"LGB ohne T" - Teile und herrsche!
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Michi
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"LGB ohne T" - Teile und herrsche!

Post 1 im Thema

Beitrag von Michi »

Ich sage und schreibe schon länger, dass die LGBTQA+ Community systematisch gespalten wird ...

Hier hat sich jemand des Problems angenommen und es gut verständlich aufgedröselt:




Zwei bekannte Pick-me-Gays: Jens Spahn und Alice Weidel! (ko)
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Shoshana
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Re: "LGB ohne T" - Teile und herrsche!

Post 2 im Thema

Beitrag von Shoshana »

Danke für's Teilen!

Das System funktioniert verdammt gut, das habe schon die alten Römer gewußt und ausgenutzt.
Auch hier im Forum gibt es immer immer wieder Beiträge die zeigen wie gut Teile und Herrsche inzwischen arbeitet. Bin da jedesmal wieder erschrocken.

LG, Shoshana
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Vesta
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Re: "LGB ohne T" - Teile und herrsche!

Post 3 im Thema

Beitrag von Vesta »

Danke für den Beitrag.

Dem Film stimme ich nur teilweise zu. Was dort gesagt wird, ist durchaus korrekt, aber es ist nur ein Teil des Ganzen.

Wir sind LGBT, ohne und das ausgesucht zu haben. So wie wir Deutsche (o. A.) sind, ohne danach gefragt worden zu sein, ob wir das wollen. Das ist etwas anderes, wenn wir in eine politische Partei wie die SPD oder in den örtlichen Fußballverein eintreten. Letzteres machen wir, weil wir voll und ganz (oder zumindest weitgehend) hinter den Zielen und Veranstaltungen dieser Gemeinschaft stehen. Aber das ist was anderes als bei LGBT. Die Zugehörigkeit ist unfreiwillig, und sie heißt daher nicht, dass ich die Ziele der Mehrheit dieser Gemeinschaft teile. Ich kann z. B. trans sein und das Selbstbestimmungsgesetz ablehnen. Ich kann z. B. schwul sein und Männer in Frauenkleidern (Tunten) blöde finden (das bedeutet nicht, diese menschlich zu verachten). Insbesondere habe ich die Wahl, offen LGBT zu sein oder dies möglichst wenig zu zeigen und weitgehend "normal" zu leben. Eine alle einschließende LGBT-Gemeinschaft hat es insofern nie gegeben und wird es auch nicht geben.

Ein weiterer Punkt ist die eigene Selbstfindung. Wenn ich dann, wenn ich bemerke, dass da etwas Anderes ist, sage, ich bin LGBT, und das wars, hilft mir das nicht weiter. Ich muss mir zu einem gewissen Zeitpunkt die Frage stellen, bin ich TS, TV, schwul, ..., oder etwas anderes. Bei manchen ist die Antwort leicht, bei mir war sie schwer zu finden. Die Folge ist, dass man sich auch erst einmal abgrenzen muss.

Die ganze Wahrheit ist das jetzt vermutlich auch noch nicht. Nichts ist einfach.
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Re: "LGB ohne T" - Teile und herrsche!

Post 4 im Thema

Beitrag von missy »

Ich bin nicht lesbisch,
nicht schwul,
nicht bi und
nicht trans.

Ich bin queer!

Und dass das "Q" im Titel fehlt,
das stößt mir besonders auf.

Das Fehlen des "Q"
ist für mich die erste Teilung.
Unaufmerksam oder ätzend oder Schlimmeres.

Für mich heisst es "LGBTQ" - nicht anders.

Liebe Grüße,
missy
Toleranz ist lernbar, zu viel Toleranz ist heilbar.
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Re: "LGB ohne T" - Teile und herrsche!

Post 5 im Thema

Beitrag von Val44721 »

Vesta hat geschrieben: Di 25. Nov 2025, 18:28 Ich kann z. B. trans sein und das Selbstbestimmungsgesetz ablehnen. Ich kann z. B. schwul sein und Männer in Frauenkleidern (Tunten) blöde finden (das bedeutet nicht, diese menschlich zu verachten).
Ich denke da hast du Recht. Es wird finde ich viel zu oft vergessen, dass auch trans Menschen transphob sein können. Siehe hier diese PersaX-Dame z.b.. Und auch so einige schwule Männer werden Bilder von toxischer Männlichkeit verfolgen, und nur für sich selbst ein Loch in diese Ideologie fressen, um gerade so in die Form zu passen.

Die spielen natürlich voll in diese Methode der Rechten aus dem Video rein.
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Val44721
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Re: "LGB ohne T" - Teile und herrsche!

Post 6 im Thema

Beitrag von Val44721 »

missy hat geschrieben: Di 25. Nov 2025, 19:03 Und dass das "Q" im Titel fehlt,
das stößt mir besonders auf.

Das Fehlen des "Q"
ist für mich die erste Teilung.
Unaufmerksam oder ätzend oder Schlimmeres.
„LGB without the T“ ist ja die Selbstbezeichnung dieser rechten Gruppen, die es sich als Ziel gesetzt haben, trans Rechte zu bekämpfen. Ich fürchte Unaufmerksamkeit als Grund für das fehlende Q wirds nicht sein. Das schon pure Absicht.
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Michi
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Re: "LGB ohne T" - Teile und herrsche!

Post 7 im Thema

Beitrag von Michi »

Ich denke, man sollte nicht den Fehler machen, das Ganze zu schmalspurig verstehen zu wollen. Das ganze miese Spiel von "Teile und Herrsche" wurde nur von einem schwulen Kanal primär aus der schwulen Perspektive beschrieben. Wie ich selbst schon in der Vergangenheit hier im Forum geschrieben hatte, gibt es diese PickMe-Typen überall .. auch in Gruppentreffen und hier im Forum. Sie können alles sein .. straight cis wie auch jeder Buchstabe aus LGBTQIA+. A-Löcher gibt es leider überall.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
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Re: "LGB ohne T" - Teile und herrsche!

Post 8 im Thema

Beitrag von Vesta »

Val44721 hat geschrieben: Di 25. Nov 2025, 19:38 Es wird finde ich viel zu oft vergessen, dass auch trans Menschen transphob sein können.
Es braucht nicht gleich transphob zu sein. Oftmals ist das, was transphob erscheint, nur Unwissenheit, eine schlechte Formulierung, Unachtsamkeit oder eine andere Lebenswirklichkeit. Ich wäre vorsichtig mit der Verwendung des Wortes transphob, denn dann sind wir es, die Gräben aufreißen.
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Re: "LGB ohne T" - Teile und herrsche!

Post 9 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Vesta hat geschrieben: Do 27. Nov 2025, 17:53
Val44721 hat geschrieben: Di 25. Nov 2025, 19:38 Es wird finde ich viel zu oft vergessen, dass auch trans Menschen transphob sein können.
Es braucht nicht gleich transphob zu sein. Oftmals ist das, was transphob erscheint, nur Unwissenheit, eine schlechte Formulierung, Unachtsamkeit oder eine andere Lebenswirklichkeit. Ich wäre vorsichtig mit der Verwendung des Wortes transphob, denn dann sind wir es, die Gräben aufreißen.
Naja, "oftmals" weiss ich nicht. Ich denke, das ist schon spürbar, ob wer einfach das gerade aktuelle Vokabular nicht drauf hat - als trans Person -, oder sich bewusst negativ über dieses ganze neumodische Genderzeug mit zig Geschlechtern mokiert, weil "das hat's zu meiner Zeit nicht gegeben. Ich bin nicht Transgender, sondern Frau". Alles schon gehört.

Auch trans Personen können absolut unwillig oder unfähig sein, über den eigenen binären Tellerrand zu gucken. Nicht mal so wenige meinen, es müssten alle mindestens den gleichen Leidensweg wie sie durchmachen, mit sinnlosen Gutachten und 100% Angleichungen, absolutem Passing-Zwang und gegenseitigem Bekritteln, wenn wer nicht so hurtig zack zack von OP zu OP springt. Die Ansicht, eine Transition ohne Hürden wäre quasi nichts wert, würde die (sinnlosen) Leiden früherer Generationen entwerten und in den Augen der cis Mehrheit "trans" quasi als "Mode" und Beliebigkeit erscheinen lassen, haben wir hier auch schon gelesen. Ich finde es ausdrücklich wichtig, deren Leidensweg zu würdigen. Keine Frage. Gleichzeitig darf das heutigen trans Leuten erspart werden. Die Ursache des Leidens sind und waren cis-normative Machthabende in Politik und Medizin. An der Transiiton zu leiden oder gelitten zu haben beweist nichts. Vor allem keine "Echtheit".
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Post 10 im Thema

Beitrag von Claudia »

Vesta hat geschrieben: Do 27. Nov 2025, 17:53
Val44721 hat geschrieben: Di 25. Nov 2025, 19:38 Es wird finde ich viel zu oft vergessen, dass auch trans Menschen transphob sein können.
Oftmals ist das, was transphob erscheint, nur Unwissenheit, eine schlechte Formulierung, Unachtsamkeit oder eine andere Lebenswirklichkeit. Ich wäre vorsichtig mit der Verwendung des Wortes transphob
Da hast du dir ja eine ganze Reihe von 'Ausflüchten' zusammengesucht.
Wie hatten dieses Thema ja schon ausführlich in viewtopic.php?t=31065&start=30.
Vorsichtig sein heißt nicht, den Begriff durchgängig zu vermeiden.

Jaddy hat geschrieben: Do 27. Nov 2025, 19:08 Die Ansicht, eine Transition ohne Hürden wäre quasi nichts wert, würde die (sinnlosen) Leiden früherer Generationen entwerten ...
Diese 'Leiden' von früher habe ich ja auch noch miterleben müssen. Die Anführungszeichen nur, weil ich diese Gutachten abgesehen vom Aufwand nicht als Leiden erlebt habe. Aber das lag wahrscheinlich mit an den Begutachtungen, die ich erlebt habe, weil es dort diese intimen verletzenden Fragen nicht gab. Aber dadurch, dass es jetzt trans Personen etwas einfacher habe als es früher war, wird doch meine Transition nicht abgewertet. Sie war in allem für mein Leben wertvoll und wichtig, ich bin mir selber näher gekommen. Und einfach ist eine Transition trotz manch entfallener Regelungen immer noch nicht.

Jaddy hat geschrieben: Do 27. Nov 2025, 19:08 Gleichzeitig darf das heutigen trans Leuten erspart werden.
Das würde ich gerne umformulieren in das noch sanfte 'sollte erspart werden', eher sogar noch in das schärfere 'muss erspart werden'.

LG Claudia
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Post 11 im Thema

Beitrag von Michi »

Claudia hat geschrieben: Do 27. Nov 2025, 23:12
Jaddy hat geschrieben: Do 27. Nov 2025, 19:08 Die Ansicht, eine Transition ohne Hürden wäre quasi nichts wert, würde die (sinnlosen) Leiden früherer Generationen entwerten ...
Diese 'Leiden' von früher habe ich ja auch noch miterleben müssen. [...]
Du musst dir den Schuh ja nicht anziehen, wenn du das nicht so siehst. Doch ich pflichte Jaddy bei, dass es solche Mitbetroffene gab und gibt. Ich habe selbst mehrere erlebt, die das sogar recht direkt gesagt haben, dass ihre Transition abgewertet würde und sie weniger anerkannt werden würden, wenn es andere künftig leichter haben. Und das war Jahre bevor überhaupt über ein Selbstbestimmungsgesetz gesprochen wurde, schon zu einer Zeit als Teile des TSG für verfassungs- und menschenrechtswidrig erklärt wurden.
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Re: "LGB ohne T" - Teile und herrsche!

Post 12 im Thema

Beitrag von Claudia »

Michi hat geschrieben: Do 27. Nov 2025, 23:28
Claudia hat geschrieben: Do 27. Nov 2025, 23:12
Jaddy hat geschrieben: Do 27. Nov 2025, 19:08 Die Ansicht, eine Transition ohne Hürden wäre quasi nichts wert, würde die (sinnlosen) Leiden früherer Generationen entwerten ...
Diese 'Leiden' von früher habe ich ja auch noch miterleben müssen. [...]
Doch ich pflichte Jaddy bei, dass es solche Mitbetroffene gab und gibt.
Das habe ich doch nicht bestritten, solche abwertenden Äußerungen habe ich auch hier im Forum erlebt. Eine Transition war damals und ist heute kein Spaziergang. Und wer sie hinter sich gebracht hat, kann sich selbst sagen: "Ich habe etwas Wichtiges für mich gemacht, darin liegt die Wertigkeit."
Und nicht darin, wieviel Hürden es gab.

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Beitrag von Michi »

Hier mal noch ein Reaction-Video dazu:

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