Hallo,
man sollte nicht so viele Vermutungen in Umlauf bringen, wenn man sich in der Branche nicht auskennt. Ich verdiene in der Modellbahnbranche einen Teil meines Einkommens und kenne die alle, teilweise seit 25 Jahren. So langsam kommt das hier auf dem unterirdischen Niveau von zwei bekannten Internetforen zum Thema Modellbahn.
Motorola 2 kam von Märklin:
http://www.drkoenig.de/digital/motoueb.htm
Dr. Königs Seite gibt viel Auskunft über Motorola und Andrea Scorzoni hat das Reverse-Engeineering gemacht. Stefano Chiti-Batelli hängt bei dem Reverse-Engeineering auch mit drin und Stefano entwickelt für Uhlenbrock noch immer Teile der Firmware der IB2, aktuell auch für die IB2neo, die ich wohl die nächsten Tage bekomme. Ist gerade in der Fertigung...
Mit der Entwicklung von Motorola 2 haben beide nichts zu tun, die haben das nur untersucht. Es gab aber sinnvolle Erweiterungen des Motorola-Formates durch Uhlenbrock, wobei einfach nur ungenutzte Adressbereiche freigegeben wurde. Märklin hat halt viele Adressen nicht genutzt, obwohl es technisch möglich war. Man wollte wohl damals die Kunden nicht überfordern. Mehr als 80 Adressen brauchte man nicht, war damals die Meinung, obwohl ja viel mehr geht. Einfach das Datenblatt vom MC145 026/027 lesen.
Aber Motorola ist uraltes Zeug. Ich mache Digital übrigens seit 1987, damals eine selbst gebaute Weichensteuerung mit Motorola1, weil Motorola2 gab es noch lange nicht.
Aktuell setzt Märklin auf mfx und bei Trix auf DCC. Bei mfx haben die das Format offen gelegt für Drittanbieter, inklusive Zertifizierung durch eine Teststation, eben damit es alles kompatibel ist. Wie sagte mir jemand von Märklin der was zu sagen hat: "Es hat ein Umdenken stattgefunden...", also miteinander statt gegeneinander.
Aber die eigentliche Frage ist noch immer nicht geklärt.
Liebe Grüße
Claudia