreiben wollte: "Wenn ihr gerade beim :)p seid - dann bring mir ein Bier mit" (smili)

Stammtischdiskussionen???
....
Wo st da das Problem? Wo pro ist gibt es halt auch kontra. Wo Sozialisten sind gibt es alt auch Kapitalisten und Freiheitliche.

Solltest du einmal in Nordbayern unterwegs sein gib laut - das Bier spendiere ich dir gern. :)p


Mfg Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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Re: Einige Krankenkassen wollen Mitglieder loswerden

Post 15 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Momo58 hat geschrieben:... 40 Jahre Krankheit, Krankenkassenwechsel, 25 Ärzte mit 21 Fehldiagnosen. Mir reicht's. ....
Gegen solche Pfuscher und Quaksalber hilft auch keine Einheitskrankenkasse Das einzige was hier hilft ist deren Bankrott.


Mfg Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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