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Jennifer
Im Chat: die ChatBotIn, aber keine natürlichen Personen (d/m/w)
Das ist in der Tat schade, ich habe das auch immer mal gern geschaut.Lady Jennifer hat geschrieben: Fr 5. Sep 2025, 12:54 Hier geht´s um Eisenbahn und das Top-Thema der letzten Zeit wurde hier noch nicht erwähnt...? Die super-tolle Sendung "Eisenbahn-Romantik" wird nicht mehr produziert. Ich habe die Sendung geliebt - ich habs ja nicht so mit technischen (Lok)Sachen, vielmehr habe mich Strecken und andere Länder interessiert und unter diesem Aspekt war die Sendung unschlagbar!!! Von überall auf dem Globus wurde gesendet und fast jede Bahnstrecke per Film festgehalten - so was liebe ich!!! Die Doku-Serie läuft mittlerweile zig Jahre und dabei wurde sicher jede Strecke der Welt irgendwann mal bereist.
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Jennifer
Ich würde die Schuld nicht allein der Politik anlasten.Marlene hat geschrieben: Mi 3. Sep 2025, 21:48 Hallo noch mal.
Wo kein politischer Wille ist, kann man machen was man will; es läuft ins Leere. Und genau das was Nicole schreibt, sehe ich in großen Teilen leider genauso.
Ich bin seit 1982 bei der Eisenbahn beschäftigt und mir macht niemand was vor. Ich kenne die Bahn und was ich in den letzten 35 Jahren erlebt habe, ist genau das was wir jetzt erleben: der absolute Niedergang dieses einst so fortschrittlichen Verkehrsmittel. Es ist hierzulande nicht gewollt die Schiene sinnvoll zu nutzen. Man sucht immer einen Schuldigen und macht das recht erfolgreich um nicht selbst aktiv zu werden. Niemand will endlich mal das Ruder herumreißen und es vergammelt alles.
Wenn es öffentliche Gelder gibt, langt man zu, ohne einen wirklichen Plan zu haben. Das Thema Hunsrückbahn ist mir seit Jahren durchaus bekannt. Ich war seinerzeit auch in Baumholder Fahrdienstleiter, als diese Strecke von der DB abgestoßen wurde. Ich habe dort das Licht ausgemacht und die Strecke wurde dann modernisiert mit einem vernünftigen Technikaufwand von einer nichtbundeseigenen Eisenbahngesellschaft. Und das ist oftmals der entscheidende Unterschied.
Natürlich sitzt dort auch kein Zugleiter mehr, sondern der macht das aus dem sächsischen Mulda im Erzgebirge mit. Aber es rollt dort weiter und nichts wurde platt gemacht. Es geht wenn man will, aber nur dann...
Wenn es so weiter geht, fährt bald nichts mehr. Man hat alles verschlafen auf Geheiß der Politik und ist nun unfähig aus diesem besch... Zustand noch herauszufinden.
Würde mich sehr wundern, wenn es sich noch mal zum Besseren wendet. Ich arbeite z.Zt. auch noch bei einer NE- Bahn und wir versuchen auf unserem bescheidenen Netz den Betrieb irgendwie am Laufen zu halten. Das Geld reicht hinten und vorne nicht um eine grundhafte Sanierung zu machen und Baufirmen sind mittlerweile Mangelware. Die Strecke wurde 2015 von DB Netz zur Abgabe/ Stilllegung ausgeschrieben und der Reiseverkehr durch die Verkehrsverbünde abbestellt zugunsten eines sinnlosen Busbetriebes der jeden Tag im Stau steht... Wir fahren seitdem nur noch Güterzüge zu einem Tanklager und sporadischen Güterverkehr resp. Sonderfahrten. Mit einem techisch veralteten Netz, welches auf Verschleiß gefahren wurde, und keinem mehr motivierbaren Personal, kann man sich vorstellen wann der letzte Zug abgefahren sein wird. Dann: Ziel erreicht. Treffer!
Wie gesagt, alles verschlafen und nicht gewollt. Dafür ist JEDEN Tag das blanke Chaos auf den Straßen. Aber mit Toten, kaputten Autos und der Mineralölsteuer kann man mehr Umsatz machen... Vom Umweltdreck und blanken Nerven reden wir mal gar nicht.
VG. Marlene
Hallo Andrea,Andrea aus Sachsen hat geschrieben: Sa 6. Sep 2025, 14:15 .
Mal ein paar Worte dazu, wie ich das „Drama“ bei der Deutschen Bahn erlebe:
In der Vergangenheit bin ich immer gern mit der Bahn und anderen „Öffentlichen“ gefahren – Ein zuverlässiges, bequemes, preiswertes und umweltfreundliches Verkehrsmittel. Da ich einigermaßen verkehrsgünstig wohne, war sogar ein Auto entbehrlich.
Inzwischen hat sich die Situation allerdings grundlegend geändert: Verspätungen, überfüllte Züge, Streiks und andere Beeinträchtigungen sind an der Tagesordnung. So macht Reisen keinen Spaß mehr. Meine diesbezüglichen Aktivitäten habe ich schon stark zurückgefahren, sehr zu Lasten der Lebensqualität.
Leider kann ich nicht auf die Alternative Auto zurückgreifen.
Hallo Sabrina Verena,Sabrina Verena hat geschrieben: Sa 6. Sep 2025, 15:50 Hallo Marlene,
Du erwähntest bei der veralteten Stellwerkstechnik den Bestandsschutz.
Nun das auch alte Technik zuverlässig ist, stelle ich nicht in Abrede.
Sie ist oft sogar zuverlässiger, mich hatte es nur in Bezug auf die Sanierung in Dußlingen gewundert.
IN Tönning war nichts mit Bestandschutz, trotz seiner historischen Bedeutung.
Und, wenn ich nach Altona schaue zerreißt es mir das Herz.
Wenn ich auf alten Fotos sehe, was Altona für den Eisenbahnfreund mal Alles zu bieten hatte und den heutigen Zustand sehe, frage ich mich, wo war da der Bestandschutz?
Es gibt noch den ganz alten Bahnhof (Altes Rathaus), und die Gebäude der ehemaligen Bahndirektion. Sowie den einzig mit Bestandsschutz (Denkmalschutz) versehenen Wasserturm (Die beiden Alten waren schöner).
Aber in Zukunft bleibt nur noch die S- Bahnhaltestelle. Der Bahnhof Altona müßte dann eigentlich Diebsteich heißen, weil er "verlegt" wird.
Da ist nicht allsoviel mit Bestandsschutz.
Dazu habe ich gerade in einem anderen Forum was gefunden, wo es auch um die Postfilialen geht. Der Gesetzgeber fordert und es interessiert auch da niemanden: https://www.drehscheibe-online.de/foren ... 2,11227805Sabrina Verena hat geschrieben: Fr 5. Sep 2025, 17:39 Ich würde die Schuld nicht allein der Politik anlasten.
Meine Schwester arbeitet bei der Bahn, ihre Aufgabe ist es Agenturen zu gewinnen, die Fahrkarten verkaufen.
Der Gesetzgeber fordert in jedem Ort eine Fahrkartenverkaufsstelle, und das finde ich in Ordnung.
Das Problem ist jedoch die Forcierung der Digitalisierung und die damit einhergehende Schließung von
Fahrkartenschaltern bzw. Reisezentren in den kleineren Orten.
Das ist eine widersinnige Strategie.