Ikon hat geschrieben: Sa 4. Sep 2021, 20:52
Ich werde 41 und habe mal genauer über mein Leben nach gedacht. Ich bin zur Erkenntnis gekommen , dass ich wirklich alles was das Leben aus macht verpasst habe.
Hallo Ikon,
Es ist nie zu spaet. Jeder geht seinen Weg auf eine andere Weise, und die wenigsten gehen diesen Weg geradlinig. Ich kenne das Gefuehl zu keiner Gruppe dazuzugehoeren, nirgendwo hineinzupassen, und die depressiven Gedanken, die damit einhergehen. Und ich kenne das Gefuehl, sich ueber Jahrzehnte nicht zu trauen, das wahre ich auszuleben - oder auch nur zu wissen, wer genau dieses ich eigentlich ist.
Mir hat eine Kombination von Dingen geholfen: Zum einen, der Kontakt zu anderen Trans-Menschen. Es tut einfach gut sich mit Leuten zu umgeben, denen man nicht erklaeren muss, wie man sich fuehlt, und warum das so ist. Und diese Kontakte helfen ungemein, die eigene Persoenlichkeit nicht mehr als kaputt warzunehmen, und ein bischen Normalitaet zu erleben. Zum anderen, professionelle Hilfe. Hier geht es nicht unbedingt darum, grosse Veraenderungen vorzunehmen. Viel wichtiger ist es, das eigene ich zu begreifen, die Dinge mit Klarheit zu sehen, und somit die eigenen Zweifel zu ueberwinden.
Viel Glueck auf Deinem Weg,
LG
Liz