Altenpflege-Online | Pflege intergeschlechtlicher Menschen verbessern
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Anne-Mette
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Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Aus dem Beitrag:

Intergeschlechtliche Personen befürchten, dass die Pflege ihre körperliche Integrität und Intimität nicht ausreichend schützen kann: „Ich kann mir das nicht für mich vorstellen; ich habe nicht das Gefühl, dass im derzeitigen Pflegesystem ein Raum geschaffen werden kann, in dem man respektvoll mit dem Körper der hilfebedürftigen Person umgeht.

Beschäftigte in der Pflege beklagen wiederum mangelnde Kenntnisse zur Thematik. Pflegende haben deshalb Angst, im Pflegeprozess etwas falsch zu machen.


https://www.altenpflege-online.net/arti ... verbessern

Da bleibt sicherlich noch vieles zu tun - auch für uns, die in Netzwerken und Aktionsgruppen tätig sind.

Wie die Zeit vergeht: angefangen habe ich mal als Klassensprecherin - nun bin ich wohl reif für den Seniorenbeirat (d/m/w) (smili)
Wenn Pflegende Angst haben, etwas falsch zu machen, dann sollten wir Hilfestellung bieten.
Es ist nicht lange her, da war ich an einem Workshop für Betreuerinnen und Betreuern und Lehrpersonal von Jugendlichen beteiligt.
So etwas ist sicherlich auch für die Seniorenarbeit und Pflege denkbar.
Allerdings vermute ich mal, dass "allgemeine Pflegerichtlinien" einen "erweiterten Pflege- und Fortbildungsaufwand" verhindern(?). Aber das kann herausgefunden werden.
Cappuccina
schau
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Re: Altenpflege-Online | Pflege intergeschlechtlicher Menschen verbessern

Post 2 im Thema

Beitrag von Cappuccina »

(dr) Hallo Anne-Mette,
Ich bin Pflegemensch in der Altenpflege und kann Dir sagen, das Sexualität im Alter, mögliche Erkrankungen und besondere Pflegebedarfe sowie die entsprechende psychische Begleitung ein Bestandteil über einen Schulblock und auch prüfungsrelevant waren (2021). Wie weit das Thema Homo-,Trans- und Intersexualität vertieft werden liegt sicher auch am Wissen der Lehrenden /Lernende. Schulungs-und Infoangebote für Lehrende sind sicher sinnvoll und wer könnte das theoretische Wissen besser bereichern und der Theorie ein Gesicht und Normalität geben als Betroffene? (Sry "Betroffene "ist blöd ausgedrückt, aber mir fällt gerade kein besseres Wort ein) Vielleicht möchte jemand dem DNQP Unterstützung anbieten?
Liebe Grüße,
Cappuccina
(cof)
Zuletzt geändert von Cappuccina am Mo 15. Aug 2022, 19:04, insgesamt 2-mal geändert.
***keep smiling***
Blossom
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Re: Altenpflege-Online | Pflege intergeschlechtlicher Menschen verbessern

Post 3 im Thema

Beitrag von Blossom »

Anne-Mette hat geschrieben: Do 11. Aug 2022, 17:32 Allerdings vermute ich mal, dass "allgemeine Pflegerichtlinien" einen "erweiterten Pflege- und Fortbildungsaufwand" verhindern(?).
Das sehe ich nicht. Zum speziellen Thema eher, dass andere als vorrangig gesehen werden und dieses eher ein Mauerblümchen-Dasein fristet.
Da ich ja selbst auch als Referentin im Gesundheitswesen tätig bin, kam es, infolge meiner Person, bereits zu Nachfragen ... Dazu doch einmal etwas vorzubereiten und ein Angebot zu unterbreiten.

Wie ich bereits einmal an anderer Stelle schrieb, betreuen wir im Haus auch ein junges (trans)Mädchen ... ihren Bedürfnissen wird durchaus Rechnung getragen, von Kleidung bis Schminken, aber auch in Puncto, sich nicht von Männern pflegen/versorgen lassen zu wollen.
Allerdings sind wir aber bereits eine sehr diverse Gruppe an Fachkräften, sodass dies für uns keine Herausforderung darstellt. Eine Ausnahme vielleicht, aber es wird bereits gelebt.
»Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.«
Billie Jean King (*1943)
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