Geschlechtsneutrale Kindererziehung - Wie aus einem Artikel ein diskussionswürdiges Thema für unsere FEM-Gruppe wurde
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ExUserIn-2026-01-22
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Geschlechtsneutrale Kindererziehung - Wie aus einem Artikel ein diskussionswürdiges Thema für unsere FEM-Gruppe wurde
Darum geht es:
Hildegard, ein Mitglied der FEM-Gruppe meiner Mama, hat in der Freien Presse (Zeitung) vor einiger Zeit einen Artikel gelesen (den ich mal aus der Zeitung herausgezogen habe - siehe Bild) und hat neulich den Inhalt zum Thema unserer FEM-Gruppe gemacht. Unter dem Titel "Geschlechtsneutrale (androgyne) Kindererziehung" wollten wir einen Erfahrungs/Meinungsaustausch debattieren, was besonders interessant ist, denn einige Frauen haben Kinder, andere wiederum nicht. Unter diesem Aspekt lohnt sich gerade ein Dialog, denn hier kann man die Meinungen von kinderlosen und kinderreichen Mamas (Eltern) schön aus erster Hand erfahren.
Der Artikel:
Wie ihr aus dem Artikel herauslesen könnt, geht es einmal mehr darum wie man sein Kind in Geschlechterfragen/Rollen erziehen soll. Ich glaube dieses Thema hat noch nie so viel Aufmerksamkeit erfahren wie in der heutigen Zeit - ich persönlich finde es sehr gut darüber diskutieren zu können.
Lackierte Fingernägel (bei Jungs) scheint ein sehr häufig vorkommendes Beispiel für geschlechtsneutrale Kindererziehung zu sein, denn dies lese (und höre) ich in diesem Zusammenhang sehr oft, deshalb wundert es mich auch nicht dies erneut in einem Artikel zu lesen. Genauso wenig überrascht mich die Reaktion der Autorin, die die Handlung ihres Sohnes toleriert, während der Vater eine "entschuldigende Position" einnimmt.
Meine Erziehung:
Ich bin in den späten 70ern geboren und habe meine Kindheit in den frühen 80er Jahren verbracht, wohlgemerkt zu DDR-Zeiten, und schon damals hat mir meine Mama beigebracht nicht in Geschlechterrollen zu denken, sondern überlies es mir wie und mit was ich groß werden wollte. Jedoch hatte ich mit 6, 8 oder 11 Jahren noch keinen Bezug mich für Mädelssachen zu interessieren. Ich hatte weder das Verlangen mit Puppen zu spielen, noch wollte ich Mädchensachen tragen. Ich war ein Junge, stellte Unsinn an, hatte meine Matchbox-Autos und spielte Fußball. Natürlich ganz zur Freude meines Papas, denn dieser hielt recht wenig von den geschlechtsneutralen Ansichten meiner Mama. Heute kann ich sagen, daß ich in meinen jungen Jahren nicht wirklich verstanden habe was geschlechtsneutrale Kindererziehung für mich bedeuten würde. Bei meiner Entwicklung über die vielen Jahre bin ich Tina heute besonders dankbar, daß sie es mir bereits als Kind ermöglich hätte nicht in Geschlechterrollen zu denken, sondern mir die Wahl gelassen hätte, in wem ich mich entwickeln würde. Naja, mit einigen Jahren "Verspätung" habe ich dies inzwischen nachgeholt.
Unser FEM-Treffen:
Ich war sehr gespannt wie die Frauen über das Thema denken würden und freute mich auf dieses Treffen riesig. Ich hatte aber auch schon die Vorahnung, daß es ein Thema sein wird, das "heftig" diskutiert werden wird. Zunächst einmal haben wir in der Gruppe geklärt, was man überhaupt mit "geschlechterneutraler Erziehung" verbindet - schon hier stellte sich heraus, daß die Teilnehmerinnen verschiedenen Definitionsformen dazu haben. Für einige Frauen beginnt dies schon von der Geburt des Kindes, bsw. bei der Vergabe eines geschlechtsneutralen Namens. Ein "Streitpunkt" war, wie viel Freiheiten man als Eltern dem Kind bei der Eigenentwicklung in Sachen typisierte Geschlechterrolle zukommen lassen darf. Ein weiterer Punkt war, daß geschlechtsneutrale Kindererziehung in den meisten Fällen mit Jungs in Verbindung gebracht wird, da dies eben mehr auffällt, als bei Mädels - sei es in Sachen Mode, Ausdruck/Emotionen, Spielsachen, etc. Besonders hat mich gefreut, daß einige Teilnehmerinnen aktuelle Beispiele aus ihren Familien/Kindern zur Debatte beitragen konnten - hier einige Beispiele:
Pro:
- Beate (Kinder - 3 Mädchen, 1 Junge), spürt, daß ihr Junge (7 Jahre) sich für feminine Dinge interessiert, lieber mit seinen Schwestern (als mit gleichaltrigen Jungs) spielt, wobei sie diese Entwicklung (hin zum Femininen) unterstützt, selbst vom Papa kommt dazu Beistand
- Fiona, hat einen Sohn und würde ihm, wenn er denn wolle, die Möglichkeit geschlechtsneutraler Erziehung ermöglichen
- Uta (kinderlos) wäre offen für eine geschlechtsneutrale Kindererziehung, sieht aber die Gefahr von Ausgrenzung und Mobbing in der Schule, was das Risiko einer positiven Kinderentwicklung zur Folge haben könnte
Contra:
- Regina (Kinder - 2 Mädchen, 2 Jungs) hat keinen Bezug zu Geschlechtsneutralität und hält androgyne Kindererziehung für falsch
- Sabine (kinderlos) würde ihre Kinder definitiv nicht geschlechtsneutral erziehen
- Olga (Kinder - Mädchen und Junge) berichtete, daß ihr Junge mehrmal die Kleider seiner Schwester trug (und mit Schminke spielte) und sie es unterbunden hat, genau wie der Papa. Allerdings scheint dies mehr als nur ein Spaß/Phase des Sohns zu sein, wobei sie nun fürchten, daß ihr Junge feminine "Tendenzen" entwickeln wird
- Petra (Kinder - 3 Mädchen) findet, daß bei geschlechtsneutraler Erziehung die persönliche Identität und Identifikation mit dem eigenen Geschlecht des Kindes auf der Strecke bleiben würde
Neben einer Gruppendiskussion führten wir auch eine Umfrage durch, wo es abzustimmen galt, ob man für oder gegen eine "geschlechtsneutrale Kindererziehung" sei - das Ergebnis fiel mit 60/40 (gegen eine geschlechtsneutrale Kindererziehung) aus. Grundsätzlich hat mir der Meinungsaustausch rundum dieses Themas sehr gut gefallen, auch wenn die Meinungen ziemlich auseinander gingen - aber das soll in einer Diskussionsrunde ja auch so sein!
Meine eigene Meinung zum Thema:
Zunächst einmal muß geklärt werden, wie ich persönlich geschlechtsneutrale Kindererziehung auslege. Geht es darum, das Geschlecht des Kindes zu "verleugen"? Möchte ich aus einem Jungen ein Mädchen machen, oder umgekehrt? Oder gar ein Kind durch geschlechtsspezifische Stereotypisierungen in eine bestimmte Rolle drängen?
Ich sehe geschlechtsneutrale Erziehung in erster Linie als Chancengleichheit, bzw. die Möglichkeit die Charakterisierung beider Geschlechter erfahren zu können. Hätte ich ein Kind, würde ich ihm/ihr die Chance ermöglichen sich völlig frei in Persönlichkeit, Charakter, Individualität oder Wesensart zu entwickeln. Ich würde es meinem Kind überlassen selbst herauszufinden wer es sein möchte. Das schwierige dabei wäre wohl, das Alter herauszufinden, ab wann man diesen Weg seinem Kind überlässt. Ich wäre dafür in sehr jungen Jahren als Eltern dem Kind eine gewisse "Führung" zu geben, aber vielleicht mit 5 oder 6 Jahren kann man seinem Kind schon die ersten Schritte / Entscheidungen in Sachen Geschlechterentwicklung überlassen. In meinem persönlichen Umfeld habe ich meine Überzeugung zum Thema schon mehrfach angesprochen. Neben Anerkennung bekomme ich aber auch immer wieder (berechtigte...?) Bedenken zu hören:
"Findest du nicht, daß, wenn du deinen Sohn im Kleid in die Schule schicken würdest es verspottet, gehänselt oder in gesellschaftlichen Dingen benachteiligt wird?"
Diese eine Frage/Bedenken (unter vielen anderen die ich zu hören bekomme) hat durchaus seine Legitimität. Natürlich sollte man immer um das Wohl seines Kindes besorgt sein und unter dieser Sichtweise sollte man genau überlegen, ob man mit dieser offenen Haltung seinem Kind mehr schadet, als es letzendlich unterstützt. In so einem Fall hofft man immer auf die Toleranz der Anderen und das es verstanden wird, warum man seinem Kind die Möglichkeit einer geschlechtsneutralen Erziehung bietet. Gerade das Beispiel mit der Schule ist bei einer früher Erziehung dieser Art super wichtig. Ich finde, wenn man bereits bei der Einschulung seines Kindes damit offen umgeht und den Lehrer*innen und Mitschülern*innen zeigt, daß man seinen Sohn erlaubt in "mädchensachen" die Schule zu besuchen, fällt der Einstand leichter, als wenn es ein paar Klassen später passieren würde. Wichtig wäre für mich nur, ob es mein Kind auch wollte - der Druck dahingehend sollte NICHT von mir (oder den Eltern überhaupt) ausgehen!
Ein weiteres (vielleicht zutreffendes) Argument ist, daß Kinder die geschlechtsneutral erzogen wurden, später im Leben eine gewisse Zugehörigkeit fehlen wird. Denn nur weil ich so offen mein Kind erziehen würde, wird das in der Gesellschaft und ihren Normen nicht überall genauso angesehen oder gar toleriert. Unsere Gesellschaft teilt nach wie vor sehr gern in weiblich oder männlich ein - auch wenn heute ein "divers" hinzugekommen ist. Und wie soll dann ein Kind seine Zugerhörigkeit kennen, wenn es nicht geschlechtsspezifisch erzogen wurde? Diese Überlegungen der Kritiker mögen zum Teil stimmen und genau deshalb wird vielen eine geschlechtsneutrale Kindererziehung nicht in den Sinn kommen - einfach aus Angst, das später dem Kind eine Geschlechtsidentifikation fehlen könnte.
Ein Kind großzuziehen ist schon schwer genug, dies im Sinne einer Geschlechtsneutralität zu tun ist eine wahre Herausforderung und ich zolle allen Eltern Respekt, die diese Möglichkeit ihrem Kind bieten! Wie bereits erwähnt, bin ich durch meine Mama auf gewisse Art schon in die Richtung einer offenen Erziehung gebracht wurden und würde meine Kind, wenn es dies denn auch möchte, jede Unterstützung ermöglichen.
Eure Meinung:
So, nun seit ihr gefragt:
- Was haltet ihr von diesem Thema?
- Wie definiert ihr für euch "geschlechtsneutrale Kindererziehung"?
- Wo seht ihr Vorteile oder Nachteile?
Des Weiteren würde ich mich wieder freuen, wenn ihr an der Umfrage teilnehmen würdet - mein Häckchen habe ich unter Punkt 1 gesetzt.
Jennifer
Hildegard, ein Mitglied der FEM-Gruppe meiner Mama, hat in der Freien Presse (Zeitung) vor einiger Zeit einen Artikel gelesen (den ich mal aus der Zeitung herausgezogen habe - siehe Bild) und hat neulich den Inhalt zum Thema unserer FEM-Gruppe gemacht. Unter dem Titel "Geschlechtsneutrale (androgyne) Kindererziehung" wollten wir einen Erfahrungs/Meinungsaustausch debattieren, was besonders interessant ist, denn einige Frauen haben Kinder, andere wiederum nicht. Unter diesem Aspekt lohnt sich gerade ein Dialog, denn hier kann man die Meinungen von kinderlosen und kinderreichen Mamas (Eltern) schön aus erster Hand erfahren.
Der Artikel:
Wie ihr aus dem Artikel herauslesen könnt, geht es einmal mehr darum wie man sein Kind in Geschlechterfragen/Rollen erziehen soll. Ich glaube dieses Thema hat noch nie so viel Aufmerksamkeit erfahren wie in der heutigen Zeit - ich persönlich finde es sehr gut darüber diskutieren zu können.
Lackierte Fingernägel (bei Jungs) scheint ein sehr häufig vorkommendes Beispiel für geschlechtsneutrale Kindererziehung zu sein, denn dies lese (und höre) ich in diesem Zusammenhang sehr oft, deshalb wundert es mich auch nicht dies erneut in einem Artikel zu lesen. Genauso wenig überrascht mich die Reaktion der Autorin, die die Handlung ihres Sohnes toleriert, während der Vater eine "entschuldigende Position" einnimmt.
Meine Erziehung:
Ich bin in den späten 70ern geboren und habe meine Kindheit in den frühen 80er Jahren verbracht, wohlgemerkt zu DDR-Zeiten, und schon damals hat mir meine Mama beigebracht nicht in Geschlechterrollen zu denken, sondern überlies es mir wie und mit was ich groß werden wollte. Jedoch hatte ich mit 6, 8 oder 11 Jahren noch keinen Bezug mich für Mädelssachen zu interessieren. Ich hatte weder das Verlangen mit Puppen zu spielen, noch wollte ich Mädchensachen tragen. Ich war ein Junge, stellte Unsinn an, hatte meine Matchbox-Autos und spielte Fußball. Natürlich ganz zur Freude meines Papas, denn dieser hielt recht wenig von den geschlechtsneutralen Ansichten meiner Mama. Heute kann ich sagen, daß ich in meinen jungen Jahren nicht wirklich verstanden habe was geschlechtsneutrale Kindererziehung für mich bedeuten würde. Bei meiner Entwicklung über die vielen Jahre bin ich Tina heute besonders dankbar, daß sie es mir bereits als Kind ermöglich hätte nicht in Geschlechterrollen zu denken, sondern mir die Wahl gelassen hätte, in wem ich mich entwickeln würde. Naja, mit einigen Jahren "Verspätung" habe ich dies inzwischen nachgeholt.
Unser FEM-Treffen:
Ich war sehr gespannt wie die Frauen über das Thema denken würden und freute mich auf dieses Treffen riesig. Ich hatte aber auch schon die Vorahnung, daß es ein Thema sein wird, das "heftig" diskutiert werden wird. Zunächst einmal haben wir in der Gruppe geklärt, was man überhaupt mit "geschlechterneutraler Erziehung" verbindet - schon hier stellte sich heraus, daß die Teilnehmerinnen verschiedenen Definitionsformen dazu haben. Für einige Frauen beginnt dies schon von der Geburt des Kindes, bsw. bei der Vergabe eines geschlechtsneutralen Namens. Ein "Streitpunkt" war, wie viel Freiheiten man als Eltern dem Kind bei der Eigenentwicklung in Sachen typisierte Geschlechterrolle zukommen lassen darf. Ein weiterer Punkt war, daß geschlechtsneutrale Kindererziehung in den meisten Fällen mit Jungs in Verbindung gebracht wird, da dies eben mehr auffällt, als bei Mädels - sei es in Sachen Mode, Ausdruck/Emotionen, Spielsachen, etc. Besonders hat mich gefreut, daß einige Teilnehmerinnen aktuelle Beispiele aus ihren Familien/Kindern zur Debatte beitragen konnten - hier einige Beispiele:
Pro:
- Beate (Kinder - 3 Mädchen, 1 Junge), spürt, daß ihr Junge (7 Jahre) sich für feminine Dinge interessiert, lieber mit seinen Schwestern (als mit gleichaltrigen Jungs) spielt, wobei sie diese Entwicklung (hin zum Femininen) unterstützt, selbst vom Papa kommt dazu Beistand
- Fiona, hat einen Sohn und würde ihm, wenn er denn wolle, die Möglichkeit geschlechtsneutraler Erziehung ermöglichen
- Uta (kinderlos) wäre offen für eine geschlechtsneutrale Kindererziehung, sieht aber die Gefahr von Ausgrenzung und Mobbing in der Schule, was das Risiko einer positiven Kinderentwicklung zur Folge haben könnte
Contra:
- Regina (Kinder - 2 Mädchen, 2 Jungs) hat keinen Bezug zu Geschlechtsneutralität und hält androgyne Kindererziehung für falsch
- Sabine (kinderlos) würde ihre Kinder definitiv nicht geschlechtsneutral erziehen
- Olga (Kinder - Mädchen und Junge) berichtete, daß ihr Junge mehrmal die Kleider seiner Schwester trug (und mit Schminke spielte) und sie es unterbunden hat, genau wie der Papa. Allerdings scheint dies mehr als nur ein Spaß/Phase des Sohns zu sein, wobei sie nun fürchten, daß ihr Junge feminine "Tendenzen" entwickeln wird
- Petra (Kinder - 3 Mädchen) findet, daß bei geschlechtsneutraler Erziehung die persönliche Identität und Identifikation mit dem eigenen Geschlecht des Kindes auf der Strecke bleiben würde
Neben einer Gruppendiskussion führten wir auch eine Umfrage durch, wo es abzustimmen galt, ob man für oder gegen eine "geschlechtsneutrale Kindererziehung" sei - das Ergebnis fiel mit 60/40 (gegen eine geschlechtsneutrale Kindererziehung) aus. Grundsätzlich hat mir der Meinungsaustausch rundum dieses Themas sehr gut gefallen, auch wenn die Meinungen ziemlich auseinander gingen - aber das soll in einer Diskussionsrunde ja auch so sein!
Meine eigene Meinung zum Thema:
Zunächst einmal muß geklärt werden, wie ich persönlich geschlechtsneutrale Kindererziehung auslege. Geht es darum, das Geschlecht des Kindes zu "verleugen"? Möchte ich aus einem Jungen ein Mädchen machen, oder umgekehrt? Oder gar ein Kind durch geschlechtsspezifische Stereotypisierungen in eine bestimmte Rolle drängen?
Ich sehe geschlechtsneutrale Erziehung in erster Linie als Chancengleichheit, bzw. die Möglichkeit die Charakterisierung beider Geschlechter erfahren zu können. Hätte ich ein Kind, würde ich ihm/ihr die Chance ermöglichen sich völlig frei in Persönlichkeit, Charakter, Individualität oder Wesensart zu entwickeln. Ich würde es meinem Kind überlassen selbst herauszufinden wer es sein möchte. Das schwierige dabei wäre wohl, das Alter herauszufinden, ab wann man diesen Weg seinem Kind überlässt. Ich wäre dafür in sehr jungen Jahren als Eltern dem Kind eine gewisse "Führung" zu geben, aber vielleicht mit 5 oder 6 Jahren kann man seinem Kind schon die ersten Schritte / Entscheidungen in Sachen Geschlechterentwicklung überlassen. In meinem persönlichen Umfeld habe ich meine Überzeugung zum Thema schon mehrfach angesprochen. Neben Anerkennung bekomme ich aber auch immer wieder (berechtigte...?) Bedenken zu hören:
"Findest du nicht, daß, wenn du deinen Sohn im Kleid in die Schule schicken würdest es verspottet, gehänselt oder in gesellschaftlichen Dingen benachteiligt wird?"
Diese eine Frage/Bedenken (unter vielen anderen die ich zu hören bekomme) hat durchaus seine Legitimität. Natürlich sollte man immer um das Wohl seines Kindes besorgt sein und unter dieser Sichtweise sollte man genau überlegen, ob man mit dieser offenen Haltung seinem Kind mehr schadet, als es letzendlich unterstützt. In so einem Fall hofft man immer auf die Toleranz der Anderen und das es verstanden wird, warum man seinem Kind die Möglichkeit einer geschlechtsneutralen Erziehung bietet. Gerade das Beispiel mit der Schule ist bei einer früher Erziehung dieser Art super wichtig. Ich finde, wenn man bereits bei der Einschulung seines Kindes damit offen umgeht und den Lehrer*innen und Mitschülern*innen zeigt, daß man seinen Sohn erlaubt in "mädchensachen" die Schule zu besuchen, fällt der Einstand leichter, als wenn es ein paar Klassen später passieren würde. Wichtig wäre für mich nur, ob es mein Kind auch wollte - der Druck dahingehend sollte NICHT von mir (oder den Eltern überhaupt) ausgehen!
Ein weiteres (vielleicht zutreffendes) Argument ist, daß Kinder die geschlechtsneutral erzogen wurden, später im Leben eine gewisse Zugehörigkeit fehlen wird. Denn nur weil ich so offen mein Kind erziehen würde, wird das in der Gesellschaft und ihren Normen nicht überall genauso angesehen oder gar toleriert. Unsere Gesellschaft teilt nach wie vor sehr gern in weiblich oder männlich ein - auch wenn heute ein "divers" hinzugekommen ist. Und wie soll dann ein Kind seine Zugerhörigkeit kennen, wenn es nicht geschlechtsspezifisch erzogen wurde? Diese Überlegungen der Kritiker mögen zum Teil stimmen und genau deshalb wird vielen eine geschlechtsneutrale Kindererziehung nicht in den Sinn kommen - einfach aus Angst, das später dem Kind eine Geschlechtsidentifikation fehlen könnte.
Ein Kind großzuziehen ist schon schwer genug, dies im Sinne einer Geschlechtsneutralität zu tun ist eine wahre Herausforderung und ich zolle allen Eltern Respekt, die diese Möglichkeit ihrem Kind bieten! Wie bereits erwähnt, bin ich durch meine Mama auf gewisse Art schon in die Richtung einer offenen Erziehung gebracht wurden und würde meine Kind, wenn es dies denn auch möchte, jede Unterstützung ermöglichen.
Eure Meinung:
So, nun seit ihr gefragt:
- Was haltet ihr von diesem Thema?
- Wie definiert ihr für euch "geschlechtsneutrale Kindererziehung"?
- Wo seht ihr Vorteile oder Nachteile?
Des Weiteren würde ich mich wieder freuen, wenn ihr an der Umfrage teilnehmen würdet - mein Häckchen habe ich unter Punkt 1 gesetzt.
Jennifer
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Aktueller Beziehungsstatus: Jennifer ist verliebt !-!-!
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Aktueller Beziehungsstatus: Jennifer ist verliebt !-!-!
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ChristinaF
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Re: Geschlechtsneutrale Kindererziehung - Wie aus einem Artikel ein diskussionswürdiges Thema für unsere FEM-Gruppe wurde
Puh, Jennifer. Eine schwierige Frage. Zumal ich diese beantworte, weil unsere Kindererziehung (eine Tochter mit 35 Jahren) bereits abgeschlossen ist.
Natürlich bin ich für eine geschlechtsneutrale Erziehung und würde heute ein Kind dementsprechend Freiräume erlauben und zulassen, dass es sich so gibt, bzw. kleidet wie es sich fühlt.
Die Nachteile hast du ja schon beschrieben, Schule, Freunde, Umfeld usw. könnten das Ganze negativ sanktionieren und so, mehr oder minder, psychische Schäden am Kind verursachen. Besonders an kleineren, die ja sprachlich sich noch nicht so richtig artikulieren können.
Vorteile liegen m.M. nach darin, dass evt. schon vorhandener Leidensdruck hin zum anderen Geschlecht, gar nicht erst entstehen kann und auch die Gesellschaft dadurch Toleranz erlernen kann.
Und ja, ich halte dieses Thema für sehr wichtig; auch hier mal anzusprechen.
Liebe Grüße
Christina
Natürlich bin ich für eine geschlechtsneutrale Erziehung und würde heute ein Kind dementsprechend Freiräume erlauben und zulassen, dass es sich so gibt, bzw. kleidet wie es sich fühlt.
Die Nachteile hast du ja schon beschrieben, Schule, Freunde, Umfeld usw. könnten das Ganze negativ sanktionieren und so, mehr oder minder, psychische Schäden am Kind verursachen. Besonders an kleineren, die ja sprachlich sich noch nicht so richtig artikulieren können.
Vorteile liegen m.M. nach darin, dass evt. schon vorhandener Leidensdruck hin zum anderen Geschlecht, gar nicht erst entstehen kann und auch die Gesellschaft dadurch Toleranz erlernen kann.
Und ja, ich halte dieses Thema für sehr wichtig; auch hier mal anzusprechen.
Liebe Grüße
Christina
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rika
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Re: Geschlechtsneutrale Kindererziehung - Wie aus einem Artikel ein diskussionswürdiges Thema für unsere FEM-Gruppe wurde
Ich habe lange überlegt zu antworten.
Ich habe eine Frau mit drei Kindern geheirtatet, die damals zwischen 10 und 14 Jahre alt waren. Kurze Zeit später war meine damalige Frau schwanger und so habe ich eine mittlerweile 30 Jahre alte wunderbare Tochter.
Die Erlebnisse - im positiven wie negativen - der Erziehung sind einzigartig und nirgendwo nachlesbar und auch nicht in Gesprächskreisen zu erleben, in denen Menschen mitreden, die keinerlei eignene Erfahrungen haben.
Meine Tochter kennt mich im Rock, optisch aber nicht rika-
Ich habe sie in ihrer Entwicklung zum Erwachsensein begleitet und als Mensch gesehen und gleichzeitig mein Kind - das nennt man wohl Erziehung. Diese war immer liebevoll und intensiv wie sie wahrscheinlich nur zwischen Eltern und Kindern bestehen kann und ein großes Glück für alle ist.
Geschlechhtsneutral geht m.E. überhaupt nicht: wenn das Kind 5 oder 6 Jahre alt ist, ist die köperliche Nähe eine völlig andere als wenige Jahre später. Wir haben sonntags in der großen Badewanne Wasserschlachten veranstaltet, die wenig später tabu waren. Da erkennt der Papa, wenn er ein wenig sensibel ist, wie Distanzen entstehen, die er hoffentlich erkennt.
Geschlechtsakzeptanz vor allem mit späterer Ausprägung ist etwas völlig anderes und hat nichts mit Kindererziehung zu tun.
rika
Ich habe eine Frau mit drei Kindern geheirtatet, die damals zwischen 10 und 14 Jahre alt waren. Kurze Zeit später war meine damalige Frau schwanger und so habe ich eine mittlerweile 30 Jahre alte wunderbare Tochter.
Die Erlebnisse - im positiven wie negativen - der Erziehung sind einzigartig und nirgendwo nachlesbar und auch nicht in Gesprächskreisen zu erleben, in denen Menschen mitreden, die keinerlei eignene Erfahrungen haben.
Meine Tochter kennt mich im Rock, optisch aber nicht rika-
Ich habe sie in ihrer Entwicklung zum Erwachsensein begleitet und als Mensch gesehen und gleichzeitig mein Kind - das nennt man wohl Erziehung. Diese war immer liebevoll und intensiv wie sie wahrscheinlich nur zwischen Eltern und Kindern bestehen kann und ein großes Glück für alle ist.
Geschlechhtsneutral geht m.E. überhaupt nicht: wenn das Kind 5 oder 6 Jahre alt ist, ist die köperliche Nähe eine völlig andere als wenige Jahre später. Wir haben sonntags in der großen Badewanne Wasserschlachten veranstaltet, die wenig später tabu waren. Da erkennt der Papa, wenn er ein wenig sensibel ist, wie Distanzen entstehen, die er hoffentlich erkennt.
Geschlechtsakzeptanz vor allem mit späterer Ausprägung ist etwas völlig anderes und hat nichts mit Kindererziehung zu tun.
rika
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Lavendellöwin
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Re: Geschlechtsneutrale Kindererziehung - Wie aus einem Artikel ein diskussionswürdiges Thema für unsere FEM-Gruppe wurde
Hey...rika hat geschrieben: So 26. Jun 2022, 17:38 Ich habe sie in ihrer Entwicklung zum Erwachsensein begleitet und als Mensch gesehen und gleichzeitig mein Kind - das nennt man wohl Erziehung. Diese war immer liebevoll und intensiv wie sie wahrscheinlich nur zwischen Eltern und Kindern bestehen kann und ein großes Glück für alle ist.
ich finde, das hast du schön gesagt...
Wenn sich die Elternteile als Begleitende auf dem Weg sehen ist das genau richtig.
Und es gibt noch mehr Menschen auf dem Weg zum Erwachsensein die Einfluss haben.
Und nicht zuletzt erziehen sich die Kinder auch ein wenig selbst.
Oder müssen das sogar manchmal, übernehmen Verantwortung für kleinere Geschwister,
wenn es grade die Eltern nicht können..
auch die Medien entwickeln ein Kind mit.
Im Ernst, welches Kind lässt sich vorschreiben mit was es spielen möchte?
Kommt ein Geschenk ist es in ein paar Minuten klar, ob es in der Ecke steht oder nicht.
Das kann und sollte man auch nicht erziehen..
Gibt es Terror wenn es zum Friseur geht oder man in eine Klamotte gesteckt wird,
sollte es den Eltern schon klar sein, das das Kind etwas anderes möchte.
Ich habe nie Scham vor meiner Mum, aber sehr wohl vor meinem Dad entwickelt.
Bin ich deshalb ein Mädchen? Wenn ich Schlösser im Sandkasten gebaut hab,
war ich die Prinzessin oder der Burgherr? Bin ich ein Junge weil ich auf Hoodies
und Computer stehe? Das ist alles viel zu kurz gegriffen und stellt nicht das
Geschlecht, sondern nur Vorlieben dar.
Hab ich mich mit 13 unwohl mit den Satz gefühlt "na, bist du heute wieder geschminkt",
nein kein bisschen oder heute mit "warum schminkst du dich nicht etwas mehr?" nein auch nicht.
Ich glaube die einzig sinnvolle Erziehung ist, ein Kind alles mal probieren zu lassen,
damit es frei sich selbst sein kann und ich bin meinen Eltern sehr dankbar dafür das ich es durfte.
Alles Liebe Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Magdalena
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Re: Geschlechtsneutrale Kindererziehung - Wie aus einem Artikel ein diskussionswürdiges Thema für unsere FEM-Gruppe wurde
Hallo,
da hat Jennifer mal wieder einen sinnvollen Thread gestartet. Geschlechtsneutrale Erziehung, was gehört eigentlich alles dazu? Sicher nicht nur die Frage, was zieht mein Kind an, Rock oder Hose. Vielmehr auch soziales Verhalten, nicht wie einst die Frau am Herd und der Mann der Ernährer. Das klassische Rollenbild von Mann und Frau , welches über viele Generationen gefestigt wurde. Immer noch tragen Frauen die Hauptlast, wenn es um Kindererziehung, Kochen , Waschen und alles weiter im Haushalt geht. In der Genration meiner Eltern und Großeltern war der Mann für körperlich anstrengende Tätigkeiten zuständig, Holz hacken, Kohlen in die Wohnung zum Heizen tragen und Reparaturen, Die Frau erledigte den Rest. Was dazu führte, wenn die frau wegfiel, der Mann hatte nur noch ein Hemd. Nämlich das Hemd , was er gerade trug. Der Mann war auch nicht in der Lage seiner kranken Frau einen Tee zu kochen. Denn wo war der Tee? Gut es gibt Ausnahmen. Ich spiele hier auf das klassische Rollenbild an, was lange in der Gesellschaft vorherrschte.
Nun möchte ich bei meinen Eltern nicht behaupten, sie hätten mich genderneutral erzogen. Davon waren sie noch weit entfernt, wenn wir es mit heutigen Maßstäben sehen. Doch meine Mutter wollte mir als Kind, Sohn, beibringen den Küchenherd zu bedienen , wie Wäsche gewaschen wird. Hier vor allem das Sortieren der Wäschestücke nach Bunt-, Fein- und Weißer Wäsche. Es ist nur eines der Beispiele wie ich gelernt habe den Haushalt zu führen. Später, also als meine Eltern pflegebedürftig wurden , zahlte es sich aus.
Viele liebe Grüße von Magdalena
da hat Jennifer mal wieder einen sinnvollen Thread gestartet. Geschlechtsneutrale Erziehung, was gehört eigentlich alles dazu? Sicher nicht nur die Frage, was zieht mein Kind an, Rock oder Hose. Vielmehr auch soziales Verhalten, nicht wie einst die Frau am Herd und der Mann der Ernährer. Das klassische Rollenbild von Mann und Frau , welches über viele Generationen gefestigt wurde. Immer noch tragen Frauen die Hauptlast, wenn es um Kindererziehung, Kochen , Waschen und alles weiter im Haushalt geht. In der Genration meiner Eltern und Großeltern war der Mann für körperlich anstrengende Tätigkeiten zuständig, Holz hacken, Kohlen in die Wohnung zum Heizen tragen und Reparaturen, Die Frau erledigte den Rest. Was dazu führte, wenn die frau wegfiel, der Mann hatte nur noch ein Hemd. Nämlich das Hemd , was er gerade trug. Der Mann war auch nicht in der Lage seiner kranken Frau einen Tee zu kochen. Denn wo war der Tee? Gut es gibt Ausnahmen. Ich spiele hier auf das klassische Rollenbild an, was lange in der Gesellschaft vorherrschte.
Nun möchte ich bei meinen Eltern nicht behaupten, sie hätten mich genderneutral erzogen. Davon waren sie noch weit entfernt, wenn wir es mit heutigen Maßstäben sehen. Doch meine Mutter wollte mir als Kind, Sohn, beibringen den Küchenherd zu bedienen , wie Wäsche gewaschen wird. Hier vor allem das Sortieren der Wäschestücke nach Bunt-, Fein- und Weißer Wäsche. Es ist nur eines der Beispiele wie ich gelernt habe den Haushalt zu führen. Später, also als meine Eltern pflegebedürftig wurden , zahlte es sich aus.
Viele liebe Grüße von Magdalena
Lebe jeden Tag.
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Re: Geschlechtsneutrale Kindererziehung - Wie aus einem Artikel ein diskussionswürdiges Thema für unsere FEM-Gruppe wurde
genderneutral? Auch ich frage mich, wie das gehen soll.
Ich selbst durfte als Kind zu Hause durchaus ein Kleid anziehen, wenn mir danach war ... draußen war allerdings der Jungen-Modus erwünscht, um den Nachbarn zu entsprechen. Hätten sie mich in femininer Kleidung in die Schule gelassen? Ganz sicher nicht, denn ich war ohnehin schon Opfer! Das wäre Anfang der 1970er noch das I-Tüpfelchen obenauf gewesen. Insoweit haben sie mich nicht genderneutral erzogen, aber mir jede Freiheit gelassen - was damals durchaus nicht üblich war.
Und meine eigenen Kinder? Sie sind heute bereits erwachsen und selbst Eltern. Auf Rückfrage erklärte mir meine Tochter, dass sie ihnen, so wie ich es auch getan habe, alles offen lässt.
Ansonsten habe ich es so gemacht, wie Magdalena ... auch mein Sohn musste Kochen, waschen und bügeln lernen, wie meine Tochter mir auch beim Schrauben am Wagen zur Hand gehen durfte und den Umgang mit Werkzeug lernen musste.
Aber ist das neutral? Oder nicht eher eine Option beide Seiten kennenzulernen und zu verinnerlichen?
Ich selbst durfte als Kind zu Hause durchaus ein Kleid anziehen, wenn mir danach war ... draußen war allerdings der Jungen-Modus erwünscht, um den Nachbarn zu entsprechen. Hätten sie mich in femininer Kleidung in die Schule gelassen? Ganz sicher nicht, denn ich war ohnehin schon Opfer! Das wäre Anfang der 1970er noch das I-Tüpfelchen obenauf gewesen. Insoweit haben sie mich nicht genderneutral erzogen, aber mir jede Freiheit gelassen - was damals durchaus nicht üblich war.
Und meine eigenen Kinder? Sie sind heute bereits erwachsen und selbst Eltern. Auf Rückfrage erklärte mir meine Tochter, dass sie ihnen, so wie ich es auch getan habe, alles offen lässt.
Ansonsten habe ich es so gemacht, wie Magdalena ... auch mein Sohn musste Kochen, waschen und bügeln lernen, wie meine Tochter mir auch beim Schrauben am Wagen zur Hand gehen durfte und den Umgang mit Werkzeug lernen musste.
Aber ist das neutral? Oder nicht eher eine Option beide Seiten kennenzulernen und zu verinnerlichen?
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
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Violetta Arden
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Re: Geschlechtsneutrale Kindererziehung - Wie aus einem Artikel ein diskussionswürdiges Thema für unsere FEM-Gruppe wurde
Geschlechtsneutral? - das kann nicht funktionieren, denn die allermeisten Menschen werden als Mädchen oder Junge geboren. Dass sich dann vielleicht das Kind selber aussuchen soll, was es sein will - puuh - das ist zuviel verlangt. Die Erziehung sollte dahin gehen, dass es Gleichberechtigung, Toleranz und Offenheit für Anderssein gibt. Da haben wir ja prinzipiell immer noch sehr viel aufzuholen. Aber es gibt doch noch immer zwei Geschlechter ,und die körperliche Ausprägung allein ist ja bei den allermeisten sehr unterschiedlich. Aber das es quasi nur mehr "divers" als Bezeichnung geben soll, das ist mir zuviel. Wenn Jungs mit Puppen spielen dürfen und Mädchen sich auch dreckig machen dürfen ohne dass es heißt, das macht ja ein Junge oder Mädchen nicht, dann wäre schon mal viel erreicht.
Violetta
Violetta
Mein weibliches Ich ist ein Teil von mir und lässt sich nicht mehr unterdrücken. Ungenützte Zeit lässt sich nie mehr zurückholen.
Lebe Dein Leben.
Mein Blog:
https://violettaarden9.blogspot.com/
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Re: Geschlechtsneutrale Kindererziehung - Wie aus einem Artikel ein diskussionswürdiges Thema für unsere FEM-Gruppe wurde
Liebe Rika, ich fand deinen Kommentar in Gänze sehr interessant und akzeptiere deine Meinung vollkommen
Dennoch habe ich mir besonders mal diese Aussage von dir herausgepickt
Einen ausführlichen Kommentar zum Thema werde ich demnächst schreiben.
Dennoch habe ich mir besonders mal diese Aussage von dir herausgepickt
Das sehe ich etwas anders. Für mich beginnt Geschlechtsakzeptanz bereits im Kindesalter, nicht weil ICH mein Kind in eine Richtung formen kann, sondern, weil ich als Mama meinen Kind die Eigenständigkeit ermögliche alles auszuprobieren, selbst ALL das was als "geschlechterübergreifend" definiert wird. Wächst ein Kind unter diesem Aspekt heran und lernt als Mädchen im Kindesalter Dinge die Jungs eigentlich zugeschrieben wird (oder umgekehrt), dann ist es für das Kind etwas völlig normales. Für mich hat das sehr wohl etwas mit Kindererziehung zu tun, da ich als Elternpart meinen Kind NICHT vorschreibe, wie es sich in Persönlichkeit oder äußerer Erscheinung zeigen möchte, sondern weil es der eigene Weg des Kindes ist.rika hat geschrieben: So 26. Jun 2022, 17:38 Geschlechtsakzeptanz vor allem mit späterer Ausprägung ist etwas völlig anderes und hat nichts mit Kindererziehung zu tun.
Einen ausführlichen Kommentar zum Thema werde ich demnächst schreiben.
Liebe Grüße, Tina
+++Wissenswertes+++
Ich bin Tina und die Mutter von Jennifer. Ihr kennt sie unter ihrem Forumsnamen "Lady Jennifer"
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Cappuccina
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Re: Geschlechtsneutrale Kindererziehung - Wie aus einem Artikel ein diskussionswürdiges Thema für unsere FEM-Gruppe wurde
Hallo Tina,
hallo ihr Lieben alle,
ich habe 2 große Mädchen, bei denen ich nie die Idee hatte sie anwasauchimmer-angepasst erziehn zu wollen.
Sie trugen worauf sie Lust hatten und spielten womit sie wollten. Die "Kleine" liebte es schon früh mit Hammer, Kneifzange und Holzbretten Dinge für unsere Tiere zu bastel und saß mit Kleid und Gummiestiefeln im Baum.Die "Große" liebte Latzhosen und Fischerhemden, sortierte den ganzen Tag irgendwelche Sachen von hier nach da und wollte Astronautin werden. Irgendwann, spät, sehr spät kamen die ersten Puppen ins Haus, ausgerechnet Barbie....., die fanden aber auch nur Gnade bei den beiden, weil sie Zitat "einen Busen hatten" und damit erwachsen waren und nicht bemutter werden mussten. "Typische" Mädchenerziehung fand also nicht statt, was ich bis jetzt für keinen Fehler halte. Menschen sind verschieden, und so möchte ich sie auch sein lassen.
Glücklicher Weiss teilen meine Mädchen auch Heute diese Meinung
und machen jede ihr Ding, egal was Andere sagen
Liebe Grüße,
Cappuccina
hallo ihr Lieben alle,
ich habe 2 große Mädchen, bei denen ich nie die Idee hatte sie anwasauchimmer-angepasst erziehn zu wollen.
Sie trugen worauf sie Lust hatten und spielten womit sie wollten. Die "Kleine" liebte es schon früh mit Hammer, Kneifzange und Holzbretten Dinge für unsere Tiere zu bastel und saß mit Kleid und Gummiestiefeln im Baum.Die "Große" liebte Latzhosen und Fischerhemden, sortierte den ganzen Tag irgendwelche Sachen von hier nach da und wollte Astronautin werden. Irgendwann, spät, sehr spät kamen die ersten Puppen ins Haus, ausgerechnet Barbie....., die fanden aber auch nur Gnade bei den beiden, weil sie Zitat "einen Busen hatten" und damit erwachsen waren und nicht bemutter werden mussten. "Typische" Mädchenerziehung fand also nicht statt, was ich bis jetzt für keinen Fehler halte. Menschen sind verschieden, und so möchte ich sie auch sein lassen.
Glücklicher Weiss teilen meine Mädchen auch Heute diese Meinung
und machen jede ihr Ding, egal was Andere sagen
Liebe Grüße,
Cappuccina
***keep smiling***