BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell
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Anne-Mette
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Martina-NB
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell
Ich habe schon mehrfach gelesen, dass in Gruppen und Beratungen die Leute zur GOP gedrängt werden bzw. zumindest diese sehr einseitig positiv dargestellt wird. - Halte ich für ein großes Problem. Zumal Transpersonen, die eben - aus welchen Gründen auch immer - eine HT oder GOP nicht wollen, oft durch's Raster fallen.
Mir halt mal ein Psychotherapeut (spezialisiert auf Trans) gesagt: "Tja wenn Sie sich sowieso nicht operieren lassen wollen, weiß ich nicht, was ich für Sie tun soll."
Mir halt mal ein Psychotherapeut (spezialisiert auf Trans) gesagt: "Tja wenn Sie sich sowieso nicht operieren lassen wollen, weiß ich nicht, was ich für Sie tun soll."
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Anne-Mette
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell
Leider gibt es auch unter Mitgliedern (auch ohne) dieser Zunft ungeeignete und unverantwortlich tätige Kräfte.Martina-NB hat geschrieben: Di 19. Jul 2022, 11:30 Mir halt mal ein Psychotherapeut (spezialisiert auf Trans) gesagt: "Tja wenn Sie sich sowieso nicht operieren lassen wollen, weiß ich nicht, was ich für Sie tun soll."
Leitztendlich liegt aber die Verantwortung bei jedem Menschen selbst und es kann niemand ohne jeden Zweifel feststellen, ob eine Operation geboten ist.
Das ist ja gerade Sinn einer Fachkraft, dass sie die verschiedenen Facetten einer möglichten Transsexualität mit dir herausarbeitet und dann zu einem Ergebnis kommt.
Das Ergebnis muss keinesfalls "Operation" bedeuten. Daneben gibt es noch viele andere Aspekte, die zu besprechen wären.
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Lana
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell
Hmm, keine Ahnung, wie das gelaufen ist, aber solche Aussagen sind schon merkwürdig:
LGL
Vor Operationen wird vom Arzt doch über die Risiken aufgeklärt. Man muss unterschreiben, dass man das verstanden hat und in den Eingriff trotz der Risiken einwilligt.Sabeth: "An dem Tag hat mein Umdenken begonnen. Mir wurde klar, dass Eingriffe in den natürlichen Körper gefährlich sind. Das war mir zuvor nicht bewusst."
LGL
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Blossom
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell
Als 29jähriger sollte man wissen, dass jeder körperliche Eingriff, gleich ob medikamentös oder operativ ein Risiko darstellt. Dass man sich dessen angeblich erst nach einem Eingriff bewusst wird, entbehrt jeder Glaubwürdigkeit. Das Foto als auch der Hinweis auf das aktuelle Studium der Elektrotechnik deuten keineswegs auf ein "zerstörtes" Leben hin. Allein schon die plakative, schreierische Überschrift ist wieder einmal ein typischer Griff in die um Aufmerksamkeit buhlende Trickkiste der BILD. 
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Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
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Tanja Stöckel
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell
Ja reißerisch ist der Artikel schon, das ist halt das Wesentliche, was solche Berichte ausmacht, sei es in der Bild oder auch in einer in einer anderen Illustrierten. Sachliche Berichte sind da eine Seltenheit, aber trotzdem, wenn man die Geschichte auf das Wesentliche herunterbricht, ist da halt ein menschliches Schicksal. Man kann davon ausgehen, das Sabeth sich ihre Entscheidung zu den angleichenden Maßnahmen aus ihrer damaligen Sicht gut überlegt hat. Nur leider ist das Leben oft nicht so schwarz/weiß wie wir es gerne hätten und es ergeben sich auf dem Schicksalsweg neue Dinge, die vorher nicht zu erkennen waren. Man sollte also niemanden wegen seiner Entscheidungen verurteilen. Gerade wir, die wir von der Gesellschafft Toleranz erwarten, sollten selbst Toleranz üben und leben.
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Jetzt wird es Zeit, dass alle die Frau sehen, damit ich mich erkennen kann und so sein kann wie ich bin.
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Blossom
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell
Das war keine Verurteilung. Nur eine Feststellung.Tanja Stöckel hat geschrieben: Di 19. Jul 2022, 20:56 Man sollte also niemanden wegen seiner Entscheidungen verurteilen.
Aber auch hier: man sollte sich bewusst allen Überlegungen stellen, die eine solche OP mit sich bringt ... das schließt auch die Erwartungen ein, die man daran knüpft. Und bedenken, dass diese anschließend nicht erfüllt sein müssen. Lerne ich nicht fürs Leben, dass ich immer das Für und Wieder einer Entscheidung abwägen sollte? Insbesonders solcher, die eine solche Reichweite haben?
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Michi
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell
Die Aussage der Protagonistin: "... In all den Selbsthilfegruppen geht es immer um die Optik, die Sensibilisierung für die OP und die Umwandlung ist das Wichtige." ist nur anekdotische Evidenz, aber man bringt sie trotzdem, weil man damit so schön Stimmung gegen Betroffene machen und Empörung anheizen kann.

Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Helga
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell
Ich fürchte zwischen dem obligatorischen "Beipackzettel" und dem Gefühl wenn dann tatsächlich am Körper etwas "fehlt" ist leider noch ein himmelweiter Unterschied. Solche Situationen kann keine Aufklärung der Welt verhindern.Blossom hat geschrieben: Di 19. Jul 2022, 20:02 Als 29jähriger sollte man wissen, dass jeder körperliche Eingriff, gleich ob medikamentös oder operativ ein Risiko darstellt.
Der Artikel zeigt allerdings ein Problem auf, das auch hier im Forum zu beobachten ist: Beim Thema "Transition" wird leider überhaupt nicht mit offenen Karten gespielt. Berichtet wird nur über Glücksgefühle, Himmel voller Geigen und "Angekommen"- Sein. Das hierbei Nebenwirkungen möglich sind, oder dass eine solche Maßnahme auch mal katastrophal daneben gehen kann, fällt leider immer unter den Tisch oder lässt sich bestenfalls zwischen den Zeilen erkennen.
Dies ist aus Sicht der Betroffenen irgendwie verständlich, weil Selbstschutz. Wer mag vor sich selbst schon zugeben, dass eine unumkehrbare, grundlegend lebensverbessernde Maßnahme, dann doch nicht so lebensverbessernd war sondern nur neue Probleme mit sich bringt. Auf diese euphemistische Selbstdarstellung fallen aber leider immer wieder Andere herein, die dann in eine ähnliche Situation geraten.
Das Therapeuten hier nicht wirklich weiterhelfen können liegt auf der Hand - als nicht selbst Betroffene sind sie auf das angwiesen was ihnen berichtet wird.
Etwas mehr Ehrlichkeit Anderen gegenüber wäre schon sehr angebracht. Es geht darum Menschen, die vor einer Entscheidung stehen eine wirkliche Entscheidungsgrundlage zu geben. Nicht darum diese zu locken.
Liebe Grüße
Helga
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
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Blossom
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell
Nun, das mag auf schriftliche Beiträge zutreffen ... nicht aber, wenn man zu Einzelnen auch einen persönlichen Kontakt hat - telefoniert oder sich sogar trifft.Helga hat geschrieben: Mi 20. Jul 2022, 00:14 Beim Thema "Transition" wird leider überhaupt nicht mit offenen Karten gespielt. Berichtet wird nur über Glücksgefühle, Himmel voller Geigen und "Angekommen"- Sein.
Selbst im Chat war es schon Thema, dass nicht immer eingetroffen ist, was man sich erwartet hat. Oder zumindest: nicht ganz so. Aber das ist natürlich relativ und liegt an der eigenen Erwartung.
All das hat mir persönlich jedenfalls zu denken gegeben, und das war und ist sicher nicht verkehrt gewesen. Für mich bedeutet das aktuell, dass ich keine operativen Schritte gehen werde, denn ich bin ausgeglichen und sehr glücklich, wie es momentan um mich steht. Und den kleinen Makel, der mich anfangs dermaßen gestört hat, den ich unbedingt beseitigt sehen wollte, stört mich nicht mehr ... denn wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich auch so die Frau, die ich bin, und als die ich in meinem Umfeld wahrgenommen werde. Dachte ich anfangs noch, ich könne nur trans sein, wenn ich alles machen lasse, sehe ich das heute gar nicht mehr so - zumal ich mir gerade als Fachkrankenschwester mit OP- und Intensiverfahrungen sehr wohl aller Risiken, insbesondere in meinem fortgeschrittenen Alter, bewusst bin. Ich habe es geschafft, meine Seele gesundwerden zu lassen und endlich ich selbst zu sein - und das ist vermutlich mehr, als all die rein optischen Angleichungen bieten können. Insofern werde ich wohl auch weiter als trans Frau leben ohne GaOP, und warum auch nicht?
Es ist für mich nicht einzusehen, anschließend daran zu verzweifeln, dass eine Brust-OP nicht gebracht hat, was ihr mir vielleicht erträumt habe oder dergleichen. Ja, ich jammere nicht einmal über meine tiefere Stimme, die dennoch weich, sanft und sonor gefallen findet ...
... und all das und noch so einiges mehr sollte man sich vorher klarmachen, ehe man sich evtl. ins Unglück stürzt. Machen wir uns doch mal bewusst, dass wir selbst nach allen OPs niemals eine cis Frau sind. Man es uns immer irgendwie ansehen wird ... Wie weit will man es denn treiben? Auch noch Wangenknochen verändern, Schlupflider beseitigen lassen?
Ich habe für mich meine Entscheidung getroffen und bleibe so wie ich bin, und anders muss ich auch nicht sein, denn meine Partnerin liebt mich gerade deshalb, auch wenn sie jeden Schritt mitgehen würde.
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Anne-Mette
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell
Moin,
Jedes Foto, obwohl schon tausendfach in ähnlicher Form gesehen, wird bejubelt, während viele andere Themen "unter den Tisch fallen", obwohl sie sicherlich diskussionswürdig sind.
Allerdings spielt es in der Selbsthilfegruppe, die ich begleite, weniger eine Rolle - oder nur eine kleine.
Gruß
Anne-Mette
nun ja - wenn ich das Forum als "erweiterte Selbsthilfegruppe" betrachte, dann scheint es zu stimmen.MichiWell hat geschrieben: Di 19. Jul 2022, 23:25 In all den Selbsthilfegruppen geht es immer um die Optik, die Sensibilisierung für die OP und die Umwandlung ist das Wichtige." ist nur anekdotische Evidenz, aber man bringt sie trotzdem, weil man damit so schön Stimmung gegen Betroffene machen und Empörung anheizen kann.
Jedes Foto, obwohl schon tausendfach in ähnlicher Form gesehen, wird bejubelt, während viele andere Themen "unter den Tisch fallen", obwohl sie sicherlich diskussionswürdig sind.
Allerdings spielt es in der Selbsthilfegruppe, die ich begleite, weniger eine Rolle - oder nur eine kleine.
Gruß
Anne-Mette
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Klaudia
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell
Also meine persönliche und rein subjektive Meinung ist, dass doch häufig zu schnell die (Eigen-)Diagnose Transsexualität gestellt wird. Den Eindruck habe ich öfter, wenn ich in diesem Forum Threads lese. Bei manchen sehr rasanten Entwicklungen habe ich ein ungutes Gefühl.
Ich habe auch lange über mich selbst nachgedacht und war durch solche Aussagen wie "Der Unterschied zwischen Crossdressern und Transgendern ist ein Jahr" oder so ähnlich stark verunsichert. Ist das wirklich so? Führt das alles zwangsläufig dahin? Nein - mittlerweile sehe ich mich als bekennenden Crossdresser, ja um es deutlicher zu sagen Transvestit, der Freude an weiblicher Kleidung hat. Es gibt da sicher kein schwarz-weiß und das Feld ist sehr weit, umso vorsichtiger sollte man mit so harten und endgültigen Schritten wie GAOP umgehen.
LG Klaudia
Ich habe auch lange über mich selbst nachgedacht und war durch solche Aussagen wie "Der Unterschied zwischen Crossdressern und Transgendern ist ein Jahr" oder so ähnlich stark verunsichert. Ist das wirklich so? Führt das alles zwangsläufig dahin? Nein - mittlerweile sehe ich mich als bekennenden Crossdresser, ja um es deutlicher zu sagen Transvestit, der Freude an weiblicher Kleidung hat. Es gibt da sicher kein schwarz-weiß und das Feld ist sehr weit, umso vorsichtiger sollte man mit so harten und endgültigen Schritten wie GAOP umgehen.
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell
Eine vermutete Zwangsläufigkeit ist längst nicht für viele Menschen gültig, ganz zu schweigen von der Mehrheit.Klaudia hat geschrieben: Mi 20. Jul 2022, 10:33 Ist das wirklich so? Führt das alles zwangsläufig dahin? Nein - mittlerweile sehe ich mich als bekennenden Crossdresser
Ich finde gut, wenn ein eigener Wege eingeschlagen wird. Das zeigt Verantwortung sich selbst und den verbundenen Menschen gegenüber.
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell
Hallo,
ich habe schon den Eindruck, das wir hier in besonderem Maße nicht ins Schwarz/Weiß denken verfallen. Sicherlich die Stimmen gibt es auch, aber werden in der Regel auch schnell eingebremst, so zumindest mein Eindruck. Es geht doch im Wesentlichen um die Reise und wohin die Reise führt, wie weit sie geht, mit was der Mensch endlich Glücklich und Zufrieden ist, muss jede für sich selbst herausfinden. Das wir hier so bunt und meist auch besonders tolerant sind, macht das Forum ja so besonders.
Ich selber lege auch ein hohes Tempo vor, das mich manchmal auch ins nachdenken bringt. Aber diesem geht ja auch ein lebenslanger Prozess vorraus und fällt nicht vom Himmel. Kritisch hinterfragen ist immer gut und das sollte in der Zusammenarbeit mit einer passenden Thera auch dazu gehören.
Über diese hier erwähnte Person gibt es auch einen Videobeitrag den ich vor kurzem irgendwo gesehen habe. Fand ich etwas besser als diese Zusammenfassung hier.
Am Ende hat selbst die A. Schwarzer etwas gesagt was ihre Position ein klein wenig nachvollziehbar gemacht hat. Da ging es darum das die Zahlen von jungen Transmänner in den letzten Jahren förmlich explodiert sind. Davon abgeleitet dann die Fragestellung ob manche dies nur machen, um in einer Männer dominierten Welt besser bestehen zu können.
Das manche, wie sie teilweise auch, davon ableiten auf Trans einzuprügeln zu müssen, anstatt Frauenrechte zu stützen, was ja Ursprünglich mal ihr Ansinnen war, halte ich für ziemlich daneben.
Liebe Grüße Tira
ich habe schon den Eindruck, das wir hier in besonderem Maße nicht ins Schwarz/Weiß denken verfallen. Sicherlich die Stimmen gibt es auch, aber werden in der Regel auch schnell eingebremst, so zumindest mein Eindruck. Es geht doch im Wesentlichen um die Reise und wohin die Reise führt, wie weit sie geht, mit was der Mensch endlich Glücklich und Zufrieden ist, muss jede für sich selbst herausfinden. Das wir hier so bunt und meist auch besonders tolerant sind, macht das Forum ja so besonders.
Ich selber lege auch ein hohes Tempo vor, das mich manchmal auch ins nachdenken bringt. Aber diesem geht ja auch ein lebenslanger Prozess vorraus und fällt nicht vom Himmel. Kritisch hinterfragen ist immer gut und das sollte in der Zusammenarbeit mit einer passenden Thera auch dazu gehören.
Über diese hier erwähnte Person gibt es auch einen Videobeitrag den ich vor kurzem irgendwo gesehen habe. Fand ich etwas besser als diese Zusammenfassung hier.
Am Ende hat selbst die A. Schwarzer etwas gesagt was ihre Position ein klein wenig nachvollziehbar gemacht hat. Da ging es darum das die Zahlen von jungen Transmänner in den letzten Jahren förmlich explodiert sind. Davon abgeleitet dann die Fragestellung ob manche dies nur machen, um in einer Männer dominierten Welt besser bestehen zu können.
Das manche, wie sie teilweise auch, davon ableiten auf Trans einzuprügeln zu müssen, anstatt Frauenrechte zu stützen, was ja Ursprünglich mal ihr Ansinnen war, halte ich für ziemlich daneben.
Liebe Grüße Tira
Das beste Make-up einer Frau ist Glücklich sein
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Re: BILD | Sabeth (29) dachte, sie sei Transsexuell
Helga hat geschrieben: Mi 20. Jul 2022, 00:14 Der Artikel zeigt allerdings ein Problem auf, das auch hier im Forum zu beobachten ist: Beim Thema "Transition" wird leider überhaupt nicht mit offenen Karten gespielt. Berichtet wird nur über Glücksgefühle, Himmel voller Geigen und "Angekommen"- Sein. Das hierbei Nebenwirkungen möglich sind, oder dass eine solche Maßnahme auch mal katastrophal daneben gehen kann, fällt leider immer unter den Tisch oder lässt sich bestenfalls zwischen den Zeilen erkennen.
Entschuldige, das ist sicher nicht so..
auch hier wird von verschiedenen Personen über die Probleme gesprochen und geschrieben.
Wenn auch manchmal nur in der geschlossenen Gruppe.
Und bei den meisten ist es nie ein geradliniges the-only-way-is-up, sondern eine heftige
Achterbahn, wo sich die Produkte von Mack Rides noch eine Scheibe abschneiden können.
Was ich aber sehe ist und da hat Anne-Mette völlig Recht, es wird hier sehr viel über Äusserlichkeiten
geschrieben und Fotos gepostet. Und ich habe da eine sehr scharfe Trennlinie zwischen Äusserlichkeiten und
körperlichen Dingen. Auch Sabeth muss ich in gewisserweise zustimmen wenn sie sagt
das wenn es um die wirklich dringenden Themen in der Transition geht, dass das zu kurz kommt.
Da geht es nämlich nicht um die farbliche Abstimmung des Outfits-wer das nicht kann hat ein ganz
anderes Problem ausser der Einordnung in Schubladen.
Vieles, wirklich sehr vieles in der Transition können weder die therapeutischen noch medizinischen
Fachpersonen voraussagen, wer das tun würde, würde definitiv einen Fehler machen.
Ich selbst weiss nicht, was mir in ein paar Jahren noch geschehen kann.
Ich weiss nur eines, ich habe das ganze Risiko auf mich genommen, weil ich nicht mehr anders
weiterleben wollte und ich sage noch immer ich würde mein Leben dafür opfern nur eine
Minute wirklich angekommen zu sein.
Alles Liebe Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.