BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten

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MichiWell
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Re: BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten

Post 16 im Thema

Beitrag von MichiWell »

EmmiMarie hat geschrieben: Fr 29. Jul 2022, 17:55 Das ist genau so wie wenn mir jemand sagt "ja, ja, ich hab ein Update gemacht"
ich sehe aber in den Live-Daten das eben keins gemacht ist. Wie komme ich mir wohl vor?
Ja, genau, verar....
Du vergleichst eindeutig Äpfel mit Bananen!

Es ist ein gewaltiger ein Unterschied, ob jemand nachprüfbar lügt, oder dass ein Mensch einfach nur auf Grund des eingeschränkten Horizontes seiner Mitmenschen als Lügner angesehen wird.

EmmiMarie hat geschrieben: Fr 29. Jul 2022, 17:55Der Mitarbeiter hat einfach seiner Wahrnehmung vertraut, da ist kein Generalverdacht.
Tiefe Stimme -> keine Frau -> Verweigerung, weil Betrüger

Genau das ist für mich Generalverdacht. Ebenso gut könnte der Mitarbeiter wegen einer polnisch klingenden Stimme die Vermietung verweigern, weil er einfach seiner Wahrnehmung vertraut, dass Polen die Autos öfter mal nicht wiederbringen.

:((a
Brauchst Du Hilfe und hast niemanden zum quatschen? Dann schick mir ´ne PN!
Blossom
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Re: BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten

Post 17 im Thema

Beitrag von Blossom »

MichiWell hat geschrieben: Sa 30. Jul 2022, 00:10 Es ist ein gewaltiger ein Unterschied, ob jemand nachprüfbar lügt, oder dass ein Mensch einfach nur auf Grund des eingeschränkten Horizontes seiner Mitmenschen als Lügner angesehen wird.
Erstens konnten die Daten wohl nicht telefonisch gecheckt werden, waren also nicht überprüfbar. Zweitens ist es anmaßend diesem/r Mitarbeiter:in einen "einegschränkten Horizont" zu unterstellen. Drittens frage ich mich, wie du auf "Generalverdacht" kommst, und auf Viertens möchte ich besser gar nicht erst eingehen!

Wir alle wissen gar nicht wie das Telefonat abgelaufen ist! Dazu hat sich weder die trans Frau noch die Firma geäußert! Letztlich beruht alles auf unhaltbaren Mutmaßungen.

Ich persönlich weise in Telefonaten meinen Gegenüber darauf hin, dass sollte infolge meiner Stimme ein falscher Eindruck entstehen, ich trans Frau bin. Allein schon, um korrekt angesprochen zu werden. Am Beispiel: An meinem Wagen muss ein Fernlicht-Birnchen ausgewechselt werden, ging gestern kaputt. Da es so kompliziert zu verbauen ist, habe ich heute die Fachwerkstatt angerufen und mir für Montag einen Termin geben lassen. Da kam das Problem ganz kurz, weil die Dame, nachdem ich mich mit Nachnamen gemeldet hatte, fragte: Was können wir für Sie tun, Herr Riedel. Also auf meine Stimme reagierte, wie ich es erwartete. Ich habe ihr dann ganz freundlich erklärt, dass ich trans sei, worauf sie augenblicklich, sich sogar noch entschuldigend, auf Frau Riedel umschwenkte ... Also bitte, wo ist das Problem?

Hat die Dame, die sich diskriminiert fühlt überhaupt dahingehend geäußert?
»Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.«
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Re: BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten

Post 18 im Thema

Beitrag von Annette »

GENERALVERDACHT

Sie lügen und betrügen. Rauben, morden, plündern, stehlen, misshandeln, vergewaltigen, verprügeln, unterdrücken,... die Liste ist endlos.

Dies sind nur einige wenige der typischen Merkmale des Homo-Sapiens, kein Tier tut so etwas… und nun stellt euch vor, eins dieser Wesen ruft bei euch an wegen eines Leihwagens…

Dies ist Satire. Aber Tatsache ist, die Welt ist voller Fieslinge, und es ist legitim und angebracht, gerade bei einem Telefongespräch, besondere Vorsicht walten zu lassen. Manchmal sollte man gar die rosarote Sonnenbrille aus dem Gesicht nehmen und nicht gleich bei jeder Gelegenheit auf Generalverdacht oder Diskriminierung einer Minderheit machen.

Liebe Grüsse,
Annette CS
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Re: BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten

Post 19 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Annette hat geschrieben: Sa 30. Jul 2022, 06:21 ............Aber Tatsache ist, die Welt ist voller Fieslinge, und es ist legitim und angebracht, gerade bei einem Telefongespräch, besondere Vorsicht walten zu lassen. Manchmal sollte man gar die rosarote Sonnenbrille aus dem Gesicht nehmen und nicht gleich bei jeder Gelegenheit auf Generalverdacht oder Diskriminierung einer Minderheit machen.................
Und die Fislinge sind dann wo? Bei Menschen die eine tiefe Stimme haben? Ist mir ein wenig zuviel Schublade. Da frage ich doch gleich dagegen: Wieviele Straftaten wurden von transsexuellen Personen verübt und wie viele von nicht transsexeuellen Personen? Es gibt dazu die Sicherheitsabfrage.
Zitat aus dem Bericht:
....Die Mitarbeiterin an der Leitung fragte wie üblich aus Sicherheitsgründen alle Daten ab. Name, Alter und Anschrift stimmten – doch beim Geschlecht wurde sie stutzig...........

Wollte die Mitarbeiterin also nur zwischen zwei Geschlechtern unterscheiden? Also gehe ich dann doch von einer Diskriminierung oder Generalverdacht aus, weil wenn die Sicherheitabfrage stimmt, ist eine Frage nach dem Geschlecht unzulässig in meinen Augen. Vor allem wenn dieses Unternehmen beim CSD teilnimmt, sollte doch das notwendige Wissen vorhanden sein.
Ob wie hier beim Autovermieter oder die Diskussion über die Toilettenfrage oder die Gefahr des Eindringens in Schutzräume, die Diskussion ist doch immer die Gleiche. Das Verhalten des Autovermieters war nicht korrekt und das hat er selbst eingestanden.
Ich hatte wege meiner Stimme auch schon Probleme. Aber nachdem ich den Menschen erklärte warum ich eine tiefere Stimme habe, ist dieses Problem nicht mehr aufgetreten. Wahrscheinlich hat meine Versicherung, Stromanbieter usw. einen Vermerk in der Akte gemacht.



Liebe Grüße Jasmine
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Re: BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten

Post 20 im Thema

Beitrag von EmmiMarie »

MichiWell hat geschrieben: Sa 30. Jul 2022, 00:10 Du vergleichst eindeutig Äpfel mit Bananen!

Es ist ein gewaltiger ein Unterschied, ob jemand nachprüfbar lügt, oder dass ein Mensch einfach nur auf Grund des eingeschränkten Horizontes seiner Mitmenschen als Lügner angesehen wird.
Hey Michi..

die Wirkung ist die Selbe, auch wenn die Ursache eine andere ist.

Aus meiner Sicht.
Aber interessiert dich das überhaupt? Vermutlich nicht, weil du ja sowieso
alles besser weisst, alles besser machst und darüber hinaus auch noch die Generalvertretung
für alles hast-ich habe einfach keine Lust mehr hier zu schreiben weil du alles ausserhalb
deiner Parameter gleich schalten möchtest.

Es macht einfach sowas von keinen Spass mehr, ich fühle mich von dir bevormundet,
heruntergesetzt und einfach nicht in meiner Person akzeptiert.

Dann schreibe ich halt nur noch völlig belanglose Dinge, ich hoffe damit bist du zufrieden.
Wie schon viele andere vorher.
Und komme bitte nicht auf die Idee mich in irgendeiner Form privat anzuschreiben, dafür
wäre ich dir sehr verbunden. Danke!

Doch eines möchte ich noch erzählen...
ich hatte vor der PÄ das Problem auch schon anders herum, ich habe wo angerufen,
habe meinen Text gesagt und dann gehört, "aber als Ansprechpartner steht da ein Mann,
kann ich ihren Mann sprechen?" Dann habe ich, so ähnlich wie Blümchen das beschrieben
hat gesagt "nein, das bin schon ich, ich bin trans*" dann gab es eine Bestätigung auf der
anderen Seite und alles war gut. Dafür muss man aber auch den Arsch in der Hose haben.

Gestern war ich beim Zahnarzt, wohlgemerkt unrasiert, weil ich auch grade in
einer Elektroepiphase bin. Da ist ihm auch mal ein "bei ihm, sorry bei ihr" rausgerutscht.
Soll ich deswegen einen Aufstand machen? Nein, wir sind schon ewig in der Praxis, weil
er ein super Zahnarzt ist, einer der Besten in der Stadt.

Ich verrate dir Michi es geht im Leben einfach besser, wenn man den eigenen Mittelweg
mit dem Mittelweg der anderen verbindet, das macht frei, ein gutes Gefühl und bringt Frieden.
Ich kann und möchte nicht ständig gegen wie Wahrnehmung anderer kämpfen, wozu
diese definitiv auch ihr gutes Recht haben.
Und erst dann wenn eine Person an die Stelle kommt das verstanden zu haben, wird das Leben auf einmal leicht.
Dann kann man sich und andere akzeptieren.

Die andere Variante ist, solange mit dem Kopf gegen die Wand zu laufen, bis die Augen so
zugeschwollen sind, das man nichts mehr sieht.


Marie :( :shock:

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Re: BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten

Post 21 im Thema

Beitrag von Annette »

Jasmine hat geschrieben: Sa 30. Jul 2022, 09:30Also gehe ich dann doch von einer Diskriminierung oder Generalverdacht aus...
Aber Hallo!

Ich möchte ja gerne bei meiner, wie es scheint, äusserst revolutionären und avantgardistischen These bleiben, dass es sich um eine reine Vorsichtsmassnahme seitens des Autovermieters gehandelt hat. Zumal der telefonische Kontakt keine befriedigende Kontrolle über die Authenzität der Anruferin ermöglichte. Puh! Das war mal geschwollen dahergeredet!

Vielleicht wäre ich ja besser beraten, jegliche Vernunft über Bord zu schmeissen, und mich einfach dem allgemeinen Tenor einiger Protagonistinnen anzuschliessen. Damit würde auch ich dem Kfz-Vermieter Diskriminierung und Generalverdacht unterstellen. Dann aber richtig! Was bedeutet, dass dieser Generalverdacht auf alle Ebenen des täglichen Lebens ausgeweitet wird. Im Klartext:

Transpersonen sind kriminell
Ostfriesen sind doof
Schotten sind geizig
Polen klauen
Griechen lügen und betrügen
Franzosen sind chauvinistisch
Italiener sind die Mafia
...
die Liste liesse sich ganz willkürlich weiterführen.

Hiermit will ich nur ausdrücken, dass eure Annahme und Postulierung des "Generalverdachtes gegen Transpersonen" (in diesem speziellen Fall!) mindestens genauso realistisch und angebracht ist, wie die These, dass unsere Erde eine Scheibe ist!

Noch Fragen?

Mit satirischen Grüssen,
Annette CS
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Re: BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten

Post 22 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Annette hat geschrieben: Sa 30. Jul 2022, 15:05Noch Fragen?
ja (888)
Annette hat geschrieben: Sa 30. Jul 2022, 15:05 keine befriedigende Kontrolle über die Authenzität der Anruferin ermöglichte.
... und da soll ausgerechnet eine passende Telefonstimme ein wichtiges Indiz sein?

Es gibt sicherlich viel bessere Möglichkeiten.

Gruß
Anne-Mette
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Re: BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten

Post 23 im Thema

Beitrag von Maxine »

"Wollte die Mitarbeiterin also nur zwischen zwei Geschlechtern unterscheiden? Also gehe ich dann doch von einer Diskriminierung oder Generalverdacht aus, weil wenn die Sicherheitabfrage stimmt, ist eine Frage nach dem Geschlecht unzulässig in meinen Augen. Vor allem wenn dieses Unternehmen beim CSD teilnimmt, sollte doch das notwendige Wissen vorhanden sein."
Liebe Jasmin, bitte nicht böse sein. ich habe diesen Teil Deiner Ausführungen mal geklaut. Denn bei der ganzen Frage nach Generalverdacht und Diskriminierung stellt sich mir nur eine Frage. Hat die Dame mal versucht sich gegenüber der Mitarbeiterin zu erklären? Also warum ist meine Stimme "so tief" ? Nur vielleicht hätte dies alleine schon gereicht um die Sache aufzulösen. Dies soll weder die Handlung der Mitarbeiterin rechtfertigen noch der betreffenden Trans-Frau die Schuld zu sprechen. Es ist nur ein Gedanke, der mir durch den Kopf geht. Vielleicht habe ich die Antwort auf meine Frage auch überlesen dann entschuldige ich mich für diesen Text.

Liebe Grüße Maxine
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Re: BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten

Post 24 im Thema

Beitrag von VanessaB »

Nun ja,
ich habe auch schon ähnliche Erfahrungen gemacht, zwar nicht mit einer Autovermietung, aber mit einer Bank, einem Handy-/Telefonanbieter, eine Verwaltung und ich wurde jedes mal nach Identifikationsdaten gefragt und die Sache ließ sich lösen (Geburtsdatum z.B.).

Schwierig finde ich in diesem Fall, dass eine Frau keine tiefe Stimme haben darf, weil die mitarbeitende Person dafür kein Raster im Kopf hat. Hätte eine Frau angerufen (um zum Beispiel eine Betrug zu begehen), hätte der Mitarbeitende erst gar nicht nachgefragt ... finde den Fehler.

Ich kann es gut nachvollziehen, dass sich ein Mitarbeitender unsicher fühlt und entsprechende Maßnahmen ergreift, aber hier liegt meines Erachtens der Fehler in der Führungsebene und der Ausbildung, Information und Schulung. Aber das bessert sich ja derzeit stetig, so mein Gefühl.
Ob das Diskriminierung ist, scheint mir eine Perspektivfrage.

Alles Liebe
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Re: BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten

Post 25 im Thema

Beitrag von Blossom »

EmmiMarie hat geschrieben: Sa 30. Jul 2022, 13:04 Ich verrate dir Michi es geht im Leben einfach besser, wenn man den eigenen Mittelweg
mit dem Mittelweg der anderen verbindet, das macht frei, ein gutes Gefühl und bringt Frieden.
Danke. Du bringst es auf den Punkt. Besser kann man es nicht ausdrücken.
So mache ich das schon von Anfang an und fahre sehr gut damit, aber wenn ich darüber schreibe, dass in meinem Umfeld alles super klappt, heißt es ja auch hier von einigen: Komm mal aus deiner Blase, die Welt ist ganz anders.
Nein, ist sie nicht! Sie ist so, wie ich sie mir schaffe!
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Re: BZ | Zu tiefe Stimme! Transfrau durfte in Berlin kein Auto mieten

Post 26 im Thema

Beitrag von Claudia-67 »

Hallo Blümchen,
Blossom hat geschrieben: Sa 30. Jul 2022, 00:32 Ich persönlich weise in Telefonaten meinen Gegenüber darauf hin, dass sollte infolge meiner Stimme ein falscher Eindruck entstehen, ich trans Frau bin. Allein schon, um korrekt angesprochen zu werden. Am Beispiel: An meinem Wagen muss ein Fernlicht-Birnchen ausgewechselt werden, ging gestern kaputt. Da es so kompliziert zu verbauen ist, habe ich heute die Fachwerkstatt angerufen und mir für Montag einen Termin geben lassen. Da kam das Problem ganz kurz, weil die Dame, nachdem ich mich mit Nachnamen gemeldet hatte, fragte: Was können wir für Sie tun, Herr Riedel. Also auf meine Stimme reagierte, wie ich es erwartete. Ich habe ihr dann ganz freundlich erklärt, dass ich trans sei, worauf sie augenblicklich, sich sogar noch entschuldigend, auf Frau Riedel umschwenkte ... Also bitte, wo ist das Problem?
wie Du halte ich es auch. Ja, man natürlich dazu stehen wollen trans zu sein.

Es gibt aber schon mal nervige Mitarbeiter, die damit wohl ein Problem haben, weil das in deren geistigen Horizont nicht rein geht. Dann werde ich halt deutlicher. Anstrengend ist das bei der AOk, man leider immer wieder andere Mitarbetier dran hat, nicht nur im Callcenter, auch in den Fachabteilungen, die Zugriff auf meine Akte haben. Da musste ich schon mal sehr deutlich werden.

Eine Freundin hatte auch schon ihre Erlebnisse, inklusive Sperrung bei einer Bank. Nur kann die auch mal zum Drachen werden und Feuer spucken. Dann wurden danach ein paar Leute flott. (arg)
Selbst mit zwei Jahren Logopädie und einer durchaus neutralen bis weiblichen Stimme ist das am Telefon immer sehr schwierig. Naja, ich muss die Logopädie nach um die 15 Sitzungen ohnhin erstmal unterbrechen. Ob das jemals so wird, dass es am Telefon klappt, bezweifle ich. :roll:

LG
Claudia
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