
Gestern, am Sonntag, habe ich mich spontan auf den Weg nach Magdeburg gemacht. Hier bin ich zufrieden auf dem Rückweg. Die Lektüre ist die "Franziska Linkerhand" von Brigitte Reimann. So spannend, wie ich vermutet habe.
Magdeburg selbst ist eine Stadt, die trotz ihrer Zerstörungen Geschichte atmet, vom frühen Mittelalter über Stalinzeit, DDR und HNachwendezeit. Architektonisch oft zerrissen aber sehr interessant zu lesen und mit immer wieder schönen, lebenswerten Ecken.
Doch der Tag sollte nicht so entspannt enden. Kurz vor meiner Wohnung wurde ich auf einem Uferweg, der hinter Häusern herführt, überfallen. Nach den Worten "Wo ist Dein Geld, Scheiß Transe" erwischte mich eine Faust im Gesicht. Es gab einen Kampf, Geschrei von mir, eine heruntergeschlagene Brille und keine Beute. Nach Polizei und Krankenwagen bin ich nach Hause gegeangen. Später am Abend kam noch die Kripo um mich zu befragen.
Heute habe ich den Tag verbracht mit Lichtbilddatei (ohne Ergebnis), Augenarzt weil ich eine Einblutung im rechten Auge habe und CT vom Kopf, weil meine Augenärztin einen Bruch im Boden der Augenhöhle, der sehr dünn ist, ausschließen will.
Mein Gesicht sieht jetzt so aus:

Ich habe mich gewert. Mir haben Nachbarn geholfen. Die Polizei war unterstützend und wohlwollend.
Ich habe Glück im Unglück gehabt.