Elon Musk und ich
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Lebensplanung, Standorte
Wally
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Elon Musk und ich

Post 1 im Thema

Beitrag von Wally »

Für die österreichischen Site "fisch + fleisch" habe ich mal wieder einen Artikel über Transsexualität geschrieben, der dort prompt als "Thema des Tages" übernommen wurde:

https://www.fischundfleisch.com/whgrein ... -ich-88646

Wird wohl Einigen hier politisch aufstoßen; ich wünsche trotzdem viel Vergnügen bei der Lektüre :-)
Herzliche Grüße
Wally
Anne-Mette
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Re: Elon Musk und ich

Post 2 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Mikaela CD hat geschrieben: Di 28. Jan 2025, 07:58 dass wir kein drittes Geschlecht brauchen
"wir" ist schon mal falsch - wer ist schon "wir". Es gibt Menschen, die ein drittes Geschlecht "brauchen", es für sich in Anspruch nehmen, wie z.B. einige intergeschlechtliche Menschen.
Für einige ist "kein Geschlecht" auch ein/ihr Geschlecht.

Gruß
Anne-Mette
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Re: Elon Musk und ich

Post 3 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin,

...ein interessanter und lesenswerter Artikel, der die Lebenssituation von mit "trans" betroffenen Menschen ganz unaufgeregt beschreibt, wie es ist. Die Frage, ob wir? ein drittes Geschlecht brauchen oder nicht, kann diskutiert werden, was aber aufgrund der Vielfalt der Ansichten und Meinungen zu keiner einheitlichen Meinung führen wird. Jeder Mensch ist individuell gemacht...

Grüße, Ulrike-Marisa ))):s
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Re: Elon Musk und ich

Post 4 im Thema

Beitrag von Susi T »

Mikaela CD hat geschrieben: Di 28. Jan 2025, 11:36
Anne-Mette hat geschrieben: Di 28. Jan 2025, 08:40
"wir" ist schon mal falsch - wer ist schon "wir"
.

Liebe Anne-Mette,
ich dachte "wir" wären hier eine Community, wie jede andere auch. In jeder Community gibt es unterschiedliche Meinungen zu Dingen oder Vorgängen, aber haben Respekt und Verständnis für jeden, der sich nicht dem mehrheitlichen Verständnis der Gruppe identifizieren kann und trotzdem dem groben Raster entspricht. Wenn "wir" hier falsch ist, dann polarisierst Du und teilst uns in Schubladen auf. Hatte ich jetzt so nicht erwartet.
LG Mika
Es gibt Menschen die haben sich das Recht erkämpft ihren Geschlechtseintrag nicht auf M oder W zu erhalten und das von obersten Gerichten und in Gesetzt gemeißelt.
Diesen Menschen zu sagen wir brauchen das nicht, oder zu sagen wir wollen das/euch nicht ist nicht Meinung aller hier. Denn das wäre Spaltung. Schau bitte nochmal für wen dieses Forum alles gedacht ist.
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Re: Elon Musk und ich

Post 5 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Mikaela CD hat geschrieben: Di 28. Jan 2025, 11:36 In jeder Community gibt es unterschiedliche Meinungen zu Dingen oder Vorgängen, aber haben Respekt und Verständnis für jeden, der sich nicht dem mehrheitlichen Verständnis der Gruppe identifizieren kann und trotzdem dem groben Raster entspricht.
Richtig..

und genau aus dem Grund gibt es nicht überall ein umfassendes "wir", deswegen ist "wir" nicht so sehr gut gewählt gewesen.
Was wer braucht oder eben nicht, sollte doch bitte der Person überlassen werden. Und ich glaube das ist hier
im Forum der gemeinsame Nenner..

hab es gut, Marie (flo)

PS..danke Wally für den Artikel
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
Jaddy
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Re: Elon Musk und ich

Post 6 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Mikaela CD hat geschrieben: Di 28. Jan 2025, 07:58Ich sehe eigentlich genauso, dass wir kein drittes Geschlecht brauchen, das wäre in meinen Augen nur eine Verzerrung der Realität.
"Realität" ist in dem Zusammenhang ein schwieriges und komplexes Wort. In der Realität "brauchen" wir eigentlich gar nichts von dem, was wir als Geschlecht bezeichnen in all seinen Koordinaten. Wir brauchen keine vergeschlechtlichte Sprache, keine unterschiedlichen Namensräume, keine Kleidungskonventionen, keine getrennten Räume, keine verschiedenen Verhaltensmuster im Alltag oder bei Beziehungen, keine Zuordnung von Jobs, Hobbies, Vorurteilen, Erziehung, usw. Die biologischen, mentalen, emotionalen Fähigkeiten der Menschen überschneiden sich viel stärker, als dass sie sich unterscheiden.

"Geschlecht" kommt, streng an der "Realität" gemessen, nur dort vor, wo biologische Fortpflanzung passiert. Große + kleine Keimzelle mit genetischem Material von zwei beliebigen Personen und danach ein funktionierender Uterus, der nicht zwingend mit einer der beiden Spendepersonen verbunden sein muss. Sprich: In der Realität ist "Geschlecht" zu 99,999% der Lebenszeit eigentlich vollkommen virtuell.

Also könnten wir ganz realistisch den ganzen Kram einfach sien lassen, okay? Das Aufbrezeln, das "das andere Geschelcht sein wollen", den "Männer- und Frauen-Modus", die verschiedenen Räume. Nur noch Menschen, kein Geschlecht im Alltag.

Vielleicht entwickeln sich dann aber doch wieder verschiedene Gruppen mit Verhaltensmerkmalen. Vielleicht drei, vier, fünf oder mehr; unabhängig vom körperlichen Aussehen.

Das ist alles nicht spekulativ. Viele Völker auf der Welt hatten und haben andere Vorstellungen als unsere cis-binär-Normativität, wie biologisches Forpflanzungsgeschlecht und soziale Rollen zusammengehen, oder ob sie das überhaupt müssen. Hijra in Indien/Pakistan, Muxe in Mexico und viele andere überall auf der Welt existieren seit vielen Jahrhunderten. Vier oder fünf trans/inter Gender sind in vielen Völkern Nordamerikas bekannt und geschätzt. Ebenso die fünf Gender der Bugis in Indonesien. Die jüdische Lehre kennt 6 Geschlechter. Was wir heute trans und inter nennen fällt hier explizit darunter. Es gibt Völker, die Gender erst zur Pubertät zuweisen oder wie die Dagaaba gar nicht anhand der Anatomie sondern der "Energien" eines Menschen. Sie können also Menschen uanbhängig von ihrer Körperlichkeit "geschlechtlich" wahrnehmen. Bei den Yoruba wurden (vor-kolonial) weder Geschlechtern noch Gendern Fähigkeiten zu- oder abgesprochen. Unsere Vorurteile, was Männer oder Frauen können oder nicht wären für sie also sehr skurril. Scheint in unseren Breiten übrigens auch bis in die Bronzezeit noch so gewesen zu sein: Menschen lebten und arbeiteten, indem sie ihre indivuduellen Fähigkeiten beitrugen. Die Mär vom männlichen Jägern und den Frauen in der Höhle ist Unfug.

In der Realität sehe ich also bezüglich Gender - Geschlecht als soziale Rolle - schlüssige Begründungen für Null oder "viele". Wobei eine freiheitlich-plurale Gesellschaft schon wegen der freien Entfaltung der Persönlichkeit eher zu viele tendieren sollte. Für genau zwei äusserst komplexe Genderrollen, die ausgerechnet mit der eher zufälligen biologischen Ausstattung verknüpft werden, sehe ich hingegen keine stichhaltige, realitätsbezogene Argumentation. Und damit übrigens auch nicht für jegliche Hürden, die Menschen in den Weg gelegt werden, wenn sie sich nach eigenem Gusto aus den vorhandenen Sets die Attribute herauspicken, die ihnen zusagen. Körperlich, sprachlich und in jeder Form von Ausdruck.

Jegliche Gängelung in der Sache ist letztlich willkürlich, autoritär und menschenfeindlich.
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Re: Elon Musk und ich

Post 7 im Thema

Beitrag von Liv »

Hallo Wally,
zuerst einmal möchte ich Dir meinen Respekt zollen, für deine unaufgeregt-sachliche Art zu schreiben. Dein Text liest sich gut und die Argumentation ist in sich schlüssig. Leider fußt sie jedoch auf einer völlig falschen Grundannahme. Ich kenne Elon Musk zwar auch nicht persönlich, gehe jedoch davon aus, dass er generell kein Mensch ist der lange zuhört. Insofern sehe ich in seinem Bild auch nicht, dass er Dir ein Gesprächsangebot macht. Nein, er wirft Dir eher einen Fehdehandschuh zu. Vielleicht ist diese Tasse auch nur ein ganz großer Stinkfinger gegen Menschen wie Du und ich. Er sagte Dir damit, dass Du komplett auf dem falschen Dampfer bist! Du bist ein Mann, also stehe dazu! Auf einer Damentoilette hast Du nichts verloren! Deine Transition interessiert mich nicht, auch wenn sie nach dem alten Transexuellengesetz erfolgte! Zieh gefälligst den Rock aus, sonst kommst Du entweder in die Psychiatrie oder in den Knast. Und wenn seine Tasse noch einigermaßen subtil ist, seine Anhänger wissen was sie zu tun haben. Wenn Dich also demnächst jemand an der Perlenkette aus der Damentoilette zieht, weißt Du wem Du das zu verdanken hast: Danke, Elon!

LG
Liv
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Re: Elon Musk und ich

Post 8 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Danke Liv, schön formuliert. Ich möchte mich jetzt nicht auf die Fehler, Formulierungen kaprizieren, von denen es mMn mehr als genug gibt. Damit wird es mMn zu einer Scheinsachlichkeit. Ich möchte ganz positiv auf einen Satz hinweisen, damit Wally nicht ganz verrissen wird.
Ich neige deshalb dazu, uns qualitativ als eine Variante innerhalb der Bandbreite menschlicher Normalität zu sehen - freilich eine relativ seltene Variante: insofern zahlenmäßig eben doch nicht "normal", sondern die strikte Ausnahme.
Die Grünen werden gerne als Verbotspartei tituliert, aber ihre Ziele sien in unsere Zukunft gerichtet, damit die Menschheit in Zukunft Lebensumstände vorfindet, in denen alle Menschen leben können. Auf der anderen Seite sind es gerade die ultrakonservativen (z.T. auch schon die Konservativen), aber zuerst die extrem Rechten, die mit Einschränkungen und Verboten massivster Art, ihre Egoismen ohne Rücksicht auf die Zukunft und die Menschlichkeit aufdrängen wollen.

Die Braunen habe in der Weimarer Republik den Satz "Deutschland erwache" geprägt. Ich bin versucht, diesen Slogan heute gegen die Braunen zu verwenden.
Man muss Elon Musk nicht in allem zustimmen; interessant und diskussionswürdig sind seine Thesen allemal. Es lohnt sich, ihm mal zuzuhören.
Und nein Wally, es lohnt sich mMn nicht, Musk zuzuhören und seine Beiträge sind einer Diskussion nicht wirklich würdig. Wir müssen es, weil er einer Ideologie massiv Unterstützung leistet, die am Ende unser Schiksal, vielleicht sogar unser Tod sein können. Und wer glaubt, ich übertreibe, der mag sich mal mit der Geschichte uns Hintergründen der Weimarer Republik beschäftigen. Es war nur z.T. ein Versagen der damaligen Republik. Es war zu einem großen Teil ein Nichtwahrhabenwollen und ein Ignorieren der Umstände, die zu Machtergreifung und zur Vernichtung auch von Transmenschen führte. Die Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie zeigt eindeutige Parallelen.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
Jaddy
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Re: Elon Musk und ich

Post 9 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Vicky_Rose hat geschrieben: Di 28. Jan 2025, 14:38Die Grünen werden gerne als Verbotspartei tituliert
Interessanterweise sind da überhaupt keine "Verbote" im grünen Programm. Die werden lediglich von Merz, Söder und Co herbeifantasiert.
Vicky_Rose hat geschrieben: Di 28. Jan 2025, 14:38 es lohnt sich mMn nicht, Musk zuzuhören und seine Beiträge sind einer Diskussion nicht wirklich würdig.
Zuhören ja, aber sehr sehr kritisch betrachten. Zum einen ist Musk ein Anhänger des Longtermismus. Genau wie Peter Thiel, Jeff Bezos, Sam Altman, Mark Andreesen, usw. Sprich: Der Tech-Bro Clique in den USA. L. ist eine ziemlich abwegige Techno-Religion, die für ihre hyperreichen Anhänger (muss ich qausi nicht gendern) den Vorteil hat, jede menschenfeindliche Aktivität mit dem Wohl (sehr viel) zukünftiger (Software)Menschen in einem digitalen Himmel zu rechtfertigen. Oder bei Musk zwischendurch auf dem Mars. Und zwar umso mehr, je mehr Geld sie der technologischen Entwicklung bringt - also den Tech-Bros, Tesla, SpaceX, Google, Amazon, Apple, etc. Alle Menschen, die nicht reich genug, nicht fähig genug, also nicht nützlich genug für die Entwicklung des digitalen Himmels sind, können komplett ignoriert werden. Sie sollten sogar ignoriert, am besten entfernt werden, weil sie "den Fortschritt" behindern und Resourcen verbrauchen. Heisst: Alle Sozialleistungen, Gleichstellungsmassnahmen, solidarischen Massnahmen sollten gestrichen werden. Ebenso Demokratie, Gewerkschaften, usw. Alles nur Hindernisse für die Zukunft.

Wer sich das mal als Vortrag vom 38c3 anhören möchte: https://media.ccc.de/v/38c3-longtermism ... pitalismus Oder sucht nach Texten von Émile P. Torres, zum Beispiel das Interview in Netzpolitk, oder nach Timnid Gebru, die allerdings eher schwer verständlich ist, weil sie sehr dicht formuliert und viel Vorwissen erfordert.

Zweitens können wir Musk mit Fug und Recht einen Soziopathen nennen. D.h. er ist praktisch unfähig zur Empathie. Leid und Leben anderer Menschen berühren ihn nicht. So wird er von Leuten beschrieben, die viel mit ihm zu tun haben, zum Beispiel seinem Biographen Seth Abrahambson. Er kennt nur seine eigenen Gefühle für sich - und die sind auf dem emotionalen Stand eines pubertierenden Teenagers. Was er an politischen Vorstellungen von sich gibt ist ausschliesslich an seinem Wohlergehen und Gewinn orientiert.

Er hat null Skrupel zu lügen und zu betrügen. Sei es um sein Bild in der Öffentlichkeit zu beschönigen beim Gaming oder potenzielle Kund*innen und Investor*innen zu gewinnen, wie mit seinen "Robotern".

Drittens ist Musk keineswegs ein ökonomisches Genie und noch weniger ein technisches. Er wurde mit einem "goldenen Löffel im Mund" geboren und hatte immer Geld und Kontakte, die ihm gegeben wurden. Seine akademische Ausbildung ist mager und er hat keine wirkliche technische Expertise. Die meisten Firmen hat er gekauft (Tesla zB) und nicht gegründet. Dass die Autos fahren (naja, meistens) und die Raketen fliegen, liegt am Management, das Musk aus den Details raus hält und technischen Fachleuten.

Zusammengefasst: Musk ist eine gefühllose, für seine eigenen Zwecke ungebremst menschenfeindliche Person mit viel zu viel Geld und Einfluss. Wir sollten sehr genau zuhören, was er damit vorhat. Aber als Vorbild taugt Musk allerhöchstens für Faschisten.
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Re: Elon Musk und ich

Post 10 im Thema

Beitrag von HeikeCD »

Liv hat geschrieben: Di 28. Jan 2025, 12:59 Ich kenne Elon Musk zwar auch nicht persönlich, gehe jedoch davon aus, dass er generell kein Mensch ist der lange zuhört.
Ich schreibe mal etwas aus meiner Diagnose:
"Sie haben eine auffällige Häufung von Symptomen, die auf eine Autismusspektrumstörung hinweisen."

Und das muß man auch bei Musk bedenken. Er hat Asperger.
Dadurch wird auch sein Verhalten und seine verletzenden Aussagen erklärbarer. Bsp. etwas off-topic vielleicht, geht mir auch so, nicht extrem, aber in meßbaren Ansätzen. Vielen wirke ich im RL schroff oder unverständlich. Wenn ich jemandem etwas erzähle und ich sehe verständnislose Augen dann denke ich immer "Wie zum Henker soll ich dir das eigentlich erzählen?" Ich sag das natürlich nicht. Oder, neulich hier, ich fokussiere mich auf die Gegenwart und Zukunft, weil ich vergangenes ohnedies nicht ändern kann und werde falsch verstanden.
Als Kind konnte ich mich stundenlang mit dem Weltatlas befassen, Länder, deren Grenzen, Hauptstädte, und natürlich auch die dazugehörigen Flaggen. Bekannt? "Fun with Flags"? :wink:
Oder ich habe das Lexikon durchgelesen. Macht eigentlich niemand, außer jemand sucht etwas gezielt.
Bin daher auch ungern in großer Gesellschaft. 4 oder 5, 6 Personen geht. Und da höre ich auch lieber zu, mal hier, mal da. Oder wie hier, ich schreib was, kann ich besser.
Seine Thesen verteidige ich nicht, nicht das daß (wieder) falsch verstanden wird, aber sein Verhalten ist dadurch etwas nachvollziehbarer. Er haut Sachen raus wie er es gerade denkt, ungefiltert. Passiert mir auch mal. Eben z.B. mit einer Kundin, Auftrag erledigt und dann folgt ja noch der übliche Small-Talk, ich wollte nur noch weg. Ein Glück ist meine Frau dabei, die regelt dann sowas.

LG Heike
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Re: Elon Musk und ich

Post 11 im Thema

Beitrag von Jaddy »

HeikeCD hat geschrieben: Di 28. Jan 2025, 17:33 Und das muß man auch bei Musk bedenken. Er hat Asperger.
Dadurch wird auch sein Verhalten und seine verletzenden Aussagen erklärbarer. Bsp. etwas off-topic vielleicht, geht mir auch so, nicht extrem, aber in meßbaren Ansätzen.
Hm nunja. In meinem Umfeld habe ich recht viele Menschen mit diagnostizierter "Autismus-Spektrum-Störung". Ich weiss: Kennst du eine autistische Person, kennst du eine autistische Person. Dennoch habe ich einen gewissen Querschnitt. Unter meinen Peers sind nämlich erstaunlich viele mit Berufen im sozialen Bereich. Von der Organisation sozialer Dienste, Lehrkräfte für Kinder mit verschiedenen besonderen Bedarfen bis zu Mediator*innen. Und Masking und Coping hin oder her, ist eine "ASD" weder zwangsläufige Ursache noch generelle Entschuldigung für anti-soziales, empathieloses Verhalten.

Meine autistischen Peers brauchen Rückzugsmöglichkeiten wegen des sozialen Overflows. Sie nutzen eine Menge toller Hilfsmittel und unsere Veranstaltungen haben von der Umgestaltung in Richtung ihrer Bedarfe sehr profitiert. Sie hauen aber nicht wild um sich. Sie möchten klare Ansagen und machen die auch selbst. Aber sie verfolgen keine me first-egoistische Politik ohne Rücksicht auf andere. Im Gegenteil ist der häufig bei autistischen Menschen starke Sinn für Gerechtigkeit und Fairness teilweise so heftig, dass "fünfe gerade sein lassen" oder sinnvolle Regeln zu eigenen Gunsten zu verbiegen ihnen körperliches Unbehagen bereitet.

Anders gesagt: Es gehört schon eine ganz eigene Art dazu, sich als autistische Person wie ein Riesen-Asshole zu verhalten. Ob's die Kindheit / Familie ist (wie bspw bei Trump (nicht autistisch aber garantiert diagnostizierbar in der dunklen Triade) oder was auch immer. Autismus alleine erklärt das nicht.

Es gibt ja auch andere Vermutungen. Es ist bekannt, dass Musk Ketamin und Amphetamine benutzt. Auch das könnte einige Ausfälle in Richtung psychotische Vorstellungen, Überreiztheit und exzessives Verhalten erklären - ich hab da so meine Erfahrungen mit Langzeit-Konsumierenden. Aber auch dann gilt, wie du ja schriebst: Erklären heisst nicht billigen. Und auch nicht adaptieren.
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Re: Elon Musk und ich

Post 12 im Thema

Beitrag von HeikeCD »

Jaddy hat geschrieben: Di 28. Jan 2025, 18:10 starke Sinn für Gerechtigkeit und Fairness
Ja, das ist so. Aber bei Sozialkompetenz muß ich wohl teils passen.
Aber nicht alle sind gleich, es gibt unterschiedliche Ausprägungen. Btw, "Sheldon Cooper" wurde überzeichnet dargestellt, obwohl es tatsächlich auch solche gibt.
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Re: Elon Musk und ich

Post 13 im Thema

Beitrag von Lucky70 »

Du beschreibst Verhaltensmuster, die ich auch bei meiner Tochter sehe (diagnostiziert im Spektrum mit massiven Problemen im sozialen Bereich). Aber das hat rein gar nichts damit zu tun, was man über die Medien von Musk sieht. Sie hat z.B. eine relativ ausgeprägte Empathie - der Film Rain Man hat hier leider ein falsches Bild von Autisten geprägt.

Also bitte Vorsicht mit solchen Ferndiagnosen - die versuchen häufig vor allem Fehlverhalten zu entschuldigen.

Lucy
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Re: Elon Musk und ich

Post 14 im Thema

Beitrag von HeikeCD »

Lucky70 hat geschrieben: Di 28. Jan 2025, 19:25 Also bitte Vorsicht mit solchen Ferndiagnosen - die versuchen häufig vor allem Fehlverhalten zu entschuldigen.
Richtig. Wollte nur darauf hinweisen wie einige Verhaltensmuster sich zeigen können. Deshalb ist es nicht per se gut. Düstere Charaktere gibt's auch da.
Was Filme und Serien angeht hast du recht. Wie ich schon schrieb, bei "BBT" oder auch "Rain Man" werden völlig überzeichnete Sonderlinge dargestellt. Ist genauso wenn man mal solche Sachen mit Crossdressern sieht. Meist sind das dann immer überkandidelte Figuren. Originellerweise wurde in der ersten Folge von BBT auch noch ein Crossdresser dargestellt, Louis/Louise.
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Re: Elon Musk und ich

Post 15 im Thema

Beitrag von Michi »

Mikaela CD hat geschrieben: Di 28. Jan 2025, 07:58 Ich sehe eigentlich genauso, dass wir kein drittes Geschlecht brauchen, das wäre in meinen Augen nur eine Verzerrung der Realität.
Andere sehen das so im Bezug auf trans*.

Aber spielt nur schön das Scheiß-Spiel der Unterdrücker mit, die immerfort Minderheiten gegeneinander aufhetzen!

:((a (no-a)
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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