WDR | Lebensgefahr: Brutaler Angriff auf trans Mann beim CSD Münster - # 2
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Laila-Sarah
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Re: WDR | Lebensgefahr: Brutaler Angriff auf trans Mann beim CSD Münster
Hallo,
Einerseits finde ich hier in Deutschland die Strafen für Mord und Totschlag zu milde. Mit einer guten Führung ist man in ein paar Jahren entlassen. Oder plädiert gleich auf unzurechnungsfahig. Dafür muss ein Mensch gehen und die Hinterbliebenen leiden ein Leben lang.
Anderseits wenn ich mir Staaten mit drakonischen Strafen anschaue: USA, Saudis, Singapur etc. Todestafe hält sie Täter auch nicht ab zu töten.
Vielleicht ist "Feuer mit Feuer und Auge um Auge" doch nicht die richtige Lösung. Doch was kann man machen damit es besser wird?
LG
Einerseits finde ich hier in Deutschland die Strafen für Mord und Totschlag zu milde. Mit einer guten Führung ist man in ein paar Jahren entlassen. Oder plädiert gleich auf unzurechnungsfahig. Dafür muss ein Mensch gehen und die Hinterbliebenen leiden ein Leben lang.
Anderseits wenn ich mir Staaten mit drakonischen Strafen anschaue: USA, Saudis, Singapur etc. Todestafe hält sie Täter auch nicht ab zu töten.
Vielleicht ist "Feuer mit Feuer und Auge um Auge" doch nicht die richtige Lösung. Doch was kann man machen damit es besser wird?
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Blossom
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Re: WDR | Lebensgefahr: Brutaler Angriff auf trans Mann beim CSD Münster
Darüber kann man geteilter Meinung sein - und ich gebe zu, dass ich in so manchen Fällen tatsächlich denke, eine Patrone wäre angebracht, anstatt aus Steuermitteln für eine lebenslange Unterbringung zu zahlen ... nur schreckt Todesstrafe wie bekannt nicht ab, und bin auch strikte Gegnerin. Emotional je nach Tatgeschehen aber nachvollziehbar, wenn es mal überschwappt.Laila-Sarah hat geschrieben: Di 6. Sep 2022, 10:47 Einerseits finde ich hier in Deutschland die Strafen für Mord und Totschlag zu milde. Mit einer guten Führung ist man in ein paar Jahren entlassen.
Allerdings sollten wir bedenken, dass eine Haftstrafe bei Mord (insofern keine Sicherungsverwahrung ausgesprochen wurde) zumindest einen Durchschnitt von 25 Jahren Haft bedeuten.
Bei Affekthandlungen halte ich die Strafen für angemessen, gekoppelt an Verhalten und Sozialprognose - auch wenn das für Angehörige nicht immer nachvollziehbar ist - verständlich, weil emotional besetzt.
Ich selbst habe eine gute Autoren-Freundin verloren, war entsetzt und verzweifelt in Anbetracht der sinnlosen und brutalen Tat - zu der mir der KHK sagte: in all seinen Berufsjahren sei ihm ein so grauenhafter Tat noch nie untergekommen. Auslöser war Eifersucht und eine von ihr erwähnte Trennung. Damals war ich in Nürnberg als Zeugin geladen. Das Urteil lautete auf lebenslange Haft. In Anbetracht der Tatsache, dass der Täter bereits 60 Jahre alt war - ja, hier dürfte es wohl tatsächlich auf lebenslänglich hinauslaufen. Geärgert habe ich mich darüber, dass sich der Täter während aller Verhandlungstage hinter Aktendeckeln versteckte, niemals aufschaute, sich nicht ein einziges Mal äußerte und keinerlei Regung zeigte - nur seine beiden Anwälte sprechen ließ, die auf eine Affekthandlung hinaus wollten. Eine kleine Genugtuung gab es aber: Die große Strafkammer, einschl. Staatsanwaltschaft war ausschließlich weiblich besetzt - und die vorsitzende Richterin machte in meinen Augen einen ausgezeichneten Job.
Zuletzt geändert von Blossom am Di 6. Sep 2022, 11:26, insgesamt 1-mal geändert.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
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Olivia
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Re: WDR | Lebensgefahr: Brutaler Angriff auf trans Mann beim CSD Münster
Hallo,
nun, ob die Strafen für Mord oder Totschlag zu niedrig sind, kann sicher diskutiert werden. Dass man mit "guter Führung" in ein paar Jahren raus ist, stimmt beim Urteil "lebenslänglich wegen Mord" nicht - dann ist man /frau frühestens nach 25 Jahren raus; und wenn die besondere Schwere der Schuld festgestellt wurde, gibt es anschließend Sicherungsverwahrung, man/frau kommt also gar nicht mehr raus.
Im Grunde ist es doch so, dass die Gesetze ausreichen und gut sind und dass der Rechtsstaat funktioniert. Dazu gehört, dass auch Straftäter auf eine gute Verteidigung durch einen Anwalt Anspruch haben und dass nicht eine emotional berührte Öffentlichkeit, sondern das zuständige Gericht unter Anwendung von Recht und Gesetz das Urteil spricht.
Der ewige Ruf nach strengeren Gesetzen oder nach der Todesstrafe oder nach der Abkehr von der Gewaltenteilung sind nicht zielführend. Es gibt genügend Untersuchungen, die von Amnesty International immer wieder veröffentlicht wurden, dass auch die Todesstrafe nicht vor Verbrechen schützt. Wir sollten den Ermittlungsbehörden ihre Arbeit machen lassen und dann auf das Urteil des Gerichtes warten. So schwer es manchmal ist. Rechtsstaat ist nicht einfach, aber es gibt nichts besseres und der Blick in die Vergangenheit oder über die Grenzen hinaus zeigen das.
lg
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nun, ob die Strafen für Mord oder Totschlag zu niedrig sind, kann sicher diskutiert werden. Dass man mit "guter Führung" in ein paar Jahren raus ist, stimmt beim Urteil "lebenslänglich wegen Mord" nicht - dann ist man /frau frühestens nach 25 Jahren raus; und wenn die besondere Schwere der Schuld festgestellt wurde, gibt es anschließend Sicherungsverwahrung, man/frau kommt also gar nicht mehr raus.
Im Grunde ist es doch so, dass die Gesetze ausreichen und gut sind und dass der Rechtsstaat funktioniert. Dazu gehört, dass auch Straftäter auf eine gute Verteidigung durch einen Anwalt Anspruch haben und dass nicht eine emotional berührte Öffentlichkeit, sondern das zuständige Gericht unter Anwendung von Recht und Gesetz das Urteil spricht.
Der ewige Ruf nach strengeren Gesetzen oder nach der Todesstrafe oder nach der Abkehr von der Gewaltenteilung sind nicht zielführend. Es gibt genügend Untersuchungen, die von Amnesty International immer wieder veröffentlicht wurden, dass auch die Todesstrafe nicht vor Verbrechen schützt. Wir sollten den Ermittlungsbehörden ihre Arbeit machen lassen und dann auf das Urteil des Gerichtes warten. So schwer es manchmal ist. Rechtsstaat ist nicht einfach, aber es gibt nichts besseres und der Blick in die Vergangenheit oder über die Grenzen hinaus zeigen das.
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Re: WDR | Lebensgefahr: Brutaler Angriff auf trans Mann beim CSD Münster
Wer bitteschön hat den diesen Aufruf hier gemacht ?Olivia hat geschrieben: Di 6. Sep 2022, 11:26 Der ewige Ruf nach strengeren Gesetzen oder nach der Todesstrafe oder nach der Abkehr von der Gewaltenteilung sind nicht zielführend. Es gibt genügend Untersuchungen, die von Amnesty International immer wieder veröffentlicht wurden, dass auch die Todesstrafe nicht vor Verbrechen schützt.
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Anne-Mette
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Re: WDR | Lebensgefahr: Brutaler Angriff auf trans Mann beim CSD Münster
Allerdings sollte die Frage gestellt werden, wieweit bei einigen Menschen Integrationsbemühungen von Erfolg gekrönt sind.
Die feindliche Einstellung zu Frauen, zu transsexuellen, intergeschlechtlichen und "queeren Menschen" wird weder wegzustrafen noch sonst zu beseitigen sein; denn sie ist tief verwurzelt und Glaube und "Ehre" (welch ein Hohn) spielen eine Rolle.
Deshalb frage ich mich (auch) in diesem Fall, warum der Täter überhaupt noch in diesem unserem Lande verweilte, während viele andere Menschen mit sichtbaren Integrationserfolgen abgeschoben werden.
Die feindliche Einstellung zu Frauen, zu transsexuellen, intergeschlechtlichen und "queeren Menschen" wird weder wegzustrafen noch sonst zu beseitigen sein; denn sie ist tief verwurzelt und Glaube und "Ehre" (welch ein Hohn) spielen eine Rolle.
Deshalb frage ich mich (auch) in diesem Fall, warum der Täter überhaupt noch in diesem unserem Lande verweilte, während viele andere Menschen mit sichtbaren Integrationserfolgen abgeschoben werden.
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Re: WDR | Lebensgefahr: Brutaler Angriff auf trans Mann beim CSD Münster
Wider die Queerfeindlichkeit
https://taz.de/Getoeteter-trans-Mann-Malte-C/!5876441/
Tödliche CSD-Attacke in Münster: Begleiter des Verdächtigen sagt als Zeuge aus
https://www.rnd.de/panorama/toedliche-c ... BOHSY.html
https://taz.de/Getoeteter-trans-Mann-Malte-C/!5876441/
Tödliche CSD-Attacke in Münster: Begleiter des Verdächtigen sagt als Zeuge aus
https://www.rnd.de/panorama/toedliche-c ... BOHSY.html
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Re: WDR | Lebensgefahr: Brutaler Angriff auf trans Mann beim CSD Münster
Ist mir gerade in den Sinn gekommen:
Ich könnte mir vorstellen wie beim Autofahren einen Punktekatalog (hier Flensburg) aufzustellen. Bei übersteigen einer bestimmten Punktezahl folgt eine Abschiebung. Natürlich nur bei Menschen mit Asyl oder sonstigem "geduldeten" status.
Außerdem müssen wir solche Menschen sorgfältig, institutionell und intensiv aufklären wie es bei uns in der Zivilgesellschaft läuft. Ich glaube es wird da fast nichts in der Richtung gemacht und die Leute denken was bei denen im Dorf galt, gilt auch hier in Deutschland. Erwarten fast wie im Heimatdorf Zuspruch, weil sie ja die heile Welt verteidigt haben.
LG
Ich könnte mir vorstellen wie beim Autofahren einen Punktekatalog (hier Flensburg) aufzustellen. Bei übersteigen einer bestimmten Punktezahl folgt eine Abschiebung. Natürlich nur bei Menschen mit Asyl oder sonstigem "geduldeten" status.
Außerdem müssen wir solche Menschen sorgfältig, institutionell und intensiv aufklären wie es bei uns in der Zivilgesellschaft läuft. Ich glaube es wird da fast nichts in der Richtung gemacht und die Leute denken was bei denen im Dorf galt, gilt auch hier in Deutschland. Erwarten fast wie im Heimatdorf Zuspruch, weil sie ja die heile Welt verteidigt haben.
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Re: WDR | Lebensgefahr: Brutaler Angriff auf trans Mann beim CSD Münster
Hallo Laila-Sarah,
Gruß
Olivia
...das habe ich hier niemandem "untergeschoben", das war eine allgemeingültige Aussage, die in dem Kontext dieses und anderer vergleichbarer/ähnlicher Themen von mir getroffen wurde.Laila-Sarah hat geschrieben: Di 6. Sep 2022, 11:59 Olivia hat geschrieben: ↑Di 6. Sep 2022, 11:26
Der ewige Ruf nach strengeren Gesetzen oder nach der Todesstrafe oder nach der Abkehr von der Gewaltenteilung sind nicht zielführend. Es gibt genügend Untersuchungen, die von Amnesty International immer wieder veröffentlicht wurden, dass auch die Todesstrafe nicht vor Verbrechen schützt.
Wer bitteschön hat den diesen Aufruf hier gemacht ?
Gruß
Olivia
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Re: WDR | Lebensgefahr: Brutaler Angriff auf trans Mann beim CSD Münster
Diese emotionale Reaktion, die letzlich von Rachegedanken geleitet ist, ist menschlich und verständlich. Aber im Rechtssystem einer zivilisierten Gesellschaft sollten sie nicht maßgeblich sein.Blossom hat geschrieben: Di 6. Sep 2022, 11:25Darüber kann man geteilter Meinung sein - und ich gebe zu, dass ich in so manchen Fällen tatsächlich denke, eine Patrone wäre angebracht, anstatt aus Steuermitteln für eine lebenslange Unterbringung zu zahlen ... nur schreckt Todesstrafe wie bekannt nicht ab, und bin auch strikte Gegnerin. Emotional je nach Tatgeschehen aber nachvollziehbar, wenn es mal überschwappt.Laila-Sarah hat geschrieben: Di 6. Sep 2022, 10:47 Einerseits finde ich hier in Deutschland die Strafen für Mord und Totschlag zu milde. Mit einer guten Führung ist man in ein paar Jahren entlassen.
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Re: WDR | Lebensgefahr: Brutaler Angriff auf trans Mann beim CSD Münster
Diese Frage habe ich mir auch schon öfters gestellt, und zwar ausdrücklich beide Teile der Frage.Anne-Mette hat geschrieben: Di 6. Sep 2022, 12:28 Deshalb frage ich mich (auch) in diesem Fall, warum der Täter überhaupt noch in diesem unserem Lande verweilte, während viele andere Menschen mit sichtbaren Integrationserfolgen abgeschoben werden.
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Re: WDR | Lebensgefahr: Brutaler Angriff auf trans Mann beim CSD Münster
Mögliche Erkenntnisse über Täter und Motiv
Tödliche Attacke bei CSD in Münster wird Thema im Innenausschuss
https://rp-online.de/nrw/panorama/duess ... d-76411427
Tödliche Attacke bei CSD in Münster wird Thema im Innenausschuss
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Re: WDR | Lebensgefahr: Brutaler Angriff auf trans Mann beim CSD Münster
Da ich hier berufliche Erfahrungen habe, können wir das Thema gern besprechen. Dann sollten wir aber einen anderen Thread aufmachen.Mirjam hat geschrieben: Di 6. Sep 2022, 22:08Diese Frage habe ich mir auch schon öfters gestellt, und zwar ausdrücklich beide Teile der Frage.Anne-Mette hat geschrieben: Di 6. Sep 2022, 12:28 Deshalb frage ich mich (auch) in diesem Fall, warum der Täter überhaupt noch in diesem unserem Lande verweilte, während viele andere Menschen mit sichtbaren Integrationserfolgen abgeschoben werden.
Mirjam
Es ist so, das ich erklären kann und Dinge erhellen. Man möge mir dann aber bitte nicht unterstellen, dass alles was ich erkläre, meine persönliche Meinung sei.
Wenn dir das Leben in den Hintern tritt, nutze den Schwung um vorwärts zu kommen....
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Re: WDR | Lebensgefahr: Brutaler Angriff auf trans Mann beim CSD Münster
Meines Wissens nach sind die näheren Umstände des Vorfalls immer noch nicht geklärt. Solange sollte man mal vorsichtig sein, mit vorschnellen Kommentaren.
Wenn es nicht so war, wie die Presse es dargestellt hat, sollten wir das Forum auch auf dem laufenden halten, wenn es neue Erkenntnisse gibt ...
im Falle von Tuğçe heißt es abschließend nicht gerade freundlich über "unsere" Presse:"Während der gesamten Ermittlungen hatte es immer wieder harsche Kritik an den Medien gegeben, sowohl von der Polizei als auch von der Staatsanwaltschaft, der Verteidigung und dem Richter. Vor allem die Berichterstattung der Bild-Zeitung wurde stark kritisiert: Sie habe ein falsches Bild von Täter und Opfer gezeichnet, Zeugen beeinflusst und die Ermittlungen damit massiv erschwert."
Dass im Falle von Tuğçe davon auszugehen ist, dass sie a) betrunken war, b) unglücklich gestürzt ist und c) nicht an der körperlichen Gewalt des jungen Mannes gestorben ist, sondern dass sie das Gleichgewicht verloren hat, schreiben "unsere" Medien nicht oder nur widerwillig.
Wenn es nicht so war, wie die Presse es dargestellt hat, sollten wir das Forum auch auf dem laufenden halten, wenn es neue Erkenntnisse gibt ...
im Falle von Tuğçe heißt es abschließend nicht gerade freundlich über "unsere" Presse:"Während der gesamten Ermittlungen hatte es immer wieder harsche Kritik an den Medien gegeben, sowohl von der Polizei als auch von der Staatsanwaltschaft, der Verteidigung und dem Richter. Vor allem die Berichterstattung der Bild-Zeitung wurde stark kritisiert: Sie habe ein falsches Bild von Täter und Opfer gezeichnet, Zeugen beeinflusst und die Ermittlungen damit massiv erschwert."
Dass im Falle von Tuğçe davon auszugehen ist, dass sie a) betrunken war, b) unglücklich gestürzt ist und c) nicht an der körperlichen Gewalt des jungen Mannes gestorben ist, sondern dass sie das Gleichgewicht verloren hat, schreiben "unsere" Medien nicht oder nur widerwillig.
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Claudia-67
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Re: WDR | Lebensgefahr: Brutaler Angriff auf trans Mann beim CSD Münster
Hallo,
wenn das stimmt, was mir zugetragen wurde, wird das alles noch absurder, was der Typ da gemacht hat. Zudem war der potentielle Täter Boxer. Der wusste also was seine Schläge anrichten können. Ein absolutes NoGo als Boxer so was zu machen.
Im Rathaus Münster liegt ein Kondolenzbuch aus. Zugänglich Mo-Fr 9-17, Sa, So 10-16. Auch von mir und zwei Freundinnen sind Einträge gestern rein gekommen. Draußen auf der Treppe Schilder, Kerzen, Blumen. Immer wieder bleiben Passanten stehen.
Letzte Woche Freitag waren bei der Trauerkundgebung 6500 Leute dabei. Der Prinzipalmarkt war voll. Vertreter der ganzen queeren Vereine, auch unserer SHG redeten. Dort wurde die Frage von einem Redner gestellt, wer schon einmal querfeindlich beleidigt worden ist. Es gingen gefühlt 90% der Arme hoch. Danach der Frage wer den schon mal angegriffen wurde. Auch da noch viele Arme oben. Beängstigend...
Ich selber wurde nach dem CSD abends im Zug auch verbal angegriffen, glücklicherweise ging es glimpflich aus, da engagierte Leute der Regenbogenfraktion den Fußballpöbel nieder gebrüllt haben. Der eine wolte mir auch einen Faustschlag ins Gesicht verpassen, aber da war mein Fahrrad dazwischen. Es wurde Anzeige wegen Nötigung, Bedrohung und Beleidigung gestellt. Die Videoaufzeichungen der Westfalenbahn sind sichergestellt worden.
Eine Bekannte, auch trans, von mir wurde in Bremen von 15 Jugendlichen in der Straßenbahn schwer verletzt. Dort ermittelt der Staatsschutz.
Zeigt solche Vorfälle an, bringt sie an die Öffentlichkeit. Das darf nicht vertuscht werden.
Was ist da draußen los?
Liebe Grüße
Claudia
wenn das stimmt, was mir zugetragen wurde, wird das alles noch absurder, was der Typ da gemacht hat. Zudem war der potentielle Täter Boxer. Der wusste also was seine Schläge anrichten können. Ein absolutes NoGo als Boxer so was zu machen.
Im Rathaus Münster liegt ein Kondolenzbuch aus. Zugänglich Mo-Fr 9-17, Sa, So 10-16. Auch von mir und zwei Freundinnen sind Einträge gestern rein gekommen. Draußen auf der Treppe Schilder, Kerzen, Blumen. Immer wieder bleiben Passanten stehen.
Letzte Woche Freitag waren bei der Trauerkundgebung 6500 Leute dabei. Der Prinzipalmarkt war voll. Vertreter der ganzen queeren Vereine, auch unserer SHG redeten. Dort wurde die Frage von einem Redner gestellt, wer schon einmal querfeindlich beleidigt worden ist. Es gingen gefühlt 90% der Arme hoch. Danach der Frage wer den schon mal angegriffen wurde. Auch da noch viele Arme oben. Beängstigend...
Ich selber wurde nach dem CSD abends im Zug auch verbal angegriffen, glücklicherweise ging es glimpflich aus, da engagierte Leute der Regenbogenfraktion den Fußballpöbel nieder gebrüllt haben. Der eine wolte mir auch einen Faustschlag ins Gesicht verpassen, aber da war mein Fahrrad dazwischen. Es wurde Anzeige wegen Nötigung, Bedrohung und Beleidigung gestellt. Die Videoaufzeichungen der Westfalenbahn sind sichergestellt worden.
Eine Bekannte, auch trans, von mir wurde in Bremen von 15 Jugendlichen in der Straßenbahn schwer verletzt. Dort ermittelt der Staatsschutz.
Zeigt solche Vorfälle an, bringt sie an die Öffentlichkeit. Das darf nicht vertuscht werden.
Was ist da draußen los?
Liebe Grüße
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Re: WDR | Lebensgefahr: Brutaler Angriff auf trans Mann beim CSD Münster
Da stimme ich dir zu. Allerdings wäre es genau deswegen besser gewesen, er hätte sich nicht derart öffentlich geäußert.Juna33 hat geschrieben: Di 6. Sep 2022, 08:26 [...] Er hat als Anwalt nicht moralisch zu urteilen, sondern seinen Job zu machen.
Schwer zu sagen, welche Absichten der Täter verfolgt. Diversen Äußerungen, die ich in der Vergangenheit in verschiedenen Reportagen gehört habe, würde ich den Tenor so zusammenfassen, dass bestimmte Teile ihr krudes, extremes bis extremistisches, menschenverachtendes Weltbild hier etabliert sehen wollen. Und kommt nicht nur von solchen (oft männlichen) Personen, die hier nur einen begrenzten Aufenthaltsstatus haben, sondern auch von hier geborenen, sowohl mit, als auch ohne Migrationshintergrund.Anne-Mette hat geschrieben: Di 6. Sep 2022, 12:28 Deshalb frage ich mich (auch) in diesem Fall, warum der Täter überhaupt noch in diesem unserem Lande verweilte
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.