NDR | Angegafft & angefasst: Sind Kleinstädter weniger weltoffen? [Video]
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Anne-Mette
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NDR | Angegafft & angefasst: Sind Kleinstädter weniger weltoffen? [Video]

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Netflix-Star David Jakobs ("Queer Eye Germany") erzählt offen über ihre Jugend in der Kleinstadt und grenzüberschreitende Erlebnisse. Für sie sind Menschen in der Kleinstadt weniger weltoffen. Auch Topmodel Alpha Dia und TikTok-Star Millane Friesen kennen schiefe Blicke und diskutieren mit.

https://www.ndr.de/fernsehen/Angegafft- ... ch354.html
Michaela Smile
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Re: NDR | Angegafft & angefasst: Sind Kleinstädter weniger weltoffen? [Video]

Post 2 im Thema

Beitrag von Michaela Smile »

"..sind Kleinstädter weniger weltoffen?"
Nein, ich glaube nicht. Nicht mehr und nicht weniger als anderswo auch.
Aber ich behaupte mal Kleinstädter sind mehr offen-neugieriger. Alles was man nicht oder nur vom hören sagen oder aus dem Fernsehen kennt, wird, wenn man es mit eigenen Augen, also in Live, sieht, ausgiebig und völlig ungeniert angeguckt.
Quasi, wie im Zoo, irgendwie eine Attraktion. Und dann wird eingeschätzt was man davon halten soll, kann, ob es einem schaden/nutzen kann etc.
Und darüber wird dann gesprochen, was den Gesprächspartner dann neugierig macht, und er diese "Atraktion" auch sehen möchte. Sich ein eigenes Bild davon machen möchte, usw. Sowas wie eine öffentliche Anonymität gibt es eigentlich nicht.
und das passiert meines Erachtens mit allem. es muss keine Queer Person sein, oder mit anderer Hautfarbe. Es reicht einfach anders auszusehen, oder ganz banal , ich sag mal "aus der Großstadt zu kommen". da will dann jeder sehen, ob und was an so nem Großstädter anders ist....
So ne Kleinstadt ist immer noch irgendwie ein eigenes Universum. es gibt viele die den Rest der Welt nur aus dem Fernsehen oder der jährlichen Urlaubsreise,( sofern es diese gibt) kennen. aber deshalb nicht weniger weltoffen.
Michaela
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Re: NDR | Angegafft & angefasst: Sind Kleinstädter weniger weltoffen? [Video]

Post 3 im Thema

Beitrag von Blossom »

Das mögen o.a. Personen so empfinden - würde ich selbst so aber nicht abnicken. Wohne selbst in einer kleiner Stadt und erfahre es anders. Dass Menschen in einer Metropole nicht mehr hinschauen? Würde ich das, wenn ich es irgendwie täglich sehe? Wohl kaum. Halte es da mit Michaela und betrachte es auch als eine offen gezeignte Neugierde. Das spiegelt sich auch im Beruf wieder, denn das Kolegium begegnet mir nicht anders ... nicht ablehnend, aber halt neugierig, interessiert. Erst gestern stellte mir eine interessierte Kollegin Fragen zum Thema Trans, erwähnte, schon Vieles darüber in den Medien erfahren haben, aber noch nie unmittelbar damit konfrontiert worden zu sein.
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
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Re: NDR | Angegafft & angefasst: Sind Kleinstädter weniger weltoffen? [Video]

Post 4 im Thema

Beitrag von Michi »

Kann man wohl nicht pauschal sagen .. manche Kleinstädte sind mehr so .. andere anders.

Für eine Transfrau, die vor ihrem Outing bei uns im Haus gewohnt hatte, war die erlebte Ablehnung von Seiten ihrer Familie und auch in unserer Kleinstadt so schlimm, dass sie in die Großstadt geflüchtet ist. Wochenlang das Tratschthema der gesamten Stadt zu sein und erleben zu müssen, wie sich gefühlt alle ablehnend das Maul über dich zerreißen, das ist sicherlich nicht nur dann die Hölle, wenn man gerade erst versucht, mit sich selber besser klar zu kommen.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Blossom
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Re: NDR | Angegafft & angefasst: Sind Kleinstädter weniger weltoffen? [Video]

Post 5 im Thema

Beitrag von Blossom »

MichiWell hat geschrieben: Sa 2. Apr 2022, 16:29 das ist sicherlich nicht nur dann die Hölle, wenn man gerade erst versucht, mit sich selber besser klar zu kommen.
Das ist m.E. eher eine Frage der eigenen Stärke ... denn auch, wenn mir bislang kein Getratsche über mich zu Ohren gekommen ist, wird es welches geben ... sollte es mir gewahr werden, weiß ich für mich: Ist mir egal, sollen sie ... Ich lebe mein Leben und gut. Flucht oder Rückzug käme für mich defintiv nicht in Frage, dann eher Angriff und nach vorne.
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Re: NDR | Angegafft & angefasst: Sind Kleinstädter weniger weltoffen? [Video]

Post 6 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

es könnte natürlich sein, dass morgen etwas vorfällt oder nächste Woche - oder irgendwann.
Bisher habe ich durchweg gute Erfahrungen "bei uns auf dem Land" und in kleineren Städten gemacht.
In Berlin ist auch nicht alles Gold, was glänzt ("Regenbogenhauptstadt") - und schlechte Erfahrungen können auch dort gemacht werden; sie klingen nur anders: "Ej, kiek ma', is' ditte nu 'ne Frau odern 'n Mann?"
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Post 7 im Thema

Beitrag von Violetta »

Und dann kommt von der ach so braven Damenwelt die sehr direkte Frage : "Was tragen Sie unter dem Kilt?"

Gruß

Violetta
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Post 8 im Thema

Beitrag von Michi »

Blossom hat geschrieben: Sa 2. Apr 2022, 17:42 Das ist m.E. eher eine Frage der eigenen Stärke ...
Hallo Blümchen,

es ist schön für dich, dass du diese Stärke hast bzw. zu haben glaubst.

Aber es ist kein Argument, kein Tipp ... nichts, was Betroffenen weiterhilft, die solche massive Ablehnung und Anfeindung erleben müssen.

Oder hältst du dich etwa für das Maß aller Dinge? Was kommt dann als nächstes? Sagst du einem Mobbingopfer, dass es sich eben nicht so anstellen soll?! Gibst du einem Menschen mit Depressionen den Rat, doch einfach mal positiv zu denken?!

Ganz ehrlich liebes Blümchen, ich finde, du liegst hier ziemlich daneben.


Liebe Grüße
Michi
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Post 9 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Violetta hat geschrieben: Sa 2. Apr 2022, 21:22 Und dann kommt von der ach so braven Damenwelt die sehr direkte Frage : "Was tragen Sie unter dem Kilt?"
"Die Damenwelt war noch nie brav." Gerücht von Männern, dass sie selbst immer aktiv - äh agressiv - sein müssen. Wenn Frauen sexuell was wollen, sind sie kaum zu bremsen. Und das ist eher nicht selten.

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Post 10 im Thema

Beitrag von Michi »

Violetta hat geschrieben: Sa 2. Apr 2022, 21:22 Und dann kommt von der ach so braven Damenwelt die sehr direkte Frage : "Was tragen Sie unter dem Kilt?"
Nach eigenen Erleben sind Fragen auch nicht alles, was sich die Damenwelt heraus nimmt. Und es macht wohl nicht wirklich einen Unterschied, dass ich keinen Kilt sondern einen Rock getragen habe .. mir drunter gefasst und auch meine bestrumpften Beine begrabscht wurden.
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Beitrag von Mirjam »

MichiWell hat geschrieben: Sa 2. Apr 2022, 16:29 Kann man wohl nicht pauschal sagen .. manche Kleinstädte sind mehr so .. andere anders.
Ja, ich glaube da ist was dran. In der kleinen unterfränkischen Kleinstadt, in der ich noch wohne, kommt mir vieles liberaler vor als in so manchen deutlich größeren Städten. Das liegt wohl auch mit daran, dass die Menschen hier schon länger an Ökos, Hippies, schräge Vögel, verrückte Hühner, ... "gewohnt" sind. Die gibts hier einfach, und wo ein paar sind kommen ganz leicht noch welche dazu, und dann ist das einfach so und gut is. In den eingemeindeten Dörfern kann das allerdings schon wieder ganz anders aussehen. Wie gesagt, kann ...

LG, Mirjam die Ökotante (888)
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Post 12 im Thema

Beitrag von Blossom »

MichiWell hat geschrieben: So 3. Apr 2022, 21:57 es ist schön für dich, dass du diese Stärke hast bzw. zu haben glaubst.
Ja, die Stärke habe ich! Wie kommst du dazu, mir zu unterstellen, ich würde dies nur glauben?!
MichiWell hat geschrieben: So 3. Apr 2022, 21:57 Aber es ist kein Argument, kein Tipp ... nichts, was Betroffenen weiterhilft, die solche massive Ablehnung und Anfeindung erleben müssen.
Keine Ahnung, was dich gerade gebissen hat ... Hatte ich nicht ein deutliches "m.E." eingefügt? Steht das nicht für: meines Erachtens? Es ist meine persönliche Meinung, kein Argument und schon gar kein Tipp! Auch im Weiteren bezog ich meinen Kommentar auf mich!
MichiWell hat geschrieben: So 3. Apr 2022, 21:57 Oder hältst du dich etwa für das Maß aller Dinge? Was kommt dann als nächstes? Sagst du einem Mobbingopfer, dass es sich eben nicht so anstellen soll?! Gibst du einem Menschen mit Depressionen den Rat, doch einfach mal positiv zu denken?!
Wer wäre ich, mich als das Maß der Dinge zu sehen?! Finde es echt dreist von dir, um nicht zu sagen, eine unverschämte Frechheit, mir dergleichen unterstellen zu wollen!
Und wie kommst du dazu, mir bereits "in den Mund zu legen", was meinerseits wohl als Nächstes kommen könnte?!!
Ich sage niemanden, wie er/sie irgendwas machen soll - habe das im Gegensatz zu sehr vielen hier auch noch nie getan! Sollte ich jemals dazu hinreißen lassen diesbezüglich schreiben, dann: Hol' dir professionelle Hilfe! ... Die supertollen Ratschläge überlasse ich lieber anderen, die ja alle so viel Ahnung haben! (Ironie aus)

Wenn du mich mit deinem Kommentar verstimmen wolltest. Danke. Hast du geschafft.

Gruß
Blossom
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Re: NDR | Angegafft & angefasst: Sind Kleinstädter weniger weltoffen? [Video]

Post 13 im Thema

Beitrag von Diana.65 »

Hallo zusammen.

Ich glaube nicht, dass Kleinstädter weniger weltoffen sind. Meines Erachtens liegt es eher daran, dass in kleineren Städten und Orten die Leute sich eher kennen und man da mit besonderen Merkmalen schneller auffällt. Dadurch dass sich mehr Menschen kennen, entstehen dann auch schneller mal Gerüchte und man wird auch schneller schräg angeschaut.
Ich denke da aber auch, dass der eigene Umgang mit sich und der Umwelt da viel ausmacht. Gehe ich recht offen mit meiner Situation um, gebe ich weniger Anlass für Gerüchte oder auch Mobbing.
Ziehe ich mich eher zurück, gebe ich denen, die es auf mich abgesehen haben, eher noch Zündstoff.
Das ist aber auch nur meine Meinung, muss nicht immer stimmen. Ich bin mit meinem offenem Umgang bisher recht gut gefahren, sowohl in meinem Dorf, als auch im Umfeld.

Liebe Grüße, Diana.
Ich bin und bleibe ich.
Und ... genieße mein neues Leben.
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Re: NDR | Angegafft & angefasst: Sind Kleinstädter weniger weltoffen? [Video]

Post 14 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Ich könnte nun sagen, in meiner Kleinstadt bin ich akzeptiert oder zumindest geduldet. Aber so einfach ist es nicht. Ich musste einiges ertragen bis zum heutigen Level. Da gibt es meine Freundinnen und Freunde, dann die Anderen, die mich akzeptieren und es gibt auch noch die ewig gestrigen. Manche Blicke empfinde ich zum Beispiel als schlimm, aber meine Güte wenn jemand ein Problem mit mir hat - mir egal. In Regensburg sieht es da schon anders aus. Die Blicke sind das Eine, aber in letzter Zeit sind schön ein paar blöde Sprüche gefallen. Dies nehme ich hier in meiner Kleinstadt noch nicht wahr. Ich habe aber das Gefühl, das dies eher Corona und so geschuldet ist. Vielleicht kommen diese Personen mit ihrem Leben nicht klar und suchen ein Ventil. Auch denke ich das Menschen die Anonymität der Grossstadt nutzen um übergriffig zu werden. Hier in meiner Kleinstadt da kennt man sich und da denke ich wird mehr hinterm Rücken geredet als öffentlich.
Liebe Grüße Jasmine
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Re: NDR | Angegafft & angefasst: Sind Kleinstädter weniger weltoffen? [Video]

Post 15 im Thema

Beitrag von Alex_andra »

Ich kenne Klein-, Mittel- und Großstädte. Oft hängt die Akzeptanz davon ab, ob die nach außen vermittelte Geschlechtlichkeit eines Menschen zu den Erwartungen der Bewohner:innen der jeweiligen Region, des Stadtteils ... im Bezug auf das jeweilige Erscheinungsbild einer meist binär gelesenen Person passt, oder ob die Allgemeinheit mit der ästhetischen Erfahrung überfordert ist und Ängste vor den eigenen inneren Wahrheiten in die betroffenen Personen hinein denken.
Die jeweiligen Reize, die zu negativen Reaktionen führen, sind sehr unterschiedlich und betreffen zu einem Großteil alle Personen, die nicht der jeweiligen Norm des regional gelebten Kulturinterpretation entsprechen. Manchen Menschen reicht es schon, nur etwas wahrzunehmen, das in deren natürlicher oder gottgegebener Ordnung nicht zu passen scheint.
Neben dem allgemeinen Passing wirkt auch die Akzeptanz der Erscheinung, der Form, des Outfits... und es ist fast egal, ob der Konflikt in Aschaffenburg, Berlin, Wolfsburg oder Zwickau entsteht.
In größeren Städten ist nur die Wahrscheinlichkeit höher inmitten all der Unterschiedlichkeit unter zu gehen, oder eben auf Kontexte zu treffen, in denen die oben beschriebenen Regeln der Interpretation zu Gunsten der gewünschten Vielfalt oder zugunsten des anderswo als negativ getriggerten Markers getroffen wurden. Deshalb gibt es z.b. kulturell segregierte Stadtteile, Gegenden die queerfreundlich sind ... .
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