Edit: Hups! Quelle vergessen. https://mannschaft.com/a/divers-oder-ke ... -ich-nichtDie Geschlechterdebatte ist wieder voll entbrannt und wir sind immer noch nicht weiter. Am Geschlecht scheiden sich nach wie vor die Geister — zumindest, wenn es um das weibliche Geschlecht geht. Die Frau als Opfer patriarchaler Herrschaft wie eh und je. Warum sollte das im Sport anders sein? Und warum sollten sich Frauen nicht einem Geschlechtstest unterziehen (ausser bei Olympia)? Das müssen schliesslich alle, oder? Oh nein, cis Männer müssen das meines Wissens nicht. Der Frau haftet also immer noch etwas Bedrohliches an und die Steigerung dieser Bedrohung ist die trans Frau.
Wer sind wir also? Wer bin ich? Und warum interessiert das so viele Menschen? Am 1. August konnte ich endlich meinen Antrag auf Personenstandsänderung stellen. Am 1. November tritt in Deutschland das Selbstbestimmungsgesetz in Kraft (MANNSCHAFT berichtete). Endlich können wir selbstbestimmt -«divers-» oder -«keine Angabe-» wählen.
In meiner ständigen Auseinandersetzung mit dem eigenen Geschlecht komme ich immer wieder auf die Frage zurück: -«Was macht unser Geschlecht eigentlich aus?-» Wir sind so darauf sozialisiert Geschlecht über Zuschreibungen zu definieren, über stereotype Geschlechterrollen zu leben oder einfach nur auf eine vereinfachte biologische Reduktion der natürlichen Vielfalt zurückzufallen, dass wir das ureigenste Menschliche an und in uns verkennen.
Schmeissen wir die Kategorie Geschlecht doch endlich über Bord. Statt an dieser Kategorie festzuhalten, um sich Zuschreibungen aller Art zu bedienen, wünsche ich mir, dass wir uns auf Augenhöhe, mit Respekt und Achtsamkeit begegnen. Dass gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe nicht durch willkürlich festgelegte Geschlechter(rollen) bestimmt wird.
Lust auf ein Experiment? Lasst uns die Welt neu ordnen. Ich entziehe mich den binären Kategorien. Ob ich ab November -«divers-» oder -«keine Angabe-» bin, weiss ich noch nicht. Aber in die alte Schublade will ich nicht mehr. Wir müssen neue Wege gehen. Das schafft Freiheit und ein selbstbestimmtes Leben ohne patriarchale Unterdrückung. Ich bin raus!
Anastasia Biefang: -«Divers-» oder -«keine Angabe-»? In die alte Schublade will ich nicht
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Jaddy
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Anastasia Biefang: «Divers» oder «keine Angabe»? In die alte Schublade will ich nicht
Anastasia Biefang kommentiert in Mannschaft.com (paywall, aber Firefox Reader-Modus liefert den ganzen Artikel)
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Vesta
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Re: Anastasia Biefang: «Divers» oder «keine Angabe»? In die alte Schublade will ich nicht
Warum etwas wegschmeissen, was mind. 99% der Menschen wichtig ist?Jaddy hat geschrieben: Sa 19. Okt 2024, 22:13 Schmeissen wir die Kategorie Geschlecht doch endlich über Bord.
Dass Frauen Kinder gebären und Männer sie nur zeugen ist jetzt nicht so willkürlich.... durch willkürlich festgelegte Geschlechter(rollen) ...
Der zitierte Artikel scheint mir doch arg weltfremd.
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Jaddy
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Re: Anastasia Biefang: «Divers» oder «keine Angabe»? In die alte Schublade will ich nicht
Die Frage ist, was wichtig ist. Klar ist, dass wir in der jetzigen gesellschaftlichen Realität mit Vergeschlechtlichung bis ins Kleinste konfrontiert werden. Es ist prakitsch nicht möglich sich nicht irgendwie dazu zu verhalten. Es ist aber bei weitem nicht so, dass 99% mit dem cis-binären Schema kongruent gehen. Und der Rest sind ja nun auch nicht nur hardcore Maskulisten und Tradwifes. Da hat sich doch zumindest für einige vieles entspannt und sie können Dinge tun, die früher als "unweiblich" oder "unmännlich" galten. Geschlecht wird auch in der Allgemeinheit immer mehr als das Spektrum wahrgenommen, dass es ist. Also ja: Es mag für 99% wichtig sein, sich da irgendwie zu orientieren und zu verhalten, aber das heisst nicht, dass Geschlecht, zumal durch andere zugeschrieben, eine sinnvolle Kategorie für alltägliche Dinge ist.
Wichtig ist meine Erachtens, was Anastasia Biefang um den von dir zitierten Satz herum schreibt:
Heisst: Wenn es um Teilhabe und Möglichkeiten geht, sollten die allen Menschen gleichermassen offenstehen. Unabhängig davon, wie sie sich geschlechtlich selbst verorten und vor allem davon, wie sich andere anmassen, sie zu kategorisieren. "Das kannst/darfst du als Mann/Frau nicht" sollte längst Geschichte sein.Wir sind so darauf sozialisiert Geschlecht über Zuschreibungen zu definieren, über stereotype Geschlechterrollen zu leben oder einfach nur auf eine vereinfachte biologische Reduktion der natürlichen Vielfalt zurückzufallen, dass wir das ureigenste Menschliche an und in uns verkennen.
Statt an dieser Kategorie festzuhalten, um sich Zuschreibungen aller Art zu bedienen, wünsche ich mir, dass wir uns auf Augenhöhe, mit Respekt und Achtsamkeit begegnen. Dass gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe nicht durch willkürlich festgelegte Geschlechter(rollen) bestimmt wird.
Dass Frauen Kinder gebären und Männer sie nur zeugen ist jetzt nicht so willkürlich.... durch willkürlich festgelegte Geschlechter(rollen) ...
[/quote]
Ach je
Richtig ist: Menschen können sich entscheiden, welche Fähigkeiten sie ausprägen und nutzen wollen. Das ist aber etwas völlig anderes, als ihnen aufgrund ihrer Fortpflanzungsorgane etwas zuzuschreiben.
Der Punkt ist Wahlfreiheit. Wer in den dem einen oder anderen Rollenbild zufrieden ist, soll das gerne so leben. Überholt ist aber, andere darauf festzulegen. Und "weil du Kindern gebären kannst, musst du auch harmoniebedürftig, umsorgend und gefühlig sein" gehört dazu.
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Magdalena
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Re: Anastasia Biefang: «Divers» oder «keine Angabe»? In die alte Schublade will ich nicht
Hallo,
ich sehe es mal so. Es gibt heute viele Möglichkeiten sich zu definieren. Sicher spielen dabei auch die klassischen Rollenbilder hier hinein. Gerade auch wer sich auf den Weg der Transition begibt, möchte doch auch in dem angestrebten Geschlecht gelesen werden. Ohne gleich Stereotypen zu entsprechen. Wirsins doch alle Induvidien. Jede/r ist individuell und einzigartig. Es ist auch so dass es Menschen gibt, welche sich nicht in einem der Geschlechterrollen wiederfinden. Es sollte so auch akzeptiert werden.
Viele liebe Grüße von Magdalena
ich sehe es mal so. Es gibt heute viele Möglichkeiten sich zu definieren. Sicher spielen dabei auch die klassischen Rollenbilder hier hinein. Gerade auch wer sich auf den Weg der Transition begibt, möchte doch auch in dem angestrebten Geschlecht gelesen werden. Ohne gleich Stereotypen zu entsprechen. Wirsins doch alle Induvidien. Jede/r ist individuell und einzigartig. Es ist auch so dass es Menschen gibt, welche sich nicht in einem der Geschlechterrollen wiederfinden. Es sollte so auch akzeptiert werden.
Viele liebe Grüße von Magdalena
Lebe jeden Tag.
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Vesta
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Re: Anastasia Biefang: «Divers» oder «keine Angabe»? In die alte Schublade will ich nicht
Auch die meisten Homo-, Bi- und Asexuellen und wohl auch die Mehrheit der Transsexuellen ordnen sich eindeutig einem der beiden Geschlechter männlich oder weiblich zu und möchten auf diese Kategorie keineswegs verzichten.Jaddy hat geschrieben: So 20. Okt 2024, 03:01 Es ist aber bei weitem nicht so, dass 99% mit dem cis-binären Schema kongruent gehen
Ich will nur sagen, dass die Geschlechterrollen (teilweise) keineswegs so willkürlich sind, wie von der Autorin behauptet. Zeugung und Geburt sind nur das deutlichste Beispiel.Du möchtest also alles von Klamotten und Aufmachung über stereotypisches Gehabe, Sexismus und den Druck auf alle, sich entlang dieser Rituale zu bewegen an Zeugung und Geburt festmachen?
Dabei gilt: Die Zuordnung zu einem Geschlecht zwingt keineswegs dazu, die Geschlechterrollen, traditionell oder nicht, übernehmen zu müssen.