Begleiterscheinungen zur Intersexualität
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Lina
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Begleiterscheinungen zur Intersexualität
Dies ist eine Abzweigung des Threads: SPEKTRUM | Intersexualität: Die Neudefinition des Geschlechts
In dem Ausgangsthread ging ich auf ein paar Abstufungen des Spektrums ein - Hypergonadismus und Klinefelder.
Dazu habe ich heute erfahren, dass ein häufig vorkommendes begleitphänomen eingeschränkter Geruchssinn ist - daher meine Frage:
Heute - genauer gesagt vor zwei Stunden - las ich auf einer medizinischen Fach-Website, dass eine häufig vorkommende Begleiterscheinung ist eingeschränkter Geruchssinn. GENAU das Problem habe ich auch. Kennt es auch andere von euch?
Meine Konklusion ist jedoch, dass es nicht wirklich der Geruchssinn, der nicht da ist, sondern die mentale Fähigkeit Gerüche zu erkennen. Ich habe es tatsächlich antrainieren können, dass ich Gerüche erkenne und sie, wenn ich sie gleich nebeneinander habe, unterscheiden kann. Aber ich habe kaum Gedächtnis für Gerüche. Ich verbinde nichts Angenehmes oder unangenehmes mit ihnen. Und ich könnte einige Stunden später zum gleichen Geruch zurück kehren und weiß nicht, ob es das selbe ist.
Hat hier sonst jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
In dem Ausgangsthread ging ich auf ein paar Abstufungen des Spektrums ein - Hypergonadismus und Klinefelder.
Dazu habe ich heute erfahren, dass ein häufig vorkommendes begleitphänomen eingeschränkter Geruchssinn ist - daher meine Frage:
Heute - genauer gesagt vor zwei Stunden - las ich auf einer medizinischen Fach-Website, dass eine häufig vorkommende Begleiterscheinung ist eingeschränkter Geruchssinn. GENAU das Problem habe ich auch. Kennt es auch andere von euch?
Meine Konklusion ist jedoch, dass es nicht wirklich der Geruchssinn, der nicht da ist, sondern die mentale Fähigkeit Gerüche zu erkennen. Ich habe es tatsächlich antrainieren können, dass ich Gerüche erkenne und sie, wenn ich sie gleich nebeneinander habe, unterscheiden kann. Aber ich habe kaum Gedächtnis für Gerüche. Ich verbinde nichts Angenehmes oder unangenehmes mit ihnen. Und ich könnte einige Stunden später zum gleichen Geruch zurück kehren und weiß nicht, ob es das selbe ist.
Hat hier sonst jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
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Susi T
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Re: Begleiterscheinungen zur Intersexualität
Ohhh Gerüche, das kommt unerwartet. Ja ein großes Thema bei mir, aber anders als bei dir.
Oberflächlich betrachtet könnte man an Duftstoffallergie bei mir denken, aber das trifft es gar nicht. In Sachen Gerüche habe ich einfach ein extremes Spektrum, was über viele Jahre so stabil sein kann. Aber sich allein in diesem Jahr, vermutlich durch die ständigen Hormonumstellungen, permanent im extremen Wandel befindet. Dinge die ich kaum rieche und andere die ich sehr extrem Wahrnehme. Parfums oder auch Kräuter und andere Dinge die mich regelrecht dahin schmelzen lassen und andere die mich selbst in geringen Mengen würgen lassen. Früher war es solange stabil, das ich mich drauf einstellen konnte, heutzutage hab ich's aufgegeben. Ich hab ein Dutzend Parfüms und such mit das raus, was mir Grad gefällt. Dann passiert es auch mal, das mein Lieblingsparfum auf einmal nach kaum noch nach was, oder einfach nur noch widerlich riecht, während ein anderes plötzlich so toll riecht und ich mich wundere, warum mir das nicht schon vorher so extrem aufgefallen ist. Ob diese dann sogar bei mir anders riechen als vorher? Zumindest bekomm ich manchmal das Feedback^^
Das ist so das was mir dazu aus dem Stehgreif einfällt, habe aber nie in einem solchen Zusammenhang drüber nachgedacht.
Achja, es gab auch Zeiten, in denen mich Düfte/Gerüche garnicht interessiert haben und andere, wie in diesem Jahr, in denen Düft/Gerüche ständig ein großes Gewicht haben. Vielleicht im gleichen Maße, wie Hormone in meinem Körper waren. Denn die waren sicherlich Zeitweise ziemlich down und welche dann wie dominant waren, läßt sich im Nachhinein kaum sagen, aber Wechsel gab es schon dabei.
Liebe Grüße Tira
Oberflächlich betrachtet könnte man an Duftstoffallergie bei mir denken, aber das trifft es gar nicht. In Sachen Gerüche habe ich einfach ein extremes Spektrum, was über viele Jahre so stabil sein kann. Aber sich allein in diesem Jahr, vermutlich durch die ständigen Hormonumstellungen, permanent im extremen Wandel befindet. Dinge die ich kaum rieche und andere die ich sehr extrem Wahrnehme. Parfums oder auch Kräuter und andere Dinge die mich regelrecht dahin schmelzen lassen und andere die mich selbst in geringen Mengen würgen lassen. Früher war es solange stabil, das ich mich drauf einstellen konnte, heutzutage hab ich's aufgegeben. Ich hab ein Dutzend Parfüms und such mit das raus, was mir Grad gefällt. Dann passiert es auch mal, das mein Lieblingsparfum auf einmal nach kaum noch nach was, oder einfach nur noch widerlich riecht, während ein anderes plötzlich so toll riecht und ich mich wundere, warum mir das nicht schon vorher so extrem aufgefallen ist. Ob diese dann sogar bei mir anders riechen als vorher? Zumindest bekomm ich manchmal das Feedback^^
Das ist so das was mir dazu aus dem Stehgreif einfällt, habe aber nie in einem solchen Zusammenhang drüber nachgedacht.
Achja, es gab auch Zeiten, in denen mich Düfte/Gerüche garnicht interessiert haben und andere, wie in diesem Jahr, in denen Düft/Gerüche ständig ein großes Gewicht haben. Vielleicht im gleichen Maße, wie Hormone in meinem Körper waren. Denn die waren sicherlich Zeitweise ziemlich down und welche dann wie dominant waren, läßt sich im Nachhinein kaum sagen, aber Wechsel gab es schon dabei.
Liebe Grüße Tira
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Kerstin
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Re: Begleiterscheinungen zur Intersexualität
Sagen wir es mal so - mein Geruchssinn ist nichts auf was ich mich verlassen würde.
LG Kerstin
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Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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Lina
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Re: Begleiterscheinungen zur Intersexualität
Doch sehr ähnlich wie bei mir. Ich hätte nie im Traum daran gedacht, dass die zwei Sachen irgend einen Zusammenhang haben könnten. Ich suchte nach was ganz anderem und bin zufälligerweise über einen Artikel gestolpert, wo es erwähnt wird. Und ich war ein bisschen geschockt!Tira hat geschrieben: Mo 3. Okt 2022, 14:45 Ohhh Gerüche, das kommt unerwartet. Ja ein großes Thema bei mir, aber anders als bei dir.
Oberflächlich betrachtet könnte man an Duftstoffallergie bei mir denken, aber das trifft es gar nicht. In Sachen Gerüche habe ich einfach ein extremes Spektrum, was über viele Jahre so stabil sein kann. Aber sich allein in diesem Jahr, vermutlich durch die ständigen Hormonumstellungen, permanent im extremen Wandel befindet. Dinge die ich kaum rieche und andere die ich sehr extrem Wahrnehme. Parfums oder auch Kräuter und andere Dinge die mich regelrecht dahin schmelzen lassen und andere die mich selbst in geringen Mengen würgen lassen. Früher war es solange stabil, das ich mich drauf einstellen konnte, heutzutage hab ich's aufgegeben. Ich hab ein Dutzend Parfüms und such mit das raus, was mir Grad gefällt. Dann passiert es auch mal, das mein Lieblingsparfum auf einmal nach kaum noch nach was, oder einfach nur noch widerlich riecht, während ein anderes plötzlich so toll riecht und ich mich wundere, warum mir das nicht schon vorher so extrem aufgefallen ist. Ob diese dann sogar bei mir anders riechen als vorher? Zumindest bekomm ich manchmal das Feedback^^
Das ist so das was mir dazu aus dem Stehgreif einfällt, habe aber nie in einem solchen Zusammenhang drüber nachgedacht.
Achja, es gab auch Zeiten, in denen mich Düfte/Gerüche garnicht interessiert haben und andere, wie in diesem Jahr, in denen Düft/Gerüche ständig ein großes Gewicht haben. Vielleicht im gleichen Maße, wie Hormone in meinem Körper waren. Denn die waren sicherlich Zeitweise ziemlich down und welche dann wie dominant waren, läßt sich im Nachhinein kaum sagen, aber Wechsel gab es schon dabei.
Liebe Grüße Tira![]()
Ich bin sowieso gemischt priviligiert mit Sinneswahrnehmungen: Kurzsichtig - und bekam erst mit 12 eine Brille mit der ich wirklich sehen konnte. Aber egal wie gut die Linsen angepasst wurden konnte ich nie die zwei untersten Zeilen des Sehtests eindeutig interpretieren. Ähnlich wie eine Kamera, die zwar scharf gestellt ist, aber die Auflösung reicht nicht. Der Optiker hat es sogar auch ähnlich ausgedrückt und meinte, das mein Hirn im Kindesalter nie gelernt hat, so feine visuelle Eindrücke zu interpretieren. Reicht zwar mehr als genug fürs Autofahren aber würde z.B. zum Fliegen nicht reichen.
Dafür habe ich die Fähigkeit Geräusche sehr genau einzuschätzen - mechanische Geräusche z.B., feinheiten in Stimmen, ob jemand bei einem Telefonat in einem kleinen oder großen Raum sitzt, oder für andere kaum hörbare Melodiestimmen in komplexen Arrangements erkennen (weshalb ich stark komprimierte MP3 oder Radiosender mit geringer Bandbreite strikt ablehne). Wenn z.B. eine Tür zu fällt ist es nicht nur ein Geräusch sondern eine ganze Reihe von Geräuschen in einer bestimmten Reihenfolge, inkl. Raumklang, sodass ich nicht nur weiß, dass eine Tür zu gefallen ist, ich weiß auch welche, und ob es ein Windstoss war oder ob es per Hand gemacht wurde, z.B. Lange hatte ich keine Ahnung, dass nicht alle das können.
Und mit den Parfums - ja, wenn der Name und das Etikett mir gefällt und ich dann feststelle, dass andere es auch mögen - gut. Selber habe ich keine Ahnung. Ich habe wirklich lange geglaubt, dass die Ursache eine ganz andere Wäre und dass irgend eine Verbindung zu den Geruchsnerven zerstört worden wäre. Irgendwann habe ich dann festgestellt, dass doch sehr starke Eindrücke tatsächlich ankommen und habe angefange es Anzutrainieren - Analog zu der Aussage des Optikers - es muss nicht die Nerven oder Rezeptoren selbst sondern die mentale Interpretation davon. Und auch analog zu mienem Hypergehör - denn in den Hörtests, also welche Töne und Lautstärken kann ich hören, bin ich nicht besonders gut. Das was ich höre vermittelt mir nur viel mehr Information. Also auch eine Frage der Verarbeitung im Hirn.
...
Wenn andere was dazu berichten können, interssiert es mich sehr.
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Lavendellöwin
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Re: Begleiterscheinungen zur Intersexualität
Hmm...
Intersexualitätsspektrum?
Innerhalb einer Art oder auch aller Wesenheiten gibt es ein Spektrum an Varianzen. Ich frag mich jetzt
was daran neu sein sollte. Oder warum das immer definiert sein muss?
Schau meine Nebenniere an, schau auf meine "Anomalie" im Genitalbereich-sehe ich mich deshalb als inter, nein.
Das hilft mir kein bisschen in meinem realen Leben weiter.
Bereichert es mich, gibt es mir Sicherheit, nein ich habe nichts davon, aber ich lebe damit.
Ich konnte auch einmal nicht sehr gut riechen, dann war ich bei der Nasenscheidewand OP und alles ist schick.
Ich kann atmen und riechen wie eine junge Göttin.
Manchmal ist es einfach besser, es ziehen zu lassen, sich selber Freiheit zu geben und keine Gründe
zu suchen, damit man es endlich schafft sich wo einsortieren zu können.
Es ist schöner einfach im Fluss mit der Umwelt sein.
Wie so oft, dachte ich mal wieder an ihn
Ich kann das ja auch nicht immer, aber ich geb mir Mühe dabei
Alles Liebe Marie
Intersexualitätsspektrum?
Innerhalb einer Art oder auch aller Wesenheiten gibt es ein Spektrum an Varianzen. Ich frag mich jetzt
was daran neu sein sollte. Oder warum das immer definiert sein muss?
Schau meine Nebenniere an, schau auf meine "Anomalie" im Genitalbereich-sehe ich mich deshalb als inter, nein.
Das hilft mir kein bisschen in meinem realen Leben weiter.
Bereichert es mich, gibt es mir Sicherheit, nein ich habe nichts davon, aber ich lebe damit.
Ich konnte auch einmal nicht sehr gut riechen, dann war ich bei der Nasenscheidewand OP und alles ist schick.
Ich kann atmen und riechen wie eine junge Göttin.
Manchmal ist es einfach besser, es ziehen zu lassen, sich selber Freiheit zu geben und keine Gründe
zu suchen, damit man es endlich schafft sich wo einsortieren zu können.
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Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Susi T
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Re: Begleiterscheinungen zur Intersexualität
Ja Marie,
Mit der Einstellung hast du ja schon einen Riesen Schritt vorraus. Es geht ja erstmal um die Erkenntnis, das es Varianten sind und der einzelne nicht alleine ist damit. Kein abartiges Monster, was es in dieser Form sonst nirgendwo gibt. Über manche Dinge wird halt kaum gesprochen, Ärzte die mit ein Stirnrunzeln/Kopfschütteln drüber weg schauen, eine Gesellschaft, die in Schwarz/Weiß denkt und ansonsten nur Hohn und Spott übrig hat, sobald etwas aus der Rolle fällt. Dabei geht es eben nicht nur um Krankheit oder ähnliches, oft nur um ein erweitertes Spektrum was manchmal sogar Vorteile haben kann, aber auch kein Grund für Neid ist, da alles immer Vor und Nachteile hat.
Mit der Einstellung hast du ja schon einen Riesen Schritt vorraus. Es geht ja erstmal um die Erkenntnis, das es Varianten sind und der einzelne nicht alleine ist damit. Kein abartiges Monster, was es in dieser Form sonst nirgendwo gibt. Über manche Dinge wird halt kaum gesprochen, Ärzte die mit ein Stirnrunzeln/Kopfschütteln drüber weg schauen, eine Gesellschaft, die in Schwarz/Weiß denkt und ansonsten nur Hohn und Spott übrig hat, sobald etwas aus der Rolle fällt. Dabei geht es eben nicht nur um Krankheit oder ähnliches, oft nur um ein erweitertes Spektrum was manchmal sogar Vorteile haben kann, aber auch kein Grund für Neid ist, da alles immer Vor und Nachteile hat.
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Re: Begleiterscheinungen zur Intersexualität
Tira hat geschrieben: Mi 5. Okt 2022, 13:38 Über manche Dinge wird halt kaum gesprochen, Ärzte die mit ein Stirnrunzeln/Kopfschütteln drüber weg schauen, eine Gesellschaft, die in Schwarz/Weiß denkt und ansonsten nur Hohn und Spott übrig hat, sobald etwas aus der Rolle fällt. Dabei geht es eben nicht nur um Krankheit oder ähnliches
Meine liebe Tira,
versteh mich bitte nicht falsch. Ich habe inzwischen gelernt, auch wenn ich es oft nicht umsetzen kann,
das es mir besser tut, nicht ständig nach allem zu forschen und dann was zu finden?
Meistens nur das ich mich selbst zu wichtig nehme. Und das bin ich nicht und ich bin auch nichts
Besonderes.
Normal sein ist anders zu sein wie sonst wer, da draussen ist ein so grosses Universum mit so vielen
unterschiedlichen Formen, Energien, Darstellungen was weiss ich was.
Ich weiss nicht viel, ich bin ein Staubkorn in Unendlichkeit.
Was sollte ich für mich suchen? Nein ich sollte sein, andere sollen sein, alles soll sein.
Wenn man das wirklich schafft umzusetzen gibt es keinen Hohn und Spott mehr, keinen Arzt der nicht
versteht was du brauchst, denn du kannst dir selbst am Besten helfen.
Was ist Krankheit? Was trans* sein, inter sein, CD sein..oder wie völlig egal ist es was eigentlich auf
meinem Ausweis steht, wenn ich in mir ruhe?
Die Menschen legen sich mit Vergnügen selbst Schlingen in die sie dann tappen und sich verfangen.
Ging mir auch so, damit hab ich mir ein fettes Loch zum reinfallen gegraben.
Und da hab ich einfach keinen Bock mehr drauf. Vielleicht auch andere nicht
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Re: Begleiterscheinungen zur Intersexualität
Danke, liebe Marie - dass du mir diesen Gedanken wieder in Erinnerung gerufen hastEmmiMarie hat geschrieben: Mi 5. Okt 2022, 12:21
Manchmal ist es einfach besser, es ziehen zu lassen, sich selber Freiheit zu geben und keine Gründe
zu suchen, damit man es endlich schafft sich wo einsortieren zu können.
Es ist schöner einfach im Fluss mit der Umwelt sein.
Zu oft gerät er in Vergessenheit, rückt in den Hintergrund bei all der Überforderung in dieser Welt, unabhängig von Intersexualität und Geruchssinn
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Blaise Pascal
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Re: Begleiterscheinungen zur Intersexualität
Hallo miteinander.
Ich bin mir nicht sicher ob man wirklich bei den vielen Intersexvariationen irgendwas pauschalisieren kann. Ich hatte zum Beispiel, bis zum Beginn der HET, einen ziemlich guten Geruchssinn; ich konnte z.B. anhand des Geruches feststellen welche meiner fünf Katzen gerade ein Häufchen ins Kistchen gelegt hat
. Gut, ob die Hormonbehandlung jetzt wirklich ausschlaggebend für eine Verschlechterung meiner Riechfähigkeit ist, bleibt erst mal festzustellen, es ist eben nur zu dieser Zeit eingetreten.
Tja, zum Gehör kann ich leider nicht mehr viel beitragen da ich, ausgelöst durch Schiessübungen während der Bundeswehrzeit, ein Knalltrauma erlitten habe und diverse Frequenzen einfach nicht mehr wahrnehmen kann.
Ich stehe in regelmäßigem Kontakt mit einer amerikanischen Intersexspezialistin die auch der Meinung ist das es unter den Intersexern Gemeinsamkeiten gibt die früher oder später aktuell werden. So meint sie das wir alle schlechte Augen haben (ich habe eigentlich eine gute Sehfähigkeit aber brauche wegen einer extremen Hornhautverkrümmung trotzdem zwingend eine ausgleichende Sehhilfe), früher oder später Diabetes bekommen (bei mir noch keine Anzeichen) aber auch bis ins hohe Alter ein relativ "junges" Aussehen haben (stimmt, ich schaue garantiert nicht wie ein 60jähriger Mann aus, eher wie ein 40jähriges Irgendwas
, meine Haut ist, nach Auskunft meiner Friseurin und einer befreundeten Visagistin, eher im Bereich einer 35jährigen).
Leider zwingen uns die Umstände manchmal doch dazu darüber nachzudenken, was wir eigentlich sind. Ich möchte eigentlich auch ganz normal in den Tag reinleben aber dann muss man z.B. zum Urologen weil man ein Gutachten von ihm braucht, bekommt es und gleichzeitig die Bitte nicht mehr zu ihm zu kommen da er mit der "Spezialität" einfach überfordert ist. Oder man geht zu einem Psychologen der alles was man ihm sagt über sich, als Hirngespinst abtut und einen aus der Sprechstunde rausschmeisst. Auch die einfachen Ärzte in der Endokrinologie, die Anhand der extremen Hormonwerte einfach beschliessen, die Patientin durch den gesamten Uni-Gerätepark zu jagen bis die Chefin eingreift und die Regie übernimmt.
Ich, für meinen Teil, werde nahezu täglich von meinem Körper daran erinnert, das ich Anders bin. Manchmal im Positiven (mir passen z.B. Frauenklamotten in Größe 40 - 42 nahezu perfekt während ich in Männerkleidung immer wie ein Kasper gewirkt habe) und ab und zu auch im Negativen ( z.B. habe ich Riesenprobleme meinen Östrogenlevel in den gewünschten Bereich von 200 - 300 zu bekommen, irgendwas in mir frisst die Hormone des Gels auf
).
Auch die eigene Außendarstellung ist so ein Thema für sich, ist aber zumindest bei mir eine Sache die sich zunehmend ins Positive wendet. Als Mann wurde ich eigentlich nie für voll genommen weil mir etliche typische männliche Attribute wie anständiger Bartwuchs, breite Schultern oder ein kantiges Gesicht, einfach fehlten. Die jetzige Darstellung als weibliches Wesen gelingt mir dagegen besser aber es ist sauschwer über 50 Jahre männliche Sozialisation abzulegen.
Keiner von uns ist ein abartiges Monster (für meinen jüngeren Bruder war ich immer irgendwie ein Alien, aber das ist ein anderes Thema), kein Mensch ist perfekt und es ist auch nicht gut irgendwelchen Idealen nachzueifern die eh bloß künstlich erzeugt wurden um irgendeine Industrie zu bedienen. Man muss mit sich ins Reine kommen, dann zieht nahezu automatisch das Umfeld mit. Wenn man Unsicherheit zeigt, reagieren manche Mitmenschen wie Tiere die auf Opfersuche sind.
Einen schönen Tag noch.
Ich bin mir nicht sicher ob man wirklich bei den vielen Intersexvariationen irgendwas pauschalisieren kann. Ich hatte zum Beispiel, bis zum Beginn der HET, einen ziemlich guten Geruchssinn; ich konnte z.B. anhand des Geruches feststellen welche meiner fünf Katzen gerade ein Häufchen ins Kistchen gelegt hat
Tja, zum Gehör kann ich leider nicht mehr viel beitragen da ich, ausgelöst durch Schiessübungen während der Bundeswehrzeit, ein Knalltrauma erlitten habe und diverse Frequenzen einfach nicht mehr wahrnehmen kann.
Ich stehe in regelmäßigem Kontakt mit einer amerikanischen Intersexspezialistin die auch der Meinung ist das es unter den Intersexern Gemeinsamkeiten gibt die früher oder später aktuell werden. So meint sie das wir alle schlechte Augen haben (ich habe eigentlich eine gute Sehfähigkeit aber brauche wegen einer extremen Hornhautverkrümmung trotzdem zwingend eine ausgleichende Sehhilfe), früher oder später Diabetes bekommen (bei mir noch keine Anzeichen) aber auch bis ins hohe Alter ein relativ "junges" Aussehen haben (stimmt, ich schaue garantiert nicht wie ein 60jähriger Mann aus, eher wie ein 40jähriges Irgendwas
Leider zwingen uns die Umstände manchmal doch dazu darüber nachzudenken, was wir eigentlich sind. Ich möchte eigentlich auch ganz normal in den Tag reinleben aber dann muss man z.B. zum Urologen weil man ein Gutachten von ihm braucht, bekommt es und gleichzeitig die Bitte nicht mehr zu ihm zu kommen da er mit der "Spezialität" einfach überfordert ist. Oder man geht zu einem Psychologen der alles was man ihm sagt über sich, als Hirngespinst abtut und einen aus der Sprechstunde rausschmeisst. Auch die einfachen Ärzte in der Endokrinologie, die Anhand der extremen Hormonwerte einfach beschliessen, die Patientin durch den gesamten Uni-Gerätepark zu jagen bis die Chefin eingreift und die Regie übernimmt.
Ich, für meinen Teil, werde nahezu täglich von meinem Körper daran erinnert, das ich Anders bin. Manchmal im Positiven (mir passen z.B. Frauenklamotten in Größe 40 - 42 nahezu perfekt während ich in Männerkleidung immer wie ein Kasper gewirkt habe) und ab und zu auch im Negativen ( z.B. habe ich Riesenprobleme meinen Östrogenlevel in den gewünschten Bereich von 200 - 300 zu bekommen, irgendwas in mir frisst die Hormone des Gels auf
Auch die eigene Außendarstellung ist so ein Thema für sich, ist aber zumindest bei mir eine Sache die sich zunehmend ins Positive wendet. Als Mann wurde ich eigentlich nie für voll genommen weil mir etliche typische männliche Attribute wie anständiger Bartwuchs, breite Schultern oder ein kantiges Gesicht, einfach fehlten. Die jetzige Darstellung als weibliches Wesen gelingt mir dagegen besser aber es ist sauschwer über 50 Jahre männliche Sozialisation abzulegen.
Keiner von uns ist ein abartiges Monster (für meinen jüngeren Bruder war ich immer irgendwie ein Alien, aber das ist ein anderes Thema), kein Mensch ist perfekt und es ist auch nicht gut irgendwelchen Idealen nachzueifern die eh bloß künstlich erzeugt wurden um irgendeine Industrie zu bedienen. Man muss mit sich ins Reine kommen, dann zieht nahezu automatisch das Umfeld mit. Wenn man Unsicherheit zeigt, reagieren manche Mitmenschen wie Tiere die auf Opfersuche sind.
Einen schönen Tag noch.
Viele Grüße aus Neumarkt,
Martina.
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Re: Begleiterscheinungen zur Intersexualität
Liebe Martina,MartinaL hat geschrieben: Mi 12. Okt 2022, 10:34 Man muss mit sich ins Reine kommen, dann zieht nahezu automatisch das Umfeld mit.
das bringt es auf den Punkt.
Danke
LGL
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Re: Begleiterscheinungen zur Intersexualität
Das mit der Konfektionsgröße kann ich auch bestätigen.
Wenn ich das, was ich brauche in gr. 42 bekommen kann nehme ich es. Nur bestimmte Sachen, wie z.B. robuste Cargohosen, sind in Damengrößen schwierig zu finden.
Dass aber susgerechnet eine amerikanische Spezialistin behauptet, dass fast alle Inter-Personen Diabetes bekommen, finde ich irgendwie tragikomisch. In Amerika kann das wohl nicht überraschen. Aber wie viele mehr als in der Bevölkerung allgemein, könnte mich interessieren. Und auch welche sozio-oekonomische Faktoren mit im Spiel sind.
Wenn ich das, was ich brauche in gr. 42 bekommen kann nehme ich es. Nur bestimmte Sachen, wie z.B. robuste Cargohosen, sind in Damengrößen schwierig zu finden.
Dass aber susgerechnet eine amerikanische Spezialistin behauptet, dass fast alle Inter-Personen Diabetes bekommen, finde ich irgendwie tragikomisch. In Amerika kann das wohl nicht überraschen. Aber wie viele mehr als in der Bevölkerung allgemein, könnte mich interessieren. Und auch welche sozio-oekonomische Faktoren mit im Spiel sind.
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Dietlind
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Re: Begleiterscheinungen zur Intersexualität
Die amerikanische Spezialistin sagte nicht alle Intersex Menschen bekommen Diabetes, aber es scheint typisch zu sein, und übrigens bin ich deutsche Staatsangehörige.
Auch um typ II Diabetes zu bekommen, muss man die genetische Disposition haben, und die bekommen wir Intersex-Menschen scheinbar in die Wiege gelegt.
Genauso ist es scheinbar so, dass viele Intersex-Menschen auch schlechte Augen haben, und Autisten sind, meistens Asperger (oder hoch funktioneller Autismus).
Die hier angeführten Probleme mit dem Geruchssinn könnten auch die Probleme von Asperger's sein, denn auch solche Menschen (ich habe Asperger's) haben andere Reizempfinden als neuro normale Menschen es haben.
Die meisten Intersex-Menschen haben nicht nur ein generelles Syndrom, sondern auch noch weniger dominante Teile anderer, ähnlicher Syndrome. Viele von uns haben zusätzlich noch weiter genetische Mutationen.
Bei mir sind angenehme Mutationen meine grünen Augen, mein Schweiß riecht nicht, weil er das Protein nicht enthält, von welchem sich die Bakterien, die den Geruch verursachen, ernähren, und ich habe absolut keine Veranlagung von Weisheitszähnen. Das sind Mutationen, und gehören nicht zu Intersex.
Man kann auch schwer ein Syndrom mit einem anderen Vergleichen, so sind zum Beispiel Klinefelter (XXY Chromosome), absolut anders als etwa CAIS-Menschen (Complete Androgen Insensitivity Syndrome - XY Chromosome). Wenn Klinefelter Menschen ein funktionelles XRY Gen auf einem der Y Arme haben, haben sie immer eine männliche Phenotype, CAIS Menschen haben immer ein funktionelles SRY Gen, aber haben trotzdem immer eine weibliche Phenotype.
Ich, zum Beispiel habe das De La Chapelle Syndrom (männliche XX Person) habe aber ein defektes SRY Gen und PAIS (Partial Androgen Insensitivity Syndrome), und wurde mit Hypogonadismus geboren (Secondary Hypogonadism) und wurde mit Pseudo Hermaphrodismus geboren. Mein Körper hatte absolut keine Chance, sich zu vermännlichen, aber das Verweiblichen war auch nicht perfekt, daher musste dabei mit Hormonen nachgeholfen werden.
Linde
Auch um typ II Diabetes zu bekommen, muss man die genetische Disposition haben, und die bekommen wir Intersex-Menschen scheinbar in die Wiege gelegt.
Genauso ist es scheinbar so, dass viele Intersex-Menschen auch schlechte Augen haben, und Autisten sind, meistens Asperger (oder hoch funktioneller Autismus).
Die hier angeführten Probleme mit dem Geruchssinn könnten auch die Probleme von Asperger's sein, denn auch solche Menschen (ich habe Asperger's) haben andere Reizempfinden als neuro normale Menschen es haben.
Die meisten Intersex-Menschen haben nicht nur ein generelles Syndrom, sondern auch noch weniger dominante Teile anderer, ähnlicher Syndrome. Viele von uns haben zusätzlich noch weiter genetische Mutationen.
Bei mir sind angenehme Mutationen meine grünen Augen, mein Schweiß riecht nicht, weil er das Protein nicht enthält, von welchem sich die Bakterien, die den Geruch verursachen, ernähren, und ich habe absolut keine Veranlagung von Weisheitszähnen. Das sind Mutationen, und gehören nicht zu Intersex.
Man kann auch schwer ein Syndrom mit einem anderen Vergleichen, so sind zum Beispiel Klinefelter (XXY Chromosome), absolut anders als etwa CAIS-Menschen (Complete Androgen Insensitivity Syndrome - XY Chromosome). Wenn Klinefelter Menschen ein funktionelles XRY Gen auf einem der Y Arme haben, haben sie immer eine männliche Phenotype, CAIS Menschen haben immer ein funktionelles SRY Gen, aber haben trotzdem immer eine weibliche Phenotype.
Ich, zum Beispiel habe das De La Chapelle Syndrom (männliche XX Person) habe aber ein defektes SRY Gen und PAIS (Partial Androgen Insensitivity Syndrome), und wurde mit Hypogonadismus geboren (Secondary Hypogonadism) und wurde mit Pseudo Hermaphrodismus geboren. Mein Körper hatte absolut keine Chance, sich zu vermännlichen, aber das Verweiblichen war auch nicht perfekt, daher musste dabei mit Hormonen nachgeholfen werden.
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