Jaddy hat geschrieben: Do 5. Dez 2024, 22:17
Deshalb vorsichtig bei Therapeutys, die "das innere Kind" o.ä. behandeln wollen oder allzu schematischen Vorgaben, wen oder was eins in sich finden sollte.
Hallo Jaddy,
zur Vorsicht würde ich insbesondere bei therapeutischen Kräften raten, die in jeder Abweichung von traditionellen Rollenklischees eine Transsexualität vermuten und prophylaktisch eine HRT befürworten. (Sarkasmus aus)
In dem Beispiel ging es um Coaching, nicht um Therapie, auch wenn sich diese beiden Begriffe vermutlich nicht sauber voneinander abgrenzen lassen.
Nach meiner Beobachtung (auch bei mir selbst) können Bilder sehr hilfreich sein, wenn wir versuchen uns selbst und Anderen unser eigenes Tun und Handeln verständlich zu machen. Da ist mir ein "inneres Team" hundertmal lieber als das noch immer verbreitete absurd- fatalistische Bild von der "Geburt im falschen Körper".
Auch wenn ich mich selbst nicht als therapiebedürftig einstufe (was manche Menschen möglicherweise anders sehen), bewegt es mich schon, was in mir vorgeht. Fast 90 Jahre nach dem Tod von Magnus Hirschfeld wird es wirklich Zeit auch mal in andere Richtungen zu denken. Hierbei kann es nicht schaden sich auch einmal Konzepte aus anderen Bereichen auszuleihen um diese auf ihre Tauglichkeit hin auszuprobieren.
Liebe Grüße
Helga