Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen: 3.12.
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Anne-Mette
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Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen: 3.12.
DW
Am Welttag der Menschen mit Behinderungen fällt der Blick auf die Inklusion. In diesem Jahr lautet das Motto "Stärkung der Teilhabe von Menschen mit Behinderung für eine inklusive und nachhaltige Zukunft".
https://www.dw.com/de/dossier-welttag-d ... a-70943696
Am Welttag der Menschen mit Behinderungen fällt der Blick auf die Inklusion. In diesem Jahr lautet das Motto "Stärkung der Teilhabe von Menschen mit Behinderung für eine inklusive und nachhaltige Zukunft".
https://www.dw.com/de/dossier-welttag-d ... a-70943696
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missy
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Re: Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen: 3.12.
Wow. Klingt das alles toll.
Die Deutsche Welle (dw.com) haut einen raus:
Und wie ist es mit Taten?
Dazu die Landeshauptstadt von NRW, Düsseldorf auf ihren Seiten.
DER BLANKE HOHN !!!!!!!!
Uneingeschränkt und selbstverständlich?
Lächerlich.
Meine Frau und ich erleben es fast täglich anders. Wenn die/der eine nicht mehr kann, ist die/der andere aufgemissen.
Gut, es hat sich einiges getan.
Aber uneingeschränkt und selbstverständlich ist nahezu nichts.
Zuletzt beim Besuch einer neuen Einrichtung in Düsseldorf: Neu gebaut, schweineteuer, barrierefrei. - Nur leider der Zugang nicht.
Und das ist nur ein Beispiel.
(Zum Glück wohnen wir nur im Großraum von Düsseldorf, aber da ist auch nichts "uneingeschränkt und selbstverständlich".)
Sorry, ich kann dieses Geblende nicht gut haben. PR-Mist, dass mir schlecht wird.
Liebe Grüße,
missy
Die Deutsche Welle (dw.com) haut einen raus:
Jau. Sprachgebrauch. (Das Thema hatten wir heute schon in anderem Zusammenhang.)2007 wurde der Gedenktag zum "Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen" umbenannt. Die gewandelte Begrifflichkeit illustriert die Bemühungen um einen angemessenen Sprachgebrauch bei diesem Thema.
Und wie ist es mit Taten?
Dazu die Landeshauptstadt von NRW, Düsseldorf auf ihren Seiten.
Quelle: www.duesseldorf.de/medienportal/pressed ... ehinderungInklusion bedeutet dabei, das uneingeschränkte und selbstverständliche Recht jedes Einzelnen auf Teilhabe.
DER BLANKE HOHN !!!!!!!!
Uneingeschränkt und selbstverständlich?
Lächerlich.
Meine Frau und ich erleben es fast täglich anders. Wenn die/der eine nicht mehr kann, ist die/der andere aufgemissen.
Gut, es hat sich einiges getan.
Aber uneingeschränkt und selbstverständlich ist nahezu nichts.
Zuletzt beim Besuch einer neuen Einrichtung in Düsseldorf: Neu gebaut, schweineteuer, barrierefrei. - Nur leider der Zugang nicht.
Und das ist nur ein Beispiel.
(Zum Glück wohnen wir nur im Großraum von Düsseldorf, aber da ist auch nichts "uneingeschränkt und selbstverständlich".)
Sorry, ich kann dieses Geblende nicht gut haben. PR-Mist, dass mir schlecht wird.
Liebe Grüße,
missy
Toleranz ist lernbar, zu viel Toleranz ist heilbar.
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Susi T
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Re: Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen: 3.12.
Nicht von kaputt machen lassen Missy,
Aber ich unterschreibe deine Aussage zu 100%.
Wenn du als Rollstuhlfahrerin die Ablehnung auf außergewöhnliche Gehbehinderung (Recht auf Behindertenparkplätze) mit den Worten bekommst: solange sie nicht Querschnittsgelähmt sind und noch 2 Beine haben, werden sie die Anerkennung nie bekommen, dann weißt du welches Geistes Kind manche Menschen sind. Das selbst als ich nichtmal mehr alleine den E-Rollstuhl steuern konnte, so krank für viele Jahre war ich. Aber auch zu krank um mich zu wehren.
Die Umschreibung meines Behindertenausweises hab ich lieber persönlich dieses Jahr vor Ort erledigt und konnte sehen wohin da Gelder versickern. Ich bin nun nicht klein, aber als sich nach längerer Wartezeit die Tür elektronisch öffnete und diese Person von ihrem Podest herabblickte, war klar das das nur zur Einschüchterung diente, für Rollstuhlfahrer besonders wirksam.
Am Ende hab ich gewonnen, ich hab den Haß umgedreht und sie hat ziemlich verkrampft mein Lächeln und meine Freundlichkeit mit einem Versuch eines Lächelns beantwortet.
Schon erstaunlich, das solche Menschen an solchen Stellen arbeiten.
Gut das ich im Leben auch andere Menschen getroffen habe, die gerne zur Hilfe bereit waren. Auf Norderney z.b hat man mir sogar ungefragt extra ein Parkpapier ausgestellt. ^^
Der Kampf gegen den Irrsinn den es da teilweise gibt kann viel Kraft kosten und ohne Hilfe ist vieles garnicht machbar, trotzdem haben etliche Menschen den Eindruck, das es sogar zuviel Unterstützung gibt, wirklich erstaunlich manchmal.
Aber ich unterschreibe deine Aussage zu 100%.
Wenn du als Rollstuhlfahrerin die Ablehnung auf außergewöhnliche Gehbehinderung (Recht auf Behindertenparkplätze) mit den Worten bekommst: solange sie nicht Querschnittsgelähmt sind und noch 2 Beine haben, werden sie die Anerkennung nie bekommen, dann weißt du welches Geistes Kind manche Menschen sind. Das selbst als ich nichtmal mehr alleine den E-Rollstuhl steuern konnte, so krank für viele Jahre war ich. Aber auch zu krank um mich zu wehren.
Die Umschreibung meines Behindertenausweises hab ich lieber persönlich dieses Jahr vor Ort erledigt und konnte sehen wohin da Gelder versickern. Ich bin nun nicht klein, aber als sich nach längerer Wartezeit die Tür elektronisch öffnete und diese Person von ihrem Podest herabblickte, war klar das das nur zur Einschüchterung diente, für Rollstuhlfahrer besonders wirksam.
Am Ende hab ich gewonnen, ich hab den Haß umgedreht und sie hat ziemlich verkrampft mein Lächeln und meine Freundlichkeit mit einem Versuch eines Lächelns beantwortet.
Schon erstaunlich, das solche Menschen an solchen Stellen arbeiten.
Gut das ich im Leben auch andere Menschen getroffen habe, die gerne zur Hilfe bereit waren. Auf Norderney z.b hat man mir sogar ungefragt extra ein Parkpapier ausgestellt. ^^
Der Kampf gegen den Irrsinn den es da teilweise gibt kann viel Kraft kosten und ohne Hilfe ist vieles garnicht machbar, trotzdem haben etliche Menschen den Eindruck, das es sogar zuviel Unterstützung gibt, wirklich erstaunlich manchmal.
Das beste Make-up einer Frau ist Glücklich sein
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steffiSH
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Re: Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen: 3.12.
Wenn man den Link aufruft, sieht man gleich schon mal vier Kinder im Rollstuhl. Die Anzahl solcher Menschen ist aber sehr begrenzt. Die Allermeisten sitzen nicht im Rollstuhl und sind keine Kinder mehr. Das zeigt meiner Meinung nach, dass der pauschale Begriff "Behindert" immer noch stark auf solche Menschen zentriert ist was aber in keinster Weise mit der Realität übereinstimmt.Anne-Mette hat geschrieben: Di 3. Dez 2024, 16:09 DW
Am Welttag der Menschen mit Behinderungen fällt der Blick auf die Inklusion. In diesem Jahr lautet das Motto "Stärkung der Teilhabe von Menschen mit Behinderung für eine inklusive und nachhaltige Zukunft".
https://www.dw.com/de/dossier-welttag-d ... a-70943696
Deswegen gefällt mir dieser Rundumschlagbegriff "Behindert" eigentlich auch überhaupt nicht. Er beschränkt sich hauptsächlich auf das Körperliche, obwohl schlaue Menschen dahinter stecken könnten. Menschen die eine Lernschwäche haben, haben auch eine Behinderung - diese gelten in unserer Gesellschaft aber eher weniger als behindert.
Man sollte diesen blöden Begriff "Behindert", der ja auch oft auch gleich mit "dumm" assoziiert wird einfach mal streichen und durch "eingeschränkt" ersetzen, da dieser Begriff nicht so negativ besetzt ist.
sum sum sum - no Latein