Liebe Svenja,
Svenja Rothermund hat geschrieben: Di 31. Mär 2026, 21:46
Also Ich bin Ich - egal welches äußere Erscheinungsbild ich präsentiere und für mich steht gar nicht die Frage im Raum, für was ich mich entscheiden soll / muss.
dann ist doch alles gut

Ich wollte dich gar nicht direkt ansprechen, sondern mehr die Menschen hier, die sich mit der Frage beschäftigen, was sie sind, und wann und wo sie das sein können, und dabei manchmal ein Gefühl der Überforderung spüren.
Svenja Rothermund hat geschrieben: Di 31. Mär 2026, 21:46
Meine Grundfrage war nur die, ob es tatsächlich passieren kann, dass man ein langjähriges und inniges Faible plötzlich verlieren kann. Vorübergehend oder sogar dauerhaft.
Da würde ich glatt mit Ja antworten, zumindest vorübergehend passiert das, auch in ganz anderen Bereichen des Lebens. Aber was heißt "verlieren" in diesem Zusammenhang?
Ist die Leidenschaft in den Hintergrund gerückt wegen ganz anderen Dingen, die damit gar nichts zu tun haben? Die aber so viel Energie brauchen, dass für deine Leidenschaft keine Energie mehr übrig bleibt?
Hat sich das Bedürfnis gewandelt, die Leidenschaft auszuleben?
Hat sich die Intensität verändert?
Ist das Interesse daran nicht mehr vorhanden? Warum? Weil es nicht mehr erfüllend ist, oder weil andere Ziele inzwischen wichtiger geworden sind?
Du siehst, "verschwinden" kann in vielen Grautönen passieren. Es kann sich so anfühlen wie Verschwinden, und doch nur einen Wandel, eine andere Herangehensweise ankündigen.
Was auch immer es ist, wichtig ist eigentlich nur, dass man die Signale von Körper und Seele wahrnimmt und sie vor allem als
Wahrheit annimmt. Unser Inneres weiß in der Regel sehr gut, was wir gerade brauchen. Wenn wir dem folgen, kann eigentlich nicht viel schief gehen.
Und wenn nun das Crossdressing tatsächlich verschwinden würde? Was wäre so schlimm daran, wenn du es dann gar nicht vermißt?
So würde es nämlich sein. Du könntest es gar nicht verlieren, wenn du es vermissen würdest.
LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal