LGB weitgehend akzeptiert, TNIA nicht so?
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Jaddy
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LGB weitgehend akzeptiert, TNIA nicht so?
"Eine umfangreiche Umfrage zur Akzeptanz von queeren Menschen in Deutschland kommt zu dem Ergebnis, dass Homo- und Bisexuelle gesellschaftlich weitgehend akzeptiert werden. Gegenüber trans und nichtbinären Menschen existieren aber noch immer viele Vorbehalte."
https://www.queer.de/detail.php?article_id=57096
Allerdings sind das die Ergebnisse einer (online) "Umfrage unter 1.000 Menschen des anerkannten Marktforschungsinstituts Pollfish im Auftrag des Erotikportals Erobella"; https://erobella.com/sexuelle-offenheit-deutschland/ Pollfish sieht mir nicht so aus, als ob es ihnen auf wissenschaftlich belastbare Ergebnisse ankommt, sondern eher auf Profit mit Umfrageergebnissen, die von denen weiterverarbeitet und für eigene Zwecke genutzt werden können, die dafür bezahlen.
https://www.queer.de/detail.php?article_id=57096
Allerdings sind das die Ergebnisse einer (online) "Umfrage unter 1.000 Menschen des anerkannten Marktforschungsinstituts Pollfish im Auftrag des Erotikportals Erobella"; https://erobella.com/sexuelle-offenheit-deutschland/ Pollfish sieht mir nicht so aus, als ob es ihnen auf wissenschaftlich belastbare Ergebnisse ankommt, sondern eher auf Profit mit Umfrageergebnissen, die von denen weiterverarbeitet und für eigene Zwecke genutzt werden können, die dafür bezahlen.
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Knäckebrötchen
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Re: LGB weitgehend akzeptiert, TNIA nicht so?
Naja, LGB sind halt "nur" sexuelle Orientierung.
Ich meine, an Ende ist es für viele doch möglich, sich in eine andere sexuelle Orientierung einzudenken. Ja, ich kann vielleicht selbst keine Attraktivität im selben Geschlecht entdecken, aber ich weiß, wie es ist, jemanden attraktiv zu finden. Und diese gemeinsame Erfahrung macht das eher leichter akzeptabel.
Das ist bei TINA* anders. Weil es für die meisten Menschen anscheinend total ok ist, sich innerhalb seines Geschlechtsspektrums einzuordnen, ist es halt eher merkwürdig, wenn jemand daraus ein Problem macht.
Und es kann halt kaum jemand beschreiben, wie sich Frau oder Mann anfühlt. Also kann man das auch schlecht nachempfinden, anders als bei einer sexuellen Attraktion.
Ich meine, an Ende ist es für viele doch möglich, sich in eine andere sexuelle Orientierung einzudenken. Ja, ich kann vielleicht selbst keine Attraktivität im selben Geschlecht entdecken, aber ich weiß, wie es ist, jemanden attraktiv zu finden. Und diese gemeinsame Erfahrung macht das eher leichter akzeptabel.
Das ist bei TINA* anders. Weil es für die meisten Menschen anscheinend total ok ist, sich innerhalb seines Geschlechtsspektrums einzuordnen, ist es halt eher merkwürdig, wenn jemand daraus ein Problem macht.
Und es kann halt kaum jemand beschreiben, wie sich Frau oder Mann anfühlt. Also kann man das auch schlecht nachempfinden, anders als bei einer sexuellen Attraktion.
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Süßwasserperle
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Re: LGB weitgehend akzeptiert, TNIA nicht so?
Hmm. Laut der Umfrage halten es nur 31% für richtig, das divers als Geschlechtseintrag anerkannt ist. Ich finde das erschreckend. Wer das ablehnt, sollte einfach nur den entsprechenden Beschluss des Verfassungsgericht lesen.
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Lana
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Re: LGB weitgehend akzeptiert, TNIA nicht so?
Eben.
Das ist eine völlig andere Kategorie als Geschlechtsidentität. Für den Durchschnittsmenschen wohl auch eher nachvollziehbar, wie du ja schon schreibst.
Daher ist es für mich auch nicht überraschend, dass bei dieser Umfrage herauskam, dass die Akzeptanz von Homo- und Bisexualität größer ist als die der unterschiedlichen trans Identitäten.
Mir hat es eigentlich noch nie eingeleuchtet, warum diese beiden Kategorien zusammen in eine Schublade gepackt wurden. Hat wohl politische/historische Gründe?
LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
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Jaddy
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Re: LGB weitgehend akzeptiert, TNIA nicht so?
Also nachvollziehbar ist für cis hetero Menschen wohl beides nicht. Fragt mal strikte cis hetero Leute, wie sie sich schwule Zärtlichkeit vorstellen und ihr werdet in den meisten Gesichtern mindestens kurz mal Anzeichen von Ekel sehen. Frag cis het Männer, wie sie sich fühlen würden, wenn sie von einem Mann angeflirtet werden und du wirst noch mehr Ekel sehen. Gegenüber Lesben haben vor allem Männer Abneigungen, weil die sich absichtlich aus dem männlichen Beutepool ausschliessen, also die männliche Autorität als Jäger nicht anerkennen und vielleicht sogar ihren Anspruch auf Respekt verlachen. Abgesehen von den paar fragilen Männchen sind wir jedoch inzwischen mehrheitlich bei "Details interessieren mich nicht" angekommen, weil cis heteros die Erfahrung gemacht haben, dass sie nicht in Gefahr sind.
Bei den sexuellen Orientierungen gibt es meiner Ansicht nach einfach mehr Gewöhnung. Mindestens homosexuelle Menschen tauchen seit der AIDS-Aufklärungskampagne Ende der 80er regelmässig in Medien und Filmen auf. Zwar zahlenmässig immer noch unterrepräsentiert, aber Inzwischen auch nicht mehr nur als Problemfall, Verbrechensopfer oder durchgeknallte Serienkiller. Es ist in den meisten sozialen Umgebungen relativ sicher, sich zu outen, es gibt institutionelle Unterstützung, praktisch alle Menschen kennen ein oder zwei Schwule oder Lesben. Sprich: Ein Stückchen Normalität. Contact Theory wirkt.
Diese Normalität haben wir bei TIAN* noch lange nicht.
Bei Bisexualität wird es schon wieder schwieriger, und ich denke sogar, dass die Ursache ähnlich wie bei geschlechtlicher Identität ist: Menschen wollen wissen, woran sie sind. Ob die Person dort Jäger, Beute oder Konkurrenz im Paarungsspiel ist. Welche Verhaltens-Skripte muss ich denn jetzt aufrufen? Wie wird mir mein Verhalten ausgelegt? Werde ich angebaggert? Wie geht das mit den Namen und Pronomen? Was kann ich bei der Person annehmen, welche Vorurteile greifen? Ich will keine Fehler machen, denn Fehler beschämen mich und dann ärgere ich mich, deshalb werde ich präventiv wütend, weil ich Probleme prognostiziere.
Ein Grund, weshalb ich, wann immer möglich, einfache Wege und entspannten Umgang propagiere.
Mit mehr Sichtbarkeit und Normalität wird sich das auch einspielen.
Weshalb diese Kategorien zusammengepackt wurden und warum sie zusammengehören: Trans Personen, vor allem trans-feminine, wurden bis in die 80er Jahre häufig als Variante von Homosexualität gesehen. In Interviews der späten 60er und Anfang 70er sind auch die Betreffenden selbst nicht so klar in ihren Labels. Viele Begriffe, die bis heute erarbeitet wurden, gab es damals auch noch nicht. Ehrlich gesagt ist für cis het Stinos der Unterschied zwischen Tunte, Twink, Crossdresser und trans Frau so ohne weiteres nicht zu erkennen. Viele bringen auch Travestie, Transvestiten und trans Personen durcheinander. Wieder ein Punkt, der Unsicherheiten schürt.
Dennoch bin ich der Ansicht, dass diese ganze Buchstabensuppe zusammengehört und auch so gedacht werden sollte. Unsere erklärten Feinde, die religiös-fundamentalistischen, rechtsextremistischen und auch anderen -istischen machen diese Unterschiede nämlich auch nicht, sondern wollen alles ausgrenzen und am liebsten beseitigen, was nicht cis hetero binär und endogeschlechtlich ist. Bei Homosexualität trauen sie sich aktuell nicht so öffentlich, aber das kommt, sobald sie die Chance sehen.
Das Stichwort lautet Intersektionalität. Die große soziale Errungenschaft des aktuellen Jahrhunderts. Wir sehen bei dem reaktionären Backlash, dass kein Einzelgrüppchen sicher ist und sich auf seinen scheinbaren Akzeptanzerfolgen ausruhen kann. Schwule und Lesben nicht auf ihre Ehe, Kinder etc und selbst Frauen nicht auf ihre Rechte; sei es bzgl Schwangerschaft, Scheidung, berufliche Gleichstellung oder sogar Wahlrecht. Die Sprüche und Slogans klingen überall auf der Welt gleich.
Bei den sexuellen Orientierungen gibt es meiner Ansicht nach einfach mehr Gewöhnung. Mindestens homosexuelle Menschen tauchen seit der AIDS-Aufklärungskampagne Ende der 80er regelmässig in Medien und Filmen auf. Zwar zahlenmässig immer noch unterrepräsentiert, aber Inzwischen auch nicht mehr nur als Problemfall, Verbrechensopfer oder durchgeknallte Serienkiller. Es ist in den meisten sozialen Umgebungen relativ sicher, sich zu outen, es gibt institutionelle Unterstützung, praktisch alle Menschen kennen ein oder zwei Schwule oder Lesben. Sprich: Ein Stückchen Normalität. Contact Theory wirkt.
Diese Normalität haben wir bei TIAN* noch lange nicht.
Bei Bisexualität wird es schon wieder schwieriger, und ich denke sogar, dass die Ursache ähnlich wie bei geschlechtlicher Identität ist: Menschen wollen wissen, woran sie sind. Ob die Person dort Jäger, Beute oder Konkurrenz im Paarungsspiel ist. Welche Verhaltens-Skripte muss ich denn jetzt aufrufen? Wie wird mir mein Verhalten ausgelegt? Werde ich angebaggert? Wie geht das mit den Namen und Pronomen? Was kann ich bei der Person annehmen, welche Vorurteile greifen? Ich will keine Fehler machen, denn Fehler beschämen mich und dann ärgere ich mich, deshalb werde ich präventiv wütend, weil ich Probleme prognostiziere.
Ein Grund, weshalb ich, wann immer möglich, einfache Wege und entspannten Umgang propagiere.
Mit mehr Sichtbarkeit und Normalität wird sich das auch einspielen.
Weshalb diese Kategorien zusammengepackt wurden und warum sie zusammengehören: Trans Personen, vor allem trans-feminine, wurden bis in die 80er Jahre häufig als Variante von Homosexualität gesehen. In Interviews der späten 60er und Anfang 70er sind auch die Betreffenden selbst nicht so klar in ihren Labels. Viele Begriffe, die bis heute erarbeitet wurden, gab es damals auch noch nicht. Ehrlich gesagt ist für cis het Stinos der Unterschied zwischen Tunte, Twink, Crossdresser und trans Frau so ohne weiteres nicht zu erkennen. Viele bringen auch Travestie, Transvestiten und trans Personen durcheinander. Wieder ein Punkt, der Unsicherheiten schürt.
Dennoch bin ich der Ansicht, dass diese ganze Buchstabensuppe zusammengehört und auch so gedacht werden sollte. Unsere erklärten Feinde, die religiös-fundamentalistischen, rechtsextremistischen und auch anderen -istischen machen diese Unterschiede nämlich auch nicht, sondern wollen alles ausgrenzen und am liebsten beseitigen, was nicht cis hetero binär und endogeschlechtlich ist. Bei Homosexualität trauen sie sich aktuell nicht so öffentlich, aber das kommt, sobald sie die Chance sehen.
Das Stichwort lautet Intersektionalität. Die große soziale Errungenschaft des aktuellen Jahrhunderts. Wir sehen bei dem reaktionären Backlash, dass kein Einzelgrüppchen sicher ist und sich auf seinen scheinbaren Akzeptanzerfolgen ausruhen kann. Schwule und Lesben nicht auf ihre Ehe, Kinder etc und selbst Frauen nicht auf ihre Rechte; sei es bzgl Schwangerschaft, Scheidung, berufliche Gleichstellung oder sogar Wahlrecht. Die Sprüche und Slogans klingen überall auf der Welt gleich.
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edeka
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Re: LGB weitgehend akzeptiert, TNIA nicht so?
hier haben mich wieder mal die Abkürzungen verwirrt. Das geht wahrscheinlich nicht nur mir so, deshalb schreibe ich das hier mal als Frage:
TNIA
TINA
TIAN
diese drei tauchen in den vorigen Beiträgen auf. Habe ich alle noch nie gehört. Ich vermute 'T' steht für Trans, der Rest ...???
Bei LGB musste ich auch erstmal nachforschen, die Suchmaschine nannte mir dazu einen Modellbahn Hersteller !
Okay, ich vermutete schon, daß es von LSBTIQ (oder englisch LGBTIQ) abgeleitet ist, also Lesbian, Gay, Bisexual gemeint ist.
zum inhaltlichen: solche Umfragen sind ganz nett, ich würde aber nicht all zu viel rein interpretieren, allenfalls einen gewissen Fortschritt in der Toleranz.
(leider sind die Buchstaben oft schwer verdaulich
)
LG edeka
TNIA
TINA
TIAN
diese drei tauchen in den vorigen Beiträgen auf. Habe ich alle noch nie gehört. Ich vermute 'T' steht für Trans, der Rest ...???
Bei LGB musste ich auch erstmal nachforschen, die Suchmaschine nannte mir dazu einen Modellbahn Hersteller !
Okay, ich vermutete schon, daß es von LSBTIQ (oder englisch LGBTIQ) abgeleitet ist, also Lesbian, Gay, Bisexual gemeint ist.
zum inhaltlichen: solche Umfragen sind ganz nett, ich würde aber nicht all zu viel rein interpretieren, allenfalls einen gewissen Fortschritt in der Toleranz.
ich sehe das etwas gelassener: "präventiv wütend" braucht keiner werden, "beschämt" ist auch keiner (weshalb auch ?) , man kann die T- oder Bi-Person wie jede andere behandeln. Ich bin doch nicht ständig im Jäger/Beute Schema wenn ich mit andern umgehe.Jaddy hat geschrieben: So 8. Mär 2026, 10:09 Bei Bisexualität wird es schon wieder schwieriger, und ich denke sogar, dass die Ursache ähnlich wie bei geschlechtlicher Identität ist: Menschen wollen wissen, woran sie sind. Ob die Person dort Jäger, Beute oder Konkurrenz im Paarungsspiel ist. Welche Verhaltens-Skripte muss ich denn jetzt aufrufen? Wie wird mir mein Verhalten ausgelegt? Werde ich angebaggert? Wie geht das mit den Namen und Pronomen? Was kann ich bei der Person annehmen, welche Vorurteile greifen? Ich will keine Fehler machen, denn Fehler beschämen mich und dann ärgere ich mich, deshalb werde ich präventiv wütend, weil ich Probleme prognostiziere.
so ist es !Jaddy hat geschrieben: So 8. Mär 2026, 10:09 Ein Grund, weshalb ich, wann immer möglich, einfache Wege und entspannten Umgang propagiere.
Mit mehr Sichtbarkeit und Normalität wird sich das auch einspielen.
Dennoch bin ich der Ansicht, dass diese ganze Buchstabensuppe zusammengehört und auch so gedacht werden sollte.
(leider sind die Buchstaben oft schwer verdaulich
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Jaddy
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Re: LGB weitgehend akzeptiert, TNIA nicht so?
Transedeka hat geschrieben: So 8. Mär 2026, 12:17 hier haben mich wieder mal die Abkürzungen verwirrt. Das geht wahrscheinlich nicht nur mir so, deshalb schreibe ich das hier mal als Frage:
TNIA
TINA
TIAN
diese drei tauchen in den vorigen Beiträgen auf. Habe ich alle noch nie gehört. Ich vermute 'T' steht für Trans, der Rest ...???
Inter
Agender
Nichtbinär
Reihenfolge egal
Die Buchstaben finden sich auch in FLINTA* (Frauen, Lesben, Inter, Nichtbinär, Trans, Agender, und alle weiteren). Das Akronym hat in der Praxis ganz eigene Probleme, wird jedoch in der Regel benutzt für "alle ausser cis Kerle".
Ausserdem
Queer
2Spirit (Two spirit, indigene nichtbinäre Gender)
und noch ein paar
Ja, so sollte es am besten sein. Gleichzeitig beobachte ich diese Mechanismen in der Realität und bekomme es von anderen berichtet.edeka hat geschrieben: So 8. Mär 2026, 12:17 ich sehe das etwas gelassener: "präventiv wütend" braucht keiner werden, "beschämt" ist auch keiner (weshalb auch ?) , man kann die T- oder Bi-Person wie jede andere behandeln. Ich bin doch nicht ständig im Jäger/Beute Schema wenn ich mit andern umgehe.
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Knäckebrötchen
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Re: LGB weitgehend akzeptiert, TNIA nicht so?
Bei Menschen mit einer gewissen Geisteshaltung wird es wohl Ekel sein, ich erlebe in der Regel Unsicherheit.Jaddy hat geschrieben: So 8. Mär 2026, 10:09 Fragt mal strikte cis hetero Leute, wie sie sich schwule Zärtlichkeit vorstellen und ihr werdet in den meisten Gesichtern mindestens kurz mal Anzeichen von Ekel sehen. Frag cis het Männer, wie sie sich fühlen würden, wenn sie von einem Mann angeflirtet werden und du wirst noch mehr Ekel sehen.
Es ist halt oft so, dass es bei der Frage "wie würde es mir als Mann mit einem Mann?" so geht, dass es aufgrund der fehlenden Attraktivität auch nicht zu einem direkten positiven Selbstbezug kommt. Geht mir bei der Vorstellung, ich müsste eine Beziehung zu einem Mann haben ja ganz genau so.
Und trotzdem kann ich grundsätzlich nachvollziehen, wie sich Attraktivität zu einem anderen Menschen anfühlt.
Ja - und dazu kommt auch noch, dass Homosexualität ja keine große Veränderung der Person mit sich bringt. Ein schwuler Mann geht weiterhin als Mann durchs Leben, geht weiterhin auf die Männertoilette, in die Umkleide für Männer, trägt Kleidung für Männer und bleibt damit in seiner gesellschaftlichen Position. Gleiches gilt - ein Stück weit - für Lesben. Mit der Ausnahme, dass lesbisches Leben meinem Eindruck nach wesentlich stärker feministisch-politisch verwoben ist. Weil hier eben noch der Kampf gegen die männliche Vorherrschaft dazu kommt.Jaddy hat geschrieben: So 8. Mär 2026, 10:09 Bei den sexuellen Orientierungen gibt es meiner Ansicht nach einfach mehr Gewöhnung. Mindestens homosexuelle Menschen tauchen seit der AIDS-Aufklärungskampagne Ende der 80er regelmässig in Medien und Filmen auf. Zwar zahlenmässig immer noch unterrepräsentiert, aber Inzwischen auch nicht mehr nur als Problemfall, Verbrechensopfer oder durchgeknallte Serienkiller. Es ist in den meisten sozialen Umgebungen relativ sicher, sich zu outen, es gibt institutionelle Unterstützung, praktisch alle Menschen kennen ein oder zwei Schwule oder Lesben. Sprich: Ein Stückchen Normalität. Contact Theory wirkt.
Diese Normalität haben wir bei TIAN* noch lange nicht.
Ja, dazu habe ich viele Geschichten insbesondere von trans* femininen Personen gehört, die sich in der Frühphase tatsächlich als schwul identifiziert haben, in schwule Beziehungen eingetreten sind und erst im Laufe dieser Beziehung ihre Transidentität verstanden und offenbart haben.Jaddy hat geschrieben: So 8. Mär 2026, 10:09 Weshalb diese Kategorien zusammengepackt wurden und warum sie zusammengehören: Trans Personen, vor allem trans-feminine, wurden bis in die 80er Jahre häufig als Variante von Homosexualität gesehen. In Interviews der späten 60er und Anfang 70er sind auch die Betreffenden selbst nicht so klar in ihren Labels. Viele Begriffe, die bis heute erarbeitet wurden, gab es damals auch noch nicht. Ehrlich gesagt ist für cis het Stinos der Unterschied zwischen Tunte, Twink, Crossdresser und trans Frau so ohne weiteres nicht zu erkennen. Viele bringen auch Travestie, Transvestiten und trans Personen durcheinander. Wieder ein Punkt, der Unsicherheiten schürt.
Es ist halt auch echt naheliegend - nicht jeder Schwule, der früher als der "weibliche Teil" einer Beziehung verstanden wurde war trans*. Vermutlich sogar eher die wenigsten. Und wenn ich also meine Attraktivität zum eigenen (männlichen) Geschlecht in erster Linie als Grund für meine Empfindung von Weiblichkeit vermute, weil es die unkompliziertere und eher greifbare Lösung ist...
Zum Rest: d'accor. Am Ende sollte der Regenbogen alle schützen, die potentiell aus dem hetero-normativen Rahmen fallen und wir sollten auch alle für einander einstehen.Jaddy hat geschrieben: So 8. Mär 2026, 10:09 Dennoch bin ich der Ansicht, dass diese ganze Buchstabensuppe zusammengehört und auch so gedacht werden sollte.
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Violetta-TransFlower
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Re: LGB weitgehend akzeptiert, TNIA nicht so?
DankeschönKnäckebrötchen hat geschrieben: So 8. Mär 2026, 20:54 Am Ende sollte der Regenbogen alle schützen, die potentiell aus dem hetero-normativen Rahmen fallen und wir sollten auch alle für einander einstehen.
Und Danke für diese tollen Worte, Knäckebrötchen.
Bei diesen ganzen Abkürzungen komme ich schon manchmal durcheinander.Jaddy hat geschrieben: So 8. Mär 2026, 13:00 Trans
Inter
Agender
Nichtbinär
Reihenfolge egal(TINA wird von AFAB (bei Geburt weiblich zugewiesenen) nichtbinären Menschen häufig abgelehnt, weil zu feminin klingend)
Hoffentlich merke ich mir das jetzt Alles, was hier erklärt wurde.
Kann ja doch mal jemand nachfragen, was diese oder jene Abkürzung bedeutet... dann stehe ich nicht ganz unwissend da.
Noch in der Lehre, was manche Begriffe betrifft
Eure Violetta
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Anne-Mette
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Re: LGB weitgehend akzeptiert, TNIA nicht so?
Moin,
Ansonsten könnte durchaus eine Suche im Forum oder mit Suchmaschinen helfen, anstatt mit einer Begriffe-Diskussion
das Thema zu verwässern.
Gruß
Anne-Mette
ich denke, die Begriffe sollten inzwischen "geläufig" sein für diejenigen, die sich mit unseren Forumthemen beschäftigen.Violetta-TransFlower hat geschrieben: Di 10. Mär 2026, 19:28 Kann ja doch mal jemand nachfragen, was diese oder jene Abkürzung bedeutet... dann stehe ich nicht ganz unwissend da.
Ansonsten könnte durchaus eine Suche im Forum oder mit Suchmaschinen helfen, anstatt mit einer Begriffe-Diskussion
das Thema zu verwässern.
Gruß
Anne-Mette