Showdown im Treppenhaus oder die verflixten Nachbarn
Showdown im Treppenhaus oder die verflixten Nachbarn - # 2

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
Joe95
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Re: Showdown im Treppenhaus oder die verflixten Nachbarn

Post 16 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Warriorin hat geschrieben:
Mona Schwindt hat geschrieben:Ja diese Nachbarn haben wir auch. Solange ich aber nicht angesprochen werde, wieso geht da eine Frau bei Euch raus, wenn diese überhaupt nicht hinein gegangen ist, sollen sie sich mal den Kopf zerbrechen oder auch nicht.

Gruß Mona
(flo)
Eben, ganz genauso sehe ich es auch! Der Mensch ist bekanntlich ein "Gewohnheitstier". Er gewöhnt sich an alltäglichem rasend schnell.
Nachbarn sind auch nur Menschen, wir selbst sind Nachbarn und wir werden uns alle daran gewöhnen für uns "normal" zu sein.
Und was ist denn schon dabei für eine kleine Weile Gesprächsstoff Nr.1 zu sein? Es kann ja auch ganz nett sein, so im Mittelpunkt des Geschehens.

LG,
die Susi
na, wo is nur wieder der "gefällt mir" button hin?

jedenfalls hast du es sehr gut und sehr richtig ausgedrückt...
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
Lina
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Re: Showdown im Treppenhaus oder die verflixten Nachbarn

Post 17 im Thema

Beitrag von Lina »

Micha-Michelle hat geschrieben:Ja, ihr habt alle recht. Das Problem ist echt nur in meinem Kopf. Vielleicht sollte ich den mal zuhause vergessen:-)
Es ist wirklich eine schöne Sache, so eine tolle und verständnisvolle Partnerin wie meine Susi ---)))zu haben. Ich werde mir in Zukunft echt weniger
Gedanken machen, was andere Leute von mir denken. Vielen Dank auch für eure lieben Komplimente, sie stärken mein Ego enorm.

LG Micha-Michelle (na)

Ich kann dir mal berichten, wie ich mich ans Freitauchen in tiefem Wasser gewöhnt habe, wo ich doch eigentlich im Wasser die absolute Panik hatte. Meine Angst kam nicht beim Tauchen selbst sondern wenn ich die Tiefe unter mir sah - so ähnlcih wie Höhenangst. Lange habe ich jede Nacht vorm Einschlafen mir vorgestellt, die Tiefe unter mir zu sehen und mir dabei positive Suggestionen gemacht. Irgendwann konnte ich in diese Halbschlaf-Fantasie ruhig in die Tiefe blicken Luft anhalten runter schwimmen und zurück, ohne dass mein Puls dabei anfing zu rasen.
Als ich dann irgendwann wieder im Mittelmeer war, war es ein total komisches Gefühl, dass diese Angst for dem tiefen Wasser unter mir weg war.

Du kannst dasselbe tun - stell dir z.B. vor, dass du in aller Raus gehst, triffst allerlei Leute und du sagst dir dabei: Alles ist OK, ich bin ganz ruhig.
Oder denk dir eine eigene Variante aus.

Irgendwann kannst du es in Real genauso wie in der Fantasie.
Franka
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Re: Showdown im Treppenhaus oder die verflixten Nachbarn

Post 18 im Thema

Beitrag von Franka »

Ich melde mich nach längerer Pause mal wieder zurück. Da ich inzwischen von meiner Frau getrennt lebe (hatte nichts mit dem Crossdressen zu tun) bin ich auch am überlegen mich nicht länger zu verstecken, brauche ja jetzt auf meine Frau keine Rücksicht mehr nehmen. Bin also Pfingsten bei dem schönen Wetter einfach mal im Rock, Trägerhemdchen und Pumps auf die Terrasse raus. Das Herz schlug schon ganz schön, ob es jemand mitbekommen hat weiß ich nicht, ist mir aber auch egal, der Garten ist aber von den Nachbarn ziemlich einsehbar. Ich möchte endlich frei sein und die Konsequenzen sind mir egal. Ich lebe zwar in einem kleinen Dorf und es wird bestimmt schnell zum Gespräch, aber es war auch ungemein befreiend. Was da jetzt in Zukunft noch auf mich zu kommt kann ich noch nicht absehen, aber wenn ich damit leben kann müssen es die anderen eben auch. Zum Glück habe ich eine ganz liebe neue Freundin gefunden die mich dabei noch unterstützt. Jetzt muss ich mir nur erstmal etwas alltagstauglichere Klamotten besorgen, um den nächsten Schritt ganz nach draußen zu machen. Meine Röcke sind dafür wohl zu kurz und die Absätze zu hoch, das möchte ich den lieben Nachbarn und mir dann auch nicht unbedingt antun.
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.
Natascha

Re: Showdown im Treppenhaus oder die verflixten Nachbarn

Post 19 im Thema

Beitrag von Natascha »

Micha-Michelle hat geschrieben:...Wie geht ihr damit um? Welche Erfahrungen habt ihr mit zufälligen Begegnungen mit Nachbarn gemacht. Gab es Kommentare oder vielleicht sogar Komplimente? Das interessiert mich wirklich. Habt ihr Tipps, was ich gegen meine Scheu machen kann?
Ja, die lieben Nachbarn... - Für mich persönlich war das am Anfang nach dem Outing auch etwas schwierig. Im Job und eben auch mit den Nachbarn. Es sind halt Menschen, denen man immer wieder begegnen wird und mit denen man versuchen muß zurechtzukommen. Und da die mich ja alle schon vorher kannten und ein ganz anderes Bild von mir im Kopf hatten, haben sie natürlich zumeist etwas irritiert reagiert. Gut, ich hab denen das jetzt nicht weiter übel genommen. Damit war zu rechnen. Also hab ich versucht einfach freundlich zu sein, immer lieb zu lächeln und blöde Blicke oder Kommentare nicht an mich ran zu lassen. Eine Freundin hat mal zu mir einen Satz gesagt, den ich mir zum Motto gemacht habe mittlerweile: "Eine schöne Frau schämt sich nicht." - Und eine Frau, eine junge Mutter, hat auch ganz liebe reagiert und mir immer schwesterlich nett zugelächelt. Das hat mich sehr gefreut damals und hat mir Kraft gegeben, die oft unangenehmen anderen Reaktionen der Leute nicht so wichtig zu nehmen. - Die Anfangszeit ist hart und es dauert eine ganze Weile, bis sich die Menschen sozusagen an einem "abgebißen" haben. Aber es ist eine reine Zeitfrage, wenn man nur zu sich steht. Mittlerweile grüßen mich die Meisten wieder ganz normal im Treppenhaus und die Sache ist recht entspannt.


LG,

Tasha
Nicoletta
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Re: Showdown im Treppenhaus oder die verflixten Nachbarn

Post 20 im Thema

Beitrag von Nicoletta »

Natasha hat geschrieben: Also hab ich versucht einfach freundlich zu sein, immer lieb zu lächeln und blöde Blicke oder Kommentare nicht an mich ran zu lassen. Eine Freundin hat mal zu mir einen Satz gesagt, den ich mir zum Motto gemacht habe mittlerweile: "Eine schöne Frau schämt sich nicht." - Und eine Frau, eine junge Mutter, hat auch ganz liebe reagiert und mir immer schwesterlich nett zugelächelt. Das hat mich sehr gefreut damals und hat mir Kraft gegeben, die oft unangenehmen anderen Reaktionen der Leute nicht so wichtig zu nehmen.
Bei mir war es auch so, dass die lieben Nachbarn es mehr durch Zufall mitbekommen haben, aber keiner hat etwas gesagt, und auf freundliches Lächeln bekommt man in der Regel ein freundliches Lächeln zurück. Macht auch gleich viel weiblicher. Wenn man das Gefühl hat, dass das, was man tut, richtig ist, braucht man sich nicht zu schämen und kann offen jedermann anschauen und ihr (oft auch ihm) zulächeln.

Nicoletta
Ne budi ono što si bio, postani to što jesi. -- Sei nicht, was du gewesen, werde, was du bist!
Marei

Re: Showdown im Treppenhaus oder die verflixten Nachbarn

Post 21 im Thema

Beitrag von Marei »

auch ich hatte an meinem früheren Wohnort die Probleme mich meinen Nachbarn als Frau zu zeigen. Als ich meine jetzige Wohnung bezog, in einem 6 Familienhaus, habe ich mich schon beim Einzug im Rock und FSH gezeigt. Als wir am Abend mit dem einräumen fertig waren, hat es sich im Haus schon herumgesprochen, daß im 1. Stock wohl ein Transvestit oder eine Tunte eingezogen ist. In den nächsten Tagen kam ich mit den Nachbarn immer öfter ins Gespräch, unter anderem erkundigte ich mich nach der Waschmaschine im Waschraum, wie sie funktioniert usw.. Eine Nachbarin erklärte mir alles sehr freundlich und ich merkte, daß sie mehr über mich wissen wollte. Ich erklärte ihr das ich transsexuell bin. Sie wußte im Moment mit dem Begriff Transsexualität nichts genaues anzufangen, so erklärte ich es ihr kurz. Ebenso nannte ich ihr meinen weiblichen Vornamen. Sie nannte mir ihren Vornamen und wir sprechen uns seitdem mit DU an. Dieses Gespräch war für mich sehr hilfreich da ich nicht selbst mit allen Nachbarn sprechen mußte. In kürzester Zeit war alles im Haus bekannt. Ich merkte es daran, daß mich fast alle mit meinem Vornamen ansprachen obwohl dieser noch nicht am Klingelschild stand. Mir war es recht so und war meiner Nachbarin nicht böse das sie alles rumerzählt hat, im Gegenteil. Wir haben hie im Haus und in der näheren Umgebung ein ausgesprochen gutes Verhältnis. Ab und zu gibt es Grillfeste bei denen ich mich hauptsächlich um den Grill kümmere, natürlich im Jeansmini, BH und Trägertop.
Roswitha

Re: Showdown im Treppenhaus oder die verflixten Nachbarn

Post 22 im Thema

Beitrag von Roswitha »

Schön wäre ein Einfamilienhaus in der Pampa
Das mit dem Haus in der Pampa ist eher ein Nachteil, sehe ich zumindest so. Hab halt den Nachteil, dass ich so eine Art Stasi-Nachbarn hab, wenn ich dressed rausginge wär ich dank Bewegungsmelder Licht sofort weithin sichtbar und es wäre in Windeseile verbreitet. Dazu kommt noch, dass der einzige Weg in die Stadt am Dorfgasthaus vorbei führt, wo im Sommer alle draußen sitzen, also auch suboptimal, alle kennen hier mein Auto und mich sowieso.
Der Vorteil am Land ist halt, dass es nicht so anonym ist und sich die Leute viel gegenseitig helfen, weil man kennt sich und ist vielleicht auch einmal aufeinander angewiesen. Wenn die Leute hier in Kärnten am Berg wüssten, dass ich mich dresse würde ich schätzungswiese geschnitten werden. Keine nette Vorstellung. Dann doch lieber woanders umziehen und stylen.

Just my 2 cents, Rosi
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