Linda Hostedder hat geschrieben: So 4. Jun 2023, 18:44
Eine Frau soll nicht Männersachen tragen und ein Mann soll nicht Frauenkleider anziehen; denn wer das tut, der ist dem Herrn, deinem Gott, ein Gräuel. (5. Mose 22.5)
Das ist ein alter Hut. Du kannst den Satz auf uns anwenden. Als was fühlst Du Dich denn in Frauenkleider ? Als Mann oder als Frau ?
Oder anders gesagt, im historischen Judentum ist das Verkleiden
zum Spaß verboten. Es widerspricht der Ordnung. Die Frage ist, wie steht die Bibel zu Menschen, die sich als Frau fühlen und somit die korrekte, weil weibliche, Kleidung tragen ? Nimmst Du den Text, den Jaddy verlinkt hat, steht dort:
Ausdruck findet die Liebe des Vaters für sein "Kind des Alters" im Kleid, das Jakob für sein Kind eigens anfertigt. Jakob war selbst nicht rollenkonform groß geworden. Er hatte sich in dem, was er als junger Mensch tat und lernte, mehr an seiner Mutter orientiert. Dazu gehörte neben dem Kochen wohl auch das Weben und Nähen. Das war in einer patriarchalen Welt ungewöhnlich. Beim "bunten Rock" in der Lutherbibel denken viele Predigende und Unterrichtende an farbenfrohe, orientalische Kleidung. Doch im hebräischen Urtext trägt Josef ein Ketonät Passim (Gen. 37,3.23.32), ein Ärmelkleid. In 2. Sam. 13,18f wird das Ketonät Passim näher beschrieben. Dort heißt es: "solche Kleider trugen des Königs Töchter".
Josef wird nicht als ein "Gräuel" beschrieben und sogar vom Vater unterstützt. Weiterhin erfahren wir aus Mt, 19,12 Worte, die Jesus gesagt haben soll:
Denn es ist so: Manche sind von Geburt an zur Ehe unfähig, manche sind von den Menschen dazu gemacht und manche haben sich selbst dazu gemacht - um des Himmelreiches willen. Wer das erfassen kann, der erfasse es.
Ich kann das in diesem Sinne erfassen.