Der Deutsschlandfunk
In kaum einem Bereich wird so strikt nach Frauen und Männern getrennt wie im Sport. Oft bleiben deshalb nichtbinäre Personen dem Vereinssport fern. Was muss sich ändern?
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Wie sich der Sport von seinen binären Strukturen lösen kann | DLF
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Anne-Mette
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missy
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Re: Wie sich der Sport von seinen binären Strukturen lösen kann | DLF
Ich finde das unglaublich schwer zu denken.
Wenn ich ehrlich bin: ich komme ja nicht mal im Kleinen klar. Wie schon in meiner Vorstellung geschrieben, werde ich vermutlich irgendwann mal ungeoutet sterben. Obwohl das Bewusstsein für die Thematik da ist. Es gibt einfach so viele Barrieren. Ich will doch auch niemand vor den Kopf stoßen.
Dann denke ich an meinen ehemaligen Sportverein (Handball). Nicht anders als ein kleiner Dorf-Verein, 5 Jugend"mann"schaften, 2 Senioren-Teams. Wenn ich da hin gehe und etwas von einer/m Diversitätsbeauftragten erzähle, kenne ich jetzt schon die Antwort. "Häh? Was fürn Auftrag? Divers, wieso divers? Du meinst "anders"? Warum denn anders? Das war hier doch schon immer so." - Und dann steh' ich da.
Tja, in den jungen Teams sind die Mädels noch vertreten. Die Jungs gucken zwar in wenig irritiert, aber die Mädels sind toll, rennen, kämpfen, machen, tun. Also werden sie akzeptiert. Nur: spätestens ab der C-Jugend sind die Mädels weg. Sie fühlen sich nicht mehr wohl. Das war's mit Mädels im Handball - zumindest in meinem Verein. Und dabei reden wir noch nicht einmal von LGBTQ+.
Ich weiß auch nicht, wo das Bewusstsein her kommen soll. Ich glaube wenn man wartet, bis sich "von unten" was tut, kann man noch ewig warten. Bewusstsein "von oben", etwa über gezielte Förderungen, ist das Einzige, was ich mir vorstellen kann. Auch wenn ich kein Fan von Top -> Down bin.
Das umreißt ansatzweise meine Gedanken, und das ist es, was es mir so schwer macht, das globale Thema zu denken.
Liebe Grüße
missy
Wenn ich ehrlich bin: ich komme ja nicht mal im Kleinen klar. Wie schon in meiner Vorstellung geschrieben, werde ich vermutlich irgendwann mal ungeoutet sterben. Obwohl das Bewusstsein für die Thematik da ist. Es gibt einfach so viele Barrieren. Ich will doch auch niemand vor den Kopf stoßen.
Dann denke ich an meinen ehemaligen Sportverein (Handball). Nicht anders als ein kleiner Dorf-Verein, 5 Jugend"mann"schaften, 2 Senioren-Teams. Wenn ich da hin gehe und etwas von einer/m Diversitätsbeauftragten erzähle, kenne ich jetzt schon die Antwort. "Häh? Was fürn Auftrag? Divers, wieso divers? Du meinst "anders"? Warum denn anders? Das war hier doch schon immer so." - Und dann steh' ich da.
Tja, in den jungen Teams sind die Mädels noch vertreten. Die Jungs gucken zwar in wenig irritiert, aber die Mädels sind toll, rennen, kämpfen, machen, tun. Also werden sie akzeptiert. Nur: spätestens ab der C-Jugend sind die Mädels weg. Sie fühlen sich nicht mehr wohl. Das war's mit Mädels im Handball - zumindest in meinem Verein. Und dabei reden wir noch nicht einmal von LGBTQ+.
Ich weiß auch nicht, wo das Bewusstsein her kommen soll. Ich glaube wenn man wartet, bis sich "von unten" was tut, kann man noch ewig warten. Bewusstsein "von oben", etwa über gezielte Förderungen, ist das Einzige, was ich mir vorstellen kann. Auch wenn ich kein Fan von Top -> Down bin.
Das umreißt ansatzweise meine Gedanken, und das ist es, was es mir so schwer macht, das globale Thema zu denken.
Liebe Grüße
missy
Toleranz ist lernbar, zu viel Toleranz ist heilbar.