Morgenstund"˜ hat Gold im Mund
Sie war dann wieder weggedämmert bis in den Morgen hinein, und es war nach 8.30 Uhr und bereits heller Tag, als sie zum zweiten Mal erwachte. Denis war schon auf den Beinen, man hörte, wie er in der Küche herumwirtschaftete, der Geruch nach frischem Kaffee lag in der Luft.
Sie lag reglos, als schliefe sie noch, nur ihre Augen ließ sie über das ihr unbekannte Zimmer schweifen: Was sie sah, war die typische unordentliche Männerwirtschaft wie es nicht anders zu erwarten war, Künstler-Utensilien wie eine Maler-Palette, bunte Malkreiden, leere und halbleere Farbtuben und Pinsel lagen überall herum, Leinwände auf Holzrahmen gestapelt in einer Ecke, in den Regalen ganze Berge von Skizzenblocks, an die Wand gelehnt fertige und halbfertige Bilder, auf dem Boden ein Pizzakarton, dazwischen ihre Klamotten, ihre Nylons, ihre Schuhe, alles lag chaotisch auf dem Fußboden herum, das Kleid hatte er immerhin aufgehoben und halbwegs ordentlich über eine Stuhllehne gehängt.
Gerade als sie ein Bein aus dem Bett hob, um ins Bad zu gehen, trat er ins Zimmer, ein Tablett mit einer Kaffeekanne und zwei Tassen in der Hand, aber im Übrigen völlig nackt von Scheitel bis zur Sohle. Huch, ein nackter Mann, und er sieht sogar ganz gut aus. Ihre Augen weiteten sich, im Kopf schlugen die Gedanken Purzelbaum. Diesen Auftritt konnte sie doch nur so verstehen, dass er noch irgendetwas mit ihr vorhatte, oder?
"Bin gleich wieder bei dir, gibt mir bitte 5 Minuten" sagte sie lächelnd zu ihm, als sie mit zwei, drei kleinen schnellen Schritten an ihm vorbeihuschte in Richtung Badezimmertür. Auf dem Weg ins Bad griff sie sich noch schnell ihr Kleid von der Stuhllehne und raffte ihre Unterwäsche und die Strümpfe zusammen, die nachlässig auf einem kleinen Haufen auf dem Stuhlsitz lagen.
Man habe doch nichts getan. Nur so ein klein wenig rumgemacht, rumgeknutscht"¦ so hatte er sich ausgedrückt vorher"¦ gesagt. Ein Vorwurf etwa an sie? Nicht bei Valerie, so etwas lässt sie nicht auf sich sitzen.
Als sie die Badezimmertür hinter sich schloß, war ihr Entschluss gefasst: Gut, mein lieber Denis, wenn du Liebe mit mir machen willst, ich bin dabei. Und außerdem gefällst du mir eigentlich sehr gut im Adamskostüm, so wie der liebe Gott dich geschaffen hat, also du brauchst dich ja wirklich nicht zu verstecken, vor mir sicher nicht.
Sie gönnte sich nur eine kleine Katzenwäsche, Gesicht, Achseln, den Unterleib, und frottierte sich dann schnell trocken. Dann der Griff zum BH. Das Band um den Rücken nach vorne geführt, die Körbchen nach oben, die Silis lagen nach drin., Mit spitzen Fingern schloss sie die beiden Häkchen auf dem Bauch, drehte das kleine Teil mit einer tausendmal geübten Bewegung auf den Rücken, so dass die beiden Verschlusshäkchen hinten lagen, um anschließend mit beiden Armen nach oben in die Träger zu schlüpfen. Ein, zwei Griffe, alles sitzt, Träger, Körbchen, perfekt.
Sie streckte sich, probierte den Sitz des BHs aus, perfekt. Fuhr dann schnell in ihr Höschen, legte dann den schmalen Strumpfhaltergürtel um, schlüpfte in die Nylons und clipste die herabhängenden Strapse vorne und hinten an. Schnell das ganze bis zur Taille hochziehen, bis die Strümpfe straff sitzen. Nur blöd die Sache mit der Laufmasche, aber mein Gott, was soll das, das war jetzt auch nicht mehr zu ändern.
Jetzt das Kleid, sie zögerte. Sollte sie? Sollte sie nicht? Sie beschloss, ihm die Initiative zu überlassen, wenigstes formal sollte er es entscheiden, er sollte sie ausziehen. Männer fühlen sich gut bei so etwas. Also schlüpfte sie in das Kleid, Reissverschluss hinten, der glatte Stoff fühlte sich gut an auf ihrer Haut, und sie zog den kleinen Griff des Zippers am Rücken hoch.
Kämmen, die Haare ausbürsten, das war schnell erledigt. Jetzt das wichtigste: Sie würde als femme fatale am Kaffeetisch sitzen, glücklicherweise fand sie neben ihrem normalen noch einen dunkelroten, geradezu tiefroten Lippenstift in ihrem Täschchen, ein geradezu sündiges Rot. Danach noch die Augenbrauen mit einem braunen Stift konturiert. Das dunkle Rot der Lippen kontrastierte gut mit dem Braunton ihrer Haare, die sie inzwischen schulterlang trug, mit einer kleinen Welle darin und Stirnfransen, nicht zu lang. Sie kontrollierte sich nochmals im Spiegel, prüfte ihr Profil, blies ein paar widerspenstige Strähnen aus der Stirn, fuhr in ihre Schuhe und fühlte sich plötzlich sehr gut.
"Qu"˜est-ce-que tu as fait du bien comme petit déjeuner" lachte sie mit der Sonne um die Wette, als sie ins Zimmer trat. (Was hast du denn Gutes zum Frühstück gemacht?) Dabei interessierte sie im Moment nichts weniger als Kaffee oder Brötchen.
Er antwortete auch nichts sondern blieb stumm, starrte sie nur an. Eigentlich kein Wunder, die Überraschung war gelungen, jetzt war er komplett nackt und sie komplett angezogen und dazu noch komplett als femme fatale gestylt, also da wundert es doch niemanden, wenn einem Mann da die Spucke wegbleibt. Mit einer kleinen Bewegung streifte sie ihre high heels vom Fuß, die mal wieder auf dem Fußboden landeten, holterdipolter.
Da er nicht am Tisch, sondern auf der Bettkante saß, setzte sie sich neben ihn auf das Bett. Und zwar so nahe, dass sich beide Körper beinahe berührten. Sie spürte seine Wärme und er die ihre. Wie von allein glitt ihre linke Hand hinüber auf sein rechtes Knie, um dann schnell seinen Oberschenkel hinauf zu streichen bis zu seinem Schoß, von dort war es für ihre Hand nur noch ein kleiner Sprung hinüber zu seinem Penis, der dort gerade noch ziemlich schlaff rumgelegen und gepennt hatte, dann aber sofort auf die Berührung reagierte und sich erhob, streckte und sofort aufrecht stand.
Valerie sah fasziniert zu, wie der kleine Kerl an Größe und Stärke zunahm. Sie hielt ihn fest in der Hand und beugte sich mit einer schnellen Bewegung hinunter zum Schoß des Mannes um den Kopf des kleinen Kerls in den Mund zu nehmen. Sie saugte leicht. Morgenstund"˜ hat Gold im Mund.
"Deshabille-moi, s.t.p." , kam es dann aus ihrem roten Mund. (zieh"˜ mich bitte aus)
Sie drehte ihr Gesicht zu ihm hinauf, um ihm in die Augen zu schauen.
Die Fortsetzung erfahrt ihr, falls erwünscht, in cirka einer Woche, wie immer hier in diesem Theater.
Liebe Grüße,
Valerie