Was will ich eigentlich?
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ExuserIn-2023-04-04
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Was will ich eigentlich?
Hallo zusammen!
Gestern Abend war ich auf dem Geburtstag eines langjährigen Freundes eingeladen. Das Essen und die Stimmung waren super und auch die Leute dort -die meisten kannte ich schon- waren sehr sympathisch. Ich hab mich wohl gefühlt. Zumindest größtenteils...
Das einzige, was in der Situation nicht gepasst hat, war ich. Ich saß in meiner Jeans und meinem Hemd dort herum und habe mich irgendwie nicht richtig angekommen gefühlt. Beim Blick zu den anderen Gästen blieb ich immer wieder an den Frauen hängen... Ihre Körper, ihre Klamotten, ihr ganzes Verhalten... Genau so wollte ich eigentlich auch auf dieser Party sein... Und nicht im Hemd mit meiner Jeans. Ob das irgendwann tatsächlich Realität wird? Ich als Frau auf einer Geburtstagsfeier eines meiner Freunde? Ich weiß es nicht.
Jedenfalls musste das hier jetzt aber Mal raus.
Viele Grüße und einen schönen Sonntag,
Susanne
Gestern Abend war ich auf dem Geburtstag eines langjährigen Freundes eingeladen. Das Essen und die Stimmung waren super und auch die Leute dort -die meisten kannte ich schon- waren sehr sympathisch. Ich hab mich wohl gefühlt. Zumindest größtenteils...
Das einzige, was in der Situation nicht gepasst hat, war ich. Ich saß in meiner Jeans und meinem Hemd dort herum und habe mich irgendwie nicht richtig angekommen gefühlt. Beim Blick zu den anderen Gästen blieb ich immer wieder an den Frauen hängen... Ihre Körper, ihre Klamotten, ihr ganzes Verhalten... Genau so wollte ich eigentlich auch auf dieser Party sein... Und nicht im Hemd mit meiner Jeans. Ob das irgendwann tatsächlich Realität wird? Ich als Frau auf einer Geburtstagsfeier eines meiner Freunde? Ich weiß es nicht.
Jedenfalls musste das hier jetzt aber Mal raus.
Viele Grüße und einen schönen Sonntag,
Susanne
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Juliane
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Re: Was will ich eigentlich?
Susanne_Bavaria hat geschrieben: So 29. Jan 2023, 08:32 Hallo zusammen!
..........Ob das irgendwann tatsächlich Realität wird? Ich als Frau auf einer Geburtstagsfeier eines meiner Freunde? Ich weiß es nicht.
Viele Grüße und einen schönen Sonntag,
Susanne
Moin Susanne.
Ob das Realität wird, kannst nur du sicher beantworten. Ob es allerdings Realität werden kann, zeigen andere Lebensläufe.
Ich lebe nach meinem Outing, vor über 20 Jahren, inzwischen als Teilzeitfrau. In unregelmäßigen Abständen kommt Juliane
aus dem Kleiderschrank geklettert. Das kann, zwischen einmal im Monat, für einen Abend mit meiner SHG und dreimal in der
Woche mit Ausflügen, Shoppingterminen, Theaterbesuchen und Anderem, gemeinsam mit meiner Frau varieren.
Und da ich inzwischen im Freundeskreis, der Nachbarschaft und der gesamten Sippe geoutet bin, gibt es da auch sehr schöne
Erlebnisse und Begebenheiten. Ich wurde und werde beispielsweise, explizit als Juliane, eingeladen. Zu Familienfeiern, aber
auch zur Tupperparty bei der Nachbarin, oder zum Klönabend bei Freunden.
Was du hinbekommst, was du schaffen kannst, dass kannst nur du entscheiden, ausprobieren und letztlich erleben.
Viel Erfolg, Juliane
Die mich kennen mögen mich. Die mich nicht mögen können mich. Frei nach Konrad Adenauer
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ExuserIn-2023-04-04
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Re: Was will ich eigentlich?
Danke für deine lieben Worte, Juliane...
Bevor bei mir das große Outing kommt, muss ich mir erst mal klar darüber werden, was ich eigentlich will und wer ich denn genau bin... Crossdresser, Trans, oder was ganz anderes vielleicht?!
Ich glaube, wenn das mal geschafft ist, wird der Weg deutlicher.
Viele Grüße!
Bevor bei mir das große Outing kommt, muss ich mir erst mal klar darüber werden, was ich eigentlich will und wer ich denn genau bin... Crossdresser, Trans, oder was ganz anderes vielleicht?!
Ich glaube, wenn das mal geschafft ist, wird der Weg deutlicher.
Viele Grüße!
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Ramona B.
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Re: Was will ich eigentlich?
Genau so habe ich mich an der Silberhochzeit meiner älteren Schwester gefühlt.Susanne_Bavaria hat geschrieben: So 29. Jan 2023, 08:32 Beim Blick zu den anderen Gästen blieb ich immer wieder an den Frauen hängen... Ihre Körper, ihre Klamotten, ihr ganzes Verhalten... Genau so wollte ich eigentlich auch auf dieser Party sein... Und nicht im Hemd mit meiner Jeans. Ob das irgendwann tatsächlich Realität wird? Ich als Frau auf einer Geburtstagsfeier eines meiner Freunde? Ich weiß es nicht.
Die Frauen in hübschen und luftigen Kleidern.
Ich habe, wie alle anderen Männer, Hemd, Sakko und Krawatte getragen (oder besser: tragen müssen
Dazu kam noch, dass es ein sehr sonniger und damit auch sehr warmer Tag war - wie gern hätte ich doch getauscht.
Da ich zu dieser Zeit privat schon Röcke und Kleider trug, war ich froh, als ich wieder zuhause war und in einen Rock schlüpfen konnte.
Am Ostersonntag im letzten Jahr hatte sich in mir ein so hoher Druck aufgebaut, dass ich mein Coming Out nicht mehr vor mir herschieben konnte und habe es einfach getan.
Es wurde von allen positiv aufgenommen, nur mein Vater hatte anfangs noch ein Problem damit, was sich inzwischen aber geändert hat.
An diesem Tag habe ich mich mich komplett von der Rolle als 100% Mann verabschiedet.
Als im letzten Jahr die Hochzeit einer meiner Nichten gefeiert wurde, konnte ich dort dann ganz offen als Frau teilnehmen und wurde auch so akzeptiert und respektiert.
Inzwischen ist das bei allen Feierlichkeiten der Fall, ich muss (und werde) nie wieder die Männerrolle spielen.
Unsere Gesellschaft hat sich inzwischen sehr zum Positiven entwickelt, was das Akzeptieren von Transidentitäten betrifft.
Du hast mit Deinen 30 Jahren noch ein Alter, welches ich nach meinem Coming Out heute gerne noch hätte (gehe auf die 55 zu
Die Frage ist jetzt, ob Du in einer Beziehung (Frau/Freundin) lebst oder alleinstehend bist.
Des Weiteren kommt da auch noch die Frage, ob Du nur zeitweise in die Frauenrolle schlüpfen möchtest (Crossdresser) oder eine Transidentität in Dir spürst.
Ich denke, dass man über das Thema Crossdressing durchaus reden kann, z.B. könntest Du es als Hobby verkaufen.
Es gibt auch ein Forum, in dem es um das Tragen von femininer Kleidung als Mann geht, ohne dabei seine Männlichkeit verstecken zu müssen.
So hat es bei mir angefangen und ich konnte mein Umfeld daran gewöhnen, dass ich "Rocker" bin, was sicher auch mit dafür sorgte, dass mein Coming Out gut aufgenommen wurde und ich nicht "mit der Tür ins Haus gefallen" bin.
LG, Ramona
Sei Du selbst!
Lass Dich von niemandem verbiegen, denn es gibt Menschen, die Dich genau so lieben und brauchen wie Du bist.
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Momo58
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Re: Was will ich eigentlich?
Hi Susanne,
Ich war vor vielen Jahren am selben Punkt wie du. Da ich mir nicht anders zu helfen wusste, vereinbarte ich einen Termin bei einer Psychologin. Als ich im Männermodus dort ankam und meinen Verdacht äußerte dass ich eventuell transsexuell sein könnte, fragte sie mich: "und wieso kommen sie dann im Männermodus?" Sie erklärte mir, dass ich jederzeit als Frau leben darf.
2 Wochen später hatte ich den nächsten Termin. Nachts, heimlich als Frau draußen, war etwas anderes, aber am hellen Tag? Was sollen denn die Nachbarn denken? Mir war das plötzlich alles egal. Ich zog meinen Minirock an ein passendes Oberteil, meine Sandaletten und ging zur Therapeutin. Ich war viel gelöster, der Druck in mir war fast weg. Von da an gab es bei mir nur noch den Frauenmodus. Einige Wochen später als ich mir sicher genug war, flogen sämtliche männlichen Kleidungsstücke in den Container. Dann meinte ein Mitbewohner in unserem Haus dass er heimlich Fotos von mir machen müsste. Er rief die Polizei um mich wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses anzuzeigen. Da ich das schon so kommen sah, hatte ich eine Woche vorher bei der Polizei erklärt, dass ich transsexuell bin und eine Begleitende Therapie begonnen habe. Vor der Polizei musste der Mitbewohner die Fotos löschen. Zu einer Anzeige kam es dann doch nicht.
Ich bin mal gespannt, wohin deine Reise geht.
Liebe Grüße
Manuela
Ich war vor vielen Jahren am selben Punkt wie du. Da ich mir nicht anders zu helfen wusste, vereinbarte ich einen Termin bei einer Psychologin. Als ich im Männermodus dort ankam und meinen Verdacht äußerte dass ich eventuell transsexuell sein könnte, fragte sie mich: "und wieso kommen sie dann im Männermodus?" Sie erklärte mir, dass ich jederzeit als Frau leben darf.
2 Wochen später hatte ich den nächsten Termin. Nachts, heimlich als Frau draußen, war etwas anderes, aber am hellen Tag? Was sollen denn die Nachbarn denken? Mir war das plötzlich alles egal. Ich zog meinen Minirock an ein passendes Oberteil, meine Sandaletten und ging zur Therapeutin. Ich war viel gelöster, der Druck in mir war fast weg. Von da an gab es bei mir nur noch den Frauenmodus. Einige Wochen später als ich mir sicher genug war, flogen sämtliche männlichen Kleidungsstücke in den Container. Dann meinte ein Mitbewohner in unserem Haus dass er heimlich Fotos von mir machen müsste. Er rief die Polizei um mich wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses anzuzeigen. Da ich das schon so kommen sah, hatte ich eine Woche vorher bei der Polizei erklärt, dass ich transsexuell bin und eine Begleitende Therapie begonnen habe. Vor der Polizei musste der Mitbewohner die Fotos löschen. Zu einer Anzeige kam es dann doch nicht.
Ich bin mal gespannt, wohin deine Reise geht.
Liebe Grüße
Manuela
Wir alle sind nur ein unbedeutendes Staubkorn im Universum
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ExuserIn-2023-04-04
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Re: Was will ich eigentlich?
Hallo Ramona und Manuela,
danke für euer Feedback! Ist schön zu sehen, dass man mit seinen Problemen nicht alleine ist.
@Ramona: Du hast in deinem Beitrag ein paar Fragen formuliert. Leider weiß ich teilweise für mich selbst noch nicht einmal eine Antwort darauf. Daher schaue ich jetzt Mal, wie das alles so weitergeht.
Viele Grüße!
danke für euer Feedback! Ist schön zu sehen, dass man mit seinen Problemen nicht alleine ist.
@Ramona: Du hast in deinem Beitrag ein paar Fragen formuliert. Leider weiß ich teilweise für mich selbst noch nicht einmal eine Antwort darauf. Daher schaue ich jetzt Mal, wie das alles so weitergeht.
Viele Grüße!
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Malvine
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Re: Was will ich eigentlich?
Hallo Susanne,
folge deinem Herzen und lebe dein Leben.
Ich lebe nun seit einem Jahr meine weibliche Seite in unregelmäßigen Abständen aus und genieße die Zeit en femme. Aber selbst nach dieser Zeit habe ich für mich immer noch keine 100%ige Klarheit, warum und wohin es geht. Zumindest versuche ich nicht mehr meine weibliche Seite zu verleugnen.
Die Antworten auf deine Fragen findest du wohl aber am ehesten im täglichen Leben. Höre in dich hinein und schau, was deiner Seele gut tut. Schlussendlich bleibt es an dir, wie du dein Leben in Zukunft gestalten möchtest.
Eine Hilfe kann auch das Gespräch mit Menschen sein, die dir wichtig sind und denen du vertrauen kannst. Oft ergeben sich hier ungeahnte Gespräche mit Freunden, die du nie für möglich gehalten hast.
Alles Gute für deinen weiteren Weg
Malvine
folge deinem Herzen und lebe dein Leben.
Ich lebe nun seit einem Jahr meine weibliche Seite in unregelmäßigen Abständen aus und genieße die Zeit en femme. Aber selbst nach dieser Zeit habe ich für mich immer noch keine 100%ige Klarheit, warum und wohin es geht. Zumindest versuche ich nicht mehr meine weibliche Seite zu verleugnen.
Die Antworten auf deine Fragen findest du wohl aber am ehesten im täglichen Leben. Höre in dich hinein und schau, was deiner Seele gut tut. Schlussendlich bleibt es an dir, wie du dein Leben in Zukunft gestalten möchtest.
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Nicht das schwarze Schaf ist anders, die Weißen sind alle gleich
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Tanja Stöckel
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Re: Was will ich eigentlich?
Ja, das Gefühl kenne ich auch und es führt immer dazu, dass ich total deprimiert auf der Party herumhänge und in mich hineingrübele. Auf die interessierte Frage meiner Frau, was denn mit mir sei, kann ich natürlich keine Antwort geben - nun fragt sie auch nicht mehr. Besonders schlimm ist es, wenn ich da im Dresscode mit Anzug und Krawatte den Mann geben muss, da wünsche ich mir dann eine Fee, die mich in eine der glücklich lächelnden Frauen im Abendkleid zaubert, aber das passiert leider nicht.Susanne_Bavaria hat geschrieben: So 29. Jan 2023, 08:32 Beim Blick zu den anderen Gästen blieb ich immer wieder an den Frauen hängen...
LG, Tanja
Ich war schon immer eine Frau, nur niemand konnte mich wirklich sehen.
Jetzt wird es Zeit, dass alle die Frau sehen, damit ich mich erkennen kann und so sein kann wie ich bin.
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Martina-NB
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Re: Was will ich eigentlich?
Wenn ich sowas lese, bin ich etwas ratlos. Nun kenne ich Dich, Deine Situation und Deine äußeren Zwänge nicht. Trotzdem frage ich mich, warum tut man sich sowas an?Tanja Stöckel hat geschrieben: So 29. Jan 2023, 18:01 Besonders schlimm ist es, wenn ich da im Dresscode mit Anzug und Krawatte den Mann geben muss,
Also ich bin jetzt 57, mich selbst als "trans" erkannt habe ich mit 52 und mich dann teilweise Freundinnen gegenüber geoutet. Das große Outing im Freundeskreis gab es erst vor einigen Wochen. Aber was ich eigentlich sagen will:
In der ganzen Zeit davor, also bis ca.50 habe ich mich zwar als Mann gesehen (Was sonst?), aber männlichen Zwängen habe ich mich schon immer erfolgreich widersetzt.
Einen Anzug oder eine Krawatte habe ich nie besessen. (Ok, zur Konfirmation....)
2x war ich auf einem Ball, aber als Fotograf, damit ein wenig künstlerische Freiheit. Nach Absprache hatte ich ne schwarze Jeans und ein Satin-Hemd. - Dies war auch immer mein Outfit auf Hochzeiten.
Gut, ich hatte natürlich ein paar Vorteile: Nicht in einer Bank oder Versicherung o.ä. angestellt. (Und seit 20 Jahren eh freiberuflich.)
Keine Partnerin
Trotzdem, denkt doch mal (alle die es betrifft) drüber nach, wie weit ihr euch für die "gesellschaftlichen Zwänge" verbiegen wollt. Muss ja nicht gleich ein Kleid sein.
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Annette
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Re: Was will ich eigentlich?
Hallo Susanne
Ich brauch dir eigentlich keine weiteren Tipps zu geben, das haben meine Vorgängerinnen bereits sehr gut getan. Nur soviel: diese eine Frage "Was will ich?" habe ich mir vor Jahren auch immer wieder gestellt. Doch diese Frage war für mich nicht ganz richtig, viel mehr sollte es heissen: "WANN will ich?" Die Antwort habe ich mein halbes Leben vor mir hergeschoben, was in einer echt hässlichen Phase meines Lebens gipfelte. Dann erst kamen endlich ein vollständiges Outing und der Start in die Transition. Seit letztem Sommer bin ich endlich angekommen...
Soviel zu mir, doch ich kann dein Anliegen aus eigener Erfahrung sehr gut verstehen. Ich war selbst in solchen Situationen völlig aufgewühlt und innerlich zerrissen, ja ich empfand sogar Neid gegenüber anderen Frauen. "Warum konnte ich nicht sein wie sie?" so lautete die immerwährende Frage, die mich ständig in die totale Verzweiflung trieb. Auf jeden Fall ist es gut, dass du dich hier darüber äusserst. Vielleicht darf ich dir doch einen Tipp geben: Versuche nicht deine Gefühle zu unterdrücken, sondern setze dich mit dir selbst auseinander. Du kannst dich hier mit Gleichgesinnten austauschen, vielleicht könntest du auch einen Psychologen aufsuchen um darüber zu reden. Ich selbst habe das einst vor meiner Transition getan, und es hat mir sehr viel geholfen.
Soweit wünsche ich dir Alles Gute auf deinem weiteren Weg. Und vergiss nicht: Du bist hier nicht allein!
Liebe Grüsse,
Annette
Ich brauch dir eigentlich keine weiteren Tipps zu geben, das haben meine Vorgängerinnen bereits sehr gut getan. Nur soviel: diese eine Frage "Was will ich?" habe ich mir vor Jahren auch immer wieder gestellt. Doch diese Frage war für mich nicht ganz richtig, viel mehr sollte es heissen: "WANN will ich?" Die Antwort habe ich mein halbes Leben vor mir hergeschoben, was in einer echt hässlichen Phase meines Lebens gipfelte. Dann erst kamen endlich ein vollständiges Outing und der Start in die Transition. Seit letztem Sommer bin ich endlich angekommen...
Soviel zu mir, doch ich kann dein Anliegen aus eigener Erfahrung sehr gut verstehen. Ich war selbst in solchen Situationen völlig aufgewühlt und innerlich zerrissen, ja ich empfand sogar Neid gegenüber anderen Frauen. "Warum konnte ich nicht sein wie sie?" so lautete die immerwährende Frage, die mich ständig in die totale Verzweiflung trieb. Auf jeden Fall ist es gut, dass du dich hier darüber äusserst. Vielleicht darf ich dir doch einen Tipp geben: Versuche nicht deine Gefühle zu unterdrücken, sondern setze dich mit dir selbst auseinander. Du kannst dich hier mit Gleichgesinnten austauschen, vielleicht könntest du auch einen Psychologen aufsuchen um darüber zu reden. Ich selbst habe das einst vor meiner Transition getan, und es hat mir sehr viel geholfen.
Soweit wünsche ich dir Alles Gute auf deinem weiteren Weg. Und vergiss nicht: Du bist hier nicht allein!
Liebe Grüsse,
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Bibi Melina
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Re: Was will ich eigentlich?
hallo tanjaTanja Stöckel hat geschrieben: So 29. Jan 2023, 18:01 da wünsche ich mir dann eine Fee, die mich in eine der glücklich lächelnden Frauen im Abendkleid zaubert, aber das passiert leider nicht.
ja das gefühl kannte ich auch damals als meine schwester heiratete meine güte wäre ich froh wenn ich enfemme da aufschlagen konnte aber zu der zeit war das nicht möglich.
das einzigste was ich tat ich lackierte die fingernägel durschichtig. Klar eine Frau hätte das erkannt aber so war es nicht.
ich erriner mich das auf der hochzeit erin spiel gespielt wurde und ich das meiste was in dem spiel vorkam in meinem rucksack vorhanden war (grins)
heute mache ich mir da keine sorgen mehr aber wie gesagt so war das damals
Hallo Susanne
deine gefühle und fragen kann dir niemand im forum beantworten wie meine vorrednerrinen schon schrieben kannst nur du allein die Fragen die du hast selbst beantworten
mit lieben gruß die Bibi-Melina
Glaube an Wunder, Liebe und Glück! Schaue nach vorn und niemals zurück! Tu was du willst, und steh dazu, denn dieses Leben lebst nur du
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Re: Was will ich eigentlich?
... aus Liebe, aus Rücksicht, aus Respekt? Schlecht für das eigene ich? Mag sein! Aber nicht jede(r) kann da für sich den Schnitt machen und sagen:" Pfeif auf Andere, jetzt lebe ich so wie ich mich fühle" - leider!Martina-NB hat geschrieben: So 29. Jan 2023, 18:33 Wenn ich sowas lese, bin ich etwas ratlos. Nun kenne ich Dich, Deine Situation und Deine äußeren Zwänge nicht. Trotzdem frage ich mich, warum tut man sich sowas an?
LG, Tanja
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Re: Was will ich eigentlich?
Am Ende ist es immer ein Abwägen, was wirklich wichtig ist - das eigene Seelenheil oder die Beziehung zu mir wichtigen Menschen. Das Optimum wäre natürlich, wenn sich beides miteinander kombinieren läßt.Tanja Stöckel hat geschrieben: So 29. Jan 2023, 18:51... aus Liebe, aus Rücksicht, aus Respekt? Schlecht für das eigene ich? ....
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Re: Was will ich eigentlich?
hallo tanjaTanja Stöckel hat geschrieben: So 29. Jan 2023, 18:51 aus Liebe, aus Rücksicht, aus Respekt? Schlecht für das eigene ich? Mag sein! Aber nicht jede(r) kann da für sich den Schnitt machen und sagen:" Pfeif auf Andere, jetzt lebe ich so wie ich mich fühle" - leider!
zu dem was du schriebst fällt mir nur das ein mehr kann ich dazu leider nicht sagen Mit lieben Gruß die Bibi-Melina
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Was will ich eigentlich?
Meine liebe Tanja,Tanja Stöckel hat geschrieben: So 29. Jan 2023, 18:51 Pfeif auf Andere, jetzt lebe ich so wie ich mich fühle
du weisst, das das nichts mit auf andere pfeifen zu tun hat, sondern mit Offenheit.
Und grade sehr viel mit Liebe. Ab dem Zeitpunkt wo ich offen gesagt habe ich bin eine
Frau habe ich auch quasi geschworen nie mehr unehrlich zu sein, in keinem Bezug.
Ich sag was ich denke, auch wenn es mal ein Fettnäpfchen wird.
Ich habe auch nicht mehr die Absicht, das irgendwie zu ändern, denn mich hat es einfach nur
befreit und alle die mir wichtig sind, sind immer noch da.
Das ist definitiv ein grosses Glück. Ich wünsch dir und allen andern das auch, aus ganzem Herzen.
Ah und Wünsche werden öfter wahr als man glaubt Susanne, eh du dichs versiehst ist es soweit
Alles Liebe Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.