Die „Lust" am Konflikt
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Anne-Mette
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Die „Lust" am Konflikt

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Es muss nicht immer „Friede-Freude-Eierkuchen“ herrschen, aber ich stelle in der letzten Zeit gehäuft fest, dass es immer wieder verbissene Diskussionen
mit zahlreichen Unterstellungen, „Ausschmückungen“ und Abschweifungen gibt. Dabei scheint es weniger um einen Streit um „die bessere Sache“
oder Lösung von Problemen zu gehen und einen guten Austausch durchaus auch kontroverser Meinungen, sondern RECHT zu haben oder das zumindest so
zu interpretieren und für sich in Anspruch zu nehmen. Das geschieht auch in Themen, in denen es keine mit unseren Mitteln beweisbare Tatsachen gibt.
Weiterhin habe ich den Eindruck, dass sich Nutzende mehr oder weniger absichtlich „falsch verstehen“, was dann auch zu falsch interpretierten Zitaten
führt, die einem Gegenüber (d/m/w) „unter die Nase gehalten werden“.
Das ist nicht nur für das Miteinander schädlich, sondern auch für Nutzende, die hier einen Rat suchen. Hilfreiche Antworten gehen oftmals unter dem
leider „üblichen Zoff“ verloren.
Das ist nicht hinzunehmen und dafür möchte ich das Forum nicht zur Verfügung stellen. Insofern bitte ich dringend um Mäßigung und Einhaltung einer gewissen Netiquette.
Theresa
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Re: Die „Lust" am Konflikt

Post 2 im Thema

Beitrag von Theresa »

Hallo Anne-Mette,
das ist genau das, was ich allgemein gesellschaftlich wahrnehme (in Medien zumeist, da ich recht introvertiert bin und wenig Kontakte habe). Bis hin zu absichtlichen Falschverwendung von Begriffen. zB. Moderation gleich Diktatur, Meinungsfreiheit gleich Recht auf Beleidigungen und Unterstellungen usw.
Wie es dazu kommen konnte, kann ich leider nicht sagen. Ich vermute, es ist eine ganz großer Teil Frust und Aggressivität im Spiel. Könnte man das Problem lösen, wäre meiner Meinung nach sehr viel für menschlichen Miteinander gewonnen.
Übrigens sehr gut bis zur Nervigkeit aufgeschlüsselt im Film "Extrawurst"
Jade
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Re: Die „Lust" am Konflikt

Post 3 im Thema

Beitrag von Jade »

Anne-Mette hat geschrieben: Do 29. Jan 2026, 11:29 Es muss nicht immer „Friede-Freude-Eierkuchen“ herrschen, aber ich stelle in der letzten Zeit gehäuft fest, dass es immer wieder verbissene Diskussionen
mit zahlreichen Unterstellungen, „Ausschmückungen“ und Abschweifungen gibt. Dabei scheint es weniger um einen Streit um „die bessere Sache“
oder Lösung von Problemen zu gehen und einen guten Austausch durchaus auch kontroverser Meinungen, sondern RECHT zu haben oder das zumindest so
zu interpretieren und für sich in Anspruch zu nehmen.
......
Das ist nicht nur für das Miteinander schädlich, sondern auch für Nutzende, die hier einen Rat suchen. Hilfreiche Antworten gehen oftmals unter dem
leider „üblichen Zoff“ verloren.
Das ist nicht hinzunehmen und dafür möchte ich das Forum nicht zur Verfügung stellen. Insofern bitte ich dringend um Mäßigung und Einhaltung einer gewissen Netiquette.


DANKE!

LG

Jade
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Re: Die „Lust" am Konflikt

Post 4 im Thema

Beitrag von Violetta Arden »

Das habe ich mir auch schon öfters hier gedacht.
Danke liebe Anne-Mette für diese deutlichen Worte
Liebe Grüße
Violetta
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Re: Die „Lust" am Konflikt

Post 5 im Thema

Beitrag von Claudia »

Auch wenn es jetzt vielleicht nach Konflikt klingt, es ist keiner. Den möchte ich auch nicht, ohne ist es schöner.
Anne-Mette hat geschrieben: Do 29. Jan 2026, 11:29 Weiterhin habe ich den Eindruck, dass sich Nutzende mehr oder weniger absichtlich „falsch verstehen“, was dann auch zu falsch interpretierten Zitaten führt, die einem Gegenüber (d/m/w) „unter die Nase gehalten werden“.
Das ist jetzt leider (häufiger) passiert, unbeabsichtigt, weil die Beiträge mit den Zitaten gelöscht waren.
Es kam dadurch zu manchen Missverständnissen, die aber in Ruhe besprochen wurden.
Anne-Mette hat geschrieben: Do 29. Jan 2026, 11:29 Insofern bitte ich dringend um Mäßigung und Einhaltung einer gewissen Netiquette.
Ich denke, dass ich sie hier auch eingehalten habe. Es ist nur der Versuch einer Erklärung für die entstandene Unruhe.
Nichts geschah mit böser Absicht.

LG Claudia
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Re: Die „Lust" am Konflikt

Post 6 im Thema

Beitrag von maia »

Hallo Miteinander,

ich glaube diese Art der Diskussion ist das Resultat der allgemeinen verloren gegangenen "Diskussionskultur". Bedingt durch die Anonymität in den sozialen Medien kann jeder etwas raushauen ohne mit seiner Person dafür einstehen zu müssen. Man lese z.B.nur mal die Kommentare zu Artikeln in den Online-Medien. Außerdem ist die Fähigkeit andere Meinungen anzuerkennen, sich mit ihnen auseinander zu setzen bzw. wenn man sie nicht teilt, dann eben als andere Meinung stehen zu lassen, fast vollkommen abhanden gekommen. Wir behaupten doch immer es gäbe Meinungsfreiheit! Heutzutage beharrt aber eine große Anzahl starr auf ihren Ansichten und jeder der anders dazu steht wird in irgendeine Ecke gestellt. Recht hat anscheinend der der am lautesten schreit.
Ganz so krass ist es hier zum Glück noch nicht. Aber wie Anne-Mette schon fordert: Lieber mal den Ball flach halten!

LG Maia
"Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit zu jedem Thema etwas sagen zu müssen!" Teresa von Ávila (1515-1582)
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Re: Die „Lust" am Konflikt

Post 7 im Thema

Beitrag von Val44721 »

maia hat geschrieben: Do 29. Jan 2026, 20:35 Wir behaupten doch immer es gäbe Meinungsfreiheit!
Meinungsfreiheit bedeutet, dass der Staat dich nicht für diese Meinung verfolgt und einsperrt. Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass andere sich die Meinung anhören müssen, oder sie nicht (verbissen) diskutieren dürfen. Das ist schon noch ein wichtiger Unterschied.
Nature has made us intolerant to change but fortunately, we have the capacity to change our nature - Arcane
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Re: Die „Lust" am Konflikt

Post 8 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo Anne-Mette,

Dass der Stil hier härter geworden ist, empfinde ich schon einige Zeit. Besonders unangenehm empfinde ich es, dass viele am Anfang eines Beitrages auf die Anrede verzichten, ja selber gar nicht mehr angeredet werden wollen. Knapper Business-Stil halt, der die Kommunikation unpersönlicher und weniger behutsam miteinander erscheinen lässt. Trend der Zeit?

Als teilnehmende Person habe ich es vergleichsweise leicht: Ich kann mich aus diesem Forum mehr oder weniger zurück ziehen und mich in meinen Kontakten anders orientieren. Ab und an einloggen für Termine und die Liste der "neuen Beiträge" durchscrollen. Neue Teilnehmende können sich meine alten Beiträge durchlesen. Warum noch mehr?

Doch dich als Admina beneide ich wirklich nicht. Immerhin war und ist dies Forum immer wieder eine große Stütze für viele zum sich selbst finden und orientieren gewesen und geworden. Es wäre wirklich schade, wenn dies durch die Pflege des härteren, konflikt-fixierten Stil einiger Teilnehmenden völlig ins Hintertreffen gedrückt wird.

Inwieweit dies Forum auch zum Opfer von Trollismus, anderer digitaler Angriffe und anderer Zersetzungsmethoden geworden ist, kann ich nicht beurteilen. Aber auch das könnte für den härteren Stil hier eigentliche Ursache sein.

Genug geschrieben: Ich hoffe, du bekommst es in den Griff.

Liebe Grüße
Inga
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Re: Die „Lust" am Konflikt

Post 9 im Thema

Beitrag von Christiane »

Val44721 hat geschrieben: Do 29. Jan 2026, 22:52
maia hat geschrieben: Do 29. Jan 2026, 20:35 Wir behaupten doch immer es gäbe Meinungsfreiheit!
Meinungsfreiheit bedeutet, dass der Staat dich nicht für diese Meinung verfolgt und einsperrt. Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass andere sich die Meinung anhören müssen, oder sie nicht (verbissen) diskutieren dürfen. Das ist schon noch ein wichtiger Unterschied.
Das mag so wohl o.k. sein.
Man sollte aber dabei nicht aus den Augen verlieren, daß das Gegenüber kein Feind ist,
den es zu bekämpfen gilt.
In manchen Threads hat man aber den Eindruck, daß manche den Stahlhelm schon aufhaben
und nur darauf warten in den Schützengraben springen
zu können.
Dann beschießt man sich gegenseitig mit schweren "Koffern"
und gräbt sich immer weiter ein.
Manchmal so lange, bis Anne-Mette das Thema schließt, oder löscht.
Gewinn für alle = 0.
Dafür wurden aber Annimositäten bestätigt und vertieft.
UND - der Rest schüttelt nur den Kopf über die "Kriegsparteien" und denkt sich seinen Teil.
Ein etwas weniger, verbissener Umgang von beiden Seiten wäre da wünschenswert.
Manchmal gibt es auch gar keine gemeinsame Lösung.
Annerkennen und zum Tagesgeschäft übergehen - fertig.
Da verliert keine*r das Gesicht.
"Ich sehe, daß wir hier wohl keinen Konsenz finden werden. Laß uns die Diskussion beenden."
Diesen Satz hab ich hier noch nie gelesen.
Wäre wünschenswert.
Vor allem, bevor größere Zerwürfnisse im Raum stehen.
Danke fürs Zuhören, ähh lesen.
Christiane
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HeikeCD
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Re: Die „Lust" am Konflikt

Post 10 im Thema

Beitrag von HeikeCD »

Christiane hat geschrieben: Fr 30. Jan 2026, 06:53 In manchen Threads hat man aber den Eindruck, daß manche den Stahlhelm schon aufhaben
und nur darauf warten in den Schützengraben springen
zu können.
Dazu kommt teilweise dieser verbissene Ingrimm und das abqualifizieren des "Lifestyles" anderer. Das ist schon schade. Schon werden die Ellenbogen ausgefahren, sich reingesteigert und drübergewalzt als wenn es kein Morgen mehr gäbe. Manchmal hat das auch keinen Zweck mehr, daher halte ich das so wie Keanu Reeves mal meinte:
"Ich bin in einem Lebensabschnitt, in dem ich mich aus Streitigkeiten heraushalte. Selbst wenn du sagst, 1+1=5, hast du Recht. Viel Spaß damit!"

Liebe Grüße Heike
"Es ist nicht die Zeit in deinem Leben, es ist das Leben in deiner Zeit." Bruce Springsteen
Marlene
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Re: Die „Lust" am Konflikt

Post 11 im Thema

Beitrag von Marlene »

Guten Morgen,

seit ein gewisser Trump auf diesem Planeten anscheinend der Meinung ist die Spielregeln nach seinem Gusto diktieren zu wollen und ein Putin macht was er will und jeder für sich meint nur durch toben und zu brüllen, bzw. die Leute terrorisieren zu müssen, ist diese Unkultur erst richtig salonfähig geworden so mein Eindruck. Man sieht es jeden Tag im täglichen Leben. Es wird nur noch draufgehalten und herumgetobt und jeder ist der Schönste und hat natürlich Recht. Ich halte mich da so gut es geht heraus, aber es ko...zt mich genauso an. Ja, es grüßt keiner mehr und die asozialen Medien haben einen gigantischen Anteil an dieser Entwicklung. Es ist sehr viel in Schieflage geraten, aber es war wohl irgendwie egal, Hauptsache das eigene Haus stand nicht in Flammen und nun ist der Schock umso tiefer und die Hilflosigkeit und das wird versucht durch rüdes Verhalten zu kompensieren.

L.G. Marlene
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