Melissas Memoiren
Melissas Memoiren - # 4

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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-=Tom=-
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Re: Melissas Memoiren

Post 46 im Thema

Beitrag von -=Tom=- »

Hallo Melissa,

du schaffst es jedesmal die Spannung zu erhöhen und dann Zack mehr im nächsten Teil :lol: (yes)

Ich bin jetzt schon gespannt wie es weiter geht (ap)
Liebe Grüße

Tom
kathrin84
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Re: Melissas Memoiren

Post 47 im Thema

Beitrag von kathrin84 »

Hallo Melissa,

das war wirklich wieder ein sehr emotionaler Teil deiner Memoiren.
Ich bin mir sehr sicher das du dadurch, nicht nur mir, zum persönlichen Outing geholfen hast/helfen wirst.
Danke schön. (flow)

Liebe Grüße
Kathrin
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manchmal_melissa
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Re: Melissas Memoiren

Post 48 im Thema

Beitrag von manchmal_melissa »

Mein Outing - Teil 1

Seit dem Nagellack-GAU war schon wieder fast ein Jahr vergangen. Ich hätte an dieser Stelle wieder viel über meinen inneren Kampf schreiben können, aber im Grunde wiederholte sich nur das gleiche, gewohnte Spiel. Der einzige Unterschied bestand darin, dass ich mir immer sicherer wurde: Ich musste mich gänzlich öffnen, irgendwann. Trotzdem dauerte es nochmal eine gefühlte Ewigkeit, bis ich das auch schaffte. Warum ich genau in diesem Augenblick fähig war, über dieses schwierige Thema zu reden, weiß ich bis heute nicht so genau. Von langer Hand geplant hatte ich mein Outing jedenfalls nicht. Aber es kam eines zum anderen und so fiel es mir plötzlich sehr viel leichter als gedacht.

Ich schrieb ja bereits, dass dieses Mal der Zufall und das Glück auf meiner Seite waren. Natürlich kann man sich fragen, ob es die folgende Verkettung von unwahrscheinlichen Ereignissen unbedingt gebraucht hat, oder ob ich es ansonsten eben einfach später, zu einem anderen Zeitpunkt, geschafft hätte. Aber so, wie es passierte, fühlte es sich richtig an und ich bin dankbar dafür, dass ich so viel Glück hatte.
Das Ganze ging schon bei der Vorgeschichte los: Monate vor meinem größten Outing-Schritt stand irgendein Anlass an, bei dem sich meine Freundin schick anziehen musste. Sie wollte eigentlich eine schwarze Strumpfhose zu dem Outfit tragen, stellte aber verwundert fest, dass ihre letzte schwarze einige Wochen zuvor kaputt gegangen war und sie wohl doch keine mehr auf Lager hatte. Beim Ersatzkauf bei DM waren dann die schwarzen Strumpfhosen tatsächlich ausverkauft. Der nächste Zufall, aber so erwog meine Freundin zum ersten Mal, halterlose Strümpfe zu kaufen. Sie trug sonst immer nur Strumpfhosen und ich musste sie noch regelrecht ermutigen, weil sie unsicher war, ob man mit den Halterlosen doch mehr sehen könnte als ihr lieb ist, ob die vielleicht rutschen, etc... Schließlich griff sie doch zu und ich freute mich. Ich wusste zwar an der Stelle noch nicht, wozu das führen sollte, aber allein dass die optisch schöneren Strümpfe den Weg in ihren Besitz gefunden hatten, machte mich glücklich.

Der Kauf der Strümpfe war schon lange Vergangenheit, als wir eines Abends zusammen ausgingen. Ins Musical, Theater, oder einfach fein essen, so genau weiß ich das gar nicht mehr. Aber es war Anlass genug, dass meine Freundin ihr schwarzes Cocktailkleid und die schwarzen, halterlosen Strümpfe trug. Es war erst das dritte oder vierte Mal, dass sie sie überhaupt anzog. Eine schwarze Strumpfhose hatte sie zwar immer noch nicht gekauft, aber sie trug Strumpfhosen oder Strümpfe generell recht selten. Es war ein schöner Abend und wir waren beide entspannt. Beste Voraussetzungen also, um mich aus meiner Deckung hervorzutrauen. Aber ich verschwendete trotzdem keinen Gedanken an ein Outing, sondern genoss einfach die gemeinsame Zeit. Ich brauchte noch einen Zufall, einen Schubser, eine Idee. Und der Zufall kam.

Wir waren kaum wieder zu Hause, da wollte meine Freundin in gemütlichere Klamotten wechseln und entdeckte beim Ausziehen der Strümpfe prompt eine Laufmasche. Sie warf sie genervt in die Ecke. So selten getragen, jetzt waren auch sie schon wieder kaputt. Als ich die schönen Strümpfe so in der Ecke liegen sah, machte es bei mir Klick. Natürlich hatte ich seit Tag eins ein Auge auf diese Strümpfe geworfen. Ich wollte sie unbedingt mal tragen. Aber ich traute mich nicht. Zu groß war die Gefahr, sie dabei kaputt zu machen, außerdem hatte ich mit heimlichen Aktionen ja nicht gerade die besten Erfahrungen gemacht. Meine Freundin zu fragen traute ich mich genauso wenig. Sie hätte es mir niemals erlaubt, allein weil ich sie beschädigen oder ausleiern könnte. Aber jetzt hatte ich die perfekte Gelegenheit. Jetzt waren sie ja schon kaputt. Ich hatte schon so manche Strumpfhose weinenden Auges in die Mülltonne fliegen sehen, das musste ich jetzt unbedingt verhindern.

Ich traute mich an dem Abend wieder nicht zu fragen, nahm es mir aber für den nächsten Morgen fest vor. So richtig nach Outing klang das noch nicht, aber ich hatte es schon im Gefühl, dass sich vielleicht ein Gespräch ergeben konnte. Natürlich hatte ich auch Angst vor einer ablehnenden Reaktion, aber irgendwie war ich zuversichtlich. Was hatte ich schon zu verlieren? Und selbst wenn kein Gespräch dabei herauskommen sollte, konnte ich vielleicht trotzdem die Strümpfe tragen. Es erscheint mir heute fast lächerlich, aber damals war allein diese Aussicht für mich eine große Sache und ein Grund zur Vorfreude auf den nächsten Tag. Mit diesen positiven Gedanken schlief ich an dem Abend ein, und ich schlief ausnahmsweise mal gut vor so einem großen Ereignis.

Trotzdem war ich am nächsten Morgen relativ früh wach. Es muss ein Samstag oder Sonntag gewesen sein, denn wir hatten keine Termine und konnten entspannt im Bett liegen bleiben. Ich hatte über Nacht meinen Plan nicht geändert, wollte sie weiter nach den Strümpfen fragen. Aber es kostete mich eine enorme Überwindung. Nachdem wir wieder monatelang den Mantel des Schweigens über das Thema gelegt hatten und ansonsten eigentlich alles in Ordnung war, fiel es mir schwer, die Komfortzone nochmals so deutlich zu verlassen. Ich überlegte ewig an einem Gesprächseinstieg herum und beschloss irgendwann, einfach darauf zu pfeifen. Ich ging auf Toilette und versuchte mich währenddessen mental nochmal einzustellen. Dann ging ich zurück ins Schlafzimmer, blieb in der Tür stehen, zeigte auf die Strümpfe, die immer noch in der Ecke lagen und fragte mit zittriger Stimme: "Kann ich die mal anziehen?"
kathrin84
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Re: Melissas Memoiren

Post 49 im Thema

Beitrag von kathrin84 »

Hallo Melissa,
nun bin ich aber voll gespannt wie der Morgen dir euch weiter verlaufen ist.
Danke für diesen nächsten Teil deiner Memoiren.

Liebe Grüße Kathrin
--make it shine--
Fen
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Re: Melissas Memoiren

Post 50 im Thema

Beitrag von Fen »

Liebe Melissa,

Sehr spannend. Wie sie wohl reagiert hat?
Danke im Voraus für den nächsten Teil.
Gruß
Fen
Life is short. Break the rules. Forgive quickly. Kiss slowly. Love truly. Laugh uncontrollably. And Never regret anything that made you smile. (James Dean)
manchmal_melissa
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Re: Melissas Memoiren

Post 51 im Thema

Beitrag von manchmal_melissa »

Mein Outing - Teil 2

Meine Freundin schaute irritiert. Den Blick kannte ich, und er verhieß normal nichts Gutes. Ich befürchtete die gleiche Ablehnung, wie ich sie schon öfter zu spüren bekam, nach der Massage, nach dem Nagellack-Desaster. Doch sie sagte nur trocken: "Wenn du willst... kaputt sind sie ja eh schon."

Das war exakt die Antwort, die ich mir erhofft hatte. Klar, begeistert war sie immer noch nicht, das sah und hörte ich ihr an. Aber sie hatte zugestimmt! Ich fackelte nicht lange, schnappte mir die Strümpfe und ging in den Flur. Ich weiß gar nicht mehr genau, warum ich überhaupt den Raum verließ. Ich glaube, dass ich sie selbst entscheiden lassen wollte, ob sie mich so sehen will. Irgendwie war es mir vor ihr auch peinlich. Beim Anziehen schlug mein Herz wieder bis zum Hals, so laut, dass ich das Gefühl hatte, meine Freundin könnte es im Raum nebenan hören. Jetzt gab es kein zurück mehr. Gefühlt hat es auch noch ewig gedauert, die Dinger anzubekommen. Wirklich geübt war ich ja nicht darin, und ich musste, anders als bei den mir zumindest bekannten Strumpfhosen, die Silikonbänder über meine damals behaarten Beine streifen. Dazu zitterten meine Hände auch noch. Was machte ich da eigentlich? Es war surreal. Irgendwann hatte ich es dann geschafft. Ein kurzer Blick in den Spiegel erzeugte bekannte Glücksgefühle, aber dafür hatte ich jetzt keine Zeit. Es wurde ernst: Ich fragte durch die geschlossene Tür, ob ich wieder reinkommen könne. Dabei hatte ich noch gar keine Ahnung, was ich überhaupt sagen oder machen sollte, wenn ich einmal drinnen war. Meine Freundin bejahte, schwach, fragend, nach dem Motto: Keine Ahnung was du damit bezwecken willst, aber mach halt. Ich atmete kurz durch, drückte die Türklinke herunter und trat wieder ins Schlafzimmer.

Als ich im Raum stand in ihren halterlosen Strümpfen und meine Freundin ansah, die im Bett saß und meinen Blick erwiderte, fiel plötzlich sehr viel von mir ab. Ich war völlig nackt in diesem Moment, nicht körperlich, sondern seelisch, und das wurde mir schlagartig bewusst. Ich offenbarte in dem Moment eine Seite von mir, die ich bis dahin streng geheim gehalten hatte. Sie war mein Innerstes - mein einziges großes Geheimnis. Ich war blank, angreifbar, verletzlich. Diese Verletzlichkeit muss auch meiner Freundin aufgefallen sein, denn sie sah mich anders an als vorher und anders als sonst, wenn das Thema aufkam. Nicht so abweisend, nicht so verängstigt, eher besorgt, fast mitleidig. Ich glaube, in diesem Moment verstand sie zum ersten Mal, was mir das alles bedeutete. Sie sah zum ersten mal meiner weiblichen Seite ins Gesicht. Trotzdem, und vielleicht gerade deshalb, lag in ihrem Blick vor allem eins: Liebe.

Ihre Reaktion, die ja eigentlich nur aus einem Gesichtsausdruck bestand, setzte bei mir unglaublich viel Energie frei. Das war der größte Vorteil davon, dass ich mich so radikal öffnete, meine Verletzlichkeit in aller Konsequenz zeigte: Ich hatte nichts mehr zu verlieren. Ich setzte mich neben sie ins Bett und fing wie befreit an zu reden, über unsere bisherigen Gespräche, dass ich dieses Bedürfnis nicht wegschieben kann und dass ich mich von Zeit zu Zeit gerne zur Frau umstylen möchte. Eigentlich alles, was ich ihr auch schon während und nach der Massage erzählt hatte, nur detaillierter und ohne angezogene Handbremse. Sie hörte einfach nur zu. Es tat so unfassbar gut, all das loszuwerden. Ich war ganz plötzlich frei, ich selbst zu sein. Diese dämlichen Strümpfe an meinem Beinen, die irgendwie auch grotesk aussahen, sie ließen alle Mauern, die ich um mich herum aufgebaut hatte, einfach einstürzen. Ich redete und redete. Meine Freundin war immer noch etwas perplex und fragte mich nach einiger Zeit, ob ich eine Frau sein möchte oder ich nicht vielleicht doch schwul sei. Ich verneinte beides und nahm ihr die Fragen auch nicht übel. Sie ist eine sehr tolerante Person, aber sie konnte meine Bedürfnisse einfach nicht einordnen. Sie kämpfte in dem Moment auch mit sich selber, weil ihre Toleranz, von der sie fest überzeugt und auf die sie stolz war, von mir maximal auf die Probe gestellt wurde. Ich gab mein Bestes, um ihr meine Bedürfnisse und Beweggründe näher zu bringen. In dem Zusammenhang erwähnte ich auch zum ersten Mal den Begriff Crossdressing. Ihre großen Verlustängste, die sie die ganze Zeit mit sich herumgeschleppt hatte, konnte ich ihr so zumindest teilweise nehmen: Sie schien froh, dem Kind einen Namen geben zu können, und wenn es einen Fachbegriff dafür gab, hieß das ja auch, dass das auch andere machten. Sie schien erleichtert, dass sie so langsam endlich erahnen konnte, was es mit meinem Als-Frau-Verkleiden auf sich hatte.

An der Stelle wurde sie langsam schon neugierig. Sie fragte, ob ich dann tatsächlich in meiner Freizeit mal ein Kleid tragen möchte. Ich bejahte natürlich und war gespannt, wo das Gespräch noch hinführen würde. "Aber keine von meinen, das fände ich komisch!", entgegnete sie recht forsch. Ich musste lachen. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Wenn ihre größte Angst war, dass ich mich an ihrem Kleiderschrank bediente, waren wir auf dem richtigen Weg. "Ne, das kann ich verstehen...", antwortete ich. Und nach einer kurzen, schüchternen Pause fügte ich an: ""¦wäre es ok für dich, wenn ich mir mal eins bestelle?" - "Wenn es dich glücklich macht, klar." Spätestens da war der Knoten geplatzt. Ich hatte durchaus erwartet, dass die Frage, ob ich mal ein Kleid tragen könnte, deutlich mehr diskutiert werden würde als die Frage, wem dieses Kleid gehörte. Und sie setzte sogar noch einen drauf: "Die Strümpfe kannst du schonmal behalten, die sind ja eh kaputt." Das war dann (trotz Laufmasche) das Sahnehäubchen. Sie ermutigte mich sogar, mir gleich eigene Unterwäsche zu kaufen. Ich war bis dahin davon ausgegangen, ich könnte mir von ihr bei Bedarf etwas ausleihen. Aber sie wollte unsere Kleiderschränke weiterhin strikt trennen und hatte, wie ich erst später herausfinden sollte, größtenteils Recht damit. Eine kurze Recherche zum Thema "Unterbrustweite" hätte mir an der Stelle schon früher zur Einsicht verholfen.

Wir redeten noch sehr lange an dem Tag. Vor allem darüber, was ich alles machen wollte als Frau. Ob mir ein Kleid reiche und die lackierten Nägel, oder ob ich auch die passenden Schuhe anziehen wolle. Ob ich mich in Zukunft schminken, vielleicht sogar eine Perücke tragen will. Das war alles viel mehr, als ich mir je zu träumen erhofft hatte. Die Schuhe wollte ich auf jeden Fall, mit denen hatte das ja alles angefangen. Über Make-up und Perücke hatte ich noch nie ernsthaft nachgedacht. Zu utopisch schien die Vorstellung, so etwas zu besitzen oder gar regelmäßig zu tragen. Ich beließ es bei einem unsicheren "Ich denke schon"¦", obwohl ich mir eigentlich ziemlich sicher war, dass ich optisch von Kopf bis Fuß eine Frau sein wollte. Der Gedanke allein ließ meine Glückshormone überlaufen. All das schien auf einmal möglich, obwohl es Stunden zuvor noch unerreichbar schien. Aber ich wollte auch nichts überstürzen, es erst mal langsam angehen lassen.

Dementsprechend verzichtete ich erst mal auf die Schuhe, aber bestellte zwei oder drei Tage später mit dem Segen meiner Freundin ein schwarzes Vintage-Kleid und ein passendes Unterwäsche-Set bei Amazon. Sehen wollte sie die Sachen aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Trotzdem fühlte ich mich wie im siebten Himmel: Mein Angstthema Nummer eins war zumindest teilweise vom Tisch und ich hatte nicht nur Verständnis geerntet, sondern durfte auch gleich die ersten Sachen bestellen. Dabei hatte ich so große Angst gehabt, die Beziehung dadurch an die Wand zu fahren. Aber irgendwie hatten wir es hinbekommen, die Dinge zum Guten zu wenden. Eigentlich war gar nicht so viel anders gelaufen als bei meinen vergeblichen Outingversuchen bisher. Aber dieses Mal waren wir beide weiter. Wir hatten es geschafft, ein gemeinsames Commitment aufzubringen. Wir wollten diese Beziehung, die zu dem Zeitpunkt schon über fünf Jahre alt war, auf keinen Fall verlieren. Also rauften wir uns zusammen und begannen damit, an ihr zu arbeiten. Das Outing war dennoch nicht der große Befreiungsschlag, den man sich jetzt vielleicht vorstellt. Es war eher der Spatenstich für eine sehr große Baustelle, die vielleicht nie fertig wird. Der erste Schritt in die richtige Richtung war gemacht, doch es gab noch viel zu tun"¦
kathrin84
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Re: Melissas Memoiren

Post 52 im Thema

Beitrag von kathrin84 »

Hallo Melissa,

vielen lieben Dank für diesen nächsten, sehr emotionalen Teil deiner Memoiren. Das zeigt wie unterschiedlich Outings ausfallen können und wie sich vor allem auch die Meinungen der Partnerin ändern können.
Ich freue mich jedenfalls so sehr für dich das dein Outing dann doch so gut über die Bühne gegangen ist. Auch in hier habe ich mich an der einen oder anderen Stelle mit meinen Gefühlen und Ängsten wieder gefunden.

Damit hast du wieder Mut gemacht. 1000 Dank für diesen Thread. (flow) (flow) (flow)

Liebe Grüße
Kathrin
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manchmal_melissa
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Re: Melissas Memoiren

Post 53 im Thema

Beitrag von manchmal_melissa »

kathrin84 hat geschrieben: Fr 25. Feb 2022, 08:58 Das zeigt wie unterschiedlich Outings ausfallen können und wie sich vor allem auch die Meinungen der Partnerin ändern können.
Hallo Kathrin,

das war tatsächlich ein Hauptgrund dafür, meine Geschichte aufzuschreiben. Ich lese hier so oft von Leidensgenossinnen, die mit einer ablehnenden Haltung ihrer Partnerin zu kämpfen haben. Das Problem ist doch, dass man viel zu oft nicht ehrlich über das Thema sprechen kann, weil Ängste und Scham jede rationale Auseinandersetzung damit verhindern. Aber wenn man das überwindet, kann es für alle Beteiligten eine unglaubliche Befreiung sein.
Mir ist schon bewusst, dass man dafür auch eine sehr offene Partnerin braucht und dass ich unverschämtes Glück hatte. Trotzdem möchte ich alle ermutigen, das Problem anzugehen und sich nicht zu verstecken oder darauf zu hoffen, dass es sich von selbst erledigt. Auch aus anfänglicher Ablehnung kann sich Akzeptanz und Unterstützung entwickeln.

Liebe Grüße,
Melissa
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Re: Melissas Memoiren

Post 54 im Thema

Beitrag von kathrin84 »

Hallo Melissa,

im Nachhinein hast sich mir beim nochmaligen lesen deiner Zeilen doch noch eine Frage zu deinem Outing gestellt.
Was hat dich damals zur Annahme bewegt dass deine Freundin dich ihre wenn auch kaputten Strümpfe anziehen lässt? Manche Grenzen die und unsere Partnerinnen setzen sind ja doch eher undurchsichtig. Bei mir ist dies zumindest so. Inspiriert von deinem Thread habe ich meine Frau ähnliches gefragt und volle Ablehnung geerntet.
Kann es sein dass sich deine Frau damals inzwischen mit den Thema Crossdressing auseinander gesetzt hatte?

Viele Grüße
Kathrin
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Re: Melissas Memoiren

Post 55 im Thema

Beitrag von Carolin »

Hallo Melissa,

Ich habe heute Deine komplette Lebensgeschichte in einem Zug gelesen
und freue mich für Dich, dass Deine Freundin Dich so liebt wie Du bist und Dich nicht verlassen hat. (dr)

Deine Gefühle und Emotionen wenn Du dich zur Frau verwandelt hast kenne ich nur zu gut.
Das alles hat mich sehr berührt und an meine Vergangenheit erinnert.

Mir geht es auch jetzt immer noch ähnlich, obwohl ich Zuhause oft im Frauenmodus bin.
Ich habe eine sehr liebe und tolerante Lebensgefährtin. (he)

Früher konnte ich meine Weibliche Seite nur heimlich ausleben. (cry)

Als wir uns vor ca. sechs Jahren näher gekommen sind und es etwas fester geworden ist
habe ich ihr gesagt, dass ich manchmal Damenunterwäsche trage.
Heute trage ich sehr oft ein Kleid oder Rock und T-Shirt inkl. Unterwäsche.

In Zwei Wochen fahren wir zusammen als Mädels zu einem Schminkkurs, (super)
ich denke auch die ganze Zeit täglich daran und kann es kaum noch erwarten.

Bin schon sehr gespannt wie es Bei Dir weiter geht.

Ganz Liebe Grüße
Moni
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Re: Melissas Memoiren

Post 56 im Thema

Beitrag von manchmal_melissa »

kathrin84 hat geschrieben: Di 15. Mär 2022, 04:31 Was hat dich damals zur Annahme bewegt dass deine Freundin dich ihre wenn auch kaputten Strümpfe anziehen lässt? Manche Grenzen die und unsere Partnerinnen setzen sind ja doch eher undurchsichtig.
("¦)
Kann es sein dass sich deine Frau damals inzwischen mit den Thema Crossdressing auseinander gesetzt hatte?
Hallo Kathrin,

Das ist eine gute Frage"¦ Was den ersten Teil betrifft, gab es keine große Annahme von meiner Seite. Ich habe einfach einen Türöffner gesucht und ihn zufällig gefunden. Ich wusste, dass ich keine Klamotten von ihr tragen dürfte, aber die kaputten Strümpfe änderten das. Es hätte auch ein Kleid sein können, das sie eine Nummer zu groß bestellt hat oder ein paar Schuhe. Es kam einfach viel zusammen und ich habe zum Glück die Gunst der Stunde nutzen können.

Was die Haltung meiner Partnerin angeht, war ich überfragt. Wie gut, dass ich an der Quelle sitze und sie direkt selbst fragen konnte. Zur Frage, warum sie mich die Strümpfe hat anziehen lassen, sagte sie sinngemäß:
Es war in der Zeit ein ständiges Pendeln zwischen Wegschieben, Ablehnung und Akzeptanz. In dem Moment hat die Akzeptanz Überhand genommen, weil ich dich nicht verletzen wollte. Ich wusste, wenn ich diese Seite an dir weiter ablehne, mache ich etwas in dir kaputt. Ab einem gewissen Punkt habe ich einfach versucht, meine eigenen Befindlichkeiten hinten anzustellen, weil ich gemerkt habe, wie sehr dich das alles beschäftigt.
Auch über den Moment, als ich in ihren Strümpfen ins Zimmer zurückkam, haben wir nochmal gesprochen:
Dir ist mein Blick in Erinnerung geblieben, aber mir deiner auch. Ich glaube, in dem Moment habe ich zum ersten Mal Melissa gesehen. Deine Gesichtszüge ändern sich dann, du sprichst anders, bist verletzlicher.
Meine Empfindung war also richtig, ich hatte mit der Aktion ungeahnte Mauern eingerissen. Trotzdem hatte ich auch das Glück auf meiner Seite, schließlich hatte ich offensichtlich einen Moment der Akzeptanz erwischt. Und, noch viel wichtiger, es war bei ihr bereits ein Reflexionsprozess im Gange, der überhaupt erst zu dieser Akzeptanz geführt hat. Der wurde wohl durch die ganze Vorgeschichte ausgelöst, es hat also alles seinen Sinn gehabt.

Liebe Grüße,
Melissa
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Re: Melissas Memoiren

Post 57 im Thema

Beitrag von manchmal_melissa »

Moni hat geschrieben: Di 15. Mär 2022, 19:24 Ich habe heute Deine komplette Lebensgeschichte in einem Zug gelesen
und freue mich für Dich, dass Deine Freundin Dich so liebt wie Du bist und Dich nicht verlassen hat. (dr)

Deine Gefühle und Emotionen wenn Du dich zur Frau verwandelt hast kenne ich nur zu gut.
Das alles hat mich sehr berührt und an meine Vergangenheit erinnert.

Mir geht es auch jetzt immer noch ähnlich, obwohl ich Zuhause oft im Frauenmodus bin.
Ich habe eine sehr liebe und tolerante Lebensgefährtin. (he)

Früher konnte ich meine Weibliche Seite nur heimlich ausleben. (cry)

Als wir uns vor ca. sechs Jahren näher gekommen sind und es etwas fester geworden ist
habe ich ihr gesagt, dass ich manchmal Damenunterwäsche trage.
Heute trage ich sehr oft ein Kleid oder Rock und T-Shirt inkl. Unterwäsche.

In Zwei Wochen fahren wir zusammen als Mädels zu einem Schminkkurs, (super)
ich denke auch die ganze Zeit täglich daran und kann es kaum noch erwarten.
Hallo Moni,

Danke für dein liebes Feedback! Es freut mich, wenn es dir gefallen und dich sogar berührt hat. (he)

Über meine Freundin bin ich auch froh, das kannst du mir glauben! Wir vergessen zu oft, bei aller (vermeintlichen) Toleranz in der Gesellschaft heutzutage, wie viel Empathie und Größe es braucht, wenn die eigene Toleranz so stark herausgefordert wird. Ich freue mich, dass auch deine Partnerin dir gegenüber offen ist und ihr sogar gemeinsam zum Schminkkurs geht, da bin ich fast ein bisschen neidisch! (ap)

Liebe Grüße,
Melissa
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Re: Melissas Memoiren

Post 58 im Thema

Beitrag von kathrin84 »

Hallo Melissa,

vielen lieben Dank für die tolle Antwort auf meine Fragen. Ich finde es super lieb das du dazu gleich noch deine Freundin befragt hast. Es war super schön auch mal einen Teil deiner Erlebnisse und Empfindungen aus sicht deiner Partnerin zu lesen.
1000 Dank dafür. (flow) (flow) (flow)
manchmal_melissa hat geschrieben: Mi 16. Mär 2022, 09:27 Meine Empfindung war also richtig, ich hatte mit der Aktion ungeahnte Mauern eingerissen. Trotzdem hatte ich auch das Glück auf meiner Seite, schließlich hatte ich offensichtlich einen Moment der Akzeptanz erwischt. Und, noch viel wichtiger, es war bei ihr bereits ein Reflexionsprozess im Gange, der überhaupt erst zu dieser Akzeptanz geführt hat. Der wurde wohl durch die ganze Vorgeschichte ausgelöst, es hat also alles seinen Sinn gehabt.
Auch hier zeigt sich wieder, wenn ein Outing nicht gelingt, seitens der Partnerin akzeptiert wird, kann es auch einfach sein das es noch nicht sein sollte. Das ist die Positive erkenntnis die ich ebenso aus deinem Thread mitnehme.

Für die weitere Zukunft wünsche ich euch beiden alles liebe und gute.

Liebe Grüße
Kathrin
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Re: Melissas Memoiren

Post 59 im Thema

Beitrag von -=Tom=- »

manchmal_melissa hat geschrieben: Mi 16. Mär 2022, 09:27
Deine Gesichtszüge ändern sich dann, du sprichst anders, bist verletzlicher.
Genau diese Aussage habe ich so ähnlich auch schon von meiner Frau gehört.
Unbewusst ( jedenfalls bei mir ) passt man(n) seine Verhaltensweise an :D
Liebe Grüße

Tom
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Re: Melissas Memoiren

Post 60 im Thema

Beitrag von manchmal_melissa »

Mein erstes Kleid - fast

Die Wartezeit, bis meine Sachen da waren, war unerträglich lang. Ich konnte es kaum erwarten, endlich in mein erstes eigenes Kleid zu schlüpfen, den Reißverschluss zu schließen, mich darin im Spiegel zu sehen.

Zum Glück kam alles gewohnt schnell an. Die Unterwäsche passte nur mäßig, aber das war mir erst mal egal. Sie sollte ja vorrangig ihren Zweck erfüllen. Optisch sah ich nur in Slip und BH auch scheußlich aus, aber das Tragegefühl war umso schöner. So leichter, zarter Stoff, keine klobigen Boxershorts, und auch wenn der BH ungewohnt war, etwas drückte und einengte, erinnerte er mich so jeden Moment daran, dass ich ihn trug, dass ich zumindest angedeutete Brüste hatte. Klar, die bestanden nur aus jeweils einem paar Socken, aber ich begann es trotzdem zu spüren: ich war endlich nochmal dabei, mich äußerlich in eine Frau zu verwandeln. Den BH zu schließen ist bis heute ein mentaler Startschuss für meine Verwandlung, den ich jedes Mal genieße. Klick: Stress und Scham aus, Entspannung und Weiblichkeit an. Es ist zwar nicht so, dass diese Weiblichkeit nicht auch im Normalfall da ist, aber trotzdem hilft mir diese Konditionierung ungemein, den Schalter umzulegen und mich in diesen Teil meiner Persönlichkeit fallen zu lassen.

Die Unterwäsche war also an, doch die größte Überraschung kam erst noch: das Kleid. Würde es passen? Ich hatte auf so viele Dinge geachtet: V-Ausschnitt, damit der Oberkörper optisch schmaler wirkt, 3/4-Arme, um dir meisten Armhaare zu verdecken, ein weiter Rock, um halbwegs eine Taille vorzugaukeln. Ich hatte mich extra genauestens vermessen und entsprechend der Größentabelle in XL bestellt. Ich nahm das Kleid aus seiner Verpackung - und war enttäuscht. Das Oberteil war so wie abgebildet, aber der Rock sah billig aus und fühlte sich auch so an. Der Stoff erinnerte mich an Moosgummi. Ich war ziemlich geknickt deshalb, aber ich wollte noch nicht aufgeben und mir dieses Erlebnis verderben lassen. Ich zog das Kleid an und fühlte mich großartig dabei. Es hatte an der Seite einen Reißverschluss von der Taille bis zur Achsel, den ich genüsslich hochzog. Wieder so ein Moment, eine Handlung, die Symbolcharakter hat und mental einiges bewirkt. Jedes Kleidungsstück, jeder Verschluss macht die Verwandlung vollkommener, ist ein Zeichen für mein Gehirn, dass es den Stress loslassen kann, dass Melissa raus darf. Die Spitze an den Armen fühlte sich schön an, auch das luftige Gefühl eines Rocks hatte ich vermisst. Vor dem Spiegel gefiel mir das Kleid den Umständen entsprechend auch gut: Es passte ganz ordentlich im Brustbereich, die Taille war sogar etwas zu weit, aber das störte mich nicht weiter. Der Rock allerdings war viel zu lang, der billige Stoff fiel einfach nur schrecklich und darunter blickten meine unrasierten Beine hervor. Trotzdem war das mein Kleid, mein eigenes, und allein dieser Gedanke ließ mich mein Spiegelbild angrinsen.

Ich brachte es nicht übers Herz, es zurückzuschicken und hängte es erst mal in meinen Schrank. Wirklich glücklich war ich zwar nicht damit, aber das wurde zunächst von meiner Euphorie überdeckt. Meine Freundin wusste von alldem, aber fragte nicht nach Details und so behielt ich das alles auch erst mal für mich. Ich wollte sie nicht überfordern oder gar gleich mit meinem Anblick in einem Kleid konfrontieren.

Ich zog es in den nächsten Wochen immer wieder an, wenn sie nicht zu Hause war und genoss es einfach nur, die Heimlichkeit und das stehlen von Kleidung los zu sein. Keine Angst mehr, erwischt zu werden, keine aufwändige Spurenbeseitigung. Aber mit jedem Mal wurde ich unzufriedener mit dem Kleid, vor allem mit dem Rock. Dieser Stoff war einfach unmöglich. Ich schaute mir das Kleid nochmal bei Amazon an, immerhin hatte ich noch einige Wochen Rückgaberecht. Irgendetwas musste ich übersehen haben, denn auf den Bildern sah der Rock ganz anders aus, viel leichter und feiner, er fiel komplett anders. Etwas handfestes finden konnte ich allerdings nicht. Letztlich hielt ich die Größe für die einzig sinnvolle Erklärung. Das Model trug höchstens M, also mussten die kleineren Größen einen anderen Rock haben.

Ich startete einen neuen Versuch und bestellte das Kleid dieses Mal in M und L. Wenn sie pünktlich ankommen würden, dann könnte ich das in XL locker noch fristgerecht zurückschicken. Ich klärte die erneute Bestellung mit meiner Freundin ab und schickte sie los. Dann war wieder Warten angesagt"¦
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