Ich hab da ein großes Problem
Ich hab da ein großes Problem - # 2

Yasmine
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Re: Ich hab da ein großes Problem

Post 16 im Thema

Beitrag von Yasmine »

Marielle hat geschrieben:PS: Vielen Dank für deinen / euren Mut, dieses Thema hier zur Diskussion zu stellen. Es rückt einige der rosaroten Blickwinkel etwas zurecht und wird sicher manchen Denkanstoss geben.
Eigentlich wollte ich ja gar nichts schreiben, das meiste ist ja bereits gesagt, aber Marielles Aussagen beschreiben die Realität sehr, sehr gut.
Die rosarote Brille habe ich mittlerweile auch abgesetzt und festgestellt, dass das Crossdressen alles andere als immer toll und super ist.
Erst recht für unsere Partnerinnen.
LG
Yasmine
Marielle
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Re: Ich hab da ein großes Problem

Post 17 im Thema

Beitrag von Marielle »

Hallo Darialena,

übersiehst du nicht den mit Abstand wichtigsten Punkt? Es geht in diesem Thread hier weder um meine noch um deine Meinung. Jemand hat ein Problem geschildert, suchte wohl Hilfe. Deine Erfahrung, meine Erfahrung.....beides mag Hilfe sein und war ausreichend beschrieben. Wenn du meine Sicht mit mir diskutieren willst, dann per PN oder in einem neuen Thread; Aber nicht hier.

Gruß

Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
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Bianca D.
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Re: Ich hab da ein großes Problem

Post 18 im Thema

Beitrag von Bianca D. »

Moin Pippilotta,

Es freut mich zu lesen,daß du schon den einen oder anderen Tipp mitnehmen konntest. Ich möchte Dir aber noch eine kurze Begebenheit zur Sache mit Nachbarn/Bekannten usw. erzählen aus meiner Anfangszeit als das mit meiner TS noch nicht raus war.Zu der Zeit bin ich häufig androgyn gekleidet,auch schon mal im langen Rock durch die Stadt gegangen oder auf Volksfesten gewesen.Nun,Düsseldorf ist um einiges größer als Buchholz und trotzdem dauerte es nicht lange,bis mein Faible für weibliche Kleidung die Runde unter meinen Kollegen machte.Ich habe davon erst über ein Jahr nach meinen ersten Ausflügen in die Öffentlichkeit erfahren.Wer mich da zuerst gesehen hat und das rum erzählt hat weiß ich bis heute nicht.Ich will dir keine Angst machen,was ich aber damit sagen will, wenn Anja durch die Buchholzer Innenstadt spaziert,wird es über kurz oder lang dazu führen,daß irgend jemand Sie/Ihn erkennt oder auch schon hat und aus Höflichkeit schweigt.Ebenso kann es mit der Nachbarschaft laufen,plötzlich und unerwartet stehen die vor der Tür mit irgend einem Anliegen,sei es ob man sich um die Post für ein paar Tage kümmert,so ging es mir, oder was auch immer.Zu der Zeit,als ich mir noch nicht klar war,wie mein Weg weiterführt,eine höchstpeinliche Situation.Ein anderes Beispiel für ungeplante Treffen: vor drei oder vier Jahren war ich damals zu Besuch in HH und besuchte das Eisenbahnwunderland,läuft mir dort die Schwester meiner Schwägerin über den Weg,ebenfalls zu Besuch in HH.
Du/ihr müßt also immer damit rechnen und deshalb legt euch am Besten eine Strategie zu recht,wie ihr ohne das Gesicht zu verlieren aus so einer Situation rauskommt.Ich persönlich würde mich für die Flucht nach vorn entscheiden,im Grunde die einzig gangbare Alternative,außer Anja's Persönlichkeit kommt nur noch außerhalb von Buchholz vor die Türe.Ob dein Mann damit glücklich ist,wenn die Anja in ihm unzufrieden ist?
Ich wünsche euch jedenfalls die Kraft und den Mut,die Dinge in einem für beide Seiten gangbaren Weg zu regeln,wäre schade um Anja,wenn es nicht so ginge.
Einen guten Rutsch euch dreien und alles Gute für 2013!
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LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
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Re: Ich hab da ein großes Problem

Post 19 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Es ist eben nicht so, dass es ihr sch...egal wäre was Nachbarn oder Freunde denken.
Ich würde ja gern mal wissen, ob sich Nachbarn und Freunde überhaupt etwas dabei denken.
Immer mal wieder habe ich damit gerechnet, dass meine Frau mal angesprochen wird; aber wenn mal eine Nachfrage kam, dann war die recht freundlich und neutral gehalten, also keinesfalls "wie kann man nur...".
Es ist natürlich die Frage, was die Leute reden, wenn man nicht anwesend ist.

Gruß
Anne-Mette
Sabrina Verena
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Re: Ich hab da ein großes Problem

Post 20 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

darialena hat geschrieben: Natürlich weiß ich nicht, wie es in der Pampa ist. Ich zumindestens fühle mich in der brandenburgischen Pampa. Vielleicht muß man woanders seine Nachbarn anlügen, um das Gesicht zu wahren. Ich mach das halt nicht mehr: ich bin eine Tunte und wenn das meinen Nachbarn nicht gefällt, können sie mich am Arsch lecken...

GLG darialena

Hallo!
Kitzelt Anilingus eigentlich? Darf ich da Anus schreiben? Klingt freundlicher! (smili)
Nichts für Ungut, hatte Langeweile.
Liebe Grüße
Verena :()b
Solange Du in Dir selber nicht zuhause bist, bist Du nirgendwo zu Haus.

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Re: Ich hab da ein großes Problem

Post 21 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-28 »

Marielle hat geschrieben:Die Heimlichkeit aufzugeben wäre schlicht ein irreversibler Selbstversuch mit unabsehbaren Folgen. Deswegen unternehmen WIR diesen Versuch nicht. Wer es anders hält hat meinen Respekt und, für den Fall das es schief geht, mein Mitleid.
Hallo zusammen,

ich halte es so wie Darialena, was meine Nachbarschaft anbelangt, möchte aber auch zu obigem noch etwas beisteuern:

Jeder muss natürlich für sich selbst wissen wie weit er/sie gehen möchte. Ich gebe dabei nur zu bedenken: Wenn schon abzusehen sein sollte, dass der Weg weiter geht als nur ab und zu still "Zimmertranse" zu sein geht meist eh kein Weg drum rum sich ein dickeres Fell zuzulegen.

Wer alle Risiken vermeiden möchte darf nicht raus gehen und nur im Keller seinem CD fröhnen. Auch in Nachbarstädten, selbst 50 km entfernt kann man Nachbarn treffen, diese werden sich auch wundern, wenn zuhause immer die Vorhänge oder Rollos zu sind.

Der Keller wird sicher dem einen oder anderen reichen, sobald aber en femme raus gegangen wird und auch nur im entferntesten die Möglichkeit besteht, dass man den Weg irgendwann zu ende gehen will sollte man seine Einstellung ändern.

Unsere Freunde wissen alle Bescheid, viele Nachbarn haben Chrissie schon gesehen da ich auch en femme das Haus verlasse,. Passiert ist nichts.

Genau so wenig wie es mich interessiert, dass einer unser Nachbarn nackt Bodybilding auf dem Balkon macht oder der Sohn eines Nachbarn durch Rauschgift seinen Führerschein verloren hat, genauso wenig interessiert es meine Nachbarn was ich tue. Ich sehe es zwar, aber es interessiert mich nicht wirklich und ich renne auch nicht rum und sage die armen Eltern, was haben die doch für einen Sohn oder die arme Familie haben wohl noch nicht mal Geld für einen Trainingsanzug.

Seine Freunde und Verwandte sollte man - sobald die Möglichkeit besteht, dass sie was merken könnte - einweihen, dann ist alles ok.

Spätestens wenn ihr euren Weg weit gehen wollt müsst Ihr Euch eh outen oder wollt ich Euch dann von euren Verwandten und Freunden trennen und 1000km entfernt' am besten noch in einem neuen Land ein neues Leben anfangen?

Der beste Weg ist einfach dazu stehen und offen damit um zu gehen. Gerade Heimlichkeiten sind das Problem, wo Leute anfangen zu grübeln. Geht man offen mit um werden sie es zur Kenntnis nehmen und gut ist.

Ich habe bisher jedenfalls die Erfahrung gemacht, das Offenheit durch nichts zu ersetzen ist.

Bei Anja und Pippilotta gilt weiter mein Rat: redet erst mal darüber was Anja will und wenn mehr dahinter steckt als eine "Zimmertranse" geht offen damit um. Das ist allemal besser als das aufgrund der Heimlichkeiten sich die Nachbarn irgendwas zusammen reimen.

Viele liebe Grüsse und einen guten Rutsch ins neue Jahr,

Chrissie
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Re: Ich hab da ein großes Problem

Post 22 im Thema

Beitrag von Inga »

Liebe Pippilotta,

ich finde, manche Teilnehmende des Forums wie auch gerade Chrissie drängeln einfach zu stark in die Richtung des totalen Outings, können sich zu wenig in euer Umfeld einfühlen und haben es wohl auch vergessen, dass manches in der heutigen Praxis auch bei Ihnen und in ihrer Partnerschaft auch erst der Stand nach einer jahrelangen Entwicklung ist. Ihr beiden müsst die Form finden, den Umgang mit dem Umfeld und der Öffentlichkeit, der euch angemessen ist.

Ich schreibe das, weil ich mich mit Inga sich in meinem alltäglichen sozialen Umfeld auch nicht geoutet habe. Damit bin ich zwar derzeitig zunehmend unzufrieden und es mag sich auch irgendwann ändern, aber ich habe für diese Zurückhaltung jetzt auch meine guten Gründe. Ähnlich geht es vielen anderen hier Forum ja auch.

Marielle schrieb u. a.

"Dieses ständige Aufpassen, sich 'Erklärungen' ausdenken müssen, ist eine Belastung für meine Frau; Wohl eine größere als mein Crossdressing an sich."

Ich denke, durch die Geburt des Kleinen seid ihr in einer neuen Situation. Zum einem kommst du selber nicht so aus dem Haus. Da bietet es sich an, dass zur Wahrung der sozialen Kontakte die Leute mehr zu dir ins Haus zu Besuch kommen, und sei es auf den Sprung für eine Tasse Kaffee (die u ja als offenherzige Gastgeberin auch nicht einfach verwehren magst). Daneben wollen sicher auch noch alle möglichen Leute aus dem Verwandten-, Bekannten- und Freundeskreis euch zur Geburt der Kleinen gratulieren und den Kleinen endlich mal sehen. Das war so bei allen Geburten, die ich im Bekanntenkreis erlebt habe - und warum soll es bei euch anders sein? Wie natürlich dass sich die Nachbarin, die ja schließlich auch deine Arbeitskollegin in einem netten Team ist, danach erkundigt, auch wie es dir jetzt nach der Geburt geht, und sicher mit dem ganzen Team neugierig ist, zu schauen. Da bieten sich die arbeitsfreien Wochenenden inkl. Sonntags besonders gut an, und das sind genau die Tage, die mit Anja im Hause kollidieren.

Ich denke, ihr müsst euch klar sein, dass ihr schnelle eine ziemlich grundsätzliche Entscheidung fällen müsst: Entweder das plötzliche, schnelle totale Outing von Anja in eurem Umfeld einschließlich deiner Arbeitskollegen. Ich kann nicht absehen, was das für Konsequenzen haben kann, ob dir die Arbeit und das Verhältnis zu den Arbeitskollegen dadurch so schwer gemacht wird - vielleicht so schwer, dass du zur Kündigung gedrängt wirst und in deiner Branche evtl. erst mal nichts findest. Also kein Schritt, den man so locker machen kann.

Oder Anja tritt in ihrem auftreten erst mal deutlich kürzer, hält sich zurück, verschwindet zumeist in Karton oder Kiste, kommt zu Hause vielleicht erst wieder in einige Jahren hervor und lebt sich auf besonderen Männertagen im "fernen" Hamburg oder im Urlaub aus.

Was aber m. E. auf die Dauer gar nicht geht, und weder dir noch eurer Familie irgendwie gut tun wird, ist, dass du deine alltäglichen sozialen Kontakte in Art und Umfang zu sehr beschränkst.

Wie auch immer, die Entscheidung ist für dich nicht leicht, und es gibt da kein allgemein gültiges "richtig" oder "falsch".

Ich wünsche dir eine weise Entscheidung
und euch einen guten Start ins Neue Jahr.

Liebe Grüße
Inga
)))(:
ExuserIn-2022-05-28
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Re: Ich hab da ein großes Problem

Post 23 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-28 »

Hallo Inga, verstehe mich da nichr falsch oder lies Dir bitte meine Beiträge richtig durch.

Ich drängele nicht ich auf teufel komm raus zu outen sondern dann, wenn abzusehen ist, das die Ausflüge raus häufiger werden und/oder vielleicht eines tages mehr (sprich HRT, GaOp) etc anstehen könnten.

Es ist immer besser im Vorgeld zu reagieren als irgndwann auf Gerüchte, die entstehen, weil man zufällig gesehen wurde, zu reagieren.

Und Fakt ist nun mal man kann immer und überall auf Nachbarn stossen. Wir sind auch schon 130 Kilometer von zu hause entfernt Nachbarn aus dem Haus über den Weg gelaufen. Davor ist man nie sicher.

LG Chrissie
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ExuserIn-2022-05-28
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Re: Ich hab da ein großes Problem

Post 24 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-28 »

Ich denke, ihr müsst euch klar sein, dass ihr schnelle eine ziemlich grundsätzliche Entscheidung fällen müsst: Entweder das plötzliche, schnelle totale Outing von Anja in eurem Umfeld einschließlich deiner Arbeitskollegen. Ich kann nicht absehen, was das für Konsequenzen haben kann, ob dir die Arbeit und das Verhältnis zu den Arbeitskollegen dadurch so schwer gemacht wird - vielleicht so schwer, dass du zur Kündigung gedrängt wirst und in deiner Branche evtl. erst mal nichts findest. Also kein Schritt, den man so locker machen kann.
Auch dazu muss ich noch was schreiben:

Hallo Inga ich weiss nicht wo Du lebst, hier in Deutschland habe ich bisher in allen Fällen des Outings und ich kenne über eine SHG viele, nicht einen einzigen Fall erlebt, dass die Ehefrau wegen des TS Ihres Mannes ihren Job verlieren hätte, gemobbt wurde, oder gar gar nirgendwo mehr einen Job gefunden hätte.

Mobbing z.B braucht immer 2 Personen. Einer der mobbt und einer sich mobben lässt. Man kann durch selbstsicheres Auftreten jedes Mobbing im Keim ersticken.

Solche Schwarzmalerei wie in Deinem Posting bringen keinen weiter.

Ganz konkret: Wenn Anja viel raus geht und evtl auch schon so das Haus verlässt würde ich Freunde und Verwandte einweihen, verlässt sie auch so das Haus würde ich die Nachbarn in dem Augenblick einweihen, indem sie Anja gesehen haben . Was Arbeitskollegen anbelangt würde ich nur die Einweihen, bei denen die Gefahr besteht, dass sie Kontakt zu Anja haben. Also kurz gefasst alle die, die Kontakt zu Anja haben könnten sollten informiert sein, so beugt man am besten Gerüchten vor. wenn Anja allerdings en femme sich derart von ihrem mànnlichen Gegenstück unterscheidet, dass selbst Anjas Mutter sie nicht erkennen würde ist ein Outing natürlich nicht nötig, dann ist aber auch die Angst vor Entdeckung unbegründet.

LG Chrissie

PS: Das die Angst gross ist und andere zum teil lange Zeit benötigten ist mir klar, aber ich fachte, dass gerade dazu ein Forum gut ist um Erfahrungen auszutauschen damit nicht jeder für sich selbst " das Rad neu erfinden muss".
Das Leben ist zu kurz um sich zu verleugnen.
Anne-Mette
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Re: Ich hab da ein großes Problem

Post 25 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Solche Schwarzmalerei wie in Deinem Posting bringen keinen weiter.
Vielleicht könnt ihr beim Thema bleiben und klärt die persönlichen Interpretationen per PN oder heute Nachmittag beim Kaffee oder abends beim Bier :)p
Es sollte um das eigentliche Theme gehen und sicherlich muss es nun nicht darum gehen, wer "rechter hat".
Was für den einen Schwarzmalerei ist, kann für den anderen bedrohliche Wirklichkeit sein...

Schließlich soll die Threaderöffnerin in den Beiträgen auch noch ihr Thema und ihre Frage wiederfinden können (smili)

Gruß
Anne-Mette
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Re: Ich hab da ein großes Problem

Post 26 im Thema

Beitrag von Inga »

Liebe Chrissie,

Verzeih mir, du berücksichtigst in deinen Beiträgen überhaupt nicht die Veränderungen in der Familie und deren soziale Kontakte, die mit der Geburt des Kleinen üblicherweise eingetreten sind, und von den Beteiligten eine schnelle Reaktion erfordern.

Geburt und Versorgung des Neugeborenen in den ersten Wochen ist an sich schon für die Beteiligten schon anstrengend genug. Da ist ein funktionierendes soziales Umfeld enorm wichtig.

Natürlich kann man auch 130 km von zu hause auf die Nachbarn treffen. Doch die Wahrscheinlichkeit ist nicht so groß, als in der Nachbarschaft beim Gang zum Mülleimer, beim Gruß über den Gartenzaun, beim morgentlichen Einkaufen der Brötchen beim Bäcker, der Lebensmittel im nächstliegenden Supermarkt, beim Weg zum Bahnhof, bei Arztbesuchen, dem Spaziergang um den Block. Hinzu kommen die vielen, die den Nachwuchs auch mal sehen wollen, ....

Ansonsten würde ich gerne Cpgs Ratschläge berücksichtigen und mit dir alles Weitere per PN diskutieren wollen.

Liebe Grüße
Inga
ChristinaF
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Re: Ich hab da ein großes Problem

Post 27 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Anja hat geschrieben:
Dornröschen hat geschrieben:...wie Anja sich ihre Entwicklung weiter vorstellt...
...Schwieriger könnte es werden, wenn sich Anja mehr und mehr hin zur Frau "entwickelt" ... nicht nur in Form von Kleidung sondern auch psychisch. Dann hilft m.M. nach nur noch professionelle Hilfe, wo beide Partner sich über ihre Wünsche, Sehnsüchte usw. äußern können.
Weiter Entwickeln kann ich mich nicht, denn ich bin ja schon eine Frau (Bigender). ..........
Erstmals ein ganz gutes Neues Jahr. Mögen all deine/eure Wünsche in Erfüllung gehen.

Mit "Weiter entwickeln" meinte ich nicht deinen jetztigen Status. Auch nicht, dass du als Frau rausgehst. Sondern einzig und alleine, dass es so kommen könnte wie bei mir. Nämlich den kompletten Weg hin zur Frau, der bei mir zur Zeit so aussieht, dass ich nur noch ausschließlich als Frau auftrete. Ob in Freizeit, in der Arbeit oder sonstwo.
Und "Chrissie", meine Namensschwester hat schon recht, damit, dass es durchaus, oft schneller als man meint, wegen des Nichtoutens zu Problemen kommen könnte.
Sorry, nichts für Ungut und wegen meiner Worte nicht böse sein.
LG
Chrissie
Two-Spirit2013

Re: Ich hab da ein großes Problem

Post 28 im Thema

Beitrag von Two-Spirit2013 »

Pippilotta hat geschrieben:Ich bin ja nun seit gut einem Jahr an der Seite von Anja und unterstütze sie in ihrer Entwicklung. Mit ihr kann ich eigentlich über alles reden, was mir Sorgen macht und wovor ich Angst habe im Bezug auf das Crossdressen. Seit einiger Zeit merke ich das mir alles zuviel wird. Ich mag ihr ihre Frauentage und Ausflüge nicht vermiesen oder ihr etwas verbieten. Wir sprechen auch immer ab, wann es passt und wann nicht. Nur Anja hat inzwischen eine so eigene Persönlichkeit angenommen, dass ich damit nicht mehr klarkomme und das aber nicht in Worte fassen kann. Geschweige den Anja verletzen möchte. Es ist nicht nur das Frausein an sich, das ganze Drumherum (Kosmetikstudio,Schminke, regelmäßiges Epilieren,oft neue Kleidung,....) das mich stört. Es geht soviel Zeit, die wir gemeinsam nutzen könnten, drauf. Anja versucht ja Termine so zu legen, dass wir genügend Zeit als normales Paar haben. Trotzdem kann ich ihr nicht sagen, fahr das ganze bitte etwas runter, es wird mir zu viel.
Für uns war immer klar, ich bin und bleibe die einzige Person, die beiden Persönlichkeiten kennt.

Heute dann der berühmte letzte Tropfen: Wir saßen gemütlich im Wohnzimmer, als an der Terrassentür eine Nachbarin klopfte um mir etwas zu geben. Sie hat natürlich ins Wohnzimmer gesehen. Ob sie Anja nun gesehen oder erkannt hat, weiß ich nicht. Aber der Schock war groß. Die Nachbarin sagte nix und ging gleich wieder. Seitdem bin ich völlig durch den Wind, könnte nur noch heulen und möchte Anja das Anja-sein komplett verbieten. Es ist nicht die Lösung, das weiß ich. Aber ich kann einfach nicht mehr.

Seit es Anja gibt, muss ich mir ständig Ausreden oder Lügen ausdenken, damit niemand dahinter kommt, dass Anja regelmäßig unterwegs ist. Ihre Kleidung muss ich für meine ausgeben, obwohl es nicht mein Stil ist. Oft vereinbaren wir einen Frauentag, ist der Tag dann da, möchte ich lieber meinen Mann da haben.
Ich kann ihr das einfach nicht sagen, weil sie so glücklich als Frau ist.

Ich hoffe ihr habt einen Rat für mich
Hi,
das was du beschreibst kommt oft vor. Meiner Frau ging es damals ähnlich. Sie hat dazu ein Tagebuch geschrieben. Kann es gern mal per E-Mail senden, wenn das hilft.

Die Geheimhaltung und die Lüge wird immer nur bis zu einem gewissen Grad funktionieren. Anja braucht einen Freiraum, um sich selbst zu erfahren. Dieser Freiraum wird wachsen, sonst kann die Selbsterfahrung nicht weiter gehen.

Die erste Frage wäre von mir:
Was ist Anjas Ziel?

Was ist dein Ziel?

Was ist euer gemeinsames Ziel?

Die Antwort auf deine Frage ist in dir, du kennst sie auch, doch du traust dich noch nicht sie auszusprechen. Es wird der Tag kommen, das du es tun musst, das hat nichts mit verletzen zu tun.
Kerstin
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Re: Ich hab da ein großes Problem

Post 29 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Grüß dich Anja
Anja hat geschrieben:.....
Und aktiv Outen werden wir mich nicht, nur wenns passiert...
.....
Und dann ist es auch früh genug.

Ich habe es schon einmal geschrieben - sexuallität ist privatsache. Und so lange keine Rechte dritter verletzt werden geht das auch niemanden etwas an und ist von niemanden in Frage zu stellen.

Grüße an deine Frau und deinen kleinen.


Liebe Grüße
Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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