Studie: Lebenssituation und Belastungen von Frauen...
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Anne-Mette
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Studie: Lebenssituation und Belastungen von Frauen...

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

...mit Behinderungen in Deutschland

Es ist immer wieder schockierend, was "im Verborgenen " geschieht, sei es in Institutionen oder in Familien.
Dabei sind recht häufig Wehrlose die Leidtragenden, in erster Linie Frauen und Kinder.
Die o.g. Studie bechäftigt sich mit der Situation von Frauen:

Das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Auftrag gegebene Forschungsprojekt ist die erste große repräsentative Studie zur Lebenssituation und zu Belastungen von Frauen mit Behinderungen in Deutschland. Befragt wurden bundesweit über 1.500 zufällig ausgewählte Frauen mit verschiedenen Behinderungen, die in Privathaushalten sowie in unterschiedlichen Einrichtungen und Wohnprojekten leben. Die Studie konnte differenzierte und qualitativ hochwertige Befunde unter anderem über die Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Behinderungen, Beeinträchtigungen und chronischen Erkrankungen, sowie über Ausmaß, Entstehungszusammenhänge und Folgen von psychischer, physischer und sexueller Gewalt hervorbringen. Strukturelle Gewalt und Diskriminierungen gegenüber Frauen mit Behinderungen waren weitere Schwerpunkte der Studie. Identifiziert wurden Risikokonstellationen und besonders benachteiligte bzw. vulnerable Gruppen und deren konkreter Unterstützungsbedarf. Ziel der Studie war, bestehende Wissenslücken über das Ausmaß von Gewalt gegen Frauen mit Behinderungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu schließen, den konkreten Handlungs- und Unterstützungsbedarf zu ermitteln und eine solide empirische Basis für gezielte Maßnahmen und Strategien gegen Gewalt und Diskriminierung von Frauen mit Behinderungen zu schaffen.
Das Projekt ist ein Kooperationsprojekt mit Projektpartnern in Bielefeld, Frankfurt, Berlin/Freiburg und Köln.


Eine Kurzfassung der Studien-Ergebnisse ist als pdf-Datei abrufbar: http://www.uni-bielefeld.de/IFF/for/zen ... assung.pdf
yvon

Re: Studie: Lebenssituation und Belastungen von Frauen...

Post 2 im Thema

Beitrag von yvon »

In diesem Land fehlt es meines Dafürhaltens an einer generellen gesellschaftlichen Ächtung gleichwelcher Form von Gewalt gegenüber
Frauen und Kindern. Ich meine diesbezüglich so 'ne Art Null-Toleranz Mentalität.
So lange diese berühmte Linie zwischen "Rechtfertigung" und "Nachvollziebarkeit" derart verschwommen bleibt,
insbesondere auch im Hinblick auf die juristische Handhabung solcher Dinge,
wird sich bedauerlicherweise künftig in dieser Hinsicht wohl kaum etwas bewegen.
Liebste Grüße,

ps: ' bin mit solchen Nettigkeiten aufgewachsen !
exuser-23-02-2013

Re: Studie: Lebenssituation und Belastungen von Frauen...

Post 3 im Thema

Beitrag von exuser-23-02-2013 »

Da rufe ich doch glatt: Falsch!

In diesem Land fehlt es generell an einer klaren Ächtung von Gewalt, besonders im familiären Umfeld. Auch wenn es die Ausnahme sein mag, aber gerade der Beitrag von Fragezeichen heute belegt zweifelsfrei, dass es auch weibliche Gewalt gibt - und das sprichwörtliche Nudelholz kommt sicher nicht nur aus dem Gehirn der Erfinder entsprechender Witze.

Das Problem ist aber, dass Gewalt als durchaus normal wahrgenommen wird - ob im Krimi oder in der Kinder-Zeichentrickserie, worüber also wundern wir uns?
Cybill
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Re: Studie: Lebenssituation und Belastungen von Frauen...

Post 4 im Thema

Beitrag von Cybill »

Sorry, aber ich zweifle die Repräsentativität der Studie an. Dafür gibt es folgende Gründe:

- es ist keine externe Validität gegeben: die Studie hat nur Frauen mit Behinderung berücksichtigt
- es gab keine Vergleichsgruppen z.B. Männer mit Behinderung oder Frauen ohne Behinderung
- das Verhältnis zwischen den Ausprägungen der einzelnen Einschränkungen wurde nicht angegeben

Also wieder einmal eine Studie die zwar gut gemeint, aber technisch vergurkt ist. (Vielleicht wäre das Ergebnis dann nicht das Gewünschte ??)

Im Übrigen: das Sumpfhuhn hat Recht! Zuviel Gewalt* an zu vielen Stellen!

- Cybill


*P.S.: Wenn man/frau einem aktuellen Sachbuch glauben darf, dann leben wir in einer vergleichsweise friedlichen Zeit
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
yvon

Re: Studie: Lebenssituation und Belastungen von Frauen...

Post 5 im Thema

Beitrag von yvon »

Es mag ja für aus Sicht des/der Ein oder Anderen nicht relevant sein aber ich persönlich unterscheide nach wie vor
zwischen jenen Opfern die sich eines unmittelbaren Angriffs (Insbesondere körperlicher Art) aus eigener Kraft erwehren können und jenen welche dazu
infolge ihrer mentalen oder körperlichen Konstitution ausserstande sind. Meine Tochter wurde am Wochenende von 2 alkoholisierten Rotzlöffeln auf der Strasse belästigt.
In der gleichen Lage wäre meine Wenigkeit gewiss in einer anderen Position als mein Mädchen oder meine Frau. Ich mag diesen Aspekt einfach nicht so ohne Weiteres außen vor lassen.
Ebenso differenziere ich zwischen jenen Schlägern die wahllos loslegen oder sich gezielt die Wehrlosigkeit ihrer Opfer zunutze machen und denen die es nur mit Typen
aufnehmen die diesbezüglich in der gleichen Liga spielen (Ja, auch sowas gibt es).
In aller Regel denke ich mal wird ein Mann gegen solche Dinge besser gewappnet sein als eine Frau auch wenn das furchtbar klischeehaft klingt.
In den Jahren als ich meinen Beruf als Rettungsassistent noch ausüben konnte hatte ich ziemlich oft mit Schlägereien zu tun.
Dabei machte ich für mich die Beobachtung Daß Frauen trotz Ihrer in den Meisten Fällen vorhandenen körperlichen Unterlegenheit oftmals durch ihr Eingreifen viel mehr Zivilcourage zeigen
als Männer aber das nur nebenbei (gehört ja eigentlich nicht zum Thema).
Alles in Allem denke ich, eine Zahl ist nicht immer gleich einer Zahl.
Liebste Grüße,
Antworten

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