Blutengel
Blutengel - # 19

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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SteffiCD
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Re: Blutengel

Post 271 im Thema

Beitrag von SteffiCD »

Hallo Stephanie,

vielen Dank für die schönen Momente beim lesen deiner Geschichte.
Super schön geschrieben und bringt mir nicht nur Entspannung, sondern auch Spannung und lässt mich träumen.

vielen Dank dafür und mach bitte
weiter so.

LG Bea
Zwischen zwei Seiten gibt es immer eine Mitte !!!
Stephanie
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Re: Blutengel

Post 272 im Thema

Beitrag von Stephanie »

Aufklärungsflug über dem See

Die Nacht muss ich wohl etwas unruhig geschlafen haben. Einmal bin ich auch etwas verwirrt aufgewacht. Sandra war ebenfalls wach und hat mich durch ihre liebe Art auch sofort wieder beruhigen können. Jetzt sitzen wir beim Frühstück. Ich lächele Sandra an. „Krankenschwester Sandra“, sage ich liebevoll. „Niedlich, oder?“ fragt Sandra keck. „Ja und sehr wohltuend“, antworte ich. „Kannst Du Dich erinnern, was Du geträumt hast?“ fragt Sandra. „Nee, war alles irgendwie durcheinander, ergibt keinen Sinn“, antworte ich, „ich glaube, das verblasst auch so langsam alles.“ „Das ist schön“, sagt Sandra. Wir bleiben noch lange sitzen und frühstücken in Ruhe weiter. „Wolltest Du heute zum Flugplatz?“ fragt Sandra. „Weil ich Franzi zum Segelfliegen eingeladen habe?“ frage ich. „Genau“, sagt Sandra lachend. „War eher scherzhaft gemeint“, sage ich. „Ich hätte schon Lust auf einen kleinen Rundflug“, sagt Sandra, „aber nur wenn du magst.“ „Mit dir immer“, sage ich lächelnd. Sandra zwinkert mir zu. „Dann lass uns da hin fahren“, sagt Sandra lächelnd, „wir können ja einfach mal die Gegend um unserer Stadt von oben erkunden.“ „Ja klar, gute Idee“, sage ich. Wir räumen unseren Tisch ab. „So, noch einmal dezent aufbrezeln“, sagt Sandra und zieht mich an ihren Schminktisch. „Setz dich mal hin“, bittet sie mich. Das tue ich auch. Und schon legt Sandra los. Beim Rouge lässt sie sich Zeit, sie kombiniert mehrere dezente Farbtöne. „Aha, so machst du das“, sage ich erstaunt. Zum Schluss kommt noch ein Lippenstift in einem zurückhaltenden Pink. „So, das ist mein Seminar Makeup“, sagt Sandra. „Toll!“ freue ich mich, „gefällt mit super.“ „Hast Du dir es merken können?“ fragt Sandra. „Ja, ich muss mir nur mal die einzelnen Farbtöne aufschreiben“; sage ich. Sandra gibt mir einen kleinen Geschenkkarton. „Brauchst Du nicht, hier ist alles drin“, sagt sie lächelnd. „Danke“, sage ich überrascht und schaue rein. Sandra schaut erfreut zu. „Das ist immer so niedlich, wenn man dich überrascht“, sagt sie dann. Weil mir die Worte fehlen, nehme ich sie in den Arm und küsse sie innig. Sandra nimmt noch ihre Fototasche. Dann gehen wir zum Auto.

Wir fahren zum Segelflugplatz. Es ist schon ein wenig Betrieb. Wir gehen zu den Fliegern. „Na da sind aber noch viele frei heute“, sage ich. Einen schnittigen Zweisitzer suchen wir uns aus. Wir legen unsere Sachen rein und schieben Richtung Startplatz. Am Startplatz ist es grade leer, der letzte Flieger wurde grade hochgezogen. Über Funk melde ich uns an. „Hey Sandra und Stefanie“, höre ich Daniela, „seid gegrüßt.“ „Hallo Daniela, machst Du heute Winde?“ frage ich. „Ja“, antworte sie erfreut. Dann kommt das Seilschleppauto. Das fährt Dirk. „Hallo ihr zwei“, begrüßt er uns. „Hallo“, grüßen wir zurück, „ungewöhnlich dich im Auto zu sehen.“ „Ach was“ sagt Dirk, „das liegt daran, dass Du länger nicht hier warst, hier muss jeder mal ran. Auch der Vorstand.“ „OK“, sage ich grinsend. Dirk hängt das Seil ein, Sandra und ich steigen in den Flieger. Ich mache die Haube zu, Sandra signalisiert die Startbereitschaft. Dirk gibt die Startfreigabe. „Guten Flug, ihr beiden Engel“, wünscht er uns noch. „Danke“, sagen Sandra und ich gleichzeitig. Dann zieht uns die Winde hoch. Sandra hält Ausschau nach aufwinden. „Das da, könnte das was sein?“ fragt sie. „Schaut gut aus“, antworte ich und steuere dorthin. „Jaha, das war was“, freut sich Sandra, als wir in den Aufwind reinfliegen. „Na, noch eine andere Thermiknatter, was?“ feixe ich. Sandra dreht sich um und strahlt vor Lächeln. „Du siehst aber auch süß aus“, kommentiere ich das. „Danke, Stefanie“, sagt Sandra. Die Thermik ist zu Ende. „Wollen wir uns den Kies See mal von oben anschauen? So als erstes?“ fragt Sandra. „Ja klar gute Idee“, sage ich. „Vielleicht sieht man ja von hier oben noch irgendein Versteck, was wir noch nicht kennen“, sagt Sandra weiter, „oder lieber nicht, weil dich das an den Idioten erinnert.“ „Doch, doch ich finde die Idee super“, sage ich, „vielleicht gibt es ja wirklich noch eine Ecke, die wir bisher nicht gefunden haben. Mich würde es auf alle Fälle beruhigen.“ Sandra lächelt mich an. Trotz der Enge im Flieger hat sie sich seitlich auf dem Sitz gedreht, so dass sie einerseits rausschauen kann, anderseits mich anschauen kann.

Wir kommen am See an. Ich fange an zu kreisen. Sandra legt sich ihren Fotoapparat zurecht. Mit dem Fernglas schaut sie aber zuerst. „Die nördlich Ecke kennen wir ja, ich schaue mal ins Dickicht“, sagt sie. Ich schaue beim Kreisen auch. Nebenbei habe ich den Höhenmesser im Auge. „ich suche uns mal einen Aufwind“, sage ich nach einiger Zeit, „hier über dem Wasser ist nun gar nichts.“ Neben dem See ist auch gleich ein ordentlicher Aufwärtswind. Sandra schaut von hier aus. Sie sitzt jetzt grade auf ihrem Sitz. „Das sieht vielleicht niedlich aus, wenn Du die Seite wechseln musst und die Locken wirbelst“, sage ich begeistert. Sie macht das recht zackig. „Nur für Dich, meine Süße“, sagt Sandra und schaut dann zu mir. Als Dankeschön mache ich einen Kussmund. „Hihi“, sagt Sandra. Dann fliegen wir wieder über den See. „Vor der Werkstatt sitzen auch schon einige“, sagt Sandra, als sie dort hinschaut, „die schauen zu uns hoch.“ „Wahrscheinlich wundern sie sich über den seltsamen Flieger“, sage ich, „ich kann ja gleich mal anrufen.“ „Warte nur mal kurz“, sagt Sandra, „da ist was seltsames.“ „Wo?“ frage ich, „im Dickicht?“ „Nee, hinter den Garagen“, sagt Sandra und gibt mir das Fernglas, „ich übernehme mal die Steuerung.“ „Äh, ja OK“, sage ich. „Keine Angst, Stefanie“, sagt Sandra, „ich habe auch schon einige Male ein Motorflugzeug in der Luft gehalten. Hatte ich doch mal erzählt, bei meinem Onkel in Bayern.“ „Stimmt“, bestätige ich sie. Ich schaue dann zu dem Bereich, den Sandra nannte. Nebenbei merke ich, wie gelassen Sandra den Flieger steuert. Als sie dann noch sagt, „ich flieg mal einen Aufwind an“, muss ich trotzdem staunen. Sie fliegt ein Stück vom See weg, direkt in einen Aufwind rein und kreist hoch. In ihrem Rückspiegel sehe ich sie grinsen. „Das ist recht einfach“, sagt sie dann, „nur landen und starten musst Du machen.“ „Na klar, und dann machst Du den Segelflugschein im Crash-Kurs“, flaxe ich. „Hihi“, sagt Sandra. Dann fliegt sie wieder den See an.


„Ja, von hier sieht man an den Rückseiten der Garagen deutlich, dass da irgendwas gemacht wurde“, sage ich. Ich übernehme wieder die Steuerung. „Du fliegst ruhiger als ich“, lobe ich Sandra, „dann bist du er ruhigere Engel von uns beiden.“ „Abwarten, Stefanie“, sagt Sandra lachend, „aber trotzdem danke.“ Sie schnappt sich ihre Kamera. „Mal sehen, ob man das von hier oben drauf bekommt“, sagt sie. Mein Handy ist in einer Halterung auf dem Cockpit angebracht. Per Spracheingabe rufe ich in der Werkstatt an. Jürgen meldet sich. „Hallo Chefin“, begrüßt er mich, „darf ich auf mithören stellen? „Ja, gerne. Hallo liebe Schrauber“, grüße ich zurück. „Hallo Steffi“, höre ich aus dem Hintergrund. „Na ihr, wie geht es?“ frage ich erstmal. „Alles gut soweit, wir sitzen vor der Werkstatt genießen das gute Wetter und wundern uns über einen Segelflieger, der hier die ganze Zeit kreist“, antwortet Jürgen. Sandra muss kurz lachen. „Oh, ist Sandra bei Dir?“ fragt Jürgen. „Ja bin ich“, sagt Sandra. „Was macht ihr grade?“ fragt Jürgen. „Wir sind in der Nähe vom See und sehen euch, wie ihr dem Flieger hinterher schaut“, antworte ich. „Wo seid ihr denn? Kommt ihr noch hier her?“, fragt Jürgen. Sandra platzt gleich vor Lachen. „Hm, vorbeikommen ist schwierig, ich glaube der Platz unten ist nicht lang genug, für eine sichere Landung“, sage ich, „und wie wir anschließend wieder hochkommen sollen, weiß ich auch nicht.“ „Hä?“ wundert sich Jürgen. Sandra muss losprusten. „Stefanie“, rüffelt sie mich dann. „Ich stehe auf dem Schlauch, wo seid ihr denn?“ fragt Jürgen. Bevor ich antworten kann, höre ich Antjes Stimme. „Da oben sind sie“, sagt Antje, „in dem Segler.“ Jetzt ist erstmal Stille am Telefon. „Hatte ich das noch nicht erzählt, dass ich so ‘n Ding fliegen darf?“ frage ich dann. Jetzt sind mehrere „Äh“ und „Öh“ zu hören. „Nee, nicht so wirklich“, höre ich Kristin. „Wartet mal ich schicke euch ein Foto“, sagt Sandra dann. Sie nimmt ihr Handy, hält es so, dass wir beide mit drauf sind und da wir grade kreisen, ist der See auch ein wenig zu sehen. Dann schickt sie es Antje. Kurz darauf kommen die Reaktionen. „Boah“, „Super“, „Toll“, hören wir. „Wo muss man sich anmelden?“ fragt Jürgen lachend. „Klären wir, wenn wir wieder unten sind“, sage ich. „OK“, lacht Jürgen.

„Warum wir eigentlich hier sind, ist immer noch die Frage, ob es auf dem Gelände noch ein Versteck gibt, was wir bisher nicht gefunden haben“, sage ich. „Und deswegen wollten wir noch mal von oben gucken“, sagt Sandra. „Aha, das Nützliche mit dem Praktischen verbunden“, sagt Jürgen. „Genau“, stimme ich zu. „Habt ihr was gesehen?“ fragt Kristin. „Ja, hinter den Garagen, da könnte was sein“, sagt Sandra, „das ist zwar nicht neu, aber es sieht ungleichmäßig aus.“ „Da schauen wir aber gleich mal nach“, sagt Jürgen, „bleibt ihr noch in der Nähe?“ „Ja machen wir“, antworte ich. „Wir müssen eh mal wieder nach oben kreiseln“, sagt Sandra. Noch beim Kreiseln im Aufwind ruft Jürgen wieder an. „Das ist unglaublich hier, ich schicke mal ein Bild“, sagt Jürgen fassungslos, „alles unterhöhlt. Das uns das noch nicht zusammengebrochen ist.“ Das Bild kriegen wir beide. „Ach Du dickes Ding“, sagt Sandra. „Das schauen wir uns nachher aber noch an“, sage ich. „Ja, das machen wir“, sagt Sandra. „Bis dann“, sage ich noch in die Runde. „Bis nachher, Steffi“, verabschiedet sich Jürgen. Wir fliegen noch einmal um die Stadt, um zum Flughafen zurückzukommen. „Das ist ja ein Ding“, sagt Sandra, „ich fasse das immer noch nicht.“ „Echt“, bestätige ich, „aber Du hast ein gutes Auge.“ Sandra lächelt mich zum Dank lieb an. Bald sind wir am Flughafen. Sandra hat vorsichtig ihre Hände und Füße an der Steuerung. „Mal fühlen wie es geht, was?“ frage ich. „Genau“, antwortet Sandra lächelnd. „Dann mache ich mal eine Standardlandung“, sage ich, „und nicht meine übliche „Kampfjet“-Landung.“ „Obwohl die auch ihren Reiz hat“, sagt Sandra. Soft setze ich den Flieger auf. „Sehr schön“, sagt Sandra. Zusammen schieben wir den Flieger zum Abstellplatz und stellen ihn dort ab. Vor der Werkstatt gibt es wieder Kaffee und Kuchen. Auf einen Kaffee bleiben wir noch und unterhalten uns mit Daniela. Da wir erzählen, was wir gemacht haben, kommen wir auch nicht drum herum zu erklären, was davor eigentlich passiert ist. „Oh mein Gott, da war das? Ich habe es in der Samstagzeitung gelesen“, sagt Daniela geschockt, „aber ist alles gut bei Dir?“ „Ja mach Dir keine Sorgen“, sage ich. „Das ist aber harter Tobak“, sagt Dirk, der auch bei uns steht. Ein bisschen bleiben wir noch, um Daniela zu beruhigen, das hat sie etwas aufgebracht. Dann verabschieden wir uns und fahren zum See.

Als wir am Speditionsgelände ankommen, stehen fast alle Anwesenden an den Garagen. Eine ist offen und ein alter Traktor ein paar andere Sachen stehen draußen. Sandra fährt gleich dahin. „Hallo zusammen“, grüßt Sandra. „Hi ihr“, grüße ich. „Hallo“, grüßt die Gruppe zurück. „Harald ist auch unterwegs hierher“, sagt Jürgen dann. Kurz danach fahren Harald und Jessi auf den Platz. Auch die beiden grüßen in die Runde. „Und ihr habt das vom Flugzeug aus gesehen?“ fragt Harald dann, „Jürgen deutete da am Telefon was an.“ „Samtäuglein war das“, sage ich und stupse Sandra an. „Oah! Stefanie“, sagt Sandra lachend und wird knallrot im Gesicht, „das hat auch noch niemand zu mir gesagt.“ „Nicht gut?“ frage ich vorsichtig. „Doch ist wirklich niedlich“, antwortet Sandra, „aber wenn man nicht drauf vorbereitet ist.“ „Klasse, ihr beiden wieder“, lacht Kristin. Nachdem sich alle beruhigt haben, frage ich: „Habt ihr bisher nur geschaut oder muss schon irgendwo eingegriffen werden?“ „Wir haben alles so gelassen“, sagt Jürgen, „da liegen wohl auch noch private Sachen von dem Typen.“ „Meine Fresse, was läuft hier für ein Film?“ sage ich, „lasst uns mal schauen.“ Wir gehen mit einigen Leuten um die Garagen herum nach hinten. „Hier ist ein mit Sträuchern getarnter Eingang“, sagt Jürgen. Ich schaue rein. „Alte Scheiße“, sage ich leise. Unter der Garage ist der Sand so weit rausgebuddelt, das man den Betonboden von unten sieht. Seitlich sind die Wände provisorisch mit Brettern abgestützt, damit der Sand nicht nachrutscht. „Ist der Betonboden der Garagen durchgängig?“ frage ich. „Bis zur Hälfte“, sagt Jürgen, „dann ist eine Dehnungsfuge.“ In diesem Raum, wenn man das so nennen kann, stehen zwei alte Sessel. Sandra schießt mit ihrer Kamera und dem Handy abwechselnd Fotos.

„Hier geht’s weiter“, sagt Jürgen und geht durch eine Durchgang in ein nächstes freigebuddeltes „Zimmer“. „Ich glaube das nicht“, sage ich, „dass das so hält.“ „Und wo kommen die ganzen Bretter und Hölzer her?“ wundert sich Harald, „von uns sind die nicht.“ Überall liegen irgendwelche Klamotten von dem Dicken rum. Unterlagen und Schriftstücke sieht man auch, von dem ein oder anderen Amt. Eine alte Matratze mit einem Schlafsack liegt hier auch. Und überall Angelutensilien. „Ich glaube, wir sollten mal bei der Polizei anrufen“, sage ich. „Auf alle Fälle“, sagt Harald. Ich gehe wieder raus und rufe die Polizeistation an. Ich schildere das gesehene. „Das klingt ja irgendwie spannend, Frau Boe, wir schicken gleich mal eine Streife raus“, sagt die Polizistin am anderen Ende. Nach zwanzig Minuten fährt ein Polizeiwagen auf den Hof. Eine Polizistin und ein Polizist steigen aus. „Ah, Frau Boe“, sagt die Polizistin. Ich erkenne sie auch wieder, sie war bei den allerersten Einsätzen schon mal hier. „Dann zeigen sie mal was es hier spannendes gibt“, sagt der Polizist. Wir gehen wieder runter. „Ich sehe ja so eine Erdbehausung nicht das erste Mal“, sagt der Polizist, „aber so etwas großes habe ich noch nie gesehen.“ „Und das ist Ihnen heute aufgefallen?“ fragt die Polizistin. „Vermutet hatten wir das schon länger, das der sich hier auch länger aufhält“, sagt Jürgen, „aber das hier war von unten nicht zu sehen.“ Dann zeigt er noch ein Bild, wie getarnt das war, bevor sie den Eingang aufgemacht haben. „Eine Auffälligkeit haben wir erst von oben gesehen“, sage ich. „Wie das?“ fragt der Polizist. „Wir beide sind mit einem Segelflugzeug hier gekreist und haben Ausschau gehalten“, sage ich, „und meine Lebensgefährtin hat dann bemerkt, das hier mal verstärkt gegraben worden sein musste.“ „Mit einem Segelflugzeug?“ fragt der Polizist, „fliegen Sie so eins?“ Ja“, antworte ich. „Ach dann waren Sie das“, sagt die Polizistin lächelnd, „wir haben vor ca. eineinhalb Stunden einen Verkehrsunfall auf der Hauptstraße aufgenommen, da fiel mir ein Segelflugzeug auf, was ziemlich lange an der gleichen Stelle kreiste.“ „Genau, das waren wir auf unserem „Aufklärungsflug““, antworte ich. „Coole Nummer“, antwortet der Polizist. „Ist auch ein bisschen Stressbewältigung“, sage ich noch. „Scheint Ihnen ja gut gelungen zu sein“, sagt die Polizistin. Dann schauen sich die beiden genauer um. „Das hier sind noch die besten Hinweise darauf, mit wem wir es hier zu tun haben,“ , sagt der Polizist, als er die verschiedenen Schreiben sieht, „bisher wissen wir kaum was über ihn.“ Ich schaue ihn mit großen Augen an. „Der ist nirgends gemeldet“, sagt die Polizistin. „Ich fordere mal Hilfe an“, sagt der Polizist, geht raus und telefoniert.

„Das ist ganz schön gruselig“, sagt Jessi, „der muss ja schon sehr lange hier gewesen sein.“ Ja, so was baut man mal nicht eben an einem Tag“, fügt Jürgen hinzu. Der Polizist kommt wieder rein. „Begeistert waren die nicht unbedingt, vom Erkennungsdienst, auf einem Sonntag hier raus zu kommen“, sagt er grinsend. Ich rufe in der Zwischenzeit rufe ich meine Onkel an und schildere ihm die Neuigkeiten. Auch er ist fassungslos. „Ich komme mal vorbei, das muss ich sehen“, sagt er. Kurz danach kommt ein Auto auf den Hof. Eine Frau und zwei Herren steigen aus. Der Polizist gibt eine kurze Einweisung. Kurz danach kommt noch ein Auto. Den einen erkenne ich auch gleich wieder. Es ist einer der Kriminalpolizisten, die nach dem Vorfall da waren. Er begrüßt mich auch gleich freundlich und fragt nach meinem Zustand. Danach erkundigt er sich nach unseren Erkenntnissen. Als ich vom Aufklärungsflug erzähle, muss er auch staunen. Dann erklären die Polizisten, die zuerst hier waren ihre Ansicht der Dinge. Jetzt fährt mein Onkel auf den Hof. Er und meine Tante steigen aus. „Hallo Neffin“, begrüßt er mich, „was habt ihr denn nun wieder ausgebuddelt.“ „Das ist echt unglaublich, das müsst Ihr mit eigenen Augen sehen“, sage ich und gehe mit beiden runter runter. Die Polizisten sind mittlerweile alle unten. Ich stelle Tante und Onkel als Eigentümer vor. Einer der Spurensicherer kommt heraus. „Wir haben soweit alles festgehalten und würden jetzt ein paar relevante Sachen sichern“, sagt er. Meine Tante und Onkel können kurz rein und schauen. Meine Tante kommt gleich wieder raus. Sie ist leicht geschockt. „Das ist echt unglaublich“, sagt mein Onkel, als er kurz danach wieder rauskommt, „da können wir aber einige Anzeigen starten.“ „Das sollten sie auch tun“, sagt der eine Kriminalpolizist lächelnd, „auch wenn vermutlicher Weise bei dem nichts zu holen ist.“ „Hauptsache, der wird lange von der Straße weggeholt“, sage ich noch.

Die Spurenermittler sind wieder drinnen. „Mal sehen, ob wir das bis zum Hoffest wieder zurückgebaut bekommen“, sagt Harald, „ sonst müssten wir den Bereich großzügig absperren und noch ein paar Buden organisieren.“ Einer der Polizisten will grade eine Prognose wagen, das fährt noch ein Auto auf den Hof. „Oh, Kollegen“, sagt der eine von der Kripo. Ein Mann und eine Frau steigen aus und kommen zu uns. Kurze Vorstellung, dann kommt Kriminalpolizistin schnell auf den Punkt. „Wir hätten eine eventuelle Parallele zu einem etwas zurückliegenden Vergewaltigungsfall“, sagt sie. Ich wundere mich erst, warum sie das ausgerechnet auf einem Sonntag ermitteln, dann wird mir schwindelig. „Das ist mir grade etwas zu viel“, sage ich, „könnt ihr mich mal stützen, ich kippe gleich um.“ Beherzt greifen Harald und Jürgen, mein Onkel und zwei der Polizisten zu, stützen mich und legen mich sanft im Sand ab. Ich sehe Sterne, aber fange mich bald wieder. „Alles gut? brauchen sie einen Arzt?“ fragt eine der Polizistinnen. „Ich glaube es geht langsam wieder“, antworte ich. „Bleib ruhig noch liegen“, sagt Sandra und bleibt an meiner Seite. Nach einer Weile stütze ich mich auf. Die Kriminalpolizistin kommt wieder zu mir. „Was denn für eine Parallele?“ frage ich sie. „Ein ungeklärter Fall“, sagt sie, „eine damals 15 jährige wird wahrscheinlich mit K.O.-Tropfen betäubt, verschleppt und anschließend vergewaltigt. Sie konnte sich schemenhaft an eine Art Höhle erinnern.“ Jetzt wird mir richtig schwarz vor Augen. Das ich nach hinten wegkippe kriege ich schon nicht mehr mit.
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
Kerstin
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Re: Blutengel

Post 273 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Hallo Stephanie
Vielen Dank für deine Fortsetzung der Geschichte.
Je älter ich werde um so sympathischer wird mir Darth Vader.
Stephanie
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Re: Blutengel

Post 274 im Thema

Beitrag von Stephanie »

Ermittlungen gehen weiter

„Hallo, hören sie mich?“ höre ich eine Stimme, „Frau Boe sind sie wach?“. Zögerlich mache ich die Augen auf. Ich sehe Sandra, meine Tante, eine Frau und zwei Männer, die vorhin noch nicht da waren. Auf den zweiten Blick sehe ich dass das Sanitäter sind, die Frau wohl eine Notärztin. Ich liege auch nicht mehr im Sand, sondern auf einer Trage. „Puls und Blutdruck kommen wieder in den normalen Bereich“, sagt einer der Sanis. „Wie fühlen Sie sich?“ fragt die Ärztin. „Ich glaube es geht wieder“, sage ich. „Müssen wir sie ins Krankenhaus bringen?“ fragt mich die Ärztin. „Ich glaube nicht“, antworte ich. „Wir warten noch mal ein paar Minuten“, sagt die Ärztin. „Der Zusammenhang war ja ein bisschen heftig“, sage ich, „wie lange war ich denn weg?“ „Eine halbe Stunde war es schon“, sagt Sandra. „Puh“, sage ich. Ich schaue zur Kriminalpolizistin. „Ich hätte es Ihnen wohl lieber nicht sagen sollen“, sagt sie. „Doch, doch ich habe ja gefragt“, sage ich lächelnd, „normalerweise haut mich so etwas auch nicht so um.“ Das beruhigt sie dann doch. „Auch interessant diese Facette an mir kennen zu lernen“, sage ich weiter. Da diese Aussage wohl neugierig gemacht hat, erkläre ich kurz meinen Stand. „Ah ja, OK, das erklärt es ein wenig“, sagt die Ärztin lächelnd, „aber schön mal jemanden wie sie kennenzulernen.“ „Blutdruck und Puls sind normal“, sagt einer der Sanis. „Wollen sie mal vorsichtig versuchen aufzustehen?“ fragt die Ärztin. Ich nicke und ganz langsam stehe ich auf. Jürgen schiebt mir einen Stuhl hin, auf den ich mich gleich setze. „Fühlt sich gut an“, sage ich. „Ich glaube, wir können sie hier lassen“, sagt die Ärztin, „aber schonen sie sich und am besten kein Auto mehr fahren.“ „Ja, alles klar, vielen Dank“, sage ich. „Gerne“, sagt die Ärztin. Dann fahren sie und die Sanis vom Hof.

Tante und Onkel stehen bei mir, Sandra ebenfalls. Besorgt schauen wir uns an. „Ich versuche mal so schnell wie möglich einen Termin bei Cornelius zu kriegen“, sage ich nach einiger Zeit, „wollt ihr euch da gleich mit einklinken?“ „Ich überlege grade“, sagt mein Onkel, „unser Anwalt ist auch kein schlechter, wenn wir mit beiden kommen, wäre vielleicht auch nicht schlecht.“ Sandra nickt. „Das ist immer gut, wer weiß, ob der alte Fall bei der Gelegenheit auch noch mit aufgerollt wird“, sagt sie, „dann wäre man mit mehreren gut aufgestellt. Kommt vielleicht auch der Staatsanwaltschaft entgegen.“ „Ach herrjeh, das wird ja bestimmt eine ganz große Nummer“, sage ich, „hoffentlich nicht noch in unserem Urlaub.“ „Das glaube ich nicht“, sagt mein Onkel, „das wird frühestens im September was, Urlaub hat das Gericht bestimmt auch.“ Ich werde nachdenklich. Sandra bemerkt das. „Na Stefanie, bedrückt dich was?“ fragt sie. „Ja, diese andere Mädchen, grade mal 15 Jahre alt und dann so was“, antworte ich, „das Leben ist doch dann versaut und sie konnte noch nicht mal was dazu.“ Meine Tante fängt an zu schluchzen, so was nimmt sie immer ganz schön mit. Zusammen trösten wir sie. „Was mich so wütend macht, ist das so was ausgerechnet bei uns hier passiert“, sagt mein Onkel, „einmal das mit Dir vorgestern und wenn sich das bewahrheitet, das die andere Geschichte hier auch passierte, … …nee geht gar nicht.“

Einer der Kriminalpolizisten kommt zu uns. „Wird das jetzt alles abgesperrt hier?“ fragt mein Onkel, „wer weiß, wie lange das noch stabil ist.“ „Na ja, wir müssten die Gegenstände alle sichern“, sagt der Polizist, „dazu müssten wir erst eine Örtlichkeit finden.“ „Die hätten wir hier“, sagt mein Onkel, „die Räume hinter dem Büro, zum Beispiel.“ „Die kleine Box rechts in der großen Halle ist auch grade frei“, sage ich. „Die wäre sogar noch besser“, sagt mein Onkel. „Können wir uns das mal anschauen!“ fragt der Polizist. „Na klar“, sage ich. Ich führe den Polizisten zu den Räumlichkeiten. Die Dame vom Ermittlungsdienst ist auch dabei. Erst zeige ich die Räume hinter dem Büro. Dann gehen wir zu der Box. „Das ist hier ideal“, sagt die Dame, „nur zwei Zugänge, das lässt sich besser abriegeln.“ Ich überlasse den Polizisten für die Dauer den Schlüssel. Anschließend gehen wir zurück zu den Garagen. Dort verteilt die Polizistin die Information. „Geht das heute noch?“, fragt einer von der Kriminalpolizei. „Klar genug Leute zum Helfen sind ja da“, sagt ein anderer vom Ermittlungsdienst. „Dürfen wir das? fragt Harald erstaunt. „Ja klar muss nur vermerkt werden“, sagt der Herr. Anschließend fassen wir alle mit an. Mein Tante macht eine Liste mit den Leuten von uns, die helfen und übergibt diese dann. Wir sind ja nicht wenige, aber eine knappe Stunde dauert es. „Meine Güte, was der hier alles reingeschleppt hat“, wundert sich Jürgen. Zum Schluss wird noch mal geschaut, ob was vergessen wurde. Dann sagt einer der Polizisten: „Es ist alles gesichert und aufgenommen, sie können die Aushöhlungen dann wieder verfüllen.“ Dann versiegeln sie noch die Box. „Es ist dann in der nächsten Zeit damit zu rechnen, dass öfter mal Kollegen von uns vorbeischauen“, sagt die Polizistin. „OK, wir geben entsprechende Infos dann an die Mieter der anderen Boxen weiter“, sage ich, „damit die wissen was los ist.“

So langsam sind dann alle Polizisten auch wieder gefahren, wir sind wieder unter uns. An der Sitzecke vor der Werkstatt treffen wir uns dann. Getränke stehen da schon. „Steffi, ein Whiskey?“ fragt Thomas. „Später vielleicht, erstmals einen Tee“, sage ich, weil Kristin schon ordentlich Tee gekocht hat. Ich setze mich hin. Sandra ist die ganze Zeit dicht bei mir. Ich lächele sie an. Sie lächelt ebenfalls, aber ich meine, dass sie fragend schaut. „Du bist die ganze Zeit mein Schutzengel“, sage ich lieb zu ihr, „ich finde das sehr schön.“ „Danke, Stefanie“, sagt sie leise. Eine Weile sagt keiner was. Jürgen sieht man aber an, dass er was loswerden will. Ich schaue ihn direkt an. „Willst was loswerden?“ frage ich. „Ja hm, ich weiß nicht ob es jetzt reinpasst“, sagt er zögerlich. „Ewig müssen wir aber auch nicht nachdenklich sein“, sage ich wieder, „muss ja auch weiter gehen.“ „Wie füllen wir das dann unter den Garagen wieder auf?“ fragt Jürgen dann. „Das ist nicht einfach“, sagt Kalle, wenn wir es von unten einfach reinschieben, kriegst du das nie richtig verfestigt. Irgendwann setzt sich der Sand und bildet einen Hohlraum unter dem Beton.“ „Zumal man auch noch den anderen Hohlraum verfüllen muss, der keinen Ausgang nach draußen hat“, sagt Wolle dann noch. „Das wird verdammt aufwendig“, sagt Thomas dann noch. „Die Zeiten ordentlich aufschreiben“, sage ich lächelnd, „ich überlege, das über eure GbR in Auftrag zu geben.“ „Okee!?“, sagt Kalle erstaunt. „Wenn wir es selber machen, dann sowieso auf unsere Kosten“, sage ich, „wenn wir jemanden holen, müssen wir das bezahlen und von dem Verursacher ist eh nichts zu erwarten. Also bleiben wir auf den Kosten sitzen.“ „Stimmt schon“, sagt Harald, „aber ist das zulässig.“ „Warum nicht, ihr seid zwei unterschiedliche Gewerbe“, sagt Sandra, „die Arbeitsleistung bekommt ihr wahrscheinlich nicht erstattet, aber wenigstens habt ihr euren Spaß.“ „Ey Sandra“, tut Harald gekünstelt. „Meinst nicht, Stefanie hilft doch bestimmt mit“, sagt Sandra grinsend. „Aufpassen! Die verkauft hier gleich alle“, sage ich flaxend, „Bankerin halt.“ Sandra knufft mich an. „I-hi“, sage ich. Bleibt uns wohl nichts anderes übrig“, sagt Jürgen grinsend.

„Und wie macht man das jetzt am besten?“ fragt Harald. „Ich würde jedenfalls das meiste von unten reinschieben“, sagt Jürgen, „nur wie man das nachfüllt, weiß ich nicht.“ „Von oben? Die Betonplatte aufschneiden?“ fragt Kristin. Ich nicke. „Die Idee hatte ich auch“, sage ich, „einen Revisionsschacht, so groß, das man zu Not reinklettern könnte.“ „Okee!?“ sagt Kalle wieder. „‘Nen stabilen Deckel drauf und fertig“, sage ich, „und wenn das nicht funzt, bauen wir im Nachgang Werkstattgruben in die entsprechenden Garagen.“ Keiner sagt was, alle schauen sie mich an. „Nicht gut?“ frage ich keck. „Doch“, sagt Harald, „aber macht dein Onkel da mit?“ „Ich denke schon,“, sage ich, „er hat mit Sicherheit ein berechtigtes Interesse daran, dass hier nicht alles zusammenbricht. Ich kann aber gerne nochmal mit ihm sprechen.“ „Na dann, wer hat ab morgen Kapazitäten?“ fragt Kalle in die Runde. Es finden sich spontan einige. „Haben wir eigentlich einen Rüttler?“ fragt Wolle, „zum Verfestigen?“ „Können wir sonst organisieren“, sagt Jürgen. „Und noch was“, sage ich, „der Bereich hinter den Garagen gehörte nie zum ehemaligen NSG. Wenn wir da etwas ruppiger sind, kann uns auch keiner nachträglich irgendwas. So in Anspielung auf die selbsternannten Aufpasser, die hier mit ihren Hunden flanieren.“ „Die ist so knuffig“, sagt Thomas grinsend, „da muss ich mich beizeiten mal bei deinem Onkel bedanken, dass er dich hierher geholt hat.“ „Auf das Lob darf ich ruhig mal rot werden, oder?“ frage ich, während mir schon die Röte ins Gesicht schießt. „Zu spät“, kommentiert es Sandra lachend.

„Jetzt eine Bratwurst“, sagt Kalle. „Ich glaube wir haben kaum noch Vorräte“, sagt Kristin. „Der Schlachter in der Siedlung drüben hat seit neustem draußen einen Automaten stehen, wo Du dir allerhand Grillspezialitäten ziehen kannst“, sagt Antje, die grade mit Tom wieder auf den Hof gekommen ist. „Na nix wie hin da“, sagt Sandra, „wo ist das?“ Antje erklärt es nochmal. „Wir kommen mit“, sagen Jessi und Kristin und fahren dann mit Sandra los. „Unsere Mädels sind schon eine Wucht, oder?“, fragt Harald in die Runde. „Stimmt“, sage ich. „Das musst du den Dreien nachher aber auch noch mal sagen“, sagt Antje grinsend. Wolle holt den Grill raus und heizt ihn schon mal an. Ich kläre Antje und Tom über das auf. Was hier heute Nachmittag sonst noch passiert ist, während sie weg waren. „Meine Güte“, sagt Tom etwas geschockt und schaut mich an. Sandra, Kristin und Jessi kommen wieder. „Sandra hat fast den ganzen Automaten leergekauft“, sagt Jessi grinsend. „Drängelt die sich immer beim Bezahlen vor?“ fragt Kristin. „Ja, tut sie“, antworte ich lächelnd, „da kommt auch bestimmt gleich noch was.“ Sandra grinst. „Genau, das geht auf meine Kappe, ich lade euch ein“, sagt sie dann. „Und, hey, es trifft keine Arme“, füge ich grinsend hinzu. „Na dann vielen lieben Dank“, sagt Harald. Die anderen stimmen ihm zu. Wir bleiben lange sitzen und genießen Wurst und Fleisch. Brötchen und Baguette backen die Mädels noch auf. „Da haben wir immer einen Vorrat da“, sagt Antje grinsend. „Ich glaube, das schlimmste haben wir hinter uns“, sage ich, mit Blick auf das passierte. „Kann nur noch besser werden“, sagt Kalle dann lächelnd.
Wäre ich schlank, würde euch das nur unnötig geil machen...
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