Deportationen in der NS-Zeit: "Wir müssen über die Zuschauenden reden" | RBB
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Anne-Mette
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Deportationen in der NS-Zeit: "Wir müssen über die Zuschauenden reden" | RBB
Hunderttausende Menschen wurden zwischen 1938 und 1945 aus Deutschland in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager der besetzten Regionen Osteuropas deportiert. Diese Verschleppungen von jüdischen Menschen, Sinti, Romni:ja oder Kranken fanden unter den Augen der Öffentlichkeit statt – und wurden auch fotografiert.
https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2 ... ismus.html
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Inga
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Re: Deportationen in der NS-Zeit: "Wir müssen über die Zuschauenden reden" | RBB
Hallo,
Ich finde. wir müssen endlich noch mehr über die Täter reden, nämlich über die, die sich die ganzen Grausamkeiten ausgedacht, propagiert und umgesetzt haben. Da schlummert noch viel Material im Dunkel der Archive als auch halb vergessen auf Dachböden etc.
Vor allem bei der Aufarbeitung der DAF (grösste Mitgliederorganisation) und ihrer Untergliederungen scheint es wohl noch einige Lücken zu geben
Liebe Grüße
Inga
Ich finde. wir müssen endlich noch mehr über die Täter reden, nämlich über die, die sich die ganzen Grausamkeiten ausgedacht, propagiert und umgesetzt haben. Da schlummert noch viel Material im Dunkel der Archive als auch halb vergessen auf Dachböden etc.
Vor allem bei der Aufarbeitung der DAF (grösste Mitgliederorganisation) und ihrer Untergliederungen scheint es wohl noch einige Lücken zu geben
Liebe Grüße
Inga
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Michi
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Re: Deportationen in der NS-Zeit: "Wir müssen über die Zuschauenden reden" | RBB
Mehr über die Täter reden?
Nachdem nun fast alle Zeitzeugen gestorben sind, wer soll da noch sprechen, ohne umgehend verunglimpft zu werden? Die Rechtsextremen schwurbeln schon länger von "Opferkultur" und haben nun im Prinzip freie Bahn.
Das Problem wurde bereits unmittelbar nach dem Krieg aktiv unter den Teppich gekehrt (im Westen noch stärker als im Osten), und es wurde erfolgreich eine Vergessenskultur etabliert. Die wurde zwar gelegentlich mal kurz gestört .. etwa mit dem Kniefall Willi Brandts in Waschau, aber nie ernsthaft beendet, weil sie viele Nazis nach dem Krieg erfolgreich in der Politik einnisten konnten, dort ihre Netzwerke weitergesponnen und nachfolgende Generationen von Gesinnungsgenossen herangezogen haben, die das Vergessen und Vertuschen fortführen.
Nachdem nun fast alle Zeitzeugen gestorben sind, wer soll da noch sprechen, ohne umgehend verunglimpft zu werden? Die Rechtsextremen schwurbeln schon länger von "Opferkultur" und haben nun im Prinzip freie Bahn.
Das Problem wurde bereits unmittelbar nach dem Krieg aktiv unter den Teppich gekehrt (im Westen noch stärker als im Osten), und es wurde erfolgreich eine Vergessenskultur etabliert. Die wurde zwar gelegentlich mal kurz gestört .. etwa mit dem Kniefall Willi Brandts in Waschau, aber nie ernsthaft beendet, weil sie viele Nazis nach dem Krieg erfolgreich in der Politik einnisten konnten, dort ihre Netzwerke weitergesponnen und nachfolgende Generationen von Gesinnungsgenossen herangezogen haben, die das Vergessen und Vertuschen fortführen.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Inga
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Re: Deportationen in der NS-Zeit: "Wir müssen über die Zuschauenden reden" | RBB
In der Tat, wir sollten mehr darüber reden, wer wann das alles angestiftet und mit gefördert hat, wer sich schon in der Weimarer Republik an Universitäten, in Beraterstäben und in de Arbeiterschaft als geistiger Brandstifter betätigt hat, wie Fake News zur mitreißenden Propaganda gestrickt wurde, wo und wie Gesetze vorformuliert wurden, Sympathisanten aufgestachelt hat, verharmlost und abgewiegelt hat, Anordnungen gegeben hat, mehr oder weniger überzeugt und pflichtbewusst tätig gewordem ist, - alles Taten die nicht vom Himmel gefallen nich aus der Hölle gekrochen sind, sondern von Personen gemacht wurden. Natürlich sind seitdem so gut wie alle alle verstorben. Bestrafen und korrigieren lässt sich kaum mehr. Doch anhand der Personen, ihrer Taten als auch ihrer Lebensläufe im Detail können Strukturen erkannt und somit mögliche
Parallelen zu heute herausgefunden werden.
Man muss es halt wollen und auf "tote Materialien" wie alte Zeitungen, alte Akten. alte Fotoalben, alte Familienbriefe, usw. zurück greifen und analysieren wollen.
Liebe Grüße
Inga
Parallelen zu heute herausgefunden werden.
Man muss es halt wollen und auf "tote Materialien" wie alte Zeitungen, alte Akten. alte Fotoalben, alte Familienbriefe, usw. zurück greifen und analysieren wollen.
Liebe Grüße
Inga