"World Athletics’ mandatory genetic test for women athletes is misguided. I should know"
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Jaddy
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Beitrag von Jaddy »

Prof. Andrew Sinclair entdeckte 1990 das SRY Gen und seine Funktion, nämlich - im Regelfall, bei XY Chromosomen - die "männliche" Entwicklung eines Fötus zu bewirken. Aber nur wenn alles gut geht. Er forscht seit 35 Jahren zu dem Thema und hat zusammen mit anderen Expertys das IOC überzeugt, die Gen-Geschlechts-Tests ab der Olympiade 2000 fallen zu lassen, weil sie nicht das beweisen, was im Sinne der Regeln relevant ist.

In einem aktuellen Artikel in The Conversation beschreibt er die Problematik noch mal: https://theconversation.com/world-athle ... 1754283666

Hatten wir nicht neulich die Frage, wer diese öffentlichen LLMs benutzt? Hier ist Copilots Zusammenfassung des Artikels auf deutsch:
Zusammenfassung: Warum der verpflichtende SRY-Gentest für Frauen im Leistungssport wissenschaftlich nicht haltbar ist

Autor und Kontext

- Der Artikel stammt von einem Genetikexperten, der das SRY-Gen auf dem menschlichen Y-Chromosom 1990 entdeckte und seit über 35 Jahren zu dessen Funktion und weiteren Genen der Hodenentwicklung forscht.
- Weltleichtathletikchef Sebastian Coe kündigte im August 2025 an, dass alle Athletinnen bei den Weltmeisterschaften in Tokio im September einen Gentest benötigen, der das SRY-Gen nachweist. Ist es vorhanden, wird die Sportlerin von Frauenwettbewerben ausgeschlossen.

Wie Geschlechtsentwicklung wirklich funktioniert

- Bereits ab der 6. Schwangerschaftswoche löst das SRY-Gen bei XY-Embryonen eine Kaskade von rund 30 Genen aus, die zur Bildung von Hoden und der Produktion von Testosteron führt.
- Bei XX-Embryonen werden andere Gene aktiviert, die Eierstöcke formen und weibliche Hormone produzieren.
- Geschlechtsausbildung ist das Ergebnis eines komplexen Netzwerks aus chromosomalen, gonadalen, hormonellen und sekundären Merkmalen – nicht allein des SRY-Gens.

Warum der SRY-Test sportlich irrelevant ist

1. Der Nachweis des SRY-Gens sagt nichts darüber aus, ob das Gen auch funktioniert:
- Mutationen können das Gen inaktivieren, sodass sich trotz XY keine Hoden bilden und die Person biologisch weiblich ist.
2. Einige Personen mit funktionsfähigem SRY haben zwar innere Hoden, sind aber immun gegen Testosteron und weisen weibliche sekundäre Merkmale auf – keinerlei Leistungsvorteil.
3. Beispiel Olympia 1996: Von 3 387 gemeldeten Frauen hatten acht eine positive Y-Chromosomen-Reaktion, bei sieben davon war der Körper testosteronresistent – sie besaßen also keinen sportlichen Vorteil durch Testosteronproduktion.

Praktische und ethische Probleme

- Laborkontamination: Bereits ein einziger Hautschuppenzellen-Kontakt kann zu falschen Positivergebnissen führen.
- Ungleiche Voraussetzungen: In vielen Ländern fehlt die Infrastruktur für zuverlässige DNA-Analysen.
- Fehlende Beratung: Weltleichtathletik fordert keinen genetischen Fachrat für Betroffene, obwohl dieser vor Testungen üblich ist und in ärmeren Ländern oft nicht verfügbar.
- Historie: Nach Intervention von Expertinnen und Experten schaffte das Internationale Olympische Komitee den SRY-Test für Sydney 2000 ab. Dass er nun zurückkehren soll, hält der Autor für wissenschaftlich und moralisch unvertretbar.

Fazit

Der Nachweis des SRY-Gens alleine prüft keinesfalls die für sportliche Leistung relevanten Faktoren. Weil Geschlechtsausbildung multi-genetisch und hormonell komplex ist und Testergebnisse fehleranfällig sowie ungleich verfügbar sind, taugt der SRY-Gentest nicht dazu, Athletinnen gerecht zu klassifizieren.
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